Nov 28

Juchhuh!!! Mein erstes Thanksgiving als Gastgeberin habe ich erfolgreich und ohne Katastrophen hinter mich gebracht!

Angefangen hatte es natürlich Tage vorher mit Einkaufen und so viel vorbereiten wie möglich.

Dienstag habe ich dann tatsächlich schon die Cranberry Sauce selbst gemacht und die Basis für die Sauce, ebenso das Stuffing.

Mittwoch war dann nur noch aufräumen und hübsch dekorieren angesagt und dann Donnerstag früh ging es los.

Dirk ist mit Pepper in den Hundepark gegangen, damit sie sich so richtig vor dem Besucheransturm austoben konnte. Man will ja nicht unbedingt einen hyperaktiven Hund beim Essen haben.

Ich habe schon einmal den Vogel vorbereitet, mit dem Cranberry-Apfel-Brot Stuffing gestopft und in den Ofen geschoben. Die Kartoffeln wurden geschält, die Sauce geköchelt, die Bohnen gewaschen, Himbeeren püriert und entkernt und alles vorbereitet. Um kurz vor 15 Uhr kamen dann die ersten Gäste. Zum Warmwerden gab es dann erst einmal ein Sektchen mit Himbeeren Püree. Sehr sehr lecker.

Appetizer wurden mitgebracht und mit leckerem Weißwein verköstigt.

Zum Glück gab es genug Wein und Häppchen, denn der Vogel ließ etwas auf sich warten. Aber mit nur 30 Minuten Verspätung war es dann soweit und wir konnten feierlich zum Essen schreiten.

Wow, das war lecker! Der Truthahn schmeckte vorzüglich, das Stuffing war super lecker, meine Cranberry Sauce ein Hit und auch der Kartoffelbrei und das mitgebrachte Süßkartoffel Gratin waren wunderbar. Nur die Bratensauce (hier Gravy genannt) war etwas dünn, aber trotzdem lecker.

Alles in Allen ein wirklich leckeres Thanksgiving Dinner von dem wir noch weitere 3! Tage essen konnten.

Natürlich gab es an dem Nachmittag noch jede Menge leckeren Wein und um etwas “Deutsches” bei zu steuern, gab es dann zum Abschluss noch den einen oder anderen Jägermeister ;-)

Ach ja, bevor ich es vergesse, natürlich hat jeder von uns auch noch erzählt, für was er dankbar ist.

Und darum möchte ich diesen Blogeintrag auch damit beenden.

Ich bin dankbar für,

meine Familie, neue Freunde die uns in ihre Kreise aufgenommen haben, alte Freunde die uns nicht vergessen haben, meinen liebenswerten Hund, ein gemütliches Heim, mein Bett und ganz besonders für meinen Mann, who always has my back :-)

 

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Nov 22

Endlich geht es wieder los, die sog. Holiday Season! Mit Thanksgiving, welches an diesem Donnerstag stattfindet und dem Black Friday geht es nun mit Volldampf voraus in die Advents-, Weihnachts-, Feiertags- und Shoppingzeit.

Ich hatte ja schon mal darüber berichtet, um was es hier an Thanksgiving und Black Friday so grundsätzlich geht (klickt Du hier) und berichte daher nur über die in diesem Jahr wichtigen Details.

In diesem Jahr gab es zum Black Friday (dem Super Schnäppchentag) schon diverse Streitigkeiten und Aufreger, da ein  paar Geschäfte ankündigten, bereits am Donnerstag (also dem hier wichtigsten Familientag) die Türen für Schnäppchenjäger ab 22 Uhr bzw ab 24 Uhr zu öffnen (statt wie sonst am Freitag um 4 Uhr bzw. 6 Uhr morgens).

Das führte zu großem Protest, denn selbst wenn hier Shopping rund um die Uhr anerkannt, die sonntägliche Ruhe egal und auch sonst nur wenig arbeitnehmerfreundliche Urlaubstage eingeplant sind, so scheint zumindest der Thanksgiving Day so etwas wie heilig zu sein. Aber die Zeiten sind schlecht, besonders für den Einzelhandel, weswegen es zwar Entrüstung gab, aber geändert hat sich nichts. Also, wer mag kann sich gerne ab Donnerstag Abend/Nacht um die besten Schnäppchen prügeln. Das ganze mit vollgefuttertem Bauch – das wird ein Spass!

