Jul 30

Wir bleiben! Genau da wo wir jetzt wohnen. Kein Umzug.

Mir geht nun schon seit gestern das immer wieder im Kopf rum “What a difference a day makes…24 little hours…”

Also, wir hatten uns Mittwoch ein Townhouse angeschaut, das uns auch sehr gut gefallen hat. Ein Townhouse ist so eine Art Reihenhaus aber mehr wie ein Apartment nur eben mit eigenem Eingang und auf mindestens 2 Etagen verteilt. Diese Townhouses gibt es hier meist nur zu kaufen und daher ist es selten, dass ein Solches mal zur Miete angeboten wird.

Wir hatten nun also so eines angeschaut und waren sehr angetan. Sehr schönes Design, ganz offen, viele Fenster aber wie es bei diesen Häusern üblich ist, keinen Garten. Da es aber über eine Maklerin lief, konnten wir sicher sein, dass nicht wieder jemand herein spaziert und einfach das doppelte an Miete bietet und uns so das Haus – wie kürzlich erst geschehen – vor der Nase wegschnappt.

Also das Townhouse war toll und wir hatten auch alles Notwenige schon parat. Man lernt ja! Also Credit – Check (da legt man alle seine finanziellen Möglichkeiten offen, inklusive Kreditkarten, Schulden, Einkommen etc. So wie Schufa nur noch schlimmer), Dirks Paychecks der letzten zwei Monate (damit sie sehen wir können uns das Haus leisten) und natürlich die Application. Das ist wie so eine Art Bewerbungsbogen.

Man füllt neben Namen, Social Security Number, Führerschein, letzte drei Wohnorte inklusive Grund des Auszuges und Adresse der Vermieter, Auto mit Kennzeichen Marke und Baujahr noch Namen und Adresse von Leuten auf, die als Referenz für einen aussagen können und und und

Wir hatten das schon alles vorbereitet und schienen auch einen guten Eindruck zu machen. Die Maklerin war jedenfalls von uns angetan, inklusive dem sehr sehr braven Hund, und wir rechneten uns daher sehr gute Chancen auf das Reihenhaus aus.

Während wir dann Donnerstag auf den Anruf der Maklerin warteten, klingelte das Telefon und unsere jetzige Hausverwaltung war dran. Man höre und staune, sie meinten, sie hätten die Miete noch einmal geprüft und man wäre dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass sie doch nicht so hoch wie ursprünglich veranschlagt ausfallen würde, sondern nun in etwa unserer Schmerzgrenze entsprechen würde.

Aha!? Sehr spannend.

Was nun? Also alles mal durchgerechnet, Pro und Cons Liste erstellt, ein paar andere Meinungen von Familie und Freunden eingeholt und dann fiel die Entscheidung. Wir bleiben wo wir sind.

Zwar ist die Wohnung nun doch 117 Dollar im Monat teurer als das Townhouse, da aber dieses zwar eine tolle Alternative zur Wohnung gewesen wäre, nicht aber “das perfekte ” Haus (kein Garten, ein winziges Gästezimmer, direkt an der Straße, etwas weiter von Yahoo entfernt) und wir ja so im August doppelte Miete zahlen müssten und den Umzug nicht nur finanziell sondern auch mit viel Stress stemmen müssten, kommt es auf das Jahr (so lange geht hier max. die Mietlaufzeit bis man neu verhandelt) gerechnet günstiger, wenn wir eben hier bleiben.

Nun haben wir also ein Jahr Ruhe. Wenn ich mal wieder etwas mehr Neven habe (zum Glück geht der Stresspegel gerade wieder runter) dann erzähle ich vielleicht mal Grundsätzliches zum Mietmarkt hier. Das ist nämlich quasi wie Lottospielen.

Ach ja, das Haus hätten wir übrigens tatsächlich bekommen. :-)

 

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