Mar 10

Wie schon angekündigt, verbrachten wir meinen Geburtstag im Exploratorium in SF.

Dieses Mal gab es einen After Dark Event, d.h. es fand unter dem Motto “Distortion” ein Abend mit Live Musik, Bar, 3D Kino und speziellen Aufbauten im Exploratorium statt.

Ohne Kinder!

Das war super cool! Nicht nur, dass überall Bars aufgebaut waren, wo man sich mit den köstlichsten Cocktails, Bier und Wein versorgen konnte, nein! man konnte auch endlich die vielen Knöpfe drücken, Seifenblasen machen und alles ausprobieren, ohne auf Kinder Rücksicht nehmen zu müssen. Ach das war herrlich!

Mit einem Cocktail in der Hand an einem elektronischen Schlagzeug sitzen und den eigenen Rockstar Träumen nachhängen…Bunte Bilder aus Sand malen und riesige Seifenblasen machen…Wild auf allen erdenklichen Köpfen herumdrücken…Bälle werfen und auf Stühle klettern…

Es war einfach wunderbar zu sehen, dass doch in uns allen noch die Begeisterung aus Kindertagen steckt. Ganz tief drinnen, verborgen unter Vernunft und dem Erwachsensein. Und wie wunderbar, wenn man einfach mal wieder Kind sein darf!

Wir hatten jedenfalls eine Menge Spass und gemeinsam mit Tracy und James einen tollen Abend im Exploratorium. Genau der richtige Ort um das Altern für ein paar Stunden zu vergessen :-)

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Mar 02

Das Jahr des Tigers hat begonnen, oder auch Geng Yin.

Obwohl der Jahreswechsel bereits am 14.2. stattfand, wurde gestern erst in San Francisco die große Parade anlässlich dieses Ereignisses abgehalten. Denn, die Feierlichkeiten rund um das Lunar New Year (wie das eigentlich heißt) beginnen am ersten Tag des neuen Jahres und Enden 15 Tage danach, so dass man genug Zeit zum Feiern hat :-)

Da die SF Chinatown die größte chinesische Siedlung außerhalb Asiens ist, ist die Parade und die Feierlichkeiten zum Lunar Fest hier auch entsprechend groß und bunt.

Dieses Ereignis konnten und wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen, zumal wir bereits die Londoner Chinese New Years Parade genossen hatten.

Gemeinsam mit Tracy und James wanderten wir zunächst durch die Chinatown und bestaunten das bunte Treiben auf den Straßen. Zahlreiche Stände waren aufgebaut und tausende Menschen schoben sich durch die engen Stände. Natürlich ist alles wie in USA immer gesponsored, so dass die Feierlichkeiten diesmal den Namen von Southwest Airlines zierten. Aber auch McDonalds inklusive Fotobooth mit Ronald McDonald, Verizon, Maggie! und viele mehr hatten ihre hübschen Ständchen aufgebaut und warben fröhlich Neukunden.

Daneben fanden sich diverse Pavillions mit obskuren Massagegeräten, Akkupunktur und was weiß ich nicht alles.

Aber so ist das wohl. Chinatown selbst lohnt sich jedenfalls immer, denn hier kann man neben der ganzen Touri-Nippes-Läden auch Lebensmittelgeschäfte mit den merkwürdigsten Speisen, Gewürzen und anderen interessanten Dingen bestaunen.

Nach einigem Geschiebe und Gedrängel machten wir eine kleine Lunch Pause im Restaurant Empress of China. Das Essen war ok, aber wirklich toll ist eigentlich die Aussicht. Hoch über der Chinatwon hat man hier einen super Blick über die City und allein dafür lohnt sich einmal ein Abstecher hierher.

Anschließend ging es dann noch etwas Bummeln und das schöne Wetter genießen. Natürlich durfte auch ein Eis nicht fehlen, auch wenn Dirk es mal wieder viel zu gut meinte und jedem von uns ein ganzes Faß Eis besorgt hatte. ;-)

Nach einigem Hin- und Her, wo wir uns denn nun für die Parade positionieren sollten (Kearny, Union Square oder Post) entschieden wir uns kurzerhand für Post, denn hier gab es noch ein paar freie Plätzchen in der ersten Reihe.

So standen wir also herum und warteten gespannt auf das Highlight des Tages.

Kurz nach 17:30 Uhr kamen dann auch endlich, endlich die ersten Wagen und Offiziellen an uns vorbei kutschiert. Warum der District Attorney, der SF City Treasurer und was weiß ich nicht noch an Lokal-Prominenz auf der Chinese New Years Parade mitfahren? Keine Ahnung, aber so ist das wohl überall. Auch bei Fassenacht müssen ja alle ihren Senf dazu geben und sich “feiern” lassen.

Sei’s drum.

Und dann kamen die ersten Drachen, Löwen, Fächer- und Schirmchen-Wedel-Tanzgruppen und und und.

Das war ja sooooooo toll! So viele chinesische Löwen (hab jetzt gelernt, dass die Figuren mit den großen bunten, runden Köpfen welche von zwei Leuten “gespielt” werden Löwen und keine Drachen sind) habe ich nocht nie gesehen. Das war wirklich toll, wie sie da so herumhüpften und sich von den Zuschauern kraulen ließen.

Aber auch die meterlangen Drachen waren wundervoll. Der größte benötigte für die Parade 100 Menschen. Zwar verbergen sich nicht immer alle gleichzeitig darunter, da aber sich der Drache aber schlängelt und somit einen viel längeren Weg zurück legt, als die Parade-Strecke lang ist und auch immer wieder Tricks vollführt, bedarf es für einen solchen Drachen eben jede Menge Auswechsel-Drachen-Leute.

Schon sehr beeindruckend.

Dazu kamen noch jede Menge Kinder, die entweder kleine Tiger darstellten (ist ja nun das Jahr des Tigers) oder irgendwelche lustigen Choreographien abspulten. Besonders die Kleinen trugen ihre Drachen mit viel Enthusiasmus und Chaos durch die Gegend. Wirklich zu niedlich.

Es gab noch diverse Wagen mit Tigern, asiatischen Schönheitsköniginnen, Moderatoren und was weiß ich nicht alles. Es wurde viel geböllert und gestrommelt und insgesamt viel Lärm veranstaltet.

Langsam wurde es auch immer dunkler so dass die Motivwagen, hier Floats genannt, sowie die Drachen und Löwen in der nächtlichen Stadt besonders stimmungsvoll aussahen.

Diverse Marching Bands aus den verschiedensten Colleges/Highschool brachten musikalisch Schwung in die Parade, so dass man die aufziehende Kälte etwas “hinwegtanzen” konnte.

Die Parade ging stolze 2 1/2 Stunden und wir waren ziemlich beindruckt.

Durchgeforen, aber beindruckt.

Mit schmerzenden Füßen machten wir uns im Anschluss an die Parade noch auf eine Absacker zum Skyline Ballroom auf, aber darüber berichte ich dann in einem anderen Post.


Chinese New Year Parade from Dirk Ginader on Vimeo.

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