Sep 29

Mein Fundstuck der Woche oder etwas für die Kategorie Kurioses und Bemerkenswertes ist ein Flyer, den wir kürzlich in unserem Briefkasten gefunden haben.

Mir fehlen dazu die Worte und darum lasse ich Bilder für sich sprechen (Man beachte besonders das 2.). Einfach drauf klicken und die Bilder werden größer:

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Sep 27

Point Reyes National Seashore ist ein auf einer Halbinsel gelegenes Naturschutzgebiet etwa 55km nördlich von San Francisco im Marin County und ein guter Ort für Wanderer, Vogelbeobachter und Mountain Biker.

Die Fahrt hierhin ist schon bemerkenswert, denn man fährt auf dem wundervollen Highway No.1 in Richtung Norden durch Wälder, an Lagunen vorbei, entlang der Pazifikküste und durch kleine verwunschene Orte. Hier liegt auch der wunderschöne Strand von Muir und die bei Wanderern beliebten Wälder der Muir Woods.

Nach ungefähr 30 – 45 Minuten Fahrt kommt man dann durch den Ort Olema. Lange Zeit dachte man, dass Olema das Epizentrum des großen Erdbebens von 1906 war, welches San Francisco fast völlig zerstörte, aber heute weiß man, dass das Epizentrum eher im Meer vor Daly City (etwas südlich von SF) lag.

Nichts desto trotz gibt es hier einen Earthquake Trail, welchen man entlang wandern kann und dann über die mit Pfosten kenntlich gemachte San Andreas Falte laufen kann. Eigentlich eher langweilig und wenig beeindruckend aber immerhin eine Möglichkeit mit einem Bein auf der Pazifischen und mit dem anderen auf der Nordamerikansichen Platte stehen zu können.

Die Point Reyes Halbinsel liegt nämlich auf der Pazifischen Platte, welche nach Norden driftet, während das restliche Kalifornien (und die USA) auf der Nordamerikansichen Platte langsam nach Süden wandert. Beide sind voneinander durch die San Andreas Falte getrennt. Und die ist es, die hier häufig zum Wackeln der Erde führt (aber es gibt noch jede Menge kleinere Spalten, die Ihr übriges dazu beitragen).

Olema war dann auch der erste Punkt auf unserer sonntäglichen Tour. Ich war ja schon bereits zum 3. Mal in dieser Gegend, aber ich habe sie noch nie mit Sonnenschein gesehen. Immer nur bewölkt, nebelig und mit Regen. Ich bin ja mal gespannt, ob ich es irgendwann noch einmal schaffe, Sonne hier sehen zu dürfen. Aber darauf konnten wir nicht warten, denn Stefan sollte am nächsten Tag wieder abreisen. Also ging es trotz schlechtem Wetter in Richtung Norden.

Nachdem wir uns den Earthquake Trail angeschaut hatten, sind wir dann weiter in Richtung Leuchtturm gefahren. Wir wussten ja, dass dieser sich ganz am äußersten Zipfel der Halbinsel befindet, aber es war dann doch ein ziemlich langer Weg dorthin (noch einmal gut 30 – 40 Minuten). Aber sehr spannend. Zunächst fährt man durch kleinere Siedlungen, Bäume und am Wasser entlang und dann geht es langsam etwas bergauf in kales Gelände mit alten (“historischen”) Farmen (die sahen vielleicht gruselig aus – da möchte ich nicht wohnen müssen), vielen Kühen und viel Gestrüpp.

Während wir so vor uns hin fuhren wurde dann der Nebel immer dichter und dichter. So etwas habe ich noch nicht gesehen. Das war vielleicht eine Suppe. Man konnte kaum noch 10 Meter weit sehen. So passierte es denn auch, dass wir uns ziemlich erschrocken haben, als plötzlich so neben der Straße ein Reh stand. Einfach so. Kauend. Friedlich und ohne Scheu.

Hui, zum Glück ist das nicht vor das Auto gesprungen. Das hätten wir niemals rechtzeitig gesehen.

Von da an ging es etwas vorsichtiger weiter und wir konnten am Straßenrand immer wieder Rehe sehen, die sich in dem dichten Nebel wohl fühlten. Irgendwann tauchte dann plötzlich ein Parkplatz im Nebel auf. Überrascht stellten wir fest, dass noch ein paar Leute mehr, den Leuchtturm anschauen wollten. Vom Parkplatz aus geht es dann zu Fuß weiter. Zunächst ungefähr 1km über die Hochebene stapfen – im Nebel! Das Meer hörten wir zwar, sehen konnten wir es aber nicht. Das war schon lustig wie wir da so blind durch die Gegend liefen. Man konnte noch nicht einmal sehen, wohin der Weg führen würde.

Irgendwann kamen wir dann ein paar Gebäuden an. Ein Wohnhaus!!! und ein zum Leuchtturm gehöriges Gebäude mit nun einem Museum im Inneren.

Aber wo war der Leuchtturm? Hier jedenfalls nicht, aber wir konnten ja auch keine 10 Meter weit sehen.

Dann ein Schild! Auf dem Schild stand gelesen, dass man zum Leuchtturm eine Treppe hinabsteigen müsste, welche mehr als 300 Stufen habe. Der Abstieg sei in etwa so, als würde man ein 30 stockiges Hochhaus hinunter laufen. Na prost Mahlzeit. Wir sahen ja gerade mal die ersten 5 Meter von der Treppe. Wohin sie führte? Keine Ahnung. Wie steil sie war? Keine Ahnung. Alles schön im Nebel verschwunden.

Irgendwann tauchten dann schnaufende und nach Luft japsende Menschen aus der dichten Nebelsuppe auf, die tatsächlich runter – und wieder hoch! – gelaufen sind.

Deren Anblick bewog mich dazu, oben auf der “Aussichtsplattform” auf Dirk und Stefan zu warten, die tapfer die Herausforderung annahmen. Ich unterhielt mich derweil mit einer älteren Dame aus Chicago, welche mir ihre Heimatstadt als Ausflugsziel wärmstens empfahl. Während wir uns so unterhielten bemerkte ich plötzlich, dass sich der Nebel etwas gelichtet hatte. YAY!

Nun konnte ich das Meer sehen und sogar den Leuchtturm. Als ich mir die Treppe hinunter so betrachtete war ich ziemlich froh, dass ich mir das nicht angetan hatte.

Und schon zog der Nebel wieder zu. Haha! Immerhin ein kurzer Blick auf die Umgebung bevor alles wieder in der dicken grauen Suppe verschwand. Aber wie ich noch erfahren durfte, ist dieser Ort der Windigste am Pazifik und der Zweitnebeligste auf dem amerikanischen Kontinent.

Kein Wunder also, dass wir da durch die Suppe gefahren sind.

Schee wars aber dennoch.

Ach ja, die Herren kamen dann irgendwann mehr oder weniger erschöpft wieder oben auf dem Berg an und wir konnten unseren Ausflug beenden. :-)

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Sep 21

… oder wie wir uns angeschaut haben, wie das amerikanische Budweiser Bier gebraut wird.

Nachdem es entgegen aller normaler Umstände bereits Mitte September Regen gab, haben wir uns Samstag spontan dazu entschlossen unseren Gast, Stefan, nach Fairfield in die Anheuser & Bush Brauerei zu schleppen.

Die Anheuser & Bush Brauerei braut das bekannte Budweiser und Budweiser Light Bier (also nicht das Original aus Tschechien sondern die amerikanische Variante) und mit nur 1 1/2 Stunden Fahrzeit lag sie auch in erträglicher Entfernung.

Ich hatte ja bereits in Prag schon einmal eine Brauerei besichtigt und darüber hinaus auch noch einmal die berühmte Diebels Brauerei in Düsseldorf, wo ich dann auch noch mit ein einer Horde Mädels zu Christinas Junggesellinnen Abschied das Zapf Diplom erstand.

Nun sollte also der amerikansiche Beermaster hinzu kommen. Der nächste “Bier”-Punkt auf meinemLebenslauf. Man muss sich ja Fortbilden dieser Tage  ;-)

Die Beermaster Tour sollte uns hinter die Kulissen der Brauerei führen mit anschließender Verköstigung zapffrischen Budweiser Bieres.

Das war schon ziemlich interessant. Hier wird das Bier doch etwas anders gebraut als in Deutschland, aber immerhin wird deutscher Hopfen für den Vorgang mit verwendet. Anscheinend hat deutscher Hopfen nämlich mehr “Gehalt” als amerikanischer. Aha! Wieder was gelernt.

Aber warum die Reis in das Buweiser mischen, ist mir noch nicht ganz klar geworden. Naja, das zapffrische Bier war jedenfalls ziemlich lecker.

