Mar 26

Sonntag erwachten wir bei herrlichem Sonnenschein in Little River.

Nach einem deftigen Frühstück im Little River Inn ging es wieder auf die CA-1.

Da Dirk und ich noch einen langen Weg zurück nach Santa Clara vor uns hatten, mussten wir also schon bald von diesem wunderschönen Fleckchen Erde Abschied nehmen.

Aber vorher ging es noch einmal nach Mendocino, Mendocino! Ich fahre jenden Tag, nach Mehendocino….lalala

Ok, das musste jetzt sein :-)

Noch einmal auf den Pazifik starren und…Wale sehen!

Ernsthaft! Ich habe endlich Wale gesehen! Zwar nicht sehr gut, aber immerhin zwei mal eine Schwanzflosse, eine Finne und unzählige Male die Wasserfontäne, welche sie beim Luftholfen ausstoßen.

Aaaaaaaaaahhhhhhhh

Das war ja sooooooo toll! Grauwale auf Ihrem Weg in den Norden….mit Jungtieren….

Aaaaaaaahhhhhhhh

Naja, da sie ziemlich weit vom Ufer entfernt waren, war es jetzt nicht so spektakulär, aber immerhin. Ich werte das als einen ersten Erfolg und sehe es als gutes Zeichen in Hinblick auf weitere Whale Watching Missionen.

Nachdem wir uns also noch etwas an diesem Naturschauspiel satt gesehen hatten, ging es für Dirk und mich in Richtung Fort Bragg, dann auf den Highway 20 quer durch Redwood Wälder bis zur 101 in Richtung Süden. Nach Hause.

Das war ein wirklich sensationell toller Ausflug!

Tagged with:
Mar 22

Nach einer frostigen Nacht wachten wir mit der aufgehenden Sonne am Samstag (ziemlich) früh auf. Kein Wölkchen am Himmel, dafür aber jede Menge Sonnenschein – so muss Urlaub sein!

Kurz nach dem Frühstück machten Dirk, meine Mutter und ich uns dann auf nach Point Arena. Hier hatten wir am Vortag einen Leuchtturm gesehen, welchen wir nun unbedingt besichtigen wollten.

Mein Vater fuhr in Richtung Norden voraus, um für die zweite Nacht eine Unterkunft für uns zu suchen.

Das Point Arena Lighthouse wurde bereits im Jahr 1870 errichtet. Im großen Erdbeben 1906 wurden die umliegenden Gebäude komplett zerstört, der Leuchtturm selbst blieb stehen, hatte jedoch so gravierende Risse im Fundament, dass er abgerissen werden musste. Heute steht der neue Turm an der selben Stelle wie der Alte und beherrbergt im Inneren die alte Treppe.

Während des Erdbebens war damals sogar ein Leuchtturmwärter auf dem Turm und funkte, dass er ein Erdbeben kommen hören konnte. Die San Andreas Falte ist hier in Point Arena ca. 10km vom Leuchtturm entfernt im Landesinneren. Dem Mann ist zum Glück nichts passiert.

Wir kletterten die unendlich vielen Stufen bis nach Oben und hatten von hier einen wundervollen Blick auf die Küste. Der dort auf Touristen wartende Voluntier erzählte uns, dass der bereits den ganzen Morgen über die nach Norden ziehenden Grauwale beobachten konnte.

Angestrengt blickten wir also auf das Wasser und sahen….nichts. War ja klar ;-)

Aber es war dennoch wirklich toll und der Blick einfach unbezahlbar. Ach ja, noch so am Rande, hier wurde übrigens ein Teil des Filmes: Forever Young mit Mel Gibson gedreht. Für die, die es interessiert :-)

Nach unserem Abstecher zum Point Arena Lighthouse ging es für uns wieder in Richtung Norden auf der CA-1 bis nach Mendocino.

