May 24

Mittwoch stand der erste ganze Tag im National Park an, was zunächst bedeutete früh aufzustehen. Wirklich früh für Urlaubstage, aber man will ja auch was vom Tag haben.

Wir fuhren dieses Mal über den Highway 140 hinein in das Yosemite Valley. Ui, das ist vielleicht eine wundervolle Strecke. Soooooo schön! Und trotz immer mal wieder einsetzendem Regen konnten wir die Schönheit der Landschaft durchaus schon erkennen. Immer entlang am Merced River auf kurviger Strasse bis wir am Parkeingang ankamen. Der Eingang hier ist wirklich cool, denn beim Hineinfahren muss man durch einen Felsen hindurch. Naja, eigentlich sind es zwei große Felsbrocken, die aneinander lehnen und gerade mal so eben einen Tourbus hindurch lassen. Da geht es nur um wenige Zentimeter kann ich da nur sagen. Echt cool.

Wir haben auch ungefähr an jeder zweiten Haltebucht entlang des Weges geparkt und Fotos geschossen und die Umgebung bestaunt. Soooooo schön!

Unser erster “echte” Halt war dann am Bridalveil Fall, einem der vielen, vielen Wasserfälle in Yosemite. Gerade im Frühjahr, wenn die Schneeschmelze einsetzt kann man unzählige dieser Wasserfälle bestaunen. Im Herbst sind dann nicht mehr viele übrig und die wenigen, die man noch sehen kann, sind eher Rinnsale. Wir hatten also auf Grund des vielen Regens und Schnees in den letzten Monaten das Glück, besonders prächtige Wasserfälle bestaunen zu können.

Das hieß aber besonders in diesem Fall, dass wir ziemlich nass wurden. Eigentlich kam uns der Wasserfall schon auf dem Weg zu ihm hin entgegen. Am Fuß angekommen war mit Fotografieren nicht wirklich etwas zu machen. Viel zu nass, aber trotzdem schön.

Etwas feucht fuhren wir dann erst einmal weiter in Richtung Tunnel View. Tunnel View ist ein Aussichtspunkt direkt hinter dem Wawona Tunnel auf dem Highway 41. Von hier hat man einen fantastischen Blick über das ganze Yosemite Valley und die angrenzenden großen Berge (El Capitan, Half Dome, Cathedral Rocks etc) und den gerade erwähnten Bridalveil Wasserfall. Einfach atemberaubend!

Und auch das Wetter war gnädig mit uns, und gewährte eine Regenpause, so dass wir ordentlich viele Fotos schießen konnten, auch wenn aufgrund der teifhängenden Wolken nicht alle Berge zu sehen waren. Aber Schönwetterfotografie kann ja jeder ;-)

So fuhren wir uns also am Vormittag so durch das Tal, immer wieder unterbrochen von kurzen Wanderungen und jeder Menge Fotosschießen. Wir erkundeten das Yosemite Village, welches zu unserer großen Überraschung nicht so überladen und hässlich ist, wie wir auf Grund des zentralen Ausgangspunktes für Yosemite Park angenommen hatten. Alles liegt verstreut unter dichten Bäumen und selbst die Parkplätze sind nicht so massige asphaltierte Flächen. Haben sie dort wirklich gut hinbekommen. Nachteil ist allerdings dass wir ziemlich Mühe hatten die Touristinfo zu finden. Aber wenn man dann das Auto abstellt und den kostenlosen Shuttlebus nimmt, ist es plötzlich ganz einfach :-D

Wir entschieden uns dann im einzigen Hotel am Platz, dem Ahwahnee ein Mittagessen einzunehmen. Frische Luft macht ja bekanntlich hungrig und wir wollten nicht in einem der Diners speisen, da es immer noch ab und zu regnete und wir lieber ein Dach über dem Kopf haben wollten.

Das Ahwahnee ist schon urig. Der Speisesaal des Restaurants sieht aus wieder derjenige in den Harry Potter Filmen auf Hogwarts. Ziemlich cool. Ausserdem haben die dort riesige Kamine mit gemütlichen Feuerchen. Der richtige Ort für einen Regentag.

Nach erfolgreichem Essen sind wir dann auch noch einmal los spaziert und haben einen wundervollen Wanderweg in Richtung Mirror Lake gefunden. Da es aber mittlerweile schon etwas später am Nachmittag war und wir dicke schwarze Wolken hinter den Bergen heran nahen sahen, kehrten wir noch vor dem See um und wanderten wieder zurück zum Auto.

Wir hatten ja auch jede Menge an diesem Tag gesehen und erlebt und das musste auch erst einmal verarbeitet werden.

Natürlich mussten wir auch wieder fast 1 Stunde zurück zum Hotel fahren, was bei dem nun einsetzenden Platzregen ganz besonders schwierig war. Aber in Mariposa angekommen wurden wir dann zum Abschluss des Tages mit einem wundervollen Regenbogen belohnt. Und kurzfristig gab es sogar zwei, also ein echter “double rainbow” ;-)

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