Jan 07

Während ich hier noch so an den Blogeinträgen über unseren Weihnachtsbesuch bastele überholen mich die Ereignisse.

Heute um 16.10 Uhr erlebte ich mein zweites (für mich dickes) Erdbeben seit unserem Umzug hierher. 4.1 auf der Richterskala hatte es und ist damit in der Kategorie: mild earthquake.

Aha, mild, ja nee, is klar.

Ich sitze hier so auf dem Bett und plötzlich fängt erst das Licht an zu flackern und dann wackelt das ganze Bett herum. Irgendwie kann man das gar nicht richtig beschreiben. Es wackelt nicht nach oben und unten oder nach rechts und links sondern alles irgendwie gleichzeitig. Sehr unangenehm.

Also ich werde mich sicherlich niemals daran gewöhnen und ein mulmiges Gefühl bleibt. Wer weiß, vielleicht leben wir ja irgendwann auf der Isla California ;-)

Was aber wirklich ziemlich gruselig ist, ist die Tatsache, dass genau heute vor einem Jahr ebenfalls die Erde hier gewackelt hat, mit genau der selben Magnitude von 4.1 auf der Richterskala. Seither gab es zwar hunderte kleinere Beben die man eigentlich so gut wie nie spürt, aber bei 4.1 da wackelt es schon merklich. Das war also das zweite echte Erdbeben dass wir hier erlebt haben und das auch noch genau zum “Jahrestag”. Gruselig – naja “wir” ist in diesem Fall auch falsch. Dirk hat es total verpasst und musste sich erst via Twitter darüber informieren lassen :-D Aber zum Glück gibt es ja diese tollen neuen Medien, sonst würde man ja glatt verpassen was gerade um einen herum geschieht ;-)

Und auch wenn es wieder einmal “nur” ein kleines Beben war, so bleibe ich bei meiner Aussage, dass ich ein dickeres überhaupt nicht erleben muss! Ehrlich! Ich bin schon bei solch “kleinen” mehr als eingeschüchtert genug!

Ach ja, hier ist der Blog Post vom letzjährigen Beben, für alle die es interessiert:

http://california.cotta-und-dirk.de/2010/01/i-feel-the-earth-move-under-my-feet/

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Nov 10

So fern der heimischen Küche beschleichen uns schon ab und zu einmal gewöhnliche und außergewöhnliche Gelüste nach Bratwurst, Sauerkraut, Spätzle, Maultaschen, Leberwurst und und und. Der deutsche Magen will deutsches Essen! So einfach ist das!

Zum Glück gibt es in unserem Supermarkt eine “ethnic foods” Reihe, in welcher man auch ein paar deutsche Spezialitäten finden kann. Sauerkraut, Rotkraut, Spätzle, Eiernudeln und Knödel gibt es eigentlich immer. Natürlich auch den Dalmayr Prodomo auf welchen man sicherlich genauso gut verzichten kann wie auf Zentis Marmelade. Aber immerhin. Es gibt etwas aus der Heimat und man ist dankbar über jede kleine Kleinigkeit.

Unfassbar was man alles beginnt zu vermissen, wenn man es nicht mehr täglich haben kann…Landjäger…oh ja Landjäger…und Pfälzer Leberwurst und Fleischkäse Brötchen…Currywurst mit Pommes Schranke…ach ich könnte gerade so weiter machen und mir hier Hunger aufschreiben.

Aber weiter im eigentlichen Text.

Wir haben hier in der Bay Area recht viele Auswanderer aus Good Old Germany und mit ihnen haben sich sehr zu unserer Freude einige “deutsche” Geschäfte und Restaurants angesiedelt. So ist z.B. Mountain View ein guter Ort für den deutschen Magen. Da hätten wir zum Einen die Bäckerei “Esther’s German Bakery” . Bauernbrot, Körnerbrot, Schwarzbrot, Mohnbrötchen und und und kann man hier käuflich erwerben. Zu einem stolzen Preis versteht sich, aber ab und an möchten unsere Zähne dann doch auf etwas anderes als Sauerteig- und Toastbrot beißen. Die Brezeln sind zwar nicht die Besten der Welt, aber wenn man so etwas nur selten bekommt, schmeckt es eigentlich immer gut.

Zum Anderen gibt es hier in Mountain View noch “Dittmer’s Gourmet Meats and Wurst Haus”. Eine deutsche Metzgerei, die neben den gängigen Bratwurstsorten (Thüringer, Nürnberger, etc) auch Fleischwurst, Blutwurst, Leberwurst etc im Angebot hat und diverse Fleischsorten bis hin zu Kalbfleisch, was es sonst nur sehr selten anderswo gibt. Um das Sortiment aufzupeppen kann man hier auch ein paar andere Dinge kaufen, wie z.B. Maggie, Knorr Fix für Sauerbraten, Altmeister Essig, Essiggurken, Backaromen, Vanille Zucker, Tortenböden, Quark!, und und und.

