Nov 07

Nun war Dirks Vater insgesamt 2 1/2 Wochen hier und wir haben natürlich jede Menge unternommen. Wir waren mehrfach in San Francisco unterwegs, wobei wir beim ersten Ausflug noch ziemlich Pech mit dem Wetter hatten. Es war so nebelig, dass wir selbst beim Überqueren der Golden Gate Bridge selbige fast gar nicht gesehen haben.

Dafür waren dann jedoch die weiteren Ausflüge in die City umso schöner. Dirk und sein Vater hatten einen wunderbaren Tag mit Cable Car Fahrt, Pier 39 und jeder Menge Laufen. Und zum Glück präsentierte sich die Golden Gate Bridge beim zweiten Anlauf in schönsten Sonnenschein. Es war sogar so warm, dass sich Dirks Vater einen schicken Sonnenhut kaufen musste.

Auch beim 3. City Besuch, präsentierte sich die Stadt in wunderbarsten Licht, und so konnten wir den Golden Gate Park unsicher machen. Der Japanese Tea Garden stand für den Schwiegervater auf dem Programm, während ich den Hund mit einem 2stündigen Marsch durch den Park unterhalten habe. Der Golden Gate Park ist aber auch wirklich zu schön! Und Dirks Vater hat der Japanese Tea Garden auch besonders gut gefallen.

Wir waren natürlich auch in Santa Cruz am Strand. Warum ausgerechnet bei diesem Besuch so gut wie keine Wellen da waren und wir also nicht wie üblich die vielen Surfer bestaunen konnten, ist mir bis heute ein Rätsel. Aber man kann sich das Wetter halt nicht aussuchen.

Dirk und sein Vater waren selbstverständlich auch in Monterey und am 17-Miles Drive, haben die Landschaft bestaunt sowie Seelöwen und See Otter in freier Wildbahn fotografiert und beobachtet. Ich blieb ab und an mit dem Hund daheim, damit sich Pepper ein wenig von den ungeliebten Autofahrten erholen konnte und die Männer ein wenig “Alone”-Time genießen konnten. Ist ja doch was anderes wenn nicht immer Weibsvolk anwesend ist. ;-)

Der ehemalige Gärtner, also Dirks Vater, hatte natürlich auch besonderes Interesse an der hiesigen Flora und so hat ihn ein Ausflug nach Muir Woods zu den Redwood Trees ganz besonders gut gefallen und beeindruckt. Die Bäume sind aber auch wirklich schwer beeindruckend, sowohl in Größe als auch in Alter.

Natürlich stand auch ein Ausflug nach Napa Valley auf dem Programm inklusive Weinprobe bei zwei Weingütern. Diesen Ausflug habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Hihi. Zuerst waren wir beim Rubicon Estate von Francis Coppola, zu welchem wir eigentlich immer gehen, weil es uns so gut gefällt. Dort war die Cabernet Sauvignon Lese gerade noch in vollem Gange, aber leider durfte Pepper nicht mit zur Weinprobe. Aber wir Mädels haben dann einfach einen schönen Spaziergang gemacht während die Herren ein kleines Pröbchen unternommen haben.

Im Anschluss wollten wir dann mal eine für uns neue Winery aufsuchen und so ging es dieses Mal zum Castello di Amorosa. Das Bürgchen ist wirklich ganz hübsch, auch wenn es schon etwas befremdlich ist, dass sich da jemand eine mittelalterliche, toskanische Burg hingesetzt hat – mitten im Napa Valley. So mit Burggraben, Zugbrücke und Allem… Aber schön ist es trotzdem. Der Besitzer hat sich wirklich viel Mühe gegeben und alles sehr liebevoll gestaltet. Man hat nie das Gefühl in Disney Land gelandet zu sein, und das will ja auch was heißen.

Hier durften wir alle eine Weinprobe machen und das haben wir uns natürlich nicht zweimal sagen lassen. Ab in den Weinkeller und munter probiert. Sehr yummy, kann ich da nur sagen.

Und mit all diesen tollen Eindrücken vergingen die fast 3 Wochen auch fast wie im Fluge und so hieß es schon wieder Abschied nehmen und den Schwiegervater in Richtung Deutschland auf den Weg zu bringen. Aber es ist ja nicht lange, bis wir uns alle im Dezember wieder sehen, auch wenn es nur ein kurzer Tripp zur Familie werden wird. Aber im nächsten Jahr kommen wir dafür im Sommer mal wieder etwas ausgiebiger. Versprochen.

 

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Oct 31

Wir wünschen Euch allen ein gruseliges und fröhliches Halloween! Trick or Treat?

Aug 22

Wow, das war vielleicht schön!

Am Samstag Abend fuhren Dirk und ich vom sonnigen Santa Clara in Richtung dicker Nebelsuppe in Santa Cruz. Wir hatten nämlich schon vor Monaten Tickets für die Shakespeare Santa Cruz Company mit dem Stück “Die 3 Musketiere” käuflich erworben und nun war es endlich soweit.

Die Shakespeare Santa Cruz Company ist eine 1981 gegründete Truppe aus ausgewählten Schauspielern, die jedes Jahr im Sommer (Juli bis September) in Santa Cruz auf dem Geländer der University of California, Santa Cruz 3 – 4 Stücke von Shakespeare aber auch Anderen zum Besten gibt. In dieser Zeit gibt es Aufführungen sowohl Indoors (im Theater der Universität) als auch Outdoors im Wald zwischen den Redwoods (Sinsheimer-Stanley Festival Glen). Auf der Website der Shakespeare Santa Cruz Company kann man natürlich noch mehr über das Ganze Programm erfahren.

