Feb 22

oder auch der coolste Wissenschafts-Spielplatz für kleine und große Kinder.

Das San Francisco Exploratorium, malerisch an der Bay mit Blick auf die Golden Gate Bridge gelegen, sieht von Außen für Europäer zwar etwas verwunderlich aus, denn wie wir wissen waren weder die Römer noch die Griechen hier gewesen, aber im Inneren ist es einfach großartig!

Es gibt einen kostenlosen Parkplatz direkt am Exploratorium, welcher zwar etwas schwer zu finden ist (über die Bay Street hinter dem Exploratorium) aber die Suche wert ist. Das Exploratorium kostet für Erwachsene $15 Eintritt und ist jeden einzelnen Dollar wert. Der perfekte Ort an regnerischen Tagen und ein gutes Ziel um auch Kinder bei Laune zu halten.

In der riesigen Halle sind lauter Geräte, Versuche, Tische und Gegenstände aufgebaut, bei welchen man die verschiedensten Dinge lernen, anschauen und ausprobieren kann.

So unterteilt sich das Museum unter anderem in die Rubriken Mind, Listen und Traits of Life. Kannst Du ein echtes von einem unechten Lächeln erkennen? Probiere es an Hand von verschiedenen Fotos aus. Musst Du Dich überwinden aus einer Wasserfontäne zu trinken, die wie eine Toilette aussieht? Probier es aus und nimm einen kräftigen Schluck aus der Schüssel. Riechen die selben Substanzen anders, wenn sie eine andere Farbe haben? Schnuppere Dich durch den Regenbogen. Kannst Du Dich mit jemandem ohne elektronische Hilfsmittel unterhalten, der am anderen Ende des Raumes ist? Klar, versuch es aus und setzt Dich in die riesigen Schüsseln.

Was passiert bei einem Erdbeben? Wie bewegt sich ein Eisplanet durch das Unviersum? Was passiert in einem Geysir? Warum sehe ich etwas anderes in einem Bild als  Du? Wie kann ich Licht durch Spiegel umleiten und warum? Was passiert bei einem Erdrutsch? Wie funktioniert eine Klingel? Was ist Ebbe und Flut? Wie sieht mein Finger unter einem Mikroskop aus und warum können Töne Sand zum Hüpfen bringen?

Fragen über Fragen die man hier beantwortet bekommen oder die sich überhaupt erst stellen, wenn man mit den unzähligen Ausstellungsstücken spielt. Einfach fantastisch.

Durch eine Glasscheibe vom Rest getrennt ist die große Werkstatt des Exploratoriums, in welcher die ganzen Ausstellungsstücke gebastelt und gebaut werden. Meist mit sehr einfachen Mitteln gelingt es den Betreibern bei Groß und Klein Interesse an Wisschenschaft und Technik zu wecken. Für mich der klare Beweis, dass Physik, Mathematik, Astronomie und Biologie unheimlich viel Spass machen können, wenn man sich denn etwas bemüht.

Wir verbrachten jedenfalls 4 Stunden im Exploratorium zu bis uns die Köpfe rauschten und dabei haben wir noch nicht mal 2/3 der ganzen Ausstellung ausprobiert.

Und da das Exploratorium 1x im Monat einen “After Dark” Event veranstaltet und dieser zufällig auch noch an meinem Geburtstag stattfindet, werden wir wohl schon ganz bald wieder dort vorbei schauen.

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Feb 18

Eigentlicher Grund unserer Reise nach Monterey war ja eigentlich das Vorhaben, endlich einmal die Riesen der Ozeane zu bestaunen, also Wale zu besichtigen.

Daher hatten wir auch ein Hotel-Whale-Watching-Package gebucht.

Montag ging es dann in aller Frühe los in Richtung Fisherman´s Wharf wo wir die Sea Wolf II enterten.

Bereits im Vorfeld wurden wir darauf hingewiesen, dass die See trotz des schönen Wetters sehr stürmisch sei und wir vorsichtshalber über die Einnahme von “Motion Sickness Tablets” also Reisetabletten nachdenken sollten.

Da wir uns den Spass nicht verderben wollten, haben wir auch gleich mal jeder so eine Pille eingeworfen (Vorsorge ist ja bekanntlich besse als Nachsorge) und dann ging es auch schon los.

Mit uns an Bord befanden sich ca. 25 weitere Whale Watcher, die Kapitänin, drei Hunde und zwei Matrosen.

Kaum hatten wir den Hafen verlassen fing es dann auch schon ziemlich zu schaukeln an und die ersten beiden Damen hingen kotzend über der Reling.

Na das konnte ja heiter werden. Uns ging es eigenlich ganz gut, auch wenn mir die zunehmende Höhe der Wellen etwas Unbehagen verursachte.

