Feb 21

Wir wollten schon seit einer kleinen Ewigkeit unsere unmittelbare Umgebung ein wenig besser erkunden und zwar zu Fuß. Jawoll! So richtig mit Laufen und Wandern und ganz unamerikanisch ohne Auto. Hier soll es – so wurde uns mitgeteilt – unzählige Wanderwege rund um die Bay, in den Bergen und am Meer entlang geben. Nun haben wir es Sonntag dann tatsächlich endlich einmal geschafft, einen dieser unzähligen Trails aufzusuchen und zu bewandern. Naja, eigentlich war es eher ein Spaziergang aber das ist ja egal. Hauptsache gelaufen! Also, los ging es zum Bayland Park in Palo Alto.

Gemeinsam mit Freunden aus Menlo Park, die gleich zwei Hunde der selben Rasse haben wie unsere Pepper, und die uns eigentlich auch erst auf diesen Trail aufmerksam gemacht haben, ging es dann am Morgen los. 2 Stunden und fast 8km auf einem schönen flachen! Rundweg durch das Marschland an der Bay. Irgendwie erinnert mich die Landschaft hier an eine Mischung aus Florida Everglades (sans Alligators) und Schleswig Holstein (sans Schafe). Aber es gibt jede Menge Vögel zu bestaunen und Wildgänse. Die machen vielleicht einen Lärm!

Ist schon komisch, dass man hier eigentlich so nah an der Bay und damit am Wasser wohnt und es eigentlich kaum zu Gesicht bekommt, es sei denn man fährt über einen der unzähligen Brücken. Aber das kommt schon selten genug vor. Ich habe mich immer gewundert, warum man eigentlich nicht am Wasser wohnt. Würde sich doch anbieten, so wie in Florida…aber nein. Nicht hier. Warum? Keine Ahnung aber wahrscheinlich ist der Untergrund nicht stabil genug oder die Abwechlsung von Naturschutzgebieten und Mülldeponien (ja die sind genau an der Bay) lässt wohl kaum Raum für Wohnungen.

Naja, der Rundweg war jedenfalls sehr schön und so lange noch nicht die sommerliche Hitze eingesetzt hat auch wirklich wundervoll zu bewandern.

Ach ja, die Hunde hatte natürlich auch jede Menge Spass.

Bin ja mal gespannt, wohin es uns das nächste Mal verschlägt und es dürfen Wetten angenommen werden, ob es beim nächsten Mal auch Steigung zu meistern geben wird. :-)

Dec 08

Ja man glaubt es kaum, aber auch hier ist der Winter mittlerweile angekommen. Naja, beschweren können wir uns eigentlich nicht wirklich.

Wir haben seit Wochen schönsten Sonnenschein und die Nachmittage verwöhnen uns mit Temperaturen im zweistelligen Grad Celsius Bereich. Zwar gab es letzte Woche hier heftige Stürme (inklusive obligatorischen Riesenstrohmausfall in der Nähe von L.A.) und Frost Warnungen in der Bay Area, aber das findet meist in der Nacht und frühen Morgenstunden statt. Ja, kalt ist es dann wirklich und ich habe schon so manche Nacht den Wunsch nach einem energiesparend isoliertem deutschen Neubau mit doppelt- oder gar dreifachverglasten Fensterscheiben, Fußbodenheizung und/oder zumindest Zentralheizung verspürt, aber das Leben ist ja bekanntlich kein Wunschkonzert.

Nun denn, wir genießen jedenfalls unsere tägliche Dosis Sonne sehr, und auch der Hund findet es ganz fabelhaft. Insbesondere natürlich unsere ausgiebigen Spaziergänge in der nähren und weiteren Umgebung.

So waren wir z.B. letztes Wochenende in Tiburon.

Tiburon ist ein kleiner Ort nördlich von San Francisco und östlich von Sausalito, welcher auf einem kleinen Landzipfel direkt an der Bucht liegt.

Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick auf San Francisco und natürlich auch auf die Golden Gate Bridge, welche man von Sausalito aus kaum sehen kann.

Es geht eine Fähre rüber nach Angel Island, eine Insel mitten in der Bucht, welcher früher Immigration Zentren beherrbergte und militärische Einrichtungen. Heute kann man dort wunderbar wandern (was wir aus Erzählungen wissen, aber leider selbst noch nicht ausprobiert haben und was in Anbetracht des Hundeverbotes dort wohl auch nicht so schnell passieren wird) denn es gibt keine Autos dort.

In Tiburon selbst hatten wir dann einen schönen langen Spaziergang gemacht. Es gab ein Treffen von lauter Bearded Collies (so wie Pepper einer ist) und das war richtig witzig und für den Hund natürlich eine Mordsgaudi.

Wir hatten was zu Quatschen und einen wunderbaren Ausflug nach Tiburon.

Auf dem Rückweg gab es dann noch das obligatorische Fotoshooting vor der Golden Gate Bridge. Nicht dass wir von ihr nicht schon genug hätten, aber irgendwie finden wir die auch nach über 2 Jahren immer noch total schön.

Nun genießen wir noch die letzten sonnigen Tage bevor wir dann in Kürze für diverse Festivitäten nach Deutschland und die Schweiz reisen werden. Wir würden es sehr begrüßen, wenn für dieses Vorhaben Schneechaos, Fluglotsenstreiks, Blitzeis und andere Katastrophen ausbleiben könnten und wir nicht die Weihnachtstage irgendwo gestrandet auf einem einsamen, kalten Flughafen verbringen müssen.

Wir versuchen im Gegenzug auch etwas von dem Sonnenschein mitzubringen. Versprochen!

 

 

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Nov 07

Nun war Dirks Vater insgesamt 2 1/2 Wochen hier und wir haben natürlich jede Menge unternommen. Wir waren mehrfach in San Francisco unterwegs, wobei wir beim ersten Ausflug noch ziemlich Pech mit dem Wetter hatten. Es war so nebelig, dass wir selbst beim Überqueren der Golden Gate Bridge selbige fast gar nicht gesehen haben.

Dafür waren dann jedoch die weiteren Ausflüge in die City umso schöner. Dirk und sein Vater hatten einen wunderbaren Tag mit Cable Car Fahrt, Pier 39 und jeder Menge Laufen. Und zum Glück präsentierte sich die Golden Gate Bridge beim zweiten Anlauf in schönsten Sonnenschein. Es war sogar so warm, dass sich Dirks Vater einen schicken Sonnenhut kaufen musste.

Auch beim 3. City Besuch, präsentierte sich die Stadt in wunderbarsten Licht, und so konnten wir den Golden Gate Park unsicher machen. Der Japanese Tea Garden stand für den Schwiegervater auf dem Programm, während ich den Hund mit einem 2stündigen Marsch durch den Park unterhalten habe. Der Golden Gate Park ist aber auch wirklich zu schön! Und Dirks Vater hat der Japanese Tea Garden auch besonders gut gefallen.

Wir waren natürlich auch in Santa Cruz am Strand. Warum ausgerechnet bei diesem Besuch so gut wie keine Wellen da waren und wir also nicht wie üblich die vielen Surfer bestaunen konnten, ist mir bis heute ein Rätsel. Aber man kann sich das Wetter halt nicht aussuchen.

Dirk und sein Vater waren selbstverständlich auch in Monterey und am 17-Miles Drive, haben die Landschaft bestaunt sowie Seelöwen und See Otter in freier Wildbahn fotografiert und beobachtet. Ich blieb ab und an mit dem Hund daheim, damit sich Pepper ein wenig von den ungeliebten Autofahrten erholen konnte und die Männer ein wenig “Alone”-Time genießen konnten. Ist ja doch was anderes wenn nicht immer Weibsvolk anwesend ist. ;-)

Der ehemalige Gärtner, also Dirks Vater, hatte natürlich auch besonderes Interesse an der hiesigen Flora und so hat ihn ein Ausflug nach Muir Woods zu den Redwood Trees ganz besonders gut gefallen und beeindruckt. Die Bäume sind aber auch wirklich schwer beeindruckend, sowohl in Größe als auch in Alter.

Natürlich stand auch ein Ausflug nach Napa Valley auf dem Programm inklusive Weinprobe bei zwei Weingütern. Diesen Ausflug habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Hihi. Zuerst waren wir beim Rubicon Estate von Francis Coppola, zu welchem wir eigentlich immer gehen, weil es uns so gut gefällt. Dort war die Cabernet Sauvignon Lese gerade noch in vollem Gange, aber leider durfte Pepper nicht mit zur Weinprobe. Aber wir Mädels haben dann einfach einen schönen Spaziergang gemacht während die Herren ein kleines Pröbchen unternommen haben.

Im Anschluss wollten wir dann mal eine für uns neue Winery aufsuchen und so ging es dieses Mal zum Castello di Amorosa. Das Bürgchen ist wirklich ganz hübsch, auch wenn es schon etwas befremdlich ist, dass sich da jemand eine mittelalterliche, toskanische Burg hingesetzt hat – mitten im Napa Valley. So mit Burggraben, Zugbrücke und Allem… Aber schön ist es trotzdem. Der Besitzer hat sich wirklich viel Mühe gegeben und alles sehr liebevoll gestaltet. Man hat nie das Gefühl in Disney Land gelandet zu sein, und das will ja auch was heißen.