Auf der Fahrt sangen wir dann auch dem entsprechend immer wieder diesen sch#@* Schlager. Eigentlich sangen wir ununterbrochen schon die ganze Zeit und auch jetzt wo ich das hier schreibe windet sich dieser Wurm wieder in mein Ohr. Na toll! Aber zum Glück lenkte uns das Gesinge nicht allzu sehr ab, denn sonst hätten wir vielleicht den Mountain Lion verpasst. Jaha, hier gibt es Löwen, oder auch Puma oder Panther. Genau! Echte Berglöwen. Und wir haben einen gesehen! Zum Glück war er ziemlich weit weg und an uns nur wenig interessiert, aber nach heftiger Diskussion, ob es nun ein echter Mountain Lion war oder nur eine mutierte Katze, haben wir uns dann darauf geinigt, doch einen solchen gesehen zu haben. Diese These wurde Tage später von meiner Mutter bestätigt, als sie erneut einen Mountain Lion sah und sich über diese Tiere auch in einer Ranger Station erkundigte. Also Mountain Lion gesehen: Häckchen – done that! :-)

Meinen Vater hatten wir übrigens unterwegs wieder eingesammelt und so konnten wir diese sehr niedlich Stadt, Mendocino, welche dem County ihren Namen gab, zu viert genießen.

Mendocino ist nicht nur ein ausnehmend niedliches Örtchen, nein es ist auch das erste ernst zu nehmende Örtchen seit einer Ewigkeit.

Der Ort liegt hauptsächlich auf einer hohen Klippe über dem Pazifik. Man hat hier wieder fantastische Ausblicke auf die Küste Nordkaliforniens und, wie uns berichtete wieder auf duzende Grauwale die just in diesem Moment an uns vorbeizogen – angeblich. Ich jedenfalls habe wie immer nichts gesehen.

Dafür aber Rehe! Ja Rehe die einfach so in den Vorgärten der Mendocinianer (so nenn ich die hier einfach mal) grasten. Einfach so. Direkt am Haus, an der Straße, zwischen all den Leuten. Sehr cool!

Mendocino County ist übrigens nicht nur Heimat vieler alter Hippies (ja wier haben tatsächlich ein paar von ihnen mit Zottelhaaren, bunten Stirnbändern, Regenbogenfarbe und Peace-Zeichen am Straßenrand stehen sehen) und ist auch, oder gerade deshalb eines der liberalsten Counties der USA (auch im Hinblick auf den Umgang mit Marijuana). Darüber hinaus ist Mendocino Schauplatz und/oder Kulisse diverser Filme und TV Serien. So wurde Mendocino unter anderem zum Örtchen Cabet Cove in Mord ist ihr Hobby und bot Julia Roberts und Elijah Wood Herberge für jeweils einen ihrer Filme (hab aber leider Vergessen welche :-( ). Man kann sich also vorstellen, wie viel Mendocino und sein County in Hinblick auf Natur zu bieten hat.

Dafür hingegen gibt es kaum Handy-Empfang und Internet. Ja, wer im Paradies leben will muss halt auf ein paar Dinge verzichten können.

Anschließend besuchten wir dann das zweite Lighthouse des Tages, in Point Cabrillo. Ganz anders als das Erste, viel kleiner, aber dafür sehr sehr hübsch. Da es ebenfalls so praktisch direkt auf einer Klippe am Pazifik stand, gingen wir auch sofort unserem neuen Hobby nach, dem Whalewatching.

Nach angestrengtem “auf-das-Meer-starren” um Wale zu sehen und doch nichts zu finden ging es dann zum Augenausruhen in die Redwood Wälder des Jackson State Forest.

