Nov 30

Thanksgiving Tag stand für uns zunächst einmal Sightseeing an. Wir fuhren von Reno aus ca. 45 Minuten in nordöstliche Richtung bis wir am Südostufer des Pyramid Lakes ankamen.Pyramid Lake

Dieser See, welcher in Mitten des Reservats der Paiute Indianer liegt, hat seinen Namen von einem Felsen in der Mitte des Sees, welcher wie eine Pyramide aussieht.

Der Pyramid Lake ist ein Überbleibsel des Lake Lahontan, eines nacheiszeitlichen riesigen Sees an gleicher Stelle. Heute wird der See nur noch von dem aus Lake Tahoe kommenden Truckee Rivers mit Wasser gespeist. Da er sich in einer wüsten- und steppenartigen Gegend befindet, wird der Pyramid Lake kleiner und kleiner, denn jedes Jahr verdunstet mehr Wasser in Meder Hitze als vom Truckee River wieder hinzugefügt werden kann. So wird wohl dieser wundervolle See irgendwann einmal ganz verschwunden sein.

Aber zum Glück konnten wir ihn uns noch anschauen und bei einer Größe von ca. 490 Quadratkilometern denke ich, wird das mit dem Austrocknen auch noch etwas auf sich warten lassen. ;-)

Die Landschaft rund um den See ist karg und außer Tumbleweed (das was bei Western immer so nett durch die Straßen rollt kurz bevor das Schießduell stattfindet) und Felsen kann man auch Dirkkaum etwas anderes sehen. Trotz dieser Kargheit ist der Pyramid Lake und die Gegend drumherum von atemberaubender Schönheit. Man kann es eigentlich gar nicht wirklich beschreiben, aber das Licht und das Blau des Sees und des endlosen Himmels gepaart mit dem zarten Gelb der Sträucher und dem Braun der Felsen geben der Landschaft etwas unwirkliches, fast außerirdisches.

Wir konnten uns gar nicht richtig satt sehen und haben natürlich wieder einmal hunderte von Fotos geschossen, die, wie soll es auch anders sein, am Ende alle gleich aussahen. :-)

Pyramid LakeObwohl der See eher Salzhaltig ist, gibt es hier wohl reiche Fischgründe, die sich nicht nur Fischer zu Nutzen machen, sondern auch der große weiße americanische Pelikan. In der Mitte des Sees befindet sich Anaho Island, die zweitgrößte Brutstätte Amerikas für eben jenen Pelikan.

Der indianische Ranger, welcher uns natürlich ansprach (wir sehen aber auch suspekt aus und fielen mit unserem Nicht-Pick-Up in der Einsamkeit nun wirklich sehr auf) erzählte uns, dass zur Nistzeit man fantastische Flugmanöver der Pelikane über dem SeePyramid Lake bewundern könne.

Wir versprachen ihm natürlich im Sommer zurück zu kommen um uns das Schauspiel anzusehen – und wer weiß, so abwegig ist der Gedanke gar nicht einmal.

Wir waren jedenfalls mehr als begeistert von der Natur und dem See und auch wenn wir sprachlos vor dieser Einsamkeit standen, so wollten weder Dirk noch ich hier leben müssen und/oder eine Pyramid LakeAutopanne haben. Es sah jedenfalls nicht so aus, als würden häufig Menschen hier vorbei kommen und wer weiß was da alles für Tiere wohnen. Die Hinweisschilder auf wilde Pferde waren da noch die harmoseren und beruhigenden. :-)

Völlig erschlagen von den Eindrücken und der ungeheuren Sauerstoffzufuhr (kann man eigentlich zu viel Sauerstoff einatmen?) schafften wir es gerade noch so uns zum Thanksgiving Dinner mit Marco und Pam (die ebenfalls die freien Tage für einen Tripp nach Reno nutzten) zu treffen. Natürlich gab es traditionell einen Truthahn mit Süßkartoffeln und was man hier halt so alles dazu isst. Auch wenn wir hierfür in eines der Casinoeigenen Restaurants gehen mussten, so hatten wir dennoch unser erstes Thanksgiving Fest!

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