Hier durften wir alle eine Weinprobe machen und das haben wir uns natürlich nicht zweimal sagen lassen. Ab in den Weinkeller und munter probiert. Sehr yummy, kann ich da nur sagen.

Und mit all diesen tollen Eindrücken vergingen die fast 3 Wochen auch fast wie im Fluge und so hieß es schon wieder Abschied nehmen und den Schwiegervater in Richtung Deutschland auf den Weg zu bringen. Aber es ist ja nicht lange, bis wir uns alle im Dezember wieder sehen, auch wenn es nur ein kurzer Tripp zur Familie werden wird. Aber im nächsten Jahr kommen wir dafür im Sommer mal wieder etwas ausgiebiger. Versprochen.

 

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Sep 24

So schön kann es sein, wenn Dirk Urlaub hat :-)

Mittwoch haben wir Pepper bei unserer lieben Nachbarin “geparkt” und haben uns mal wieder einen schönen Tag in der “California Academy of Sciences” in San Francisco gemacht.

Wir waren ja schon im letzten Jahr einmal hier gewesen (clickst Du hier) und wollten schon lange einmal wieder kommen, da es uns dieses Naturkundemuseen, Aquarium, Mini-Zoo, botanischer Garten, Gewächshaus und Planetarium im Herzen des Golden Gate Parks in San Francisco so wunderbar gefallen hatte.

Und wie es der Zufall so will, hatten wir auch noch das Glück am sog. Free Admission Wednesday hierher zu kommen. D.h. jeden dritten Mittwoch im Monat gibt es freien Eintritt, so lange bis das Ding voll ist.

Da wir zum Glück frühzeitig aufgebrochen waren, kamen wir ohne größere Probleme hinein und konnten dieses Mal sogar noch Karten für das Planetarium ergattern. Die Karten sind übrigens kostenlos, selbst an gebührenpflichtigen Tagen. Da es aber nur eine handvoll Vorstellungen pro Tag gibt, sind die Karten hierfür schnell vergriffen. Also, sobald man ankommt, gleich mal Karten organisieren. Dann kann man gemütlich bis zur jeweiligen Vorstellung das Museum erkunden.

Wir hatten eine spannende Vorstellung zum Thema Entstehung des Lebens auf unserem hübschen Planeten mit einem Ausblick auf mögliches Leben auf anderen Planeten. Wo wir gerade so schön über Planeten plaudern, möchte ich hier in aller Öfflichkeit noch einmal dagegen protestieren, dass irgend so eine dahergelaufene Organisation Pluto einfach den Planetenstatus entzogen hat. So! <Hier mental bitte das Bild mit der Diddelmaus mit dem “Dagegen”-Schild einblenden>

Aber ansonsten verlief der Aufenthalt reibungslos und im Aquarium in der Abteilung über die heimischen Küstengewässer habe ich mich erneut davon überzeugen dürfen, warum ich den Gatten bei seinen Tauchausflügen NICHT begleite. Eine 1,5 Meter lange Sea Bass mag zwar auf dem Teller unheimlich schön und lecker wirken, so direkt neben mir im Wasser….ich denke nicht. Aber ein Held war ich ja noch nie ;-)

Auch wenn diese Fische angeblich total harmlos sind…einmal eingeatment und schwupps ist der kleine Taucher weg…nein, nein, nicht mit mir.

Aber so von außen betrachtet, sicher durch eine Glasscheibe getrennt, macht mir das Ganze dann doch Spass. Und so konnte ich mich nicht nur an diese Ungeheuer der Tiefe heran wagen, nein sogar an Spinnen habe ich mich bis auf eine Distanz von 1 Meter heran wagen können.

Die Schlangen fand ich persönlich ja sehr interessant und all diese wundervollen Geckos und Salamander…hübsch und sehr erstaunlich wie sie so an einer Glasscheibe hinaufklettern können.

Es war also einmal wieder ein wundervoller Tag in der California Academy of Sciences und ich kann nur wiederholt jedem empfehlen, dieses Museum zu besuchen. Zusammen mit dem Senkenberg Museum in Frankfurt, dem Pergamon Museum in Berlin, dem British Museum und dem Natural History Museum in London, meine absolten Lieblings-Kultur-Tempel. (Natürlich ist da noch jede Menge Luft auf meiner Liste für weitere kulturelle Museumshighlights).

Nach 4 Stunden waren wir dann aber auch platt und machten uns wieder auf den Heimweg um unseren kleinen Hund wieder in Emfpang zu nehmen. Und siehe da, trotz einem aufregenden Tag mit den BFFs hat sich die Dame doch ein Loch ins Knie gefreut und wieder zu sehen.

:-)

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