Ui, das war vielleicht urig und unheimlich. Obwohl die Sonne schien und es gerade einmal kurz nach 15 Uhr am Nachmittag war, fuhren wir auf der sehr, sehr, sehr schmalen kurvigen Straße manchmal fast schon in der Dunkelheit. Sooooooo groß sind die Redwoods hier und sooooooo Viele! Diese Giganten können bis zu 2.000 Jahre alt werden und gehört zur Gruppe der Sequioas. Die eher an der Küste vorkommende Art der herkömmlich als Redwoods bezeichneten Bäume sind anders als ihre eher innländisch und in großen Höhen befindlichen Verwandten schmaler, dafür Höher und besitzen einen rötlichen Stamm.

Während wir also zwischen diesen Bäumen herumgurkten, hätte mich ein Besuch von Big Foot nicht sehr verwundert. Besonders gruselig waren die langen Flechten, die von den Bäumen herab hingen und fast wie moosige Spinnweben aussahen.

Wir waren ziemlich froh, als wir wieder aus dem Wald heraus waren, aber lohnenswert war es allemal.

Die Nacht verbrachten wir dann in Little River etwas südlich von Mendocino im Little River Inn. Eines der wenigen größeren Hotels auf unserer Reise.

Dazu gab es auch ausreichend Heizmöglichkeiten, so dass wir diese Nacht warm und kuschelig verbringen durften.

Ziemlich k.o. von den vielen Eindrücken des Tages fielen wir dann auch ziemlich früh in die Betten.

Tagged with:
Mar 19

Auf ins Nirgendwo

Freitag fuhr ich bei grauenvollem Regenwetter gemeinsam mit meinen Eltern in Richtung Norden. Quer durch San Francisco über die Golden Gate Bridge an Sausalito vorbei auf den Highway No. 1 in Richtung Norden.

Schnell haben wir die Zivilisation verlassen und kurvten uns am Pazifik entlang auf dem Highway 1 in Richtung Norden. Vorbei an Muir Beach, Stinson Beach, Point Reyes National Sea Shore nach Bodega Bay.

Hier gab es erst einmal Lunch in einem netten Lokal direkt an der Bay, die sicherlich total schön gewesen wäre, wäre es denn ein sonniger Tag gewesen. Aber es regnete in Bindfäden, so dass selbst die Möwen missmutig auf ihren Pfosten saßen.

Missmutige Möwen? Ja, und das war insbesondere in Bodega Bay kein schöner Anblick, denn Bodega Bay war einst der Drehort des Alfred Hitchcock Klassikers “The Birds” also “Die Vögel”.

Wir wurden zum Glück von Vogel- Angriffen verschont und konnten unbehelligt, aber nass, unseren Weg in Richtung Norden fortsetzen.

Der Highway 1 wurde irgendwie immer kurviger, die Gegend immer einsamer und die wenigen Ortschaften, die wir passierten, immer kleiner.

Handy Emfpang gab es schon lange nicht mehr, dafür aber Rehe direkt am Straßenrand, knörtzelige Bäume die verwunschene Alleen säumten und atemberaubende Blicke auf den Pazifik.

Trotz Regen konnten wir die Schönheit der Landschaft erkennen und wie zum Beweis sollte am späten Nachmittag die Sonne herauskommen und uns den restlichen Weg bis zur ersten Herberge in Elk begleiten.

In dem mehr als übersichtlichen Örtchen Elk sollten wir die erste Nacht unserer Reise im Griffin House Inn verbringen. Das Griffin House Inn ist ein altes uriges Bed and Breakfast, welches kleine Cottages (also Hütten) besitzt, welche man eben mieten kann. Drei der Hütten haben einen fantastischen Blick auf den Pazifik, da sie direkt auf dem Rand einer Klippe stehen.

Sehr romantisch, sehr kostspielig (man zahlt hier den Blick) und ziemlich kalt.

Da die Hütten über wenig Heizmöglichkeiten verfügen, keine Isolierung besitzen und die nächtlichen Temperaturen den Gefrierpunkt erreichten, hatten wir alle eine mehr als frostige Temperatur in unseren Schlafgemächern.

