Sep 07

Jetzt hat es “nur” 3 Jahre gedauert, bis wir festgestellt haben, dass es ganz in unserer Nähe einen See gibt, in welchem man tatsächlich auch Baden kann. Jaha! So richtig mit ins Wasser hüpfen, Bootchen fahren etc.

Hier gibt es zwar diverse Wasservorkommen, aber da es hier monatelang nicht regnet, werden die Seen und Stauseen als Trinkwasserreservoirs genutzt und damit ist Baden streng verboten.

Nun ist der Pazifik hier auch nicht wirklich warm, so dass man entweder mit Neopren-Anzug hinein hüpfen kann oder wenn man ein echt harter Knochen ist und kälteresistent. Darum hatten wir uns schon die ganze Zeit gefragt, ob es nicht irgendwo einen See geben könnte, der auch zum Baden benutzt werden darf. Und siehe da, gerade mal 1 Fahrstunde von uns entfernt liegt der zum Del Valle Regional Park gehörende See zu welchem wir uns am freien Labor Day letzten Montag auf den Weg machte. Südlich von Livermore fährt man durch eine hügelige Farmlandschaft, vorbei an Weinbergen, Winzern und diversen Viehfarmen bis man auf den Lake Del Valle in Mitten von leuchtend gelben Bergen stößt. Wir haben uns auf der ganzen Fahrt über immer wieder bestätigt, dass es hier nun wirklich aussieht, wie in den Filmen über den “Wilden Westen”. Wirklich toll, wenn man so kurz hinter der dicht besiedelten Bay Area plötzlich im freien Feld steht. Schon alleine die Fahrt war also ein Erlebnis.

Derzeit kostet das Parken $6 für einen Pkw und für uns noch einmal $2 extra für den Hund.

Man kann hier am See baden, Angeln, Boote mieten oder auch Bootsrundfahrten unternehmen. Es gibt zahlreiche Wanderwege rund um den See und auf die umliegenden Berge und am nördlichen Ende dürfen Hunde nicht nur frei und ohne Leinenzwang herum laufen, sondern auch dem Badespaß fröhnen.

Und das hat unsere Pepper natürlich sehr genossen. Wir selbst waren nicht Schwimmen, haben aber dem Hund beim Plantschen umso lieber zu gesehen.

Es war unfassbar heiß am Labor Day und eine Abkühlung hätte sicherlich gut getan, aber unsere Badesachen hatten wir leider daheim gelassen.

Aber es war auch so wirklich toll und nach mehr als 2 Stunden und einem schlammig-nassen Hund im Gepäck ging es für uns dann wieder nach Hause.

Aber wir werden sicherlich im nächsten Jahr wieder kommen und dann vielleicht sogar auch ein Boot mieten.

 

 

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Aug 01

Wir waren in den Wäldern.

Nachdem meine Mutter (die uns gerade besucht) und ich in den letzten Tagen so richtig die hiesige Wirtschaft durch Shopping non-stop angekurbelt haben, wollten wir auch mal wieder wie echte Touristen unterwegs sein und sind nach Muir Woods gefahren. Muir Woods National Monunemt (wie der komplette Name lautet) liegt ca. 19km nördlich von San Francisco am Fuße des Mount Tamalpais in der Golden Gate Recreational Area im Muir County.

Muir Woods ist ein Schutzgebiet für die letzten Küstenredwood Bäume (Sequoia sempervirens, der höchsten lebenden Baumart der Erde)  der San Francisco Bay Area und wurde 1908 durch Präsident Roosevelt gegründet. Die Coastal Redwoods können über 100 Meter hoch werden und mehrere hundert Jahre alt.