Nachdem wir uns dann noch die Dosenbefüllanlage angeschaut haben (die Nachfrage an Dosen übersteigt um ein Vielfaches den nach Flaschen in den USA) gab es dann noch ein weiteres Testen. Neben Budweiser und Bud Light braut die Anheuser & Bush Brauerei nämlich noch jede Menge andere Biere und unter anderem Saison Biere und komische Fruchtbiere. Also das war ja schon etwas gruselig. Das Kürbis-Bier war ja noch verhältnismäßig lecker, aber das Cranberry Bier war ziemlich gewöhnungsbedürftig. Aber es muss mir ja nicht schmecken.

Nach absolvierter Führung und Bier Probe gab es dann auch noch ein Zertifikat.

Jetzt sind wir also “Honorary Beermaster”!

Sehr schön!

Ach ja, die Tour kostet übrigens 25 Dollar pro Person, dauert 2 1/2 Stunden und man bekommt eine wirklich ansehnliche Baseballkappe und ein Bierglas geschenkt und darüber hinaus eben noch Bier in ordentlicher Menge. Lohnt sich also.

Wem das zu teuer ist, der kann auch eine kostenlose halbstündige Tour (ohne Bier-Probe) machen.

Wer also mal bei schlechtem Wetter in der weiteren Bay Area unterwegs sein sollte, eine Tour hier bei Anheuser & Bush ist eine gute Möglichkeit einen Regentag mit Program zu füllen. Ach ja, nebenan gibt es noch die Jelly Belly Factory, bei welcher man ebenfalls (kostenlose) Touren machen kann und die einen riesigen Laden voller Jelly Beans hat. :-)

Zur Tour waren wir schon zu spät aber wir haben uns dafür reichlich mit Jelly Beans eingedeckt.

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Sep 11

Nachdem der erste Versuch Wale aus nächster Nähe zu bewundern im Februar so kläglich an den hohen Wellen scheiterte und uns noch heute als Kotztour in Erinnerung ist, haben wir am Montag, dem Labor Day, einen erneuten Anlauf unternommen.

Nun sollten sich Blauwale und Buckelwale in der Bay aufhalten und wir wollten sie sehen.

Darum ging es nach einer ziemlich kurzen Nacht schon ziemlich früh (um 8:00 Uhr morgens an einem Feiertag!) in Richtung Fisherman’s Wharf in Monterey.

Hier deckten wir uns vorsichtshalber wieder mit Motion Sickness Tabletten ein und warteten gespannt auf das Boarding unseres heutigen “Ausflugsdampfers”.

Wie hatten das selbe Unternehmen wie beim letzten Mal gebucht, so dass wir ein paar Crew Mitglieder schon kannten. Um 9:00 Uhr verließen wir dann den sonnigen Hafen in Richtung offenes Meer. Nach einer halben Stunden Fahrt (und auch hier wieder einigem Geschaukele) erreichten wir eine dicke Nebelsuppe. Dichter, dunkler Nebel rund um uns herum. Na klasse, das wird so ja schon wieder nichts, dachten wir so bei uns. Aber zum Glück lichtete sich das Elend nach ca. 1 Stunde und die Sonne kam zum Vorschein. Kaum hatten wir auch die Sonne zum ersten Mal gesehen, erhielten wir schon die ersten Funksprüche der andere Whale Watching Boote über die Sichtung eines Blauwales.

Nichts wie hin und da war er! Ein Blauwal! Riesig und wunderschön tauchte er elegant vor uns hinab in die Tiefen des Pazifiks.

Hach, das fing ja schon einmal gut an. Zwar war der Wal etwas weiter weg gewesen, aber dennoch hatte ich vorher noch nie ein solches Tier näher bewundern können.

Der Blauwal ist übrigens das größte Tier auf unserem Planeten und ist sogar größer als jeder Dinosaurier, der jemals gelebt hat. Er gehört zur Familie der Furchenwale und Unterart der Bartenwalle. Er ernährt sich von Krill, den man in den Sommermonaten in großen Schwärmen in der Monterey Bay finden kann. Über den Blauwal weiß man nicht besonders viel. so wurde noch nie die Geburt eines Blauwalkalbes beobachten und auch noch nie das Paarungsverhalten.

