Dec 31

Wir wünschen Allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und ein besonders glückliches, gesundes, fröhliches und zufriedenes 2011! Auf das wir uns alle bald wieder sehen mögen! Feiert schön und lasst es ordentlich krachen!

Dec 30

Weihnachten haben wir mittlerweile gut hinter uns gebracht und hoffen sehr, dass es Euch allen ebenfalls so gut ergangen ist wie uns.

Das Beschenken fiel in diesem Jahr bei uns aus, da wir uns gegenseitig mit unserer Anwesenheit, vielen Ausflügen und leckerem Essen verwöhnt haben. Oma, Eltern und Schwester reisten extra für das erste Kalifornische Weihnachtsfest unserer Familie aus der Schweiz bzw. Deutschland an. Natürlich durfte bei einem solchen Tripp das Sightseeing nicht zu kurz kommen, und so trotzten wir den kühlen Temperaturen (wir hatten so alles zwischen 10°C und 20°C) und den manchmal regnerischen Tagen und machten San Francisco, Monterey, Santa Cruz etc unsicher. Dazwischen durften natürlich auch ausgiebige Shopping Touren nicht fehlen. Zu unserer großen Freude gab es nämlich schon kurz vor Weihnachten diverse Sonderangebote, die nach dem 25.12. noch einmal erhöht wurden. Nicht selten kam es vor, dass wir zu einem schon reduzierten Teil noch einen weiteren Bonus erhielten und am Ende das Gefühl hatten, so richtig gespart zu haben ;-)

Das erste Weihnachtsfest bei welchem Dirk und ich die Gastgeber sein durften verlief ohne Katastrophen und sehr sehr schön.

Lisa und ich hatten die Ehre das Weihnachtsessen zu gestalten, und so gab es (mit Wolfgangs Hilfe per Rezept und Kochanweisungen) zunächst einen Spinatsalat mit gerösteten Pinienkernen, Pilzen und einer Portwein Vinaigrette. Die Hauptspeise war ein Zitronen Thymian Risotto mit Zucchini Streifen, Speck und Chilenischem Seebarsch. Yummy kann ich da nur sagen. Wider aller Erwartungen gelang uns alles und so machte es fast gar nichts, dass das Orangen Creme Dessert mehr an ein Silikon Implantat als an eine Nachspeise erinnerte.

Schön beschwippst gab dann auch noch die ganze Familie ihre Gesangeskünste beim Schmettern von Weihnachtsliedern (deutschen und englischen) zum Besten und so unterhielten wir auch noch gleich die Nachbarschaft mit. :-)

Da es hier in Kalifornien quasi unmöglich ist eine frische Gans käuflich zu erwerben, gab es unser traditionelles Gänse Essen am 25.12. dann eben mit Enten. War auch lecker! So richtig mit Rotkraut, Soße und Klößen war es wie immer eine echte Völlerei und so richtig gut! Dazu natürlich leckerer Rotwein, welchen wir ein paar Tage zuvor bei Savvy Cellar nach ausgiebiger Weinprobe gekauft hatten.

Wir hatten also ein sehr leckeres Weihnachtsfest und entgegen aller Erwartungen gehen die Hosen doch noch zu. :-D

Natürlich haben wir auch jede Menge Sightseeing Touren unternommen, aber das berichte ich dann doch in einem anderen Post.

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Dec 16

So heißt es jedenfalls in einem amerikanischen Weihnachtslied.

Mittlerweile kommt bei uns auch wieder etwas fröhlichere Stimmung auf, denn wir gehören zu den Glücklichen, die von den Massenentlassungen bei Y! nicht betroffen waren. Phew, das waren ein paar grässliche Tage. Überall Gerüchte über die bevorstehende Katastrophe, die dann leider auch letzten Dienstag eintraf.

Alle Jahre wieder oder täglich grüßt das Murmeltier, jedenfalls kommt es mir so vor. Seit 3 Jahren ist dies schon die 4. Runde an Massenentlassungen und so langsam geht das wirklich an die Nieren. Insbesondere wenn man wie wir mit unserem Visum an den Job gebunden ost, und im Falle einer Kündigung das Land innerhalb von wenigen Wochen verlassen müsste.

Aber wie gesagt, wir haben es überstanden und 2010 hatte wohl nun am Ende beschlossen uns nicht noch mehr Katastrophen zu bescheren.

Seit ein paar Tagen sind nun auch meine Eltern und die Oma hier bei uns eingetroffen um die Feiertage alle gemeinsam zu verbringen. Samstag kommt dann auch mein liebes Schwesterlein und so sind wir zum Glück nicht alleine. Ich habe auch schon fleissig Plätzchen gebacken und heute steht noch ein Lebkuchenhaus auf dem Programm. Jaja, ich bin auch ganz erstaunt über mich selbst, aber es hat sogar Spass gemacht.

Den Weihnachtsbaum habe ich heute ebenfalls käuflich erworben und nun wartet er auf das Dach unseres Autos gespannt darauf, in die Wohnung geschleppt zu werden. Beide stehen bislang noch in der Garage die gerade eben so in der Höhe gereicht hat :-)

Das Ding ist riesig! 6,5 / 7 Füße soll er messen (kann ja mal jemand umrechnen). Bin ja mal gespannt ob alle Lichterketten reichen, das gute Stück zu beleuchten. Das steht dann also morgen auf dem Plan. Aber nach ausgiebigem Sightseeing der letzten Tage kommt ein Tag daheim auch einmal ganz gelegen.

