Aug 31

Voller Vorfreude machten wir uns Donnerstag auf, den Vertrag für unser neues Apartment zu unterzeichnen und die Wohnung zu inspizieren. Schließlich war Freitag als Einzugstermin vorgesehen.

Nachdem ich stundenlang den 100 Seiten starken Vertrag inklusive Hausordnung studiert habe (da gibt es ganze Passagen zum Verbot von Drogenhandel, Kriminalität und Prostitution) ging es in unsere neue Wohnung.

Die Vorfreude legte sich allerdings bald. In der Wohung angekommen bekamen wir erst einmal einen Schock. Zwar hatten sie einen neuen Teppich gelegt (was wir sehr schön fanden) und frisch gestrichen, dafür war alles andere so etwas von dreckig – ekelig!

In den Küchenschränken klebten noch Reste von Flüssigkeiten der Vormieter, die Lichtschalter waren schwarz von irgendwelchem klebrigen Zeug, die Bäder waren … naja, hätte noch schlimmer sein können, die Regale in den Kleiderschränken (hier gibt es Einbauschränke bzw. begehbare Kleiderschränke) waren klebrig und verdreckt und der Höhepunkt waren Haare an der Heizung.

Etwas geschockt vom Zustand der Wohnung (immerhin heißen die hier “Bella Vista Luxury Apartments” und der Tatsache des zuvor ausführlichen Regelwerks über das Verhalten in der Anlage) baten wir um Nachbesserung bis zum nächsten Tag, nebst Rapartur diverser offensichtlich defekten Dinge in der Wohnung

Man versprach uns sich darum zu kümmern und wir verabredeten die Schlüsselübergabe für den nächsten Tag.

Ich also frohen Mutes Freitag Nachmittag wieder in die Wohnung und siehe da, es war gesaugt worden! Gesaugt! Ich war ganz sprachlos – dafür also hatten sie den kompletten Vormittag benötigt. Nichts war repariert und die ekligen Stellen in der Wohnung waren genauso wie ich sie am Vorabend verlassen hatte.

Ich fühlte ich irgendwie ziemlich verarscht und machte mich also wieder auf den Weg zu unserem Managment (hier haben Wohnanlagen immer auch ein Management Büro) um denen mal Dampf zu machen.

Unser trantütiger Ansprechpartner hatte ich bereits im Vorfeld trotz Terminvereinbarung nicht blicken lassen, so dass ich mich an seinen Vorgesetzten wand. Der versprach mir sodann, sich darum zu kümmern nachdem ich ihm mitteilte, dass ich nicht gewillt bin für diesen Tag Miete zu zahlen und überlege überhaupt hier zu bleiben. Ich sollte eine ausführliche Liste erstellen mit den Dingen die repariert werden sollten und eben auch gesäubert werden.

Am Samstag fuhren Dirk und ich dann gemeinsam wieder hin. Wir waren zwar noch etwas geschockt vom Vortrag, aber dieses Mal, da waren wir uns sicher, hätte sich wenigstens irgendetwas geändert.

Und unser Vertrauen wurde …. enttäuscht.

Die selben Flecken, die selben Haare und die selben kaputten Dinge waren immer noch so wie in den Tagen davor.

Wir waren sprachlos und machten uns mittlerweile wirklich Gedanken darüber, ob wir überhaupt noch einziehen wollten. Wenn sie jetzt schon nichts erledigten, wie würde es sich dann wohl erst entwickeln, wenn wir mal ein Problem hätten, wenn wir eingezogen würden.

Ziemlich unglücklich und sehr frustriert überlegten wir was wir machen sollten.

Nach einigem Hin- und Her und viel Reden haben wir uns dann entschlossen doch zu bleiben. Die Wohnung selbst ist ja nach wie vor schön und gefällt uns auch seghr – sie ist halt nur dreckig und einige Dinge mussten halt repariert werden.

Nun haben wir uns selbst um einen Putzdienst gekümmert und nach einem weiteren sehr intensiven Gespräch mit dem Management wurde sogar wenigstens der aus der Wand gebrochene Spiegel repariert.

Ich habe heute die zwei Mexikanischen Putzfrauen bewacht (ojeojeoje ich weiss jetzt warum die Wohnung nicht sauber war) und ihnen ab und an sagen müssen, dass es immer noch nicht sauber ist. Nach ein paar Stunden habe ich dann entnervt aufgegeben und beschlossen, dass sie es wohl alle niemals so hinbekommen wie ich es will. Aber immerhin sind die Ekelstellen weg und der Rest ist dann halt meine Pingeligkeit.

Nun warte ich gespannt darauf, wie lange es dauert, bis auch der Rest repariert wird und hoffe, dass dies noch in diesem Jahr der Fall sein wird.

Aber etwas Erfreuliches gab es auch. Zum Einen sind unsere Betten heute geliefert und aufgestellt worden (ich liebe sie jetzt schon) und zum Anderen haben wir gestern Abend noch ein schönes Steakrestaurant gefunden.

Black Angus Steakhouse in Sunnyvale.

Als einen kleinen Stresstöter haben wir es uns gestern Abend also mal gut gehen lassen und sind schön Steakessen gegangen. Dirk hatte in schönes T-Bone und ich ein etwas kleineres Rib-Eye. Das Ganze habe ich mit einem leckeren, frischen Mojito aufgepeppt und Dirk mit frischem Ice-Tea.  Das war nötig und hat uns genug Kraft für die nächsten Tage gegeben.

Auf geht´s. Neuer Kontinent, neues Land, neues Apartment und neue Abenteuer.

One Response to “Why I hate moving house”

  1. Christoph says:

    Du lieber Himmel, das ist ja bitter. Vor allem, dass das Management da wohl nicht in der Lage ist, mal was auf die Reihe zu kriegen, lässt nichts Gutes ahnen. Ob man da wirklich in den Pool springen will? Na ja, jetzt wünsche ich Euch erst mal einen guten Start in der neuen Wohnung. Zur Not verbringt Ihr halt den Großteil Eurer Zeit auf den rund 4 qm Bett…

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