Einen Vorgeschmack hatte ich bereits letztes Wochenende, als ich dachte ich wäre super clever wenn ich nach Schuhen und Strumpfhosen für mein neu erworbenes Kleid zu meiner Schwesters und meines Schwagers Hochzeiten (nein sie heiraten NICHT einander) an diesem Samstag statt dem Wochenende rund um Black Friday schauen würde… Oh wie naiv ich doch war….!

Es war die Hölle los in der Mall! Viele Geschäfte hatten nämlich schon so etwas wie ein Pre-Black-Friday-Sales (Dirk regt sich immer so hübsch auf, wenn Macy’s Werbung für den 1-day – sales für Samstag macht und dann einen pre-sales am Freitag ankündigt!). Kann man sich ja lebhaft vorstellen wie schön es war!

Nun gut, ein paar Strumpfhosen habe ich gefunden (hier braucht die ja kein Mensch weshalb diese Abteilung auch schön leer war) und um die Schuhe habe ich mich nicht prügeln wollen. Ich habe das ganze Vorhaben nun auf die Zeit NACH Thanksgiving verschoben.

Eigentlich wollten Dirk und ich die 4 freien Tage mit Faulenzen und vielleicht einem Truthahn Sandwich am Donnerstag feiern, aber ganz spontan haben dann Freunde angefragt, ob wir sie nicht von einer Feier bei dem Ex Partner retten könnten und so haben wir nun also doch etwas vor. Nun kam dann gestern noch die Entscheidung oben drauf, das Ganze bei uns zu veranstalten.

BEI UNS!!!

Also, drei Tage vor dem großen Truthahnvernichtungsfest ist also klar, dass die “Germans” ein traditionelles Thanksgiving Dinner ausrichten werden.

PANIK!!!

Also ich dann nun gestern los, und so einen Truthahn käuflich erworben. Phew, Glück gehabt, ich hatte ja schon Angst, dass ich keinen mehr bekommen würde und diese Dinger schon seit Monaten im Voraus vorbestellt hätten werden müssen. Aber mein Amerika wäre nicht mein Amerika, wenn es natürlich nicht zu solchen schlimmen Engpässen wie regelmäßig kurz vor der Weihnachtszeit in Deutschland (oder hat sich das in den letzten Jahren geändert) kommen würde.

Mir ist es gelungen einen glücklichen, freilaufenden, lokal aufgewachsenen, ohne Antibiotika gefütterten (das steht ernsthaft auf dem Label) Truthahn in einer für hiesige Verhältnisse kleinen Größe (“nur” 14 lbs/knapp über 6kg) zu finden.

Dieser ruht nun kühl und der Dinge harrend in unserem, zum Glück sehr geräumigen, Kühlschrank.

Wein, Pie, Appetizer und der Süßkartoffel-Marshmallow-Auflauf werden mitgebracht werden (zum Glück) und so bleibt mir eben jener Vogel, das sog. Stuffing (da hab ich beschissen und mir bei Williams Sonoma einen Fertigmix gekauft – sorry, aber das war mir zu heikel), Kartoffelpü, Bohnen, Cranberry Sauce und die Soße (die hier ebenso super wichtig zu sein scheint).

Ich bin auf jeden Fall schon super aufgeregt und hoffe nur ich versaue das nicht gänzlich. Aus dem ruhigen Feiertag ist also nun ein mehrtägiges Vorbereitungshappening geworden und ich freue mich sogar darauf.

Drückt mal die Daumen, dass alles gut wird und ich halte natürlich alle auf dem Laufenden…Versprochen!

 

 

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Nov 09

Wohooooooo! Wir haben es endlich geschafft! Montag Abend waren wir bei unserem aller ersten Ice Hockey Game EVER! Wir waren bei den San Jose Sharks, die in den letzten Jahren sehr erfolgreich in der NHL (der National Hockey League) gespielt haben. Die Saison 2011/2012 ist noch jung und so stehen die Sharks zur Zeit in der Western Conference auf Platz 5, innerhalb dieser in der Pacific Division (es gibt 3 pro Conference) auf Platz 2 hinter Dallas. Warum Dalls in der Pacific Division spielt? Keine Ahnung, hat sich mir noch nicht erschlossen. Aber Pheonix ist auch hier dabei und die haben nun ja miit dem Pazifik auch nicht wirklich etwas zu tun. Aber wahrscheinlich ist es auch schwer alle unterzubringen, da ja auch die Kanadier hier mitspielen. So hängen dann im Stadion eben auch zwei Fähnchen. Einmal das rote Ahorn Blatt aus Kanada und das Star Spangled Banner aus den USA.

