Jun 13

Manchmal kommt es doch – Heimweh!

Schon komisch, aber auch nach fast 2 Jahren Leben in Kalifornien und fast 4 Jahren Leben im Ausland, überkommt mich doch noch ab und an das Heimweh und ich glaube, es geht vielen Ex-Pats so, auch wenn man sich in der neuen Heimat wohl fühlt und wie in meinem Fall nach 2 Jahren diese eben auch als “zu Hause” ansieht.

Bei mir ist das mit dem Heimweh so eine Sache. Eigentlich ist es nicht unbedingt Heimweh nach einem Ort, als vielmehr nach lieben Menschen, Gerüchen, Essen, Trinken und vielen kleinen Eigenheiten. Ganz plötzlich kann das kommen, einfach aus dem Nichts. Schwupps werde ich beim Autofahren ganz sentimental, wenn ich z.B. ein Lied im Radio höre, dass mich an einen schönen Abend mit lieben Freunden erinnert. Oder wenn der Rasensprinkler angeht und das kalte Wasser auf dem heißen Asphalt verdampft und alles wie nach einem Sommerregen riecht…

Hier gibt es keine Hitzegewitter und es rumpelt und blitzt eigentlich nur ganz ganz selten einmal während eines Winterstrums. Aber eben diese knisternde Spannung in der Luft bevor es anfängt zu Blitzen und Donnern und dann dieser platschende Regen, welcher im Sommer diesen wunderbaren Duft hinterlässt, ja das gibt es hier nicht. Und dann rieche ich den Rasensprinkler auf dem Asphalt und mir tropft es aus den Augen.

Komisch eigentlich was man so alles vermissen kann…

Und dann fehlen natürlich die Spargelzeit, Currywurst, Nürnberger und Thüringer Bratwürste, Matjes in Sahnesauce, Maultaschen, Äppelwoi, Biergärten, Baggerseen, Fußball, Oster- und Pfingstferien, die Möglichkeit mal schnell in ein anderes Land mit dem Auto fahren zu können, wirklich alte Ortskerne und Gebäude…und und und.

Ich könnte die Liste noch ewig so weiter führen, aber was eigentlich wirklich fehlt, ist jeder Einzelne von Euch, liebe Familie und Freunde.

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