Aug 22

Wow, das war vielleicht schön!

Am Samstag Abend fuhren Dirk und ich vom sonnigen Santa Clara in Richtung dicker Nebelsuppe in Santa Cruz. Wir hatten nämlich schon vor Monaten Tickets für die Shakespeare Santa Cruz Company mit dem Stück “Die 3 Musketiere” käuflich erworben und nun war es endlich soweit.

Die Shakespeare Santa Cruz Company ist eine 1981 gegründete Truppe aus ausgewählten Schauspielern, die jedes Jahr im Sommer (Juli bis September) in Santa Cruz auf dem Geländer der University of California, Santa Cruz 3 – 4 Stücke von Shakespeare aber auch Anderen zum Besten gibt. In dieser Zeit gibt es Aufführungen sowohl Indoors (im Theater der Universität) als auch Outdoors im Wald zwischen den Redwoods (Sinsheimer-Stanley Festival Glen). Auf der Website der Shakespeare Santa Cruz Company kann man natürlich noch mehr über das Ganze Programm erfahren.

Wir hatten also nun Karten für “The 3 Musketeers” welches im Glen, also im Wald aufgeführt werden sollte.

Normalerweise kommt man hier schon frühzeitig zum Spiel, belegt einen der Picknick – Tische und futtert erst einmal ordentlich. Da wir aber zum ersten Mal den Hund bei einer Nachbarin “geparkt” hatten, wollten wir ihre Geduld nicht ewig strapazieren und verzichteten auf das Picknick und kamen eine halbe Stunde vor Begin an, was genug Zeit ließ um uns noch mit zwei Bekannten, die uns erst auf diese Idee gebracht hatten, zu treffen.

Obwohl es ziemlich frisch war, freuten wir uns richtig darauf, ein Theaterstück mitten im Wald auf einer Lichtung zu sehen.

Das ist eine wirklich tolle Atmosphäre. Ich kann nur erahnen wir wunderbar “Ein Sommernachtstraum” hier sein muss.

Man sitzt hier entweder auf mitgebrachten Decken oder Campingstühlen oder mit etwas teureren Tickets auf Plastikstühlen die vor Ort bereits an den besten Stellen im Wald plaziert sind.

Die Lichtanlage hängt an Redwood Bäumen und die Bühne ist in Mitten einer zauberhaften Lichtung. Wirklich toll!

Leider konnte ich nicht fotografieren und darum kann ich das nicht zeigen, aber auf der Website gibt es Fotos und ich habe mal bei Flickr von anderen ein paar raus gesucht und hier sind ein paar Links:

http://www.flickr.com/photos/shakespearesantacruz/3795620099/

http://www.flickr.com/photos/theweatherreport/3832688440/

http://www.flickr.com/photos/lesbodojo/3875051044/

Wir hatten uns zum Glück warm eingemummelt inklusive Decken für die Beine und so konnten wir dem Stück unsere ganze Aufmerksamkeit schenken ohne zu erfrieren.

Die Story dürfte ja den Meisten hinlänglich bekannt sein, und so beschränke ich mich darauf zu sagen, dass es wirklich toll inszeniert war und wir jede Menge zu Lachen hatten und tolle “Fechtszenen” geboten bekamen.

Alles in Allem ein super Abend und wir werden ganz bestimmt im nächsten Jahr wieder kommen. Ein echtes kulturelles Highlight hier in der Gegend.

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Mar 10

Wie schon angekündigt, verbrachten wir meinen Geburtstag im Exploratorium in SF.

Dieses Mal gab es einen After Dark Event, d.h. es fand unter dem Motto “Distortion” ein Abend mit Live Musik, Bar, 3D Kino und speziellen Aufbauten im Exploratorium statt.

Ohne Kinder!

Das war super cool! Nicht nur, dass überall Bars aufgebaut waren, wo man sich mit den köstlichsten Cocktails, Bier und Wein versorgen konnte, nein! man konnte auch endlich die vielen Knöpfe drücken, Seifenblasen machen und alles ausprobieren, ohne auf Kinder Rücksicht nehmen zu müssen. Ach das war herrlich!