Wir hatten also nun Karten für “The 3 Musketeers” welches im Glen, also im Wald aufgeführt werden sollte.

Normalerweise kommt man hier schon frühzeitig zum Spiel, belegt einen der Picknick – Tische und futtert erst einmal ordentlich. Da wir aber zum ersten Mal den Hund bei einer Nachbarin “geparkt” hatten, wollten wir ihre Geduld nicht ewig strapazieren und verzichteten auf das Picknick und kamen eine halbe Stunde vor Begin an, was genug Zeit ließ um uns noch mit zwei Bekannten, die uns erst auf diese Idee gebracht hatten, zu treffen.

Obwohl es ziemlich frisch war, freuten wir uns richtig darauf, ein Theaterstück mitten im Wald auf einer Lichtung zu sehen.

Das ist eine wirklich tolle Atmosphäre. Ich kann nur erahnen wir wunderbar “Ein Sommernachtstraum” hier sein muss.

Man sitzt hier entweder auf mitgebrachten Decken oder Campingstühlen oder mit etwas teureren Tickets auf Plastikstühlen die vor Ort bereits an den besten Stellen im Wald plaziert sind.

Die Lichtanlage hängt an Redwood Bäumen und die Bühne ist in Mitten einer zauberhaften Lichtung. Wirklich toll!

Leider konnte ich nicht fotografieren und darum kann ich das nicht zeigen, aber auf der Website gibt es Fotos und ich habe mal bei Flickr von anderen ein paar raus gesucht und hier sind ein paar Links:

http://www.flickr.com/photos/shakespearesantacruz/3795620099/

http://www.flickr.com/photos/theweatherreport/3832688440/

http://www.flickr.com/photos/lesbodojo/3875051044/

Wir hatten uns zum Glück warm eingemummelt inklusive Decken für die Beine und so konnten wir dem Stück unsere ganze Aufmerksamkeit schenken ohne zu erfrieren.

Die Story dürfte ja den Meisten hinlänglich bekannt sein, und so beschränke ich mich darauf zu sagen, dass es wirklich toll inszeniert war und wir jede Menge zu Lachen hatten und tolle “Fechtszenen” geboten bekamen.

Alles in Allem ein super Abend und wir werden ganz bestimmt im nächsten Jahr wieder kommen. Ein echtes kulturelles Highlight hier in der Gegend.

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May 31

…oder wie wir unsere inneren Teenager mal wieder raus lassen durften.

Gemeinsam mit Cindy, Matt, Marianne und Kollegen enterten wir mit tausenden Kids, Teenagern und Junggebliebenen wie wir (hüstel) letzten Dienstag den HP Pavillion in San Jose um uns mit Musik berieseln zu lassen. Eigentlich Heimat der San Jose Sharks (Ice Hockey) wurde es Dienstag zu einer Konzert Arena umfunktioniert und bot tausenden Glee Fans für ein paar Stunden Heimat.

Glee…? Was ist Glee?

Glee ist eine TV-Serie welche auf dem Sender FOX seit 2009 läuft. Die Geschichte handelt im Groben von den Mitgliedern eines high school “glee clubs” und deren alltäglichem Wahnsinn. Der glee club ist Ort für den Schulchor (hier: New Directions) welcher im jährlichen Rythmus an verschiedenen Wettkämpfen teilnimmt. Also ähnlich wie bei den Cheerleader, Marching Bands oder anderen high school Aktivitäten und Clubs.

Hier wird nun also gesungen und getanzt was das Zeug hält. Die Mitglieder sind zum großen Teil Außenseiter, die hier in dem Glee Club den einzigen Ort gefunden haben, um sich im Schulalltag über Wasser zu halten.

Mit der Zeit kamen dann noch ein paar Cheerleader und Football Spieler durch die unterschiedlichsten Verkettungen unglücklicher/glücklicher Umstände zum Club hinzu und so formte sich die Gruppe.

Die Serie war über Nacht eine Sensation und ist hier in den USA mega erfolgreich. Natürlich in erster Linie bei den vielen Teenagern, die hier ihre “Teenage Dreams” performen sehen. Der Rest der Zuschauer erfreut sich an der Musik, dem Wissen die Hölle Schule hinter sich gelassen zu haben und ich glaube in erster Linie an der zynischen, herablassenden Lehrerin Sue Sylvester, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Glee Club zu zerstören. Sie ist wirklich köstlich!

Nun gut, also das Ensemble dieser Serie nutzt nun die Sommerpause um auf Tour zu gehen und ihre Fans mit Live Auftritten bei Laune und die Merchendising Einnahmen hoch zu halten.

Warum genau wir nun Karten für das Konzert in San Jose gekauft haben? Keine Ahnung, aber als Cindy sagte, sie hätte da einen super deal für Karten haben wir vor Monaten in einem Anfall von ich-weiß-nicht-was eben auch zugeschlagen.

Aber ich muss sagen, das Konzert war wirklich nicht schlecht. Die Kids haben eine gute Show auf die Beine gestellt und viele der Songs die zum Besten gegeben wurden, gefallen mir ja auch so, ganz ohne TV Show. Also alles in allem ein lustiger, bunter aber sehr sehr lauter Abend.

Fazit: Meine Ohren sind zu alt für laute Musik und kreischende Teenager. Aber mal wieder “jung” zu sein macht auch noch im hohen Alter und mit grauen Haaren Spass.

Die Fotos sind übrigens von meiner Freundin Cindy Li (http://www.flickr.com/photos/cindyli/)

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