Aug 06

Es ist schon witzig, wie klein die Welt doch ist, oder wie praktisch wenn man ganz in der Nähe von Touristenzielen und den ganzen Tech-Giganten lebt.

Nicht nur meine Mutter ist derzeit zu Besuch um mir mit den Vorbereitungen für den “großen Event” behilflich zu sein, nein wir durften auch mal wieder unsere Freunde Tobs und Nomsa aus New York begrüßen. Die Beiden kennen wir ja noch aus unserer Londoner Zeit und nun, da sie an die Ostküste gezogen sind, sehen wir die Beiden in regelmäßigeren Abständen, wenn Tobs seinen Arbeitgeber hier in Mountain View im Mutterschiff besucht. Das ist wunderbar! So muss es sein!

Vor ein paar Tagen gab es dann eine weitere Überraschung, als wir uns doch tatsächlich mit unseren alten Mainzer Nachbarn Annabelle und Stefan, nebst Anhang bei Starbucks Macy’s in San Francisco treffen konnten! Ist das nicht verrückt!?

So viele Jahre haben wir uns nicht mehr gesehen, seit sie aus dem schönen Bretzenheim weggezogen sind, und nun treffen wir uns auf einen Kaffee in San Francisco. It’s a small small world…

Also, an alle die auf Ihren Kalifornien Urlauben durch San Francisco kommen, meldet Euch! Wir freuen uns immer wenn wir alte Gesichter in unserer neuen Heimat begrüßen dürfen und wir haben sicherlich auch ein paar gute Tipps für die Reise an der Hand (gell Stefan, so eine Jacke ist doch was Feines in San Francisco, auch im Sommer ;-) )

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Dec 01

Heute, am 1. Dezember 2011 ist in San Francisco Stadt und County ein neues Gesetz in Kraft getreten, welches Restaurants und anderen Etablissements zur Verköstigung der Gesellschaft verbietet, kostenlose Geschenke für Kinder mit ihren Malzeiten anzubieten, wenn diese Malzeiten / Menüs nicht besonderen, in besagtem Gesetz festgesetzten, Anforderungen zu Gesundheit und Nährwerten entsprechen.

Letztendlich zielt das Gesetz darauf ab, dass insbesondere Fast Food Ketten wie McDonald’s keine Spielsachen zu ihrem Happy Meal mehr verschenken dürfen, weil dies ein Anreiz für Kinder wäre, sich schlecht zu ernähren. Man will wohl erreichen, dass Kids nicht mehr dort Essen, weil es ja keine Spielsachen mehr gibt, die das Essen dort so interessant gemacht haben. Ja, nee, is klar! Argument ist, dass die Spielsachen eine Marketing Kampagne zielgerichtet auf Kinder sei, und damit auf eine Zielgruppe die selbst (noch) nicht in der Lage ist, gesunde Entscheidungen für sich selbst zu treffen. Aha!

Als ob die Kids da alleine hin gehen würden! Aber bevor ich mich jetzt darüber auslasse, dass der Senat ja gerade Pizza als Gemüse anerkannt hat, damit sie weiter in Schulkantinen angeboten werden kann und damit das Schulessen bezahlbar bleibt, erzähle ich nun lieber wie es in dem sog. Happy Meal Ban weiter geht.

Also, heute nun ist dieses Gesetz in Kraft getreten und schon beschlich die Bevölkerung die Angst vor kreischenden und schreienden Kids in San Francisco, die enttäuscht in ihre spielzeugleeren Tüten schauen. Aber nein!

McDonald’s und andere Vertreter dieser so großen Vielzahl von Schnellimbissketten haben ein Schlupfloch im Gesetz gefunden.

Da es ja nur die “kostenlose” Verteilung von Spielzeug verbietet, nicht aber den “Verkauf” werden nun Happy Meal Spielsachen auf Wunsch für 10c ents pro Tüte verkauft. Der hieraus gewonnene Erlös kommt nun darüber hinaus auch noch der Ronald McDonald’s Stiftung zu Gute.

Well played McDonald’s kann ich da nur sagen. Nicht nur dass sie damit das Gesetz umgehen, nein, mit dem “Guten Zweck” im Hintergrund fühlt es sich jetzt wohl noch besser an ein Happy Meal für die Kleinen zu bestellen und sich die 10 cents für das Spielzeug für den Guten Zweck noch aus den Rippen zu leiern.

Respekt!

Naja, aber bei alle dem hat das Gesetz während der Debatten und der Vorlaufzeit schon einiges bewirkt und so bieten die lieben Dickmachläden nun auch Milch, Säfte und Obst zu ihren Menüs an. Ein Hoch auf schlankere Kinder!

Wobei ich mich frage, ob das Übergewicht bei Kindern nicht vielleicht auch ein klein wenig damit zu tun haben könnte, dass in Schulkantinen Chicken Wings, Pommes und eben die berühmte Pizza verteilt werden und zum Beispiel Köche wie Jamie Oliver mit dem bemühen die Schulkantinen gesünder zu machen kläglich gescheitert sind. Und woran? Natürlich am Geld.

Aber nur so eine Idee.

