Oct 27

So kurz vor Halloween mussten wir uns unbedingt das Winchester Mystery House anschauen. Nicht weit von uns entfernt in Winchester House of MysterySan Jose hatte die Witwe des Waffenmagnaten Winchester (Sarah L. Winchester) eine Villa gekauft und bis zu ihrem Tod auf die merwürdigste Art ständig aus-, um- und weitergebaut. 365 Tage im Jahr wurde an diesem Anwesen zu Lebzeiten von Sarah Winchester gebastelt.Winchester Mystery House

Nach dem Tod ihres Mannes (und dem sehr frühen Tod ihrer einzigen Tochter) hatte ein Medium aus Boston Sarah Winchester erklärt, dass auf der Familie ein Fluch läge und die Geister der durch Winchester Waffen getöteten Menschen sie heimsuchen würden. Diese Geister würden verlangen, dass sie gen Westen ziehe wo sie ein Haus nach den Plänen der Geister umbauen müsse, und dieses Haus dürfe auch nie fertig Winchester Mystery Housewerden. So bald die Bauarbeiten eingestellt würden, würde sie ebenfalls sterben.

Also baute die gute Frau immer und immer weiter an dem Haus herum bis hin zu sehr bizarren Dingen.

So gibt es zum Beispiel Türen, die zu einer Wand führen oder auch ins Nichts, Stufen die nur 2cm hoch sind, Schränke in die nichts hinein passt und und und. Dazu kommt, dass das Haus unheimlich verwinkelt ist und man eigentlich auch Innen keine wirklichen Stockwerke erkennen kann.

Door to nowhereEs gibt zum Beispiel ein Zimmer, von welchem man in das Stockwerk darüber nur gelangt, wenn man erst zweimal die jeweils 13 Stufen von zwei Treppen hinunter geht um dann wieder eine Treppe nach oben muss. Alles nur um ein Stockwerk zu überwinden, sehr sehr bizarr.

Aber so hatten wir etwas Interessante zu bestaunen. Die beiden Touren durch das Haus und hinter den Kulissen daurten jeweils rund 1h und waren sehr sehr kurzweilig. Mit 31 Dollar pro Karte zwar ein etwas kostspieliges Vergnügen, aber wir haben es nicht bereut uns das Winchester Mystery House angeschaut zu haben.

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Oct 23

So heißt das also wenn der Strom ausfällt. Aha! Hat man ja in Europa schon mal gehört, dass das hier in den USA doch durchaus ein Problemchen mit der Elektrizität gibt.

Nun haben wir es letzten Montag auch tatsächlich mal am eigenen Leib erlebt.

Seit wir hierher gezogen sind, liege ich Dirk damit in den Ohren, dass wir uns unbedingt Taschenlampen und ein Handkurbel-Emergency-Radio kaufen müssen, für den Fall eines Erdbebens. Denn dann, so weiß ich, ist der Strom das erste was ausfällt und das was am längsten dauert bis es wieder repariert ist.

Was haben wir uns gekauft? Genau! Richtig! Nichts! Nada! Rien! Nothing.

War ja klar !

Zum Glück gab es Montag dann kein Erdbeben aber eben einen Stromausfall. Dirk hatte genau an diesem Tag seinen Working from Home Day, will heißen, mitten in seiner Programmierung fällt eben mal alles aus. 16:19 Uhr. Hm, ja super! Immerhin iPhone! Cool G3 funktionert, also Dirk mal eben seinem Chef mitteilen können, dass er nun nicht weiter programmieren kann. Ok, Kalifornier sind das gewohnt und wir haben halt mal gewartet.

So als Deutsche wurden wird dann nach 30 Minuten Stromausfall auch langsam nervös. Wie? Immer noch nicht wieder da? Wird ja nun auch langsam etwas dunkler. Dazu dann noch etwas Regen, kein TV, kein Internet!!! und eben auch kein Licht. Kochen geht auch nicht, tja was machen wir dann? Einkaufen! Ja gute Idee, immerhin hat Sunnyvale ja Strom wie wir wusste.

Hm, Auto ist in der Garage. Garagentor ist aber elektisch…Wie bekommen wir jetzt das Auto da raus?Also erst einmal jemanden in der Office finden, der uns das Auto aus der Garage befreit. Cool, hat geklappt. Also dann los einkaufen.

Tatsächlich hatte sogar unser Supermarkt um die Ecke (Safeways) geöffnet. Trotz Stromausfall. Notstromgeneratoren machten es möglich dass die Kassen inklusive Kartenlesegerät funktionierten und auch ein paar Notlampen in einzelnen Gängen.

Das war vielleicht lustig. So im Halbdunkel durch den Supermarkt zu wandern. Aber auch sehr beeindruckend, dass zwar die Kassen mit Notstrom versorgt wurden, die Kühltheken hingegen nicht. Is klar! Fleisch-, Wurst-, Käse- und Fischtheke wurden einfach mit Kartons und Eiswürfelsäcken gekühlt. Aha, so macht man das also hier – spannend.

Irgendwie haben wir dann doch ein paar Getränke erstanden und sind dann anschließend noch nach Sunnyvale zum In´n Out Burger gefahren, denn Kochen ging zu Hause ja auch nicht. Frisch gestärkt kamen wir dann in stockfinsterer Nacht wieder zu Hause an und bahnten uns den Weg ins Apartment mittels Handy Display als Leuchtquelle.

