Sep 29

Mein Fundstuck der Woche oder etwas für die Kategorie Kurioses und Bemerkenswertes ist ein Flyer, den wir kürzlich in unserem Briefkasten gefunden haben.

Mir fehlen dazu die Worte und darum lasse ich Bilder für sich sprechen (Man beachte besonders das 2.). Einfach drauf klicken und die Bilder werden größer:

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Aug 31

…oder warum ich schon wieder eine neue Sprache lernen muss.

Ich erinnere mich noch gut an die Schulzeit, als (zumindest in meiner war es so) uns im Englisch Unterricht erzählt wurde, wir würden hier “Oxford English” lernen und nicht “American English”

Aha, und wo ist da der Unterschied? fragte ich mich damals noch ganz blauäugig.

Ok, dass Lied von den Tomaten und Kartoffeln haben wir auch gelernt und über die verschiedene Aussprache gelächelt, auch war mir bewusst, dass man hier in den USA den Nachbarn ohne “u” schreibt und in UK mit (neighbor and neighbour) und das gleiche einem bei der Farbe (color and colour) wieder begegnet, aber von der ganzen Tragweite dieser Differenzierung zwischen “American English” und “British English” ahnte ich nichts.

Kaum in London angekommen merkte ich damals ziemlich schnell, dass das Englisch, was wir in der Schule gelernt hatten, mit dem tatsächlich hier Gesprochenen nur entfernt etwas zu tun hatte. Klar die Schreibweise war die selbe aber die Aussprache war meilenweit von allem entfernt was ich je in der Schule gehört hatte.

Zunächst einmal wurde mir erklärt, dass es etwas vergleichbares wie das Hochdeutsch im Englischen nicht existiert. Am ehesten würde man das, was man in der Schule lernt mit dem vergleichen, was bei der BBC also dem größten TV-Sender Großbritanniens, gesprochen würde. Also nicht “Oxford English” haben wir gerlent sondern “BBC English”. Aha, wie auch immer.

Dazu kamen dann diverse englische Dialekte die das Verstehen nicht vereinfachen. Langsam dämmerte es mir, wie schwer es ein Ausländer in Deutschland haben muss, wenn er zwischen Hamburg und München unterwegs ist.

Erstaunlicherweise hört man sich mit der Zeit aber auch hier ein und am Ende unseres zweijährigen Aufenthaltes in London konnte ich immerhin anhand der Aussprache erkennen, ob jemand aus Schottland, Irland, Wales, Nordengland, Ost- oder Westengland und Südengland stammte.

Viel bemerkenswerter hingegen war die Tatsache, dass sich wohl einige amerikanische Worte in mein Englisch geschlichen hatten. Wahrscheinlich lag dies an diversen USA – Reisen, der Musik und Filmen welche ich wohl überwiegend aus den USA konsumierte.

So wurde ich in London einmal auf meine Frage wo denn die “Restrooms” seien schnippisch gefragt, warum denn jemand an einem solchen Ort eine Pause (rest) haben wollte.

Whatever! Ich halso mein Vokabular geändert in “toilet, ladies room, loo”.

Das nächste Hürde galt es zu überwinden, als wir uns einen Mietwagen gönnten und tanken mussten. Nachdem wir nach der “gas station” fragten bekamen wir nur verständnislose Blicke bis ein cleverer Geist meinte, ob wir eine “petrol station” suchten.

Aha, wieder was gelernt. Gut also “petrol station”. Mit der Zeit passt man sich dann seiner Umgebung an und erweitert seinen Wortschatz um viele viele neue Vokabeln.

Dann der Kulturschock.

Nach dem Umzug in die USA dachte ich noch so bei mir: Haha! Ich kann ja jetzt viel besser Englisch als noch vor zwei Jahren. Das dürfte ja dann kein großes Problem mehr sein.

Ha, falsch gedacht! Klar hatte sich den Wortschatz vergrößert, aber mit British English. Nun sind wir hier aber in den USA und wenn jemand einen Einkaufswagen sucht, dann fragt man besser nicht nach dem “trolley” (denn der ist hier eine Art Straßenbahn oder Tram) sondern nach einem “shopping cart”. Nun ist auch wieder der “restroom” und die “gas station” in und Worte wie “bollocks” oder “loo” erheitern die Menschen hier eher.

Von “my luv” wurde ich nun zu “honey” oder “sweety” und über die diversen Ausdrucksformen von belegten Brötchen möchte ich mich gar nicht erst auslassen.

Auch hier gilt es für mich nun die verschiedenen Dialekte zu verstehen und neu zu lernen, aber zum Glück ist das hier nicht ganz so schwierig wie in UK.

Wobei ich sagen muss, so ein heftig Southern Accent bringt einen schon an den Rande des Machbaren.

So lerne ich also nun eine weitere Sprache und obwohl ich eigentlich den britischen Klang in der Stimme lieber höre als das breite american english, so lebe ich nun hier und passe mich an.

Um mit den Worten von dem Briten Oscar Wilde zu enden:

“We have really everything in common with America nowadays, except of course, language.”