Ich muss dazu noch erwähnen, dass Dirk nach getaner Arbeit sich ebenfalls in Richtung Norden machte um uns in Elk zu treffen. Er wählte zunächst den schnelleren aber weniger sehenswerten Weg über den Highway 101, wobei er in stockfinsterer Nacht quer durch die Redwood Wälder auf der CA- 128 in Richtung Elk fahren musste. Serpentienen versteht sich und keine Menschenseele auf der Straße. Wahrscheinlich, so vermute ich, wurde er auf diesem Weg von Bigfoot beobachtet oder von Reinhold Messner, wer weiß das schon so genau.

Er kam jedenfalls gut in Elk an und durfte dann gemeinsam mit dem Rest von uns, sich durch die Nacht frieren.

Etwas bläulich machten wir uns dann Samstag früh auf, zum nächsten Teil der Reise…

Tagged with:
Mar 17

Donnerstag gab es doch tatsächlich den ersten richtigen Frühlingstag! Mit Sonnenschein und Temperaturen um die 20°C. Das war herrlich!

Das musste ausgenutzt werden und so begab ich mich mit meinen Eltern, welche gerade zu Besuch sind, nach San Francisco.

Über den 49 Miles Scenic Drive ging es durch die City zum Pier 39 wo wir eine leckere Clam Chowder zum Lunch genossen (das mit der Clam Chowder scheint langsam eine Art Tradition für mich zu werden).

Obwohl die große Anzahl von Sea Lions das Pier 39 quasi über Nacht in der Woche nach Thanksgiving verlassen hatte (darüber wurde viel gerätselt und keiner wusste so genau warum sie einfach gegangen sind) haben wir dennoch eine kleine Gruppe beim Sonnenbaden beobachten können.

Weiter ging die Fahrt an der Marina entlang über die Golden Gate Bridge zu meinem Lieblingsaussichtspunkt hoch in den Bergen über der Einfahrt zur San Francisco Bay. Ich könnte ja stundenlang auf einer der Bänke sitzen und den Container Schiffen bei der Einfahrt in die Bay zu schauen. Es ist einfach wundervoll hier.

Aber wir wollten ja unseren San Francisco “Überblick” via 49 Miles Scenic Drive vollenden und so ging es wieder zurück über die Brücke ($6 kostet das auf dem Weg nach San Francisco) durch das wunderschöne Presidio mit seinem tollen Golfplatz, Museum und super Vista Points auf die Bay und über die Stadt hinunter zum Baker Beach. Der Baker Beach liegt traumhaft schön im Westen der Stadt direkt am Eingang zur Bucht von San Francisco. Hier kann man am Pacific entlang bis fast zur Golden Gate Bridge laufen. Es gibt Picknick Areas und einen tollen Blick auf den Pazifik und die Golden Gate Brücke.

Vom Baker Beach aus ging es dann zum Kaffee in das Cliff House. Wie der Name schon sagt, liegt es auf einer Klippe hoch über dem Pazifik. Von hier aus hat man (schon wieder) einen tollen Blick auf den Eingang zur Bay und den kilometer langen Ocean Beach im Westen San Franciscos. Das Cliff House hat eine lange und interessante Geschichte die bis ins Jahr 1863 zurück geht. Auf der Website kann man sich das mal genauer anschauen.

Nach einem eher durchschnittlichen Capuccino ging es von hier aus weiter entlang Ocean Beach und wieder zurück, durch den wundervollen frühlingshaften Golden Gate Park und anschließend, wie soll es auch anders sein, nach Twin Peaks hoch. Ach ich liebe diese Aussicht! Einfach wundervoll. San Francisco ist aber auch eine wirklich schöne Stadt und ich werde wohl nie müde darüber zu schreiben und davon zu schwärmen.

Sorry, aber es wird wohl noch dauern bis ich das über habe ;-)

Den Abend beendeten wir dann allerdings wieder im Valley, genauer gesagt in Mountain View bei Xahn. Lecker!

Tagged with: