Feb 18

Eigentlicher Grund unserer Reise nach Monterey war ja eigentlich das Vorhaben, endlich einmal die Riesen der Ozeane zu bestaunen, also Wale zu besichtigen.

Daher hatten wir auch ein Hotel-Whale-Watching-Package gebucht.

Montag ging es dann in aller Frühe los in Richtung Fisherman´s Wharf wo wir die Sea Wolf II enterten.

Bereits im Vorfeld wurden wir darauf hingewiesen, dass die See trotz des schönen Wetters sehr stürmisch sei und wir vorsichtshalber über die Einnahme von “Motion Sickness Tablets” also Reisetabletten nachdenken sollten.

Da wir uns den Spass nicht verderben wollten, haben wir auch gleich mal jeder so eine Pille eingeworfen (Vorsorge ist ja bekanntlich besse als Nachsorge) und dann ging es auch schon los.

Mit uns an Bord befanden sich ca. 25 weitere Whale Watcher, die Kapitänin, drei Hunde und zwei Matrosen.

Kaum hatten wir den Hafen verlassen fing es dann auch schon ziemlich zu schaukeln an und die ersten beiden Damen hingen kotzend über der Reling.

Na das konnte ja heiter werden. Uns ging es eigenlich ganz gut, auch wenn mir die zunehmende Höhe der Wellen etwas Unbehagen verursachte.

So fuhren wir dann die Wellen auf und ab und schauckelten ähnlich einer Nussschale so über den Pazifik. Die Wellen waren mittlerweile deutlich höher als unser Boot und immer mehr unserer Mitreisenden fütterten die Fische ;-)

Nach ca. 45 Minuten meinte dann unsere Kapitänin (oder wie soll ich einen weiblichen Kapitän denn nennen), dass sie in weiter Ferne  die Wasserfontäne habe ausmachen können, die Wale beim Luftholen ausstoßen. Wir preschten in diese Richtung und warteten…und wartetend…und warteten…Nichts! Kein Wal, gar nichts.

Wir wurden darauf hingewiesen, dass bei diesem hohen Wellengang die Wale womöglich schlecht zu sehen seien, da sie sich hinter den Wellen befinden könnten, und somit für uns nicht sichtbar seien. Ja super!

Nach einigen Minuten vergeblichen Wartens schien die Kapitänin wiederrum die Wale gesichtet zu haben und die Jagd ging erneut los. Und nun ratet mal wie sie ausging? Ja genau, warten…warten…warten…und wieder nichts.

Dieses Spielchen trieben wir nun etwas länger als 1 Stunde und das Resultat dessen war, dass ich genau 2x eine solche Lufthol-Wasserfontäne gesehen habe so wie den Rücken eines Grauwales in ca. 500 Meter entfernung. Daumen hoch sag ich da nur. Riesen Sache dieses Whale Watching.

Ziemlich enttäuscht ging es dann leider nach 2 Stunden wieder in Richtung Monterey, denn so ein Winter-Whale-Watching-Trip dauert nun eben nur 3 Stunden. Sehr sehr schade, aber wir geben die Hoffnung nicht auf, irgendwann einmal noch Wale wirklich richtig nah bestaunen zu dürfen. Wir haben ja das Glück wieder kommen zu können und dann versuchen wir es eben bei etwas ruhigerer See noch einmal, vielleicht im Sommer, wenn die Blauwale und Killer Wale ihre Runde durch die Monterey Bay drehen.

Ach ja, trotz des Nichtiwirklichsichtens von Walen hatte der Tripp dennoch Spass gemacht. Ein paar Stunden auf dem Meer sind auch so schön und der Wellengang hatte uns quasi eine 3stündige Achterbahn-Fahrt beschert. Die Sonne schien die ganze Zeit so dass wir uns sogar den ersten Anflug eines Sonnenbrandes im Jahr 2010 geholt haben.

Für Viele an Bord (ich schätze mal gut 2/3) war die Rückkehr in den Hafen auch ziemlich sicher eine echte Erleichterung, denn man konnte förmlich sehen, wie das Grün aus dem Gesicht wich und sie langsam wieder etwas fröhlicher aussahen ;-)

Hihi, ich hatte jedenfalls meinen Spass und wir wissen nun, dass zumindest einer von uns ziemlich seefest ist (und es ist nicht die Person mit dem Bootsführerschein) ;-)

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Feb 17

Das lange Wochenende nutzten Dirk und ich um mal wieder nach Monterey zu fahren. Sonntag in aller Frühe ging es los und nach 1 1/2 stündiger Fahrt kamen wir bei frühlingshaften Temperaturen und schönem Sonnenschein in Monterey an.

Gleich nachdem wir unser Hotelzimmer bezogen hatten (ja, wir haben trotz der Nähe ein Hotel gebucht) ging es dann auch schon zum Lunch auf die Fisherman´s Wharf.

Und das war vielleicht lecker! Zur Vorspeise gönnten wir uns ein paar Austern (Yummy) und zum Hauptgang gab es für mich eine wirklich köstliche Seafood Pasta.

Frisch gestärkt machten wir uns dann auf in das berühmte Monterey Bay Aquarium. Die Eintrittspreise sind zwar etwas happich ($ 29,95 p.P.) aber absolut lohnenswert. Dazu kommt, dass man bei vielen Hotels in Monterey sog. Packages buchen kann. Diese behinhalten meist entweder Übernachtung und Aquarium Tickets oder Übernachtung und Whale Watching Tickets. So wird das Ganze etwas erschwinglicher und selbst wenn man z.B. ein Whale Watching Package bucht, bekommt man in vielen Hotels Zwei-Tages-Tickets für das Aquarium zum selben Preis wie sonst 1 Tages-Tickets. Großer Vorteil ist zudem, dass man nicht in der oft unendlich langen Schlange am Ticketschalter des Aquariums anstehen muss, wenn man sie bereits im Hotel gekauft hat.

Das empfehle ich unbedingt.

Ist man nicht lauffaul lohnt es sich zudem den Aquariumsparkplatz zu meiden und weiter Richtung Westen zu fahren. Hier hat man einen schönen Blick auf die Bucht (wenn man die Straße direkt am Wasser wählt) und kann dann auch nach ein paar hundert Metern kostenlos am Straßenrand parken.

Der Weg zum Aquarium ist wundervoll direkt am Meer gelegen und wenn man Glück hat, kann man auch noch ein paar Harbor Seals beim Sonnenbaden zu sehen.

Das Aquarium selbst ist wirklich toll. Es hat sich hauptsächlich auf Tiere spezialisiert, die es eben in der Monterey Bay und im Pazifik gibt. Man sieht zwar nicht allzu viele bunte kleine Fische, dafür aber sehr beeindruckende Quallen, Krabben, Krebse und Seesterne. Natürlich kann man auch ein paar See Otter bestaunen. Die sind wirklich super niedlich, wie sie so auf dem Rücken im Wasser dümpeln. Ach, einfach zum Knuddeln.

Besonders beeindruckend fand ich den Tiefseetank, in welchem man Hammerhaie und riesige Thunfische bestaunen konnte. Wenn man so einen Thunfisch nur in der Dose kennt, sollte man sich das Tier wirklich mal in Lebensgröße anschauen. Die Fische werden echt enorm groß und freundlich sehen sie auch nicht gerade aus. ;-)

Wir hatten jedenfalls einen fantastischen Tag im Aquarium und waren ziemlich müde, als wir uns auf dem Rückweg zum Auto machten. Aber auch hier gab es wieder einen wundervollen Blick über die Monterey Bay und den hereinziehenden Nebel.

Ich weiß nicht, ob ich schon über den pazifischen Nebel berichtete, aber der ist auch eine ganz besondere Sehenswürdigkeit. Die Küstenstädte und auch San Francisco leiden zwar oft unter der dicken Suppe, aber wenn er so vom Meer ins Land zieht, breitet sich eine ganz besondere Stimmung aus. Man kann das blaue Meer sehen, dann eine dicke graue Wand aus Nebel und oben drüber erstrahlt der blaue Himmel. Sehr skuril und unwirklich. Wenn der Nebel dann das Land erreicht und durch die Bäume zieht, sieht es fast aus, als seien es Rauchschwaden. Irgendwie gespenstisch und gruselig aber auch sehr schön.

Eigentlich kann man den Nebel gar nicht richtig beschreiben, muss man wohl selbst einmal sehen.

Wir sind jedenfalls nach einem wundervollen Tag ziemlich müde und erschöpft in unser Hotelbett gefallen und haben geschlafen wie die Steine. :-)

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Aug 13

Um unser Touristen Programm noch etwas zu vervollständigen, machten wir uns Montag auf den Weg nach Monterey. Nach nur 1 1/2 stündiger Fahrt kamen wir auch schon an unserem ersten Ziel an.The Boss

Monterey ist ein ehemaliger Fischerot, der kurzzeitig sogar einmal amerikanische Hauptstadt war, und heute hauptsächlich vom Tourismus lebt (was man leider auch sehr deutlich spürt).

Von hier aus kann man das ganze Jahr über zu Whale Watching Touren aufbrechen, die je nach Saison, Anbieter und Dauer zwischen 35 und 45 Dollar pro Person kosten. Eine solche Tour haben wir dieses Mal noch nicht gemacht, aber es kann nicht mehr lange dauern, bis wir uns auch einmal diesen Riesen des Pazifiks nähern werden.  Von April bis Dezember kann man wohl Buckelwal, Blauwale, Killerwale, Delphine und natürlich die obligatorischen Seelöwen und Robben bewundern. Von Dezember bis April gibt es dann die Grauwale zu bestaunen.

Ansonsten bietet Monterey noch das in ganz USA berühmte Monterey Aquarium. Das Aquarium soll wohl ein echter Knüller sein, und jeder, wirklich jeder hier hat uns bereits davon vorgeschwärmt und eine Mitgliedschaft ans Herz gelegt. Alles klingt wirklich toll, aber so lange wir es selbst noch nicht bewundert haben, können wir darüber natürlich auch noch nichts berichten. ;-)

Nachdem ich mir auf auf unserer zweistündigen Rundwanderung auf der Cannery Row einen Sonnenstrich zu gezogen habe (aber das habe ich natürlich erst Harbor Seal and Cormorantsam Abend bemerkt), sind wir weiter nach Carmel aufgebrochen. Auf dem Weg dorthin haben wir doch tatsächlich noch ein paar Harbor Seals sehen können, was mich persönlich sehr gefreut hat. Diese Tiere sind nämlich etwas seltener als die allgegenwärtigen Seelöwen und auch etwas scheuer.  Dazu gab es so zu sagen noch jede Menge Kormorane obendrauf ;-) .Und so ging es also auf nach Carmel.

Carmel ist wirklich wunderschön. Reizend – wie ich nicht müde wurde Dirk mitzuteilen.

CarmelDieser kleine Ort liegt an einem fantastischen weißen Sandstrand in einer unheimlich schönen Bucht. Es gibt keine Hochhäuser, dafür aber umso mehr uralte Pinien, welche die eine oder andere Straße fast schon in einen Tunnel verwandelt. In Carmel gibt es keine Reklametafeln, Parkuhren, Hausnummern oder Briefkästen.  Erst seit kurzem ist es auf Wunsch möglich, die Post ausgeliefert zu bekommen, üblich ist jedoch sie selbst vom Postamt abzuholen. Kurios ist ebenfalls, dass neue Häuser und Geschäfte nunmehr um die alten Bäume herumgebaut werden müssen.

Clint Eastwood war übrigens vor einigen Jahren Bürgermeister von Carmel und viele Prominente leben/lebten in Carmel.

Ich kann nur jedem Kalifornien-Besucher dieses Juwel am Highway No. 1 empfehlen.

Hier angekommen bezogen wir ein nettes kleines Hotel, das Cobblestone Inn, welches uns von Ilona empfohlen wurde.  Nachdem Einchecken gab es auch foggy Carmeldie Nachmittags Häppchen und ein Gläschen Wein auf Kosten des Hauses (hihi, ist das nicht nett). Frisch gestärkt machten wir uns dann Sun behind Fogzu Fuß auf, Carmel zu besichtigen. Einmal abgesehen davon, dass man, wenn man vom Strand zurück will, bergauf laufen muss, ist es wirklich sehr schön, diesen Ort zu Fuß zu erkunden. Es gibt kleine Geschäftchen, Anitiquitäten-Läden, Designer-Shops und nette Restaurants.

Nach einem leckeren Abendessen und einem ausgedehnten Spaziergang am Strand, der faszinierend unter dem dicken Nebel (über welchen in noch ausführlicher berichten werde) lag, fielen wir auch müde (und ich mit heftigen Sonnenstich-Kopfschmerzen) in unser Bett. Am nächsten Tag sollte es ja weiter gehen auf unserem Roadtrip.

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