Aug 16

So, das echte Leben hat uns eingeholt. Nach fast zwei Wochen Urlaub und Touri-Programm startet jetzt also der Ernst des Lebens – oder wie man so schön sagt.

Natürlich hatten wir bereits während der letzten zwei Wochen schon heftig House Hunting betrieben und diverse Objekte in Sunnyvale, Mountain View, Santa Clara und San Jose besichtigt. Schnell konnten wir feststellen, dass wir für unser Budget tatsächlich eine 90 bis 100 qm große Drei-Zimmer-Wohnung bekommen würden in einer Anlage mit Pool, Fitness Raum, Hot Tub und sonstigem Schnickschnack.  Allerdings hatten wir immer irgendetwas an den Wohnungen auszusetzen. Entweder war sie zu dunkel, zu doof geschnitten, zu klein, etwas zu teuer, ohne Pool, an den Zuggeleisen, am Freeway oder sonst irgend etwas.

Aber passend zu Dirks erstem Arbeitstag habe ich etwas besichtigt, was mir sehr gut gefällt. Dirk begutachtete meine Entscheidung gestern und war ebenfalls begeistert. Nun gilt es noch ein paar Hürden zu meistern (hier muss man erst einmal eine Bewerbung abgeben und diverse Angaben machen, bevor entschieden wird, ob man überhaupt mieten darf, dann müssen wir noch eine Art Kaution hinterlegen, damit sie zunächst einmal das Apartment nicht anderweitig vermieten bis wir einziehen und und und). Jetzt heißt es also Daumen drücken, dass wir die Wohnung bekommen und tatsächlich Ende August bereits unser neues Heim beziehen können. Dann gibt es natürlich Fotos, mehr Informationen über unsere Wohnanlage und eine genaue Adresse.

Dann haben wir noch etwas sehr aufregendes hinter uns gebracht: wir haben ein Konto eröffnet. Juchhuh! Nachdem uns unsere Londoner HSBC, die uns versprochen hatte unser Konto nach USA umzuziehen, bisher ziemlich hängen gelassen hat, haben wir uns nun zur Bank of America aufgemacht und innerhalb einer Stunde ein Konto eröffnet. Das ging erschreckend einfach und ohne weitere Komplikationen.

Erst einmal gibt es für uns Ausländer natürlich nur Debit Cards (also EC-Karten) und die Kreditkarten gibt es dann halt erst, wenn sie sehen, dass wir ordentliche Kunden sind. Aber das ist ja auch ok so. Lustigerweise, kann man hier in USA seine EC- und Kreditkarten im Design etwas an die persönlichen Vorlieben anpassen und auch die Schecks kann man gestalten. So hätten wir zum Beispiel die Karte mit dem Logo unseres Lieblings Football-, Basketball-, Baseball- oder was weiß ich Team gestalten können. Das Praktische dabei ist, das man bei manchen mit jeder Transaktion die mit der Karte getätigt wird Punkte sammeln kann um sich damit dann am Ende z.B. ein Trikot zu kaufen. Oder man wählt eine wohltätige Organisation, die dann von der Bank of America Spenden erhält wenn man die Karte ordentlich benutzt. Da wir hier noch kein Lieblings-Sport-Team haben, haben wir uns nun für WWF entschieden und unsere EC-Karten zieren dann demnächst nette Panda Bären. Für die Schecks (ja hier zahlt man unter anderem seine Miete meist noch per Scheck) sind wir uns im Design noch nicht einig. Wir denken aber ernsthaft über ein Spongebob Design nach (haha).

Wir sind also am Laufenden Band beschäftigt und kommen gar nicht richtig dazu den Pool vor dem Haus zu nutzen.

Dirk hatte Freitag dann auch schon seinen ersten Arbeitstag bei Yahoo! Sunnyvale – dem Mutterschiff. Zum Glück war er ja bereits im Februar schon einmal dort gewesen, so dass er ja bereits seine engsten Kollegen kennen lernen durfte. Natürlich war der erste Arbeitstag von Bürokratie geprägt und so verbrachte er seine Zeit hauptsächlich damit seinen Namen in irgendwelche Formulare einzutragen, seinen Schreibtisch zu beziehen, einen neuen Computer zu organisieren und sich mit dem Office vertraut zu machen. Also eher eine ruhige Angelegenheit.

Nach all den Aufregungen der letzten Tage werden wir es uns heute allerdings gut gehen lassen und einen faulen Pool Tag einlegen. Muss ja auch mal sein. Wir wollen ja möglichst bald diesen blassen London Teint los werden.

AUF IN DEN POOL………..

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