Auf einer schmalen kurvigen Straße gelangt man zum Eingang des Muir Woods National Monuments entweder mit dem Auto (Parklätze sind aber rar) oder mit einem Shuttel Bus aus Sausalito und Umgebung. Der Eintritt kostet derzeit $7 für Erwachsene und jeder Einzelne Dollar lohnt sich sehr! Es ist wirklich schön und eine einfach bequeme Art diese wundervollen Bäume zu bewundern, wenn man auf seinem Kalifornien-Urlaub einen Nachmittag oder Vormittag hierzu einfügen möchte. Was ich hiermit übrigens jedem nur empfehlen kann.

Kalifornien ist nämlich nicht nur Hollywood und Golden Gate Bridge, sondern auch jede Menge beeindruckender Natur.

Sonntag war es dann auch endlich soweit dass ich es dorthin geschafft habe und gemeinsam mit meiner Mutter wanderten wir auf dem großen ( 7 Meilen langen) Rundweg durch die Redwoods. Es gibt hier längere und kürzere Rundwege, steile und flache und von hier aus kann man auch diverse “echte” Wandertouren durch die Mount Tamalpais Region unternehmen.

Aber wir sind ja keine Bergziegen und so gegnügten wir uns mit dem immerhin längeren Rundweg durch Muir Woods. Da wir ein wenig klettern mussten, konnten wir immerhin die bequemeren und lauffauleren anderen Touristen abhängen und wanderten so in größerer Stille durch diese wundervolle Waldlandschaft.

Wir konnten sogar Rehe sehen und in aller Ruhe diese Baumriesen bestaunen.

Es war wirklich wundervoll und am Ende haben wir uns noch ein Souvenir-Bäumchen mitgenommen (natürlich gekauft, wie es sich gehört).

Meine Mutter nimmt einen Redwood mit und ich habe mir einen Giant Seqioua gegönnt, welcher dann meinem Redwood auf dem Balkon Gesellschaft leisten darf.

Noch sind sie ja ganz klitze klein und passen auf den Balkon. Will nur hoffen, dass wir zeitig einen Garten finden, damit wir Platz für diese Riesen haben, wenn die mal so richtig in die Höhe schießen.

So, ich hoffe ich habe nun ein wenig Lust auf einen Ausflug nach Muir Woods gemacht und hoffe selbst bald mal wieder dorhtin zu kommen.

 

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Feb 21

Wir wollten schon seit einer kleinen Ewigkeit unsere unmittelbare Umgebung ein wenig besser erkunden und zwar zu Fuß. Jawoll! So richtig mit Laufen und Wandern und ganz unamerikanisch ohne Auto. Hier soll es – so wurde uns mitgeteilt – unzählige Wanderwege rund um die Bay, in den Bergen und am Meer entlang geben. Nun haben wir es Sonntag dann tatsächlich endlich einmal geschafft, einen dieser unzähligen Trails aufzusuchen und zu bewandern. Naja, eigentlich war es eher ein Spaziergang aber das ist ja egal. Hauptsache gelaufen! Also, los ging es zum Bayland Park in Palo Alto.

Gemeinsam mit Freunden aus Menlo Park, die gleich zwei Hunde der selben Rasse haben wie unsere Pepper, und die uns eigentlich auch erst auf diesen Trail aufmerksam gemacht haben, ging es dann am Morgen los. 2 Stunden und fast 8km auf einem schönen flachen! Rundweg durch das Marschland an der Bay. Irgendwie erinnert mich die Landschaft hier an eine Mischung aus Florida Everglades (sans Alligators) und Schleswig Holstein (sans Schafe). Aber es gibt jede Menge Vögel zu bestaunen und Wildgänse. Die machen vielleicht einen Lärm!

Ist schon komisch, dass man hier eigentlich so nah an der Bay und damit am Wasser wohnt und es eigentlich kaum zu Gesicht bekommt, es sei denn man fährt über einen der unzähligen Brücken. Aber das kommt schon selten genug vor. Ich habe mich immer gewundert, warum man eigentlich nicht am Wasser wohnt. Würde sich doch anbieten, so wie in Florida…aber nein. Nicht hier. Warum? Keine Ahnung aber wahrscheinlich ist der Untergrund nicht stabil genug oder die Abwechlsung von Naturschutzgebieten und Mülldeponien (ja die sind genau an der Bay) lässt wohl kaum Raum für Wohnungen.