Einfach (fast) alles was das Herz begehrt und die erste Anflaufstation wenn es darum geht, mal wieder etwas typisch deutsches Kochen/Backen zu wollen oder müssen.

Darüber hinaus gibt es in der Bay Area auch diverse deutsche Restaurants wie z.B. in San Jose Teske’s Germania Restaurant and Beer Garden, in Redwood City das Gourmet House Staudt Restaurant and Beer Garden (das ist übrigens berühmt geworden durch den verlorene iPhone 4 Prototyp – für die Geeks unter Euch) oder auch in San Francisco das Walzwerk oder die Suppenküche.

Das ist nur eine kleine Auswahl, aber wie gesagt, es findet sich etwas für den deutschen Magen.

Dazu gibt es noch den fantastischen Lieferservice von German Deli, bei welchem man zu ziemlich heftigen Preisen Leckereien aus der Heimat käuflich erwerben kann. Ab und an lassen wir uns dann schon einmal Rollmöpse, Backzutaten, Fleischwurstringe, Chips und Süßigkeiten ins Haus liefern. Dann wird plötzlich aus einem kleinen Rollmops ein echtes Feinschmecker Häppchen :-)

Aber trotz allem gibt es immer noch ein paar Dinge, die wir hier nicht bekommen und die wir nun eben selber machen müssen, wie z.B. Schupfnudeln (das ist vielleicht eine Arbeit), Maultaschen (mein nächstes Großprojekt) oder auch gebrannte Mandeln (die waren super lecker).

Naja, so lerne ich eben noch gute alte deutsche Hausmannskost zu kochen und tatsächlich werden auch meine Backversuche immer besser. Meine amerikanischen Bekannten und Freunde haben sich jedenfalls schon sehr löblich über meine Apfelkuchen und die gebrannten Mandeln geäußert.

Man lernt ja nie aus… In diesem Sinne: Guten Hunger Euch allen! :-)

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Sep 29

Mein Fundstuck der Woche oder etwas für die Kategorie Kurioses und Bemerkenswertes ist ein Flyer, den wir kürzlich in unserem Briefkasten gefunden haben.

Mir fehlen dazu die Worte und darum lasse ich Bilder für sich sprechen (Man beachte besonders das 2.). Einfach drauf klicken und die Bilder werden größer:

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Aug 04

Unfassbar, wie schnell die Zeit vergeht…

Eben gerade noch über den großen Teich ausgewandert und schwupps ist schon ein ganzes Jahr vergangen.

Am 2. August haben wir sozusagen unseren ersten Kalifornien Geburtstag gefeiert. Eigentlich haben wir nicht wirklich gefeiert, aber in Gedanken zumindest das letzte Jahr Revue passieren lassen.

Es ist doch so Einiges passiert und wir haben schon ziemlich viel erlebt. Von Wohnungssuche über Kontoeröffnung, Autokauf und Raumaustattung bis hin zu Reisen nach Mendocino, Napa Valley, Monterey, Reno und Lake Tahoe…

Ach, so schnell vergeht ein Jahr!

Obwohl wir uns eigentlich schon richtig heimisch fühlen, kommt es uns immer noch vor, als sei es erst neulich gewesen, als wir das Flugzeug in Richtung USA nahmen. 1 Jahr ist in Silicon Valley Zeit schon fast eine Ewigkeit und für Viele hier bereits “Halbzeit” ihres Aufenthaltes in Kalifornien.

So haben wir natürlich im letzten Jahr viele nette Leute kennen gelernt, aber mussten auch schon wieder von Einigen Abschied nehmen. The circle of life oder eben das Leben im Silicon Valley.

Auch wenn wir Euch alle doch sehr vermissen und am Liebsten gleich um die Ecke von jedem einzelnen von Euch wohnen würden, so haben wir doch den Schritt hierher zu kommen nicht bereut und auch ich habe das Leben hier mittlerweile ins Herz geschlossen. Es hat zwar ertwas länger gedauert, aber die Sonne, das Meer und die milden Temperaturen helfen schon sehr das Leben hier lieben zu lernen.

Nun freuen wir uns auf die nächsten Abenteuer und blicken voller Vorfreude auf einen Trip nach Las Vegas…

Ach nur kurz noch als kleine Fußnote: Die Mülltüten-Packung, die wir genau heute vor einem Jahr bei Costco gekauft haben (http://california.cotta-und-dirk.de/2009/08/first-day-in-california/) haben wir immer noch! Unfassbar aber wahr. Das war mal wirklich eine Jahrespackung auch wenn sich die Tüten nun langsam dem Ende neigen! :-)

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