Ich kann nur sagen: “Super Cotta und Dirk! Das habt Ihr ja prima hinbekommen! Keine Taschenlampe weit und breit!”

Zum Glück laufen Computer ja mit Akku, so dass wir immerhin in der Lage waren DVD zu schauen. Eine kleine Lichtquelle und etwas Entertainment, was will man mehr.

Zu unserer Erleichterung kam der Strom aber zurück bevor unsere Akkus ebenfalls den Geist aufgegeben haben.

Nach nur 4:30 h war der Strom wieder da! Respekt! So schnell? Ich bin beeindruckt! (öhöm, hüstel)

Ach ja, am nächten Tag haben Dirk und ich dann zwei kleine Taschenlampen für den Nachttisch gekauft, einen Riesenstrahler (den man auch mit der Autobatterie aufladen kann) und ein Super – Notfall – Radio. Das hat nicht nur Radio und Taschenlampe, nein sogar auch ein USB-Ladegerät für unsere iPhones (jaha)! Und das Beste ist, man kann es mit Batterien betreiben, mit Solarzellen und auch mittels einer Handkurbel! Ach ja, Wasserfest ist es auch noch!

Unfassbar aber wahr.

Jetzt sind wir immerhin Stromtechnisch auf der sicheren Seite und für den nächsten Stromausfall gerüstet. :-)

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Oct 22

Wer schon einmal in San Francisco mit dem Auto unterwegs war wird sich sicherlich an die eine oder andere Straße erinnern, bei der man das Gefühl hat, entweder nach Hinten runter oder nach Vorne über zu fallen. Ja, wirklich! Es gibt diese extrem steilen  Straßen! Selbst ausprobiert, mehrfach Panikattacken überstanden, das Auto könnte einfach so San Francisco Streets and Bay Bridgerückwärts von der Straße kippen und doch irgendwie den “Gipfel” erreicht.

Nun habe ich sogar von einer Bekannten gehört, dass der tolle umweltfreundliche Toyota Prius Hybrid manche Straßen in der City überhaupt nicht schafft. Nein, er fährt dann nicht etwa einfach nur nicht mehr weiter, nein, er rutscht dann sogar rückwärts langsam wieder runter – sehr beruhigend!

Nun gut. Dirk und ich hatten dann vor etwa 10 Tagen einen Ausflug nach SF gemacht. Bei diesem haben wir dann auch wieder eine dieser lustigen Straßen gefunden und Steep is not steep enoughwollten unbedingt dort parken. Ja, wir sahen eine Parklücke zwischen quer zur Fahrtrichtung stehenden Autos. Das mussten wir ausprobieren.

Wow, wir beide hatten echt richtig schiss! Ernsthaft, richtig die Hosen voll! Berganfahren mit Handbremse und was man so alles in der Fahrschule lernt… kannste glatt vergessen!

Unser Auto ist doch glatt angezogener Handbremse langsam den Berg rückwärts hinunter gerutscht – sehr sehr unheimlich!

DirkZum Glück haben wir ja einen Automatic und damit ging es dann irgendwie weiter. Dann mal eben eingeparkt und innerlich immer wieder folgendes Gespräch mit mir geführt:

“Oh Gottohgottohgott! Wir fallen einfach zur Seite um! Das Auto fällt um, ich bin ganz sicher! Ohgottohgottohgott! NEIN! Schau mal, die anderen Autos parken ja auch hier und stehen noch. Das Auto kann nicht umfallen! Ohgottohgottohgott, wir fallen um, ganz sicher! NEIN! Wir fallen nicht um, die anderen Autos stehen ja auch noch…”

Und so weiter und so weiter.

Schlussendlich haben wir also angehalten, irgendwie auch geschafft aus dem Auto auszusteigen (Dirk gegen den Berg und ich bin fast aus dem Fahrersitz herausgefallen) und haben uns das Ganze angeschaut. Hihi, nach ein paar Minuten sind wir dann aber wieder ins Auto und haben die Straße verlassen.

Ich muss schon sagen, wir beide waren sehr froh, als wir wieder “normale” Straßen SF Financial District and Bay Bridge by Nightunter unseren Rädern hatten. Golden Gate by Night

Aber ein Erlebnis war es schon.

Am Ende sind wir dann noch über die Golden Gate Bridge gefahren und wurden mit einem wundervollen Blick über die nächtliche Brücke und die hellerleuchtete Stadt belohnt.

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Oct 13

Nachdem wir also nun bis auf ein paar Kleinigkeiten so gut wie fertig eingezogen sind, war es auch einmal an der Zeit für eine Einweihungsparty oder eben “House Warming”.

Nach einigen Vorbereitungen und endlos Einkäufen bei Costco ging es dann am vorletzen Samstag zur Sache. Zum ersten Mal öffneten sich die Pforten von unserem neuen Heim passend zum Deutschen Nationalfeiertag am 3. Oktober.

Einige Rundführungen, leckere Häppchen und jede Menge alkoholischer Getränke stimmten die Besucher (Chris, Pam, Marco, Marjon, Addie, Baby Eli, James, Tracey und zu später Stunde auch noch Steve und Nicola) gnädig im Urteil über unser neues Heim.

Wir jedenfalls hatten sehr viel Spass und hoffen bald einmal wieder eine große Schar Freunde in unseren Hallen begrüßen zu dürfen.

Und ich verspreche, bald gibt es auch einmal Fotos von unserem Heim. Ganz sicher! Ehrlich! Großes Ehrenwort!!!

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