So fuhren wir dann die Wellen auf und ab und schauckelten ähnlich einer Nussschale so über den Pazifik. Die Wellen waren mittlerweile deutlich höher als unser Boot und immer mehr unserer Mitreisenden fütterten die Fische ;-)

Nach ca. 45 Minuten meinte dann unsere Kapitänin (oder wie soll ich einen weiblichen Kapitän denn nennen), dass sie in weiter Ferne  die Wasserfontäne habe ausmachen können, die Wale beim Luftholen ausstoßen. Wir preschten in diese Richtung und warteten…und wartetend…und warteten…Nichts! Kein Wal, gar nichts.

Wir wurden darauf hingewiesen, dass bei diesem hohen Wellengang die Wale womöglich schlecht zu sehen seien, da sie sich hinter den Wellen befinden könnten, und somit für uns nicht sichtbar seien. Ja super!

Nach einigen Minuten vergeblichen Wartens schien die Kapitänin wiederrum die Wale gesichtet zu haben und die Jagd ging erneut los. Und nun ratet mal wie sie ausging? Ja genau, warten…warten…warten…und wieder nichts.

Dieses Spielchen trieben wir nun etwas länger als 1 Stunde und das Resultat dessen war, dass ich genau 2x eine solche Lufthol-Wasserfontäne gesehen habe so wie den Rücken eines Grauwales in ca. 500 Meter entfernung. Daumen hoch sag ich da nur. Riesen Sache dieses Whale Watching.

Ziemlich enttäuscht ging es dann leider nach 2 Stunden wieder in Richtung Monterey, denn so ein Winter-Whale-Watching-Trip dauert nun eben nur 3 Stunden. Sehr sehr schade, aber wir geben die Hoffnung nicht auf, irgendwann einmal noch Wale wirklich richtig nah bestaunen zu dürfen. Wir haben ja das Glück wieder kommen zu können und dann versuchen wir es eben bei etwas ruhigerer See noch einmal, vielleicht im Sommer, wenn die Blauwale und Killer Wale ihre Runde durch die Monterey Bay drehen.

Ach ja, trotz des Nichtiwirklichsichtens von Walen hatte der Tripp dennoch Spass gemacht. Ein paar Stunden auf dem Meer sind auch so schön und der Wellengang hatte uns quasi eine 3stündige Achterbahn-Fahrt beschert. Die Sonne schien die ganze Zeit so dass wir uns sogar den ersten Anflug eines Sonnenbrandes im Jahr 2010 geholt haben.

Für Viele an Bord (ich schätze mal gut 2/3) war die Rückkehr in den Hafen auch ziemlich sicher eine echte Erleichterung, denn man konnte förmlich sehen, wie das Grün aus dem Gesicht wich und sie langsam wieder etwas fröhlicher aussahen ;-)

Hihi, ich hatte jedenfalls meinen Spass und wir wissen nun, dass zumindest einer von uns ziemlich seefest ist (und es ist nicht die Person mit dem Bootsführerschein) ;-)

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Feb 17

Das lange Wochenende nutzten Dirk und ich um mal wieder nach Monterey zu fahren. Sonntag in aller Frühe ging es los und nach 1 1/2 stündiger Fahrt kamen wir bei frühlingshaften Temperaturen und schönem Sonnenschein in Monterey an.

Gleich nachdem wir unser Hotelzimmer bezogen hatten (ja, wir haben trotz der Nähe ein Hotel gebucht) ging es dann auch schon zum Lunch auf die Fisherman´s Wharf.

Und das war vielleicht lecker! Zur Vorspeise gönnten wir uns ein paar Austern (Yummy) und zum Hauptgang gab es für mich eine wirklich köstliche Seafood Pasta.

Frisch gestärkt machten wir uns dann auf in das berühmte Monterey Bay Aquarium. Die Eintrittspreise sind zwar etwas happich ($ 29,95 p.P.) aber absolut lohnenswert. Dazu kommt, dass man bei vielen Hotels in Monterey sog. Packages buchen kann. Diese behinhalten meist entweder Übernachtung und Aquarium Tickets oder Übernachtung und Whale Watching Tickets. So wird das Ganze etwas erschwinglicher und selbst wenn man z.B. ein Whale Watching Package bucht, bekommt man in vielen Hotels Zwei-Tages-Tickets für das Aquarium zum selben Preis wie sonst 1 Tages-Tickets. Großer Vorteil ist zudem, dass man nicht in der oft unendlich langen Schlange am Ticketschalter des Aquariums anstehen muss, wenn man sie bereits im Hotel gekauft hat.

Das empfehle ich unbedingt.