Aber weiter zu den Sharks. Also in der gesamten NHL sind sie momentan auf Platz 11 (von insgesamt 30 teams) und damit ist da durchaus noch “Verbesserungspotential” zu erkennen.

Also, Montag war es nun soweit und gemeinsam mit Ciny, Matt und einem ihrer San Francisco Freunde ging es dann nach San Jose in den HP Pavillion. Sharks vs Kings. Die Kings kommen aus Los Angeles und stehen in der Pacific Divison auf Platz 3.

Was mich immer ein wenig stört bei Sportveranstaltungen hier, ist dass auf Grund der großen Entfernungen so gut wie keine Supporter aus der Gästemannschaft mitreisen. Irgendwie ist das dann beim Anfeuern immer eine sehr einseitige Geschichte und ich hätte mir wirklich gewünscht dass wenigstens ein paar mehr Los Angeles Fans die für hiesige Verhältnisse kurze Reise von gerade mal 6 bis 7 Fahrstunden auf sich genommen hätten. Aber so ist das halt wenn man ein soooooo großes Land hat und dann auch noch gemeinsam mit Kanada spielen müssen.

Das Spiel war jedenfalls sehr spannend. Die Hütte war ziemlich voll und alle hübsch in diesen türkis farbenen Trikots mit dem Hai drauf…sehr schick. Wir haben natürlich wieder eine Schaumstoff – Winke – Hand erstanden um unsere Sammlung weiter auszubauen. Allerdings war ich kurz verlockt statt der Winkehand einen Hai-Schaumstoff-Kopf/Mützen/Dingens zu kaufen. Aber aufsetzen wollte ich das Ding dann doch nicht, also entschied ich mich doch für die etwas kleidsamere Winkehand.

Das erste Drittel verlief ziemlich unspektakulär ohne irgendwelche Tore, wobei das “Einfahren” (Einlaufen kann man ja wohl nicht sagen oder?) der Sharks schon ziemlich cool war. Die kommen durch einen Hai-Kopf heraus der rot leuchtende Augen hat und dem Rauch aus dem Maul kommt. Sieht echt heiß aus. (Wie man auf dem Foto sehen kann).

Dann gingen die Kings irgendwann in Führung, was dem Stadion natürlich nicht gefiel. Aber die Sharks haben alles gegeben und im letzten Drittel auf 4:1 die Führung ausgebaut. Dann kamen die Kings noch einmal zurück und ergatterten noch einmal ein Tor. Aber am Ende gewannen die Sharks (trotzdem sie zum Schluss in Unterzahl spielen mussten) 4:2. Ein runderhum gelungener Sport-Abend also.

Ach ja, hätte ich fast vergessen, der Hai Kopf, durch den die Spieler am Anfang aufs Eis eingefahren kamen hing dann unter der Stadiondecke. Immer wenn ein Tor von den Sharks fiel, fingen die Augen an zu leuchten und es kam Rauch aus dem Maul. Sehr hübsch.

Da es ja die “Sharks” sind, gibt es natürlich auch regelmäßig die Tonsequenz aus “der weiße Hai”. Ihr wisst schon, dieses “dadam dadam dadam” wo man die Flosse auf den ahnungslosen Badegast zu schwimmen sieht. Das ganze Stadion ahmt dann mit den Armen das Zuschnappen eines Hais mit dem Maul nach. Matt meinte, alle um ihn herum würden Thriller tanzen. Hihi…aber es sieht auch wirklich etwas albern aus.

Wie dem auch sei, wir hatten ne Menge Spass und mir hat es richtig Spass gemacht, besonders weil man im Stadion tatsächlich den Puk sieht. Was mir im TV eigentlich noch nie gelungen ist. Spannend und kurzweilig war es auch und auch darum ist es mir mehr und mehr schleierhaft, warum die Amis so auf American Football stehen. Ice Hockey und Basketball sind um soooooo Vieles spannender…wenn sie denn schon keinen Spass an Fußball haben…. Naja, ich werde es wohl nie verstehen, aber zum Glück gibt es ja andere Sportarten, bei denen ich gerne Zuschauer sein kann.

