May 26

Freitag war dann auch schon unser letzter Tag im Park und weil die Sonne so schön schien, wollten wir unbedingt noch ein weniger im Park herum wandern.

Wir wollten nun unsere Wanderung zum Mirror Lake, welche wir Mittwochs abgebrochen hatten, nun endlich beenden. Ach ja, habe ich erwähnt, dass wir einen mörderischen Muskelkater vom Vortag hatten?

Genau, kaum in der Lage zu Laufen, machten wir uns nun also auf den Weg in Richtung Mirror Lake. Au, aua, auuuuuu. So ging es Schritt für Schritt Richtung Mirror Lake. Ursprünglich gab es hier einmal einen Rundweg um den See herum, aber seit einem Steinschlag vor einigen Jahren ist die eine Seite nicht mehr durchlässig.

Steinschläge scheinen hier übrigens ein großes Thema zu sein. Auch auf dem Highway 140 in den Park hinein ist ein Stück nur einspurig befahrbar, wegen eines Steinschlages vor mehreren Jahren. Es scheint nicht möglich zu sein, die Straße wieder zu befreien, weshalb das Provisorium nun langsam zur Dauerlösung zu werden scheint. Inklusive Stau wegen eben der einspurigen Verkehrsführung.

Aber zurück zum Mirror Lake.

Die Wanderung hierher ist wirklich angenehm und nur leicht bergauf. Man hat die Wahl ob man auf einer asphaltierten Straße läuft oder den schöneren Weg über Stock und Stein im Wald. Auf der asphaltierten Straße kann mein Stückchen mit den Fahrrädern fahren (die man hier übrigens auch leihen kann). Zum Glück ist dann aber auch die Straße irgendwann zu Ende um am See selbst hat man dann wieder schöne, ländliche Wanderwege.

Wenn ich jetzt sage, dass der Weg wirklich kurz und angenehm zu laufen ist, dann meine ich natürlich nicht mit dem Mega-Muskelkater, den wir hatten. Meine Beine schienen allerdings nach ein paar Hundert Metern etwas aufzugeben und mir das Laufen zu erlauben. Natürlich nur unter Protest.

Der Mirror Lake ist ein jahreszeitenabhängiger See, welcher am Tenaya Creek unterhalb des signifikanten Half Dome liegt. Der Half Dome ist ein Berg, der aussieht als hätte er eine runde Kuppel. welche zur Hälfte abgebrochen ist. Angeblich ist da aber nichts abgebrochen sondern er sieht genauso aus, wie er nach der letzten Eiszeit ausgesehen hatte – minus ein paar Steinschläge.

Mirror Lake heißt so, weil sich hier so nett die Berge ringsherum spiegeln – Who knew?

Wobei ein richtiger See ist es eigentlich fast nicht mehr. Durch Sedimentablagerungen verschwindet er langsam aber noch ist es eine nette Oase und besonders im Frühling durch die Schneeschmelze eben noch ganz ordentlich mit Wasser gefüllt.

Außerdem ist es ein wirklich kurzer und leichter Hike, weshalb man den gut zur Aufwärmung oder eben bei wenig Zeit “erledigen” kann.

Nach erfolgreicher Wanderung zum See und wieder zurück ging es für uns dann noch an den Fuß des Yosemite Falls.

Mit einer Höhe von 2,425 feet (739 m) im Ganzen (teilt sich aber in drei Stufen auf) ist er der größte Wasserfalls in Yosemite National Park und gehört zu den 10 größten der Welt. Ach ja, Yosemite National Park beherbergt angeblich 4 der 10 grössten Wasserfälle weltweit. Nur so zur Info.

Man kann natürlich auch ganz bis zum Anfang hinauf klettern, aber in Anbetracht unserer schmerzenden Füße und der Warnung in unserem Reiseführer, dass es sich dabei um einen sehr anstrengenden Weg handele, haben wir uns entschlossen einfach im Tal zu bleiben und “hinauf” zu schauen. Ach ja, wie ich schon sagte, ein Wasserfall sieht ja von unten sowieso viel beeindruckender aus als von oben ;-)

Um an den Fuß des Wasserfalls zu gelangen, braucht man keine Wandererfahrung denn ist eher ein kurzer Spaziergang. Das führt natürlich dazu, dass hier sooooo viele Leute herumwandern, dass es schon etwas überfüllt ist. Aber wir wollten ihn trotzdem aus der Nähe bestaunen und darum habne wir uns halt durch die Menschenmenge gewurstelt.

Natürlich wird man hier auch wieder schön nass aber das gehört ja auch dazu.

Nachdem wir dann unser Programm absolviert hatten, fuhren wir dann am Nachmittag wieder in Richtung Heimat.

Dieses Mal suchten wir den Weg über die Berge und über den Highway 120, welcher immerhin in Richtung Westen offen war. Und wir wurden mit atemberaubenden Panoramen mehr als belohnt.

Wir sind auch heute noch immer hin und weg von unserem Ausflug nach Yosemite und können immer noch nicht ganz fassen, wie wundervoll die Landschaft war. Die Fotos, die wir geschossen haben, können die eigentliche Schönheit der Landschaft nur sehr unzulänglich wieder geben.

Es war einfach traumhaft schön.

Für diejenigen die noch mehr Infos über den Park haben wollen habe ich hier mal ein paar Links, wobei ich die erste Website als besonders hilfreich empfinde für Wanderer (aber der Verfasser scheint ein Wanderer zu sein, denn meiner Meinung nach spielt er die Schwierigkeit einiger Wanderwege ziemlich herunter).

http://www.yosemitehikes.com/

http://www.nps.gov/yose/index.htm

http://www.yosemitepark.com/

2 Responses to “Mirror Lake & Yosemite Falls – Yosemite National Park”

  1. Stefan says:

    Hi Ihr beide,

    wirklich coole Fotos, da möchte ich am liebsten gleich hinfahren.
    Sind da wirklich so wenig Leute unterwegs? Oder habt ihr nur geschickt drumherum fotografiert?

  2. Cotta says:

    Letzteres ;-) Obwohl es Nebensaison war, waren doch schon ziemlich viele Leute unterwegs. Aber angeblich lassen die nur eine bestimmte Anzahl von Menschen täglich rein…keine Ahnung aber mehr hätten es meiner Ansicht nach auch nicht sein dürfen :-D

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