Ist man nicht lauffaul lohnt es sich zudem den Aquariumsparkplatz zu meiden und weiter Richtung Westen zu fahren. Hier hat man einen schönen Blick auf die Bucht (wenn man die Straße direkt am Wasser wählt) und kann dann auch nach ein paar hundert Metern kostenlos am Straßenrand parken.

Der Weg zum Aquarium ist wundervoll direkt am Meer gelegen und wenn man Glück hat, kann man auch noch ein paar Harbor Seals beim Sonnenbaden zu sehen.

Das Aquarium selbst ist wirklich toll. Es hat sich hauptsächlich auf Tiere spezialisiert, die es eben in der Monterey Bay und im Pazifik gibt. Man sieht zwar nicht allzu viele bunte kleine Fische, dafür aber sehr beeindruckende Quallen, Krabben, Krebse und Seesterne. Natürlich kann man auch ein paar See Otter bestaunen. Die sind wirklich super niedlich, wie sie so auf dem Rücken im Wasser dümpeln. Ach, einfach zum Knuddeln.

Besonders beeindruckend fand ich den Tiefseetank, in welchem man Hammerhaie und riesige Thunfische bestaunen konnte. Wenn man so einen Thunfisch nur in der Dose kennt, sollte man sich das Tier wirklich mal in Lebensgröße anschauen. Die Fische werden echt enorm groß und freundlich sehen sie auch nicht gerade aus. ;-)

Wir hatten jedenfalls einen fantastischen Tag im Aquarium und waren ziemlich müde, als wir uns auf dem Rückweg zum Auto machten. Aber auch hier gab es wieder einen wundervollen Blick über die Monterey Bay und den hereinziehenden Nebel.

Ich weiß nicht, ob ich schon über den pazifischen Nebel berichtete, aber der ist auch eine ganz besondere Sehenswürdigkeit. Die Küstenstädte und auch San Francisco leiden zwar oft unter der dicken Suppe, aber wenn er so vom Meer ins Land zieht, breitet sich eine ganz besondere Stimmung aus. Man kann das blaue Meer sehen, dann eine dicke graue Wand aus Nebel und oben drüber erstrahlt der blaue Himmel. Sehr skuril und unwirklich. Wenn der Nebel dann das Land erreicht und durch die Bäume zieht, sieht es fast aus, als seien es Rauchschwaden. Irgendwie gespenstisch und gruselig aber auch sehr schön.

Eigentlich kann man den Nebel gar nicht richtig beschreiben, muss man wohl selbst einmal sehen.

Wir sind jedenfalls nach einem wundervollen Tag ziemlich müde und erschöpft in unser Hotelbett gefallen und haben geschlafen wie die Steine. :-)

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Feb 16

Es stand wieder einmal ein langes Wochenende vor der Tür.

Hier in Kalifornien wird zwei der berühmtesten und geschichtlich wohl bedeutendsten Amerikanischen Präsidenten (Abraham Lincoln und George Washington), welche beide im Februar geboren wurden, mit dem sog. Presidents Day gedacht.Dieser findet hier jeden 3. Montag im Februar statt.

Manche Bundesstaaten feiern beide Präsidenten separat am jeweiligen Geburtstag, manche Bundesstaaten feiern beide zusammen an Washingtons Geburtstag, manche feiern Washington und einen anderen Präsidenten (Lincoln war und ist bis heute besonders in Südstaaten nicht so beliebt – aber das hat seine Gründe) und wieder andere Bundesstaaten, wie eben Kalifornien feiern Presidents Day in der oben beschriebenen Art.

Einig ist man sich hier in den USA also nicht wirklich und der Tag wird daher auch als Washingtons´Birthday bezeichnet, als Presidents Day, Presidents´Day und President´s Birthday.

Ich glaube, alles im Einzelnen auseinander zu wursteln würde eine ganze wissenschaftliche Arbeit füllen, und daher belasse ich es bei diesem sehr kurzen und oberflächlichen Statement.

Hier noch ein paar Links für Interessierte:

http://www.patriotism.org/presidents_day/

http://en.wikipedia.org/wiki/Washington%27s_Birthday

http://www.infoplease.com/spot/washington1.html

Wie so viele der amerikanischen Feiertage ist aber auch dieser wieder ein Feiertag welchen sich der Einzelhandel zu Eigen gemacht hat. Der Presidents Day steht ganz besonders im Focus für Autokäufer, denn viele Autohändler versprechen sagenhafte Rabatte rund um den Presidents Day.

Da wir erst ein Auto gekauft haben und dieses dank meines Unfalles auch schon reparieren mussten, verzichteten wir allerdings auf dieses Angebot und haben uns ganz aus dem Einkaufswahn zurück gezogen und haben das lange Wochenende lieber für einen Kurzurlaub genutzt. Aber das ist ein anderer Blogeintrag :-)

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