Fazit: War spannend, war gut, etwas kalt aber alles in allem lohnenswert

 

Nov 07

Nun war Dirks Vater insgesamt 2 1/2 Wochen hier und wir haben natürlich jede Menge unternommen. Wir waren mehrfach in San Francisco unterwegs, wobei wir beim ersten Ausflug noch ziemlich Pech mit dem Wetter hatten. Es war so nebelig, dass wir selbst beim Überqueren der Golden Gate Bridge selbige fast gar nicht gesehen haben.

Dafür waren dann jedoch die weiteren Ausflüge in die City umso schöner. Dirk und sein Vater hatten einen wunderbaren Tag mit Cable Car Fahrt, Pier 39 und jeder Menge Laufen. Und zum Glück präsentierte sich die Golden Gate Bridge beim zweiten Anlauf in schönsten Sonnenschein. Es war sogar so warm, dass sich Dirks Vater einen schicken Sonnenhut kaufen musste.

Auch beim 3. City Besuch, präsentierte sich die Stadt in wunderbarsten Licht, und so konnten wir den Golden Gate Park unsicher machen. Der Japanese Tea Garden stand für den Schwiegervater auf dem Programm, während ich den Hund mit einem 2stündigen Marsch durch den Park unterhalten habe. Der Golden Gate Park ist aber auch wirklich zu schön! Und Dirks Vater hat der Japanese Tea Garden auch besonders gut gefallen.

Wir waren natürlich auch in Santa Cruz am Strand. Warum ausgerechnet bei diesem Besuch so gut wie keine Wellen da waren und wir also nicht wie üblich die vielen Surfer bestaunen konnten, ist mir bis heute ein Rätsel. Aber man kann sich das Wetter halt nicht aussuchen.

Dirk und sein Vater waren selbstverständlich auch in Monterey und am 17-Miles Drive, haben die Landschaft bestaunt sowie Seelöwen und See Otter in freier Wildbahn fotografiert und beobachtet. Ich blieb ab und an mit dem Hund daheim, damit sich Pepper ein wenig von den ungeliebten Autofahrten erholen konnte und die Männer ein wenig “Alone”-Time genießen konnten. Ist ja doch was anderes wenn nicht immer Weibsvolk anwesend ist. ;-)

Der ehemalige Gärtner, also Dirks Vater, hatte natürlich auch besonderes Interesse an der hiesigen Flora und so hat ihn ein Ausflug nach Muir Woods zu den Redwood Trees ganz besonders gut gefallen und beeindruckt. Die Bäume sind aber auch wirklich schwer beeindruckend, sowohl in Größe als auch in Alter.

Natürlich stand auch ein Ausflug nach Napa Valley auf dem Programm inklusive Weinprobe bei zwei Weingütern. Diesen Ausflug habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Hihi. Zuerst waren wir beim Rubicon Estate von Francis Coppola, zu welchem wir eigentlich immer gehen, weil es uns so gut gefällt. Dort war die Cabernet Sauvignon Lese gerade noch in vollem Gange, aber leider durfte Pepper nicht mit zur Weinprobe. Aber wir Mädels haben dann einfach einen schönen Spaziergang gemacht während die Herren ein kleines Pröbchen unternommen haben.

Im Anschluss wollten wir dann mal eine für uns neue Winery aufsuchen und so ging es dieses Mal zum Castello di Amorosa. Das Bürgchen ist wirklich ganz hübsch, auch wenn es schon etwas befremdlich ist, dass sich da jemand eine mittelalterliche, toskanische Burg hingesetzt hat – mitten im Napa Valley. So mit Burggraben, Zugbrücke und Allem… Aber schön ist es trotzdem. Der Besitzer hat sich wirklich viel Mühe gegeben und alles sehr liebevoll gestaltet. Man hat nie das Gefühl in Disney Land gelandet zu sein, und das will ja auch was heißen.

Hier durften wir alle eine Weinprobe machen und das haben wir uns natürlich nicht zweimal sagen lassen. Ab in den Weinkeller und munter probiert. Sehr yummy, kann ich da nur sagen.

Und mit all diesen tollen Eindrücken vergingen die fast 3 Wochen auch fast wie im Fluge und so hieß es schon wieder Abschied nehmen und den Schwiegervater in Richtung Deutschland auf den Weg zu bringen. Aber es ist ja nicht lange, bis wir uns alle im Dezember wieder sehen, auch wenn es nur ein kurzer Tripp zur Familie werden wird. Aber im nächsten Jahr kommen wir dafür im Sommer mal wieder etwas ausgiebiger. Versprochen.

 

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