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Aug 04

Unfassbar, wie schnell die Zeit vergeht…

Eben gerade noch über den großen Teich ausgewandert und schwupps ist schon ein ganzes Jahr vergangen.

Am 2. August haben wir sozusagen unseren ersten Kalifornien Geburtstag gefeiert. Eigentlich haben wir nicht wirklich gefeiert, aber in Gedanken zumindest das letzte Jahr Revue passieren lassen.

Es ist doch so Einiges passiert und wir haben schon ziemlich viel erlebt. Von Wohnungssuche über Kontoeröffnung, Autokauf und Raumaustattung bis hin zu Reisen nach Mendocino, Napa Valley, Monterey, Reno und Lake Tahoe…

Ach, so schnell vergeht ein Jahr!

Obwohl wir uns eigentlich schon richtig heimisch fühlen, kommt es uns immer noch vor, als sei es erst neulich gewesen, als wir das Flugzeug in Richtung USA nahmen. 1 Jahr ist in Silicon Valley Zeit schon fast eine Ewigkeit und für Viele hier bereits “Halbzeit” ihres Aufenthaltes in Kalifornien.

So haben wir natürlich im letzten Jahr viele nette Leute kennen gelernt, aber mussten auch schon wieder von Einigen Abschied nehmen. The circle of life oder eben das Leben im Silicon Valley.

Auch wenn wir Euch alle doch sehr vermissen und am Liebsten gleich um die Ecke von jedem einzelnen von Euch wohnen würden, so haben wir doch den Schritt hierher zu kommen nicht bereut und auch ich habe das Leben hier mittlerweile ins Herz geschlossen. Es hat zwar ertwas länger gedauert, aber die Sonne, das Meer und die milden Temperaturen helfen schon sehr das Leben hier lieben zu lernen.

Nun freuen wir uns auf die nächsten Abenteuer und blicken voller Vorfreude auf einen Trip nach Las Vegas…

Ach nur kurz noch als kleine Fußnote: Die Mülltüten-Packung, die wir genau heute vor einem Jahr bei Costco gekauft haben (http://california.cotta-und-dirk.de/2009/08/first-day-in-california/) haben wir immer noch! Unfassbar aber wahr. Das war mal wirklich eine Jahrespackung auch wenn sich die Tüten nun langsam dem Ende neigen! :-)

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Jul 28

Ich liebe diese kleinen flinken Vögelchen, die Kolibris.

Wir beobachten sie schon seit unserer Ankunft im letzten Jahr (mit einer kurzen Unterbrechung über die kühlen Wintermonate), denn hier in Kalifornien kann man unzählige dieser Flitzer sehen.

In diesem Sommer hatte ein Paar beschlossen in unserem Treppenhaus direkt am Feuersprinkler ein Nest zu bauen. Das sieht vielleicht ulkig aus.

Wir haben daraufhin immer ganz leise unsere Wohnung verlassen um sie nicht in ihren Brutbemühungen zu stören.

Ob sie nun Junge groß gezogen haben oder nicht, kann ich nicht genau sagen, da wir in der betreffenden Zeit in Deutschland weilten. Kolibris sind nämlich sehr flink in ihrer Aufzucht.

Sie brüten lediglich 1 – 2 winzige Eier aus. Die Küken schlüpfen bereits nach 15 – 19 Tagen und sind nach nur 3 – 4 Wochen flügge.

So schnell geht das!

Hier in Kalifornien haben viele Leute an ihren Häusern oder Balkonen sog. Hummingbird Feeder. Ein deutsches Wort hierfür zu finden gestaltet sich schwer also umschreibe ich es mal. Es ist ein Gefäß, in welches man eine Zuckerlösung füllt, die dann die Kolibris trinken können.

Wenn man Glück hat, nehmen die Kolibris diese Einladung an und kommen dann regelmäßig zum Trinken/Essen an den Balkon oder in den Garten.

Diese Gefäße gibt es hier in den unterschiedlichsten Formen und Austattungen. Mit Sitzstange für das Tier und ohne, aus Glas oder aus Plastik, mit Verzierung oder ohne… und und und. Man kann bei der Fülle des Angebotes nur hoffen, das für den Kolibri in der näheren Umgebung passendste Modell zu wählen.

Wir haben uns nun endlich auch einen solchen Hummingbird Feeder gekauft und nach “nur” 20 Minuten ein schönes Glasgefäß gefunden, in welches die Zuckerlösung hineingefüllt wird, welcher der Kolibri aus kleinen Metallblüten trinken kann.

Zum Glück bot der Baumarkt auch gleich noch eine dicke Flasche mit “Nektar” an. Wir haben dieses Angebot gerne angenommen, denn sonst hätten wir das ganze Zeug selbst zusammen rühren müssen. Geht aber auch.

Kaum hatten wir unseren neuen Feeder aufgehängt kam auch schon der erste Kolibri angerauscht. Keine Minute hat das gedauert. Unfassbar! Wir waren ganz hin und weg.

Nun hängt das Ding schon seit zwei Tagen und wir werden nicht müde “unserem” Kolibri Paar beim Anflug auf unseren Balkon zu zu schauen.

Ach, es ist aber auch einfach zu schön!

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