Mit einem Cocktail in der Hand an einem elektronischen Schlagzeug sitzen und den eigenen Rockstar Träumen nachhängen…Bunte Bilder aus Sand malen und riesige Seifenblasen machen…Wild auf allen erdenklichen Köpfen herumdrücken…Bälle werfen und auf Stühle klettern…

Es war einfach wunderbar zu sehen, dass doch in uns allen noch die Begeisterung aus Kindertagen steckt. Ganz tief drinnen, verborgen unter Vernunft und dem Erwachsensein. Und wie wunderbar, wenn man einfach mal wieder Kind sein darf!

Wir hatten jedenfalls eine Menge Spass und gemeinsam mit Tracy und James einen tollen Abend im Exploratorium. Genau der richtige Ort um das Altern für ein paar Stunden zu vergessen :-)

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Jan 21

Das neue Jahr sollte für uns mit einem weiteren Highlight starten.

Am 5. Januar machten wir uns auf den Weg nach San Francisco um gemeinsam mit ein paar Bekannten das Musical Wicked zu sehen.

Dirk vollgestopft mit Medikamenten nach einer fiesen Wurzelbehandlung am Vormittag, und ich total erkältet…

Ein sehr schönes Paar das wir dort abgaben. Eigentlich hatten wir noch versucht unsere Karte (die wir schon Wochen vorher gekauft hatten) noch an Interessierte zu verkaufen, da sich aber so schnell niemand finden wollte und wir die $80 pro Karte auch nicht einfach so verfallen lassen wollten (ja, wir haben §160 für den Spass hingeblättert) haben wir uns also trotz unseres desolaten Zustandes in Schale geworfen und ins Theater geschleppt.

Und es hat sich vielleicht gelohnt!

Ich glaube das ist das schönste Musical, das ich je gesehen habe! Einfach toll!

Wicked erzählt die Geschichte vor der Geschichte vom Wizard of Oz, insbesondere den Werdegang der drei Hexen.

Da ich weder den Wizard of Oz kenne (ja ich weiß, das ist eine Bildungslücke, und ich weiß auch nicht wie ich es all die Jahre geschafft habe mich diesem Werk zu entziehen) noch Wicked, war ich also total unvoreingenommen und gespannt auf die Geschehnisse.

Dirk, der den Wizard of Oz kennt, nicht aber Wicked, war ebenfalls super gespannt.

Allein das Bühnenbild war schon ein Erlebnis. An der Decke hing ein riesiger Metalldrache der hoch über der Bühne und den Köpfen der Zuschauer mit den Flügeln schlagen, den Kopfe bewegen und Rauch aus dem riesigen Maul ausstoßen konnte.

Ach hab ich eigentlich erwähnt, dass wir super weit vorne saßen. Also ca. 12 Reihe oder so. Wir hatten einen fantastischen Blick auf die Darsteller, das Bühnenbild und konnten zum ersten Mal bei einem Musical sogar die Gesichtsausdrücke der Sänger/Tänzer/Schauspieler erkennen.

Sehr lohnenswert kann ich da nur sagen!

Das Musical selbst bietet wirklich alles, für einen schönen unterhaltsamen Abend in einer fernen Welt. Liebe, Eifersucht, Zauberei, Freundschaft, Mut, Abenteuer und und und. Man kann weinen aber meist einfach nur herzhaft lachen.

Die Darstellerin der guten Hexen Glinda war einfach phenomenal! Sie war so unheimlich komisch und gleichzeitig so grauvenvoll ätzend (in ihrer Rolle als Glinda) dass man eigentlich immer hin und hergerissen davon war, ob man sie nun mag oder nicht.

Aber auch die Hexe Elphaba, welche später die Wicked Witch of the West wird, war einfach großartig.

Ach, ich könnte noch stundenlag über das Musical schwärmen…

Am Besten schaut es Euch selbst einmal an. Es ist wirklich, wirklich toll und für mich mit dem Phantom der Oper eines der schönsten Musicals die ich je gesehen habe.