Taucht der Blauwal ab, kommt er nie an der selben Stelle wieder an die Oberfläche – anders als sein Verwandter, der Buckelwal. Das macht das Beobachten ziemlich schwer, denn so bald er abgetaucht ist, muss man suchen, suchen und suchen und wenn man Glück hat, ist er nicht allzu weit vom Boot entfernt und man kann ihm vorsichtig nachfahren.

Aber natürlich nur mit gehörigem Abstand und ohne das Tier “zu jagen”. Es soll sich ja wohl fühlen und noch häufig in die Monterey Bay zurück kehren.

“Unser” Blauwal machte sich jedoch aus dem Staub und so nahmen wir wieder Fahrt auf um die nächsten Wale zu finden.

Das dauerte auch nicht lange. Dieses Mal sahen wir einen Buckelwal oder Humpback Whale. Viel, viel kleiner als der mächtige Blauwal aber für uns genauso spannend.

Wir haben uns erst einmal ganz schön über den Lärm gewundert, den so ein Buckelwal machen kann. Als dieser hier auftauchte und seine schöne zweistrahlige (ja die haben zwei) Wasserfontäne ausspie machte er ein Geräusch wie ein Elefant beim Trompeten. Wow, das war schon beeindruckend.

Buckelwale lassen sich etwas besser beobachten als Blauwale, da sie meist ungefähr an der selben Stelle wieder auftauchen, wo sie abgetaucht sind. Auch zeigen die Buckelwale dem Betrachter häufiger ihre Schwanzflosse beim Tauchgang als die Blauwale.

Buckelwale sind angeblich sehr verspielt und recken schon mal den Kopf aus dem Wasser oder springen in die Luft. Leider blieb uns ein solches Schauspiel (bisher) verwehrt, aber das war sicherlich auch nicht unsere letzte Whale Watching Tour. Dazu macht das einfach zu viel Spass, auch wenn es etwas teuer ist ($45 p.Person muss man schon rechnen). Aber auch hier lohnt sich jeder einzelne grüne Schein!

Nachdem wir diesem Bluckelwal etwas zu geschaut hatten, fuhren wieder an die nächste Stelle, von welcher uns Whale Sightings über Funk berichtet wurden.

Dirk und ich standen direkt neben der offenen Kapitäns Tür und konnten so den ganzen Funkverkehr zwischen den Whale Watching Booten mit anhören. Das war vielleicht witzig. Die haben sich gegenseitig zum Teil so einen Quatsch erzählt…einfach köstlich. Aber immer wieder hat auch der Eine oder Andere eine tolle Geschichte über die letzten Sichtungen erzählt. Man muss wissen, dass an Bord eines solchen Bootes meist echte Kenner mitfahren, die nicht nur viel über die Wale an sich zu berichten haben, sondern auch viele Fakten erklären und erzählen können. Ist also alles nicht nur Vergnügen, sondern auch noch lehreich.

Und dann war da auch schon der nächste Blauwal! Dieses mal sogar etwas näher. Herrlich! Und soooooo groß. Unfassbar und soooooo toll!

Nachdem wir diesen ausgiebig bestaunt haben, kamen auch noch zwei Halbwüchsige Buckelwale vorbei und schwammen eine ganze Zeit lang neben uns her. Das hat uns die Zeit gegeben auch ein kleines Video zu drehen um einen besseren Eindruck von dem Erlebten zu vermitteln.

Natürlich haben wir auch wieder hunderte von Fotos geschossen, welche ich nur unter Mühnen auf ein (hoffentlich) erträgliches Maß reduzieren konnte.

Aber es war auch einfach zu schön!

Auf dem Rückweg zum Hafen in Monterey kamen dann auch noch mehrfach größere Gruppen von Delphinen vorbei. So sahen wir also auch noch Risso’s Dolphins und Pacific White-Sided Dolphins.

Die waren aber so wuselig und schnell, dass man sie nicht wirklich fotografieren konnte :-)

Besonders schön war, als zwei von ihnen dann unsere Bugwelle zum “Surfen” nutzten und neben uns her schwammen. Das war wirklich cool.

Unser zweiter Anlauf zum Whale Watching war damit ein voller Erfolg und wir waren über glücklich! Von all dem Erlebten waren wir dann aber auch richtig, richtig müde und froh, als wir am Abend wieder in unserem (nicht schaukelnden) Bett lagen.

Ich kann so eine Tour übrigens nur wärmstens empfehlen! Es ist schon ein ganz besonderes Erlebnis, diese Giganten der Ozeane aus nächster Nähe bewundern zu können.

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