Nov 23

Dirk ist nun Padi Zertifiziert. Will heißen, er hat den Tauchschein gemacht.

Im September war ja schon die Theorie mit ein paar Tauchgängen im Pool auf dem Programm gestanden und nun sollten also die ersten Tauchgänge im offenen Gewässer stattfinden. Zu diesem Anlass “mussten” wir also ein Wochenende in Monterey verbringen. Notgedrungen haben wir uns also ein Hotelzimmer für 2 Nächte genommen (das war dann auch nicht teurer als wenn wir jeden Tag morgens hin- und abends  zurück gefahren wären), und ich habe die Gelegenheit genutzt mir ein wenig den Seewind an der Küste um die Nase wehen zu lassen.

Das Wetter war überraschenderweise trotz gegenteiliger Ankündigungen des Wetterberichtes trocken und sehr schön, so dass ich erst einmal den ersten Tauchgang der Gruppe aus Santa Clara anschauen wollte.

Das war schon ziemlich lustig. An diesem Tag waren sicher 50 Taucher oder mehr von den verschiedensten Tauchschulen an das Pier an der Cannery Row gekommen um vom kleinen Strand aus in die Bucht von Monterey hinab zu tauchen. Das sah vielleicht witzig aus. Soooo viele Froschmänner und Froschfrauen. Haha, einfach köstlich! Ist ja nun nicht gerade sehr elegant wie die sich so an Land bewegen. Also ich hatte meinen Spass. Als Dirks Gruppe dannendlich das Wasser erreichte, hat es schon ganz schön gedauert.

Als sie dann zum ersten Mal “abtauchten” bin ich noch etwas am Pier entlang geschlendert um mal wieder den See Lions “Hallo” zu sagen und danach überlies ich Dirk dann seinem Schicksal.

Das Wetter war so wundervoll, dass ich mich spontan entschloss an der Küste entlang zu fahren und den 17-Miles-Drive nach Carmel zu nehmen.

Ach, es ist schon wirklich schön hier! Also wenn Geld keine Rolle spielen würde…hier hätte ich ein Häuschen.

Es ist schon toll, wie sich hier Golfplatz an Golfplatz reiht mit Blick auf einen der schönsten Abschnitte der kalifornischen Pazifikküste. Einfach traumhaft! Ich könnte einfach so stundenlang hier herumfahren, anhalten und auf das Meer starren…einfach so.

Obwohl es ziemlich windig und kalt war und ich in der Ferne den drohenden Sturm bereits sehen konnte, war es wieder einmal so richtig schön. Ich habe mir den Seewind um die Nase wehen lassen, bin am Strand entlang spaziert und so langsam über den 17-Miles Drive nach Carmel-by-the-Sea gefahren.

Dieses Mal so ganz ohne Nebeln war es dann gleich noch eine Spur schöner. Und der Strand ist einfach klasse! Ganz weißer feiner Sand – traumhaft.

So saß ich also dann noch etwas am Strand herum bis ich mich wieder in Richtung Monterey auf den Weg machen musste, um den lieben Dirk von den ersten Tauchgängen abzuholen.

Dank Raphaela und Ulf, zwei Freunden aus Monterey, hatten wir auch noch zwei Freikarten für das Monterey Bay Aquarium und das konnten und wollten wir ja nicht ungenutzt lassen. Das Aquarium ist einfach toll! Dieses Mal gab es eine ganze Ausstellung rund um Seepferdchen. Ich wusste gar nicht, dass es sooooo viele verschiedene Arten gibt und die sehen zum Teil auch noch ganz schön merkwürdig aus.

Natürlich hätte ich auch wieder stundenlang vor den Aquarien mit den Quallen stehen können…die sehen einfach wundervoll aus. So lange man nicht durch sie hindurch schwimmen muss :-D

Dirk hatte so auch noch die Gelegenheit mir all das zu zeigen, was er bei seinem Tauchgang am Vormittag in der Monterey Baygesehen hatte und ich war wieder einmal froh, dass ich mir das trocken und warm aus sicherer Entfernung im Aquarium beschauen konnte. Ich bin halt doch ein Feigling ;-)

Nach all den Abenteuern des Tages hatten wir dann natürlich auch noch Hunger und so ging es für uns gemeinsam mit Raphaela, Ulf und deren Besuch aus Deutschland nach Carmel in ein wunderschönes kleines schnuckeliges französisches Restaurant. Das Restaurant kann ich nur empfehlen. Das Essen war sehr lecker und der Nachtisch himmlisch! Wir hatten einen schönen Tisch direkt vor dem offenen Kamin und haben so den Sturm vor der Tür vergessen können.

Übrigens ist die Weinkarte ebenfalls sehr vorzüglich. Wer also mal in Carmel schön Essen gehen will; das Restaurant ist wirklich gut!

Da Dirk aber am nächsten Tag schon wieder früh raus musste um den zweiten Teil seines Tauchkurses zu absolvieren, ging es für uns dann doch recht zeitig wieder zurück ins Hotel um fit für den nächsten Tag zu sein.

Während Dirk also weiter tauchte, genoss ich noch ein wenig die Pazifik Küste und spazierte hier herum und ließ mir den Wind um die Nase wehen, bis Dirk dann endlich fertig war.

Habe ich eigentlich schon einmal erwähnt, dass ich Möwen nicht mag? So nun ist es raus! ICH MAG MÖWEN NICHT! Die sehen fies aus und ich behaupte auch, dass sie nicht nett sind. Nur zum Beweis wurde ich während ich auf Dirk wartete auch so richtig schön von oben bis unten vollgeschissen von so einem elenden Vieh! Großflächig! Richtig eklig! Zum Glück hat es meine Haare nicht erwischt und ich konnte das Gröbste von der Jacke waschen bevor wir nach Hause fahren konnten.

Monterey war wie immer einfach wundervoll auch wenn ich am Ende etwas “beschissen” aussah! Aber das soll ja angeblich Glück bringen und davon können wir nun wirklich jede Menge gebrauchen.

3 Responses to “Monterey, Carmel and Padi-Certificate”

  1. Daniel says:

    Streng genommen sind auf Bild 7 keine Seepferdchen sondern Fetzenfische zu sehen. Die gehören allerdings auch wie die Seepferdchen zu den Seenadeln.

    Ansonsten: Klingt nach einem schönen und erfolgreichen Trip. Glückwunsch zum bestandenen OWD. Wenn wir Euch irgendwann mal besuchen, will ich da auch tauchen. Gibt es an der Cannary Row eigentlich irgendeinen Hinweis auf John Steinbeck?

  2. Cotta says:

    Danke Daniel für die Aufklärung. Dirk freut sich sicher, wenn er einen Tauch Buddy bekommt und zu John Steinbeck – sicher gibt es da Hinweise und es wird auch immer wieder auf ihn, das Buch und den Film hingewiesen. Aber die Cannery Row ist mittlerweile hauptsächlich Touri-Ecke mit Geschäften und Restaurants und erinnert wenig an die Zeit die John Steinbeck beschreibt.

  3. [...] waren wir auch wieder am Monterey Pier und an der Mole. Dort wo Dirk vor ein paar Monaten seinen Tauchkurs erfolgreich absolvierte gibt es nämlich eine lange Mole, auf deren Steinen sich es die Seelöwen [...]

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