Naja, der Rundweg war jedenfalls sehr schön und so lange noch nicht die sommerliche Hitze eingesetzt hat auch wirklich wundervoll zu bewandern.

Ach ja, die Hunde hatte natürlich auch jede Menge Spass.

Bin ja mal gespannt, wohin es uns das nächste Mal verschlägt und es dürfen Wetten angenommen werden, ob es beim nächsten Mal auch Steigung zu meistern geben wird. :-)

Dec 08

Ja man glaubt es kaum, aber auch hier ist der Winter mittlerweile angekommen. Naja, beschweren können wir uns eigentlich nicht wirklich.

Wir haben seit Wochen schönsten Sonnenschein und die Nachmittage verwöhnen uns mit Temperaturen im zweistelligen Grad Celsius Bereich. Zwar gab es letzte Woche hier heftige Stürme (inklusive obligatorischen Riesenstrohmausfall in der Nähe von L.A.) und Frost Warnungen in der Bay Area, aber das findet meist in der Nacht und frühen Morgenstunden statt. Ja, kalt ist es dann wirklich und ich habe schon so manche Nacht den Wunsch nach einem energiesparend isoliertem deutschen Neubau mit doppelt- oder gar dreifachverglasten Fensterscheiben, Fußbodenheizung und/oder zumindest Zentralheizung verspürt, aber das Leben ist ja bekanntlich kein Wunschkonzert.

Nun denn, wir genießen jedenfalls unsere tägliche Dosis Sonne sehr, und auch der Hund findet es ganz fabelhaft. Insbesondere natürlich unsere ausgiebigen Spaziergänge in der nähren und weiteren Umgebung.

So waren wir z.B. letztes Wochenende in Tiburon.

Tiburon ist ein kleiner Ort nördlich von San Francisco und östlich von Sausalito, welcher auf einem kleinen Landzipfel direkt an der Bucht liegt.

Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick auf San Francisco und natürlich auch auf die Golden Gate Bridge, welche man von Sausalito aus kaum sehen kann.

Es geht eine Fähre rüber nach Angel Island, eine Insel mitten in der Bucht, welcher früher Immigration Zentren beherrbergte und militärische Einrichtungen. Heute kann man dort wunderbar wandern (was wir aus Erzählungen wissen, aber leider selbst noch nicht ausprobiert haben und was in Anbetracht des Hundeverbotes dort wohl auch nicht so schnell passieren wird) denn es gibt keine Autos dort.

In Tiburon selbst hatten wir dann einen schönen langen Spaziergang gemacht. Es gab ein Treffen von lauter Bearded Collies (so wie Pepper einer ist) und das war richtig witzig und für den Hund natürlich eine Mordsgaudi.

Wir hatten was zu Quatschen und einen wunderbaren Ausflug nach Tiburon.

Auf dem Rückweg gab es dann noch das obligatorische Fotoshooting vor der Golden Gate Bridge. Nicht dass wir von ihr nicht schon genug hätten, aber irgendwie finden wir die auch nach über 2 Jahren immer noch total schön.

Nun genießen wir noch die letzten sonnigen Tage bevor wir dann in Kürze für diverse Festivitäten nach Deutschland und die Schweiz reisen werden. Wir würden es sehr begrüßen, wenn für dieses Vorhaben Schneechaos, Fluglotsenstreiks, Blitzeis und andere Katastrophen ausbleiben könnten und wir nicht die Weihnachtstage irgendwo gestrandet auf einem einsamen, kalten Flughafen verbringen müssen.

Wir versuchen im Gegenzug auch etwas von dem Sonnenschein mitzubringen. Versprochen!

 

 

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