Mar 14

Von dem fürchterlichen Erdbeben in Japan hat ja sicherlich mittlerweile jeder gehört und auch über die katastrophale Flutwelle (Tsunami) die dieses Beben und die vielen heftigen Nachbeben ausgelöst hat.

Wenn man die Bilder aus Japan sieht, wird einem wieder einmal bewusst, wie leicht unsere “moderne” Gesellschaft aus den Fugen gerät, wenn die Natur das tut, was sie eigentlich immer schon getan hat, wir das aber gerne vergessen oder verdrängen.

Besonders hier in Kalifornien wurden wir wieder einmal mehr auf den Boden der Realität zurück geholt. Man macht sich doch meist Gedanken darüber, wie man ein heftiges Erdbeben überlebt, wie die Häuser gebaut sind, in denen man lebt und wie man sich im Ernstfall verhalten soll. An eine Flutwelle denkt man dabei allerdings nicht wirklich. Es gibt hier zwar diverse Straßen die ausgezeichnete “Tsunami Evacuation Routes” sind aber irgendwie bleiben diese im Hintergrund.

Nun hatte der Tsunami von Japan allerdings auch direkte Auswirkungen auf die gesamte Westküste der USA und plötzlich ist die Katastrophe so nah. Der Tusnami bahnte sich mit einer Geschwindigkeit von über 500 Meilen pro Stunde seinen Weg durch den Pazifik und erreichte die kalifornische Küste am frühen Morgen des 11. März.

Hier wurde die Alarmbereitschaft von “Tsunami Watch” auf “Tsunami Warning” hoch gesetzt. Sämtliche Strände und Uferstraßen wurden weiträumig abgesperrt und auch ein paar Menschen evakuiert. Hier and er Küste der San Francisco Peninsula und der Monterey Bay wurden die Menschen aufgefordert der Küste fern zu bleiben und den Anweisungen der “Authorities” also der Polizei etc Folge zu leisten.

Die Welle selbst war hier an der Küste nicht sonderlich hoch. 1-2 Meter je nach Standort klingen nach nicht sehr viel, da es hier ja auch regelmäßig Wellen gibt, die wesentlich höher sind.

Aber, eine Tsunami Welle ist nun eben keine gewöhnliche Welle und darum sind auch schon wenige Meter Höhe nicht unbedingt ein Pappenstiel.

Das Wasser rast hier mit einer enormen Geschwindigkeit auf die Küste zu und hat dabei eine unvorstellbare Kraft. Fast wie in einem Wildwasserfluss muss man sich das vorstellen.

Und nicht nur das “Hineinströmen” in das Land, sondern auch der Sog beim “Herausströmen” entfaltet wahnsinnige Kräfte.

Nun kann man das was hier angekommen ist bei Weitem nicht mit der Katastrophe in Japan vergleichen. Wir hatten Glück und das Wenige was kaputt ging, lässt sich ersetzen. So wurden an vielen Orten zwar diverse Boote, Yachten und Hafenanleger beschädigt, aber das sind im Hinblick auf das ganze Ausmaß der Katastrophe nur Kleinigkeiten, wie ich finde.

Aber wie ich schon vorher sagte, es macht einem einmal wieder sehr bewusst wie schnell man Mitten in einer solchen Katastrophe stecken kann und wie klein unser blauer Planet doch ist.

Nun bleibt nur zu hoffen, dass sich ein solches Beben mit seinen grauenhaften Folgen nicht wiederholt, die noch vermissten Menschen in Japan gesund geborgen werden können, die Infrastruktur schnell wieder hergestellt werden kann und die AKW’s nicht noch mehr Strahlung frei setzen.

And please: stay save ya’ll!

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