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Jan 19

Jetzt wird es aber nun wirklich höchste Zeit, dass ich mich um meine geschätze Leserschaft kümmere und mich wieder verstärkt dem Bericht über unsere Abenteuer in der neuen Welt widme.

Den Anfang möchte ich mit unserem ersten Ausflug im neuen Jahr nach San Francisco zur California Academy of Sciences machen.

Der letzte noch freie Samstag stand demnach für uns ganz im Zeichen von Kultur und Bildung.

Die California Academy of Sciences ist nicht nur eines der größten Naturkundemuseen der Welt, sondern auch noch Aquarium, Mini-Zoo, botanischer Garten, Gewächshaus und Planetarium im Herzen des Golden Gate Parks in San Francisco (welcher übrigens ähnlich wie der Central Park in New York in Mitten der Stadt liegt, eine ähnliche Form aufweist aber stolze 20% größer ist, als sein berühmter Ostküstenverwandter).

Auch wenn der Eintrittspreis mit $25 pro Person sehr heftig erscheint, so darf man sich hiervon auf keinen Fall abschrecken lassen. Die Academy ist jeden einzelnen Dollar mehr als wert und man bekommt als Gegenleistung einen unvergesslichen Tag und jede Menge Sehenswürdigkeiten geboten. Zudem gibt es jeden dritten Mittwoch im Monat einen kostenfreien Tag.

Das Gebäude allein ist schon ein Knüller. Das Dach (the living roof) ist hügelig gestaltet und und mit Gras und Blumen bewachsen. Man hat fast den Eindruck das Teletubbiesland entdeckt zu haben, wenn man auf der Aussichtsplattform des Daches steht.

Unter all dem befindet sich im Inneren eine Kugel, welche das Planetarium beherbergt. Daneben gibt es eine viergeschossige Glaskuppel in welcher sich ein tropischer Regenwald inklusive Terrarien für Kröten, Frösche, Schlangen, Käfer etc sowie frei herumfliegende Vögel und Schmetterlinge befindet. In diesem “Regenwald kann man dann bequem auf einer Ringelrampe (hihi, mir viel irgendwie kein passendes Wort für Wendeltreppe ohne Stufen ein) bis in die Baumwipfel emporklettern. Oben angekommen merkt man dann auch schon deutlich die tropisch feuchtwarmen Temperaturen, bevor es dann von hier aus mittels eines Fahrstuhls einmal quer durch durch den Regenwald hinunter ins Erdgeschoss und damit ins Aquarium geht.

Fast das komplette Untergeschoss beherrbergt Wassertanks und Aquarien. Einfach gigantisch. Das besonders Schöne daran ist, dass man einige der größeren Aquarien vom Erdgeschoss aus einsehen kann. So sieht man die Fische von oben durch die Wasseroberfläche während man um die Glaskuppel des Regenwaldes herum läuft, oder kann den Leuten, welche sich im gläsernen Tunnel unter dem Aquarium befinden, von oben aus dem Regenwald auf den Kopf durch das Wasser zwischen den Fischen und Schildkröten hindurch schauen. Sehr cool!

Das Aquarium selbst ist einfach unfassbar groß. Man kann hier alle möglichen bunten Fische bestaunen, kleine Haie, Quallen, Schildkröten, Krebse, Krabben, Seesterne und und und. Es gibt auch eine Sumpflandschaft in welcher man Alligatoren bestaunen kann und eine Ausstellung in welcher der Besucher Austern, Seesterne und Seeigel anfassen darf (natürlich nur unter fachmännischer Aufsicht).

Man kann hier wirklich einen ganzen Tag zubringen und es wird und wird nicht langweilig.

Einfach großartig.

Das Museum bietet zudem auch noch ein paar Pinguine welchen man ebenfalls bei ihren super schnellen Manövern unter Wasser zu schauen kann.

Wir hatten jedenfalls einen super tollen Tag, auch wenn wir es leider nicht mehr geschafft haben, das Planetarium zu besuchen, da alle Shows restlos überfüllt waren. Aber war ja eigentlich an einem Feriensamstag nicht anders zu erwarten.

Aber so haben wir noch etwas für den nächsten Besuch – und der wird ganz sicher kommen!

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