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Sep 09

Nachdem ja unser 2. USA Jahrestag erst kürzlich zu feiern war, sind natürlich auch wieder unsere Mülltüten zur Neige gegangen. Ich hatte ja bereits im August 2009 darüber berichtet, dass wir bei Costco, dem Metro ähnlichen Großmarkt, als eine unserer ersten Amtshandlungen in den USA ein riesen Paket Mülltüten käuflich erworben hatten.

Im August 2010 hatte ich dann ebenfalls über die Mülltüten von Costco berichtet und über die Tatsache, dass sie nun langsam zur Neige gingen. Ein paar Tage später waren dann auch die letzte Tüte verbraucht und so kauften wir unser 2. Mega Paket Mülltüten. Eben wieder von Costco.

Und weil es so schön war, dachte ich mir, dass ich daraus ein jährliches Trash Bag Update machen könnte.

Ja genau, auf meinem Blog heißt Tradition auch über Mülltüten zu berichten. :-)

Heute fand also die letzte Tüte aus dem Jahr 2010 ihren Weg in die Tonne und die erste Tüte des Pakets 2011 wurde in feierlicher Zeremonie (naja, so schlimm ist es dann doch noch nicht) aus der Schachtel gezogen.

Mal sehen, wie lange uns diese Tüten nun begleiten werden.

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Jul 30

Wir bleiben! Genau da wo wir jetzt wohnen. Kein Umzug.

Mir geht nun schon seit gestern das immer wieder im Kopf rum “What a difference a day makes…24 little hours…”

Also, wir hatten uns Mittwoch ein Townhouse angeschaut, das uns auch sehr gut gefallen hat. Ein Townhouse ist so eine Art Reihenhaus aber mehr wie ein Apartment nur eben mit eigenem Eingang und auf mindestens 2 Etagen verteilt. Diese Townhouses gibt es hier meist nur zu kaufen und daher ist es selten, dass ein Solches mal zur Miete angeboten wird.

Wir hatten nun also so eines angeschaut und waren sehr angetan. Sehr schönes Design, ganz offen, viele Fenster aber wie es bei diesen Häusern üblich ist, keinen Garten. Da es aber über eine Maklerin lief, konnten wir sicher sein, dass nicht wieder jemand herein spaziert und einfach das doppelte an Miete bietet und uns so das Haus – wie kürzlich erst geschehen – vor der Nase wegschnappt.

Also das Townhouse war toll und wir hatten auch alles Notwenige schon parat. Man lernt ja! Also Credit – Check (da legt man alle seine finanziellen Möglichkeiten offen, inklusive Kreditkarten, Schulden, Einkommen etc. So wie Schufa nur noch schlimmer), Dirks Paychecks der letzten zwei Monate (damit sie sehen wir können uns das Haus leisten) und natürlich die Application. Das ist wie so eine Art Bewerbungsbogen.

Man füllt neben Namen, Social Security Number, Führerschein, letzte drei Wohnorte inklusive Grund des Auszuges und Adresse der Vermieter, Auto mit Kennzeichen Marke und Baujahr noch Namen und Adresse von Leuten auf, die als Referenz für einen aussagen können und und und

Wir hatten das schon alles vorbereitet und schienen auch einen guten Eindruck zu machen. Die Maklerin war jedenfalls von uns angetan, inklusive dem sehr sehr braven Hund, und wir rechneten uns daher sehr gute Chancen auf das Reihenhaus aus.

Während wir dann Donnerstag auf den Anruf der Maklerin warteten, klingelte das Telefon und unsere jetzige Hausverwaltung war dran. Man höre und staune, sie meinten, sie hätten die Miete noch einmal geprüft und man wäre dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass sie doch nicht so hoch wie ursprünglich veranschlagt ausfallen würde, sondern nun in etwa unserer Schmerzgrenze entsprechen würde.

Aha!? Sehr spannend.

Was nun? Also alles mal durchgerechnet, Pro und Cons Liste erstellt, ein paar andere Meinungen von Familie und Freunden eingeholt und dann fiel die Entscheidung. Wir bleiben wo wir sind.

Zwar ist die Wohnung nun doch 117 Dollar im Monat teurer als das Townhouse, da aber dieses zwar eine tolle Alternative zur Wohnung gewesen wäre, nicht aber “das perfekte ” Haus (kein Garten, ein winziges Gästezimmer, direkt an der Straße, etwas weiter von Yahoo entfernt) und wir ja so im August doppelte Miete zahlen müssten und den Umzug nicht nur finanziell sondern auch mit viel Stress stemmen müssten, kommt es auf das Jahr (so lange geht hier max. die Mietlaufzeit bis man neu verhandelt) gerechnet günstiger, wenn wir eben hier bleiben.

Nun haben wir also ein Jahr Ruhe. Wenn ich mal wieder etwas mehr Neven habe (zum Glück geht der Stresspegel gerade wieder runter) dann erzähle ich vielleicht mal Grundsätzliches zum Mietmarkt hier. Das ist nämlich quasi wie Lottospielen.

Ach ja, das Haus hätten wir übrigens tatsächlich bekommen. :-)

 

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