Es gibt also noch viel zu tun, bevor die Feiertage kommen können und wir ein paar freie Tage genießen dürfen.

Ich wünsche allen eine schöne Vorweihnachtszeit, lasst Euch nicht stressen und ich hoffe Ihr erfriert in all den Schneemassen von denen wir hier hören und lesen müssen nicht.

Dec 06

Letzte Woche fiel nun mit Thanksgiving der Startschuss für die sog. “Holiday Season” also die Feiertags-Saison.

Thanksgiving ist neben Weihnachten der wichtigste Feiertag in den USA – eigentlich eher fast noch wichtiger als Weihnachten, auch wenn es hier keine Geschenke gibt.

Es ist ein staatlicher Feiertag und wird jeden 4. Donnerstag im November gefeiert. Die meisten Amerikaner nehmen sich mindestens den darauffolgenden Freitag (sog. Black Friday) als “Brückentag” frei, oder teilweise sogar die ganze Thanksgiving Woche. Einige Firmen, wie z.B. Yahoo! geben ihren Mitarbeitern den Freitag ebenfalls frei. Schulkinder haben meist ebenfalls die komplette Woche unterrichtsfrei (insbesondere hier in Kalifornien weil durch die Finanzlage nicht genug Geld da ist um ein reguläres Schuljahr mit vielen Schultagen zu finanzieren – ja so schlimm ist das hier).

Thanksgiving wird auf die Pilgerväter zurück geführt, welche nach einem ersten harten Winter in der neuen Welt und vielen Hunger- und Kälteopfern Hilfe bei den umliegenden Indianerstämmen suchten. Die Indianer halfen den Siedlern in dem sie ihnen unter anderem zeigten, wie man Mais und andere heimische Pflanzen anbaute.

Im darauffolgenden Jahr gab es eine reiche Ernte und genug zu Essen. Die Pilgerväter sollen sich laut der Geschichte nun mit einem großen Erntedankfest bei den Indianern bedankt haben.

Heute wird dieses Fest traditionell mit einem riesigen Truthahn Essen mit der ganzen Familie und auch lieben Freunden gefeiert. Dieses große Familienfest führt dazu, dass in der Thanksgiving Woche tausende von Menschen zu ihren Lieben reisen, mit Bahn, Schiff, Auto und Flugzeug. Das führt natürlich zu einem riesigen Verkehrschaos, verstopften Straßen und langen Warteschlangen an Check-In Schaltern. In diesem Jahr riefen nun an dieser jährlichen größten Reisewelle in den USA diverse Organisationen dazu auf, an den Flughafen Security Checks sich dem Scan mit den sog. Nacktscannern zu verweigern und stattdessen den zeit- und personalaufwendigen Abtastcheck zu unterziehen. Sie wollten damit gegen die Nacktscanner protestieren.

Aber letztendlich gab es nur wenige die tatsächlich protestierten denn die meisten wollten einfach nur schnell von A nach B.

Wir haben uns in diesem Jahr dazu entschlossen, das lange Wochenende daheim zu verbringen und uns nicht ins Getümmel zu stürzen. Dafür wurden wir auch reichlich belohnt. Zuerst gab es die große Macy’s Parade im Fernsehen und im Anschluss haben Pam und Marco  uns zu einem traditionellen Turkey Dinner eingeladen. Zu diesem Fest gibt normalerweise einen Truthahn oder Teile davon. Der Truthahn wird Innen befüllt. Dabei hat jeder so seine eigenen Familienrezepte für das sog. “Stuffing”. Das isst man im Übrigen später als Beilage und ist eine auf Brot und Gemüse basierende Pampe. Unsere war auf jeden Fall der Knaller und Pam hat sich dabei selbst übertroffen.

Dazu gab es dann grüne Bohnen und einen Süßkartoffel-Marshmallow-Auflauf. Yummy! Natürlich durfte auch die Cranberry Sauce nicht fehlen, eine Pumpkin Soup als Starter und Pie zum Nachtisch. Lecker und wie es sich gehört fielen wir danach auch ins Food-Koma.

Alles wie es an Thanksgiving sein muss :-)

So fiel es uns dann auch nicht schwer am nächsten Tag den Black Friday so gut wie Black Friday sein zu lassen. Black Friday ist der Freitag nach Thanksgiving und der Tag an dem es die meisten Schnäppchen gibt. Die Geschäfte machen zum Teil um 4 Uhr morgens auf und die Menschen stehen schon Tage vorher in Schlangen vor der Tür um auch ja die ersten Schnäppchen zu ergattern. Bei dieser Angelegenheit kommt es regelmäßig zu fürchterlichen Unfällen, weil Menschen an den Türen zuGeschäften einfach niedergemäht werden. Aber der Tag ist eben die beste Möglichkeit für das anstehende Weihnachtsfest die besten Geschenke zu einem günstigen Preis zu ergattern.

Wir haben uns lieber dazu entschieden noch einmal zu Schlemmen und haben uns zum Fish Market auf gemacht um dort fangfrische Dungenesse Crabs zu essen. Sehr lecker.

Den Rest des langen Wochenendes haben wir dann ruhig angehen lassen, da es sowieso die ganze Zeit über geregnet hat. So ein richtiges Novemberwetter halt.

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