Jan 13

Natürlich haben wir in den vielen Tagen in denen meine Familie hier bei uns in Kalifornien verweilte, nicht nur San Francisco, sondern auch die nähere Umgebung erkundet.

Selbstverständlich standen auch mehrere Ausflüge nach Monterey, Carmel und Moss Landing auf dem Programm.

In Moss Landing waren Dirk und ich ja im Sommer Kayaking und von daher wussten wir, dass man hier am Elkhorn Slough auch ohne Kayak relativ nah an Sea Otters und Seals kommen kann. Und damit eignete sich dieser Ort hervorragend um mal mit der Tierwelt hier in Kalifornien bei der Familie Eindruck zu schinden.

Das war schon super. Wir konnten duzenden von See Ottern zu schauen, wie sie so vor sich hindümpelten. Die sind schon wirklich ziemlich entspannt wie sie da so auf dem Rücken liegend dahintreiben. Und dann sind die auch noch so putzig. Ich könnte denen stundenlang zu schauen…Einfach wunderbar.

Die Seals lagen wie immer unförmig und wurstig auf der Sandbank und ab und an schwamm mal eine kurz vorbei um zu schauen, was wir da so machen. Gegenüber lagen duzende von Seelöwen auf einem Bootsanleger und machten wie üblich viel Lärm und Gestank. Man kann hier schon ne Menge erleben und den Tieren wunderbar in ihrer natürlichen Umgebung zu schauen. Wirklich toll und definitiv eines meiner Highlights in Kalifornien.

Natürlich waren wir auch wieder am Monterey Pier und an der Mole. Dort wo Dirk vor ein paar Monaten seinen Tauchkurs erfolgreich absolvierte gibt es nämlich eine lange Mole, auf deren Steinen sich es die Seelöwen gerne gemütlich machen. Bei beiden unserer Abstecher hierhin hatten wir das Glück dass sich Seelöwen direkt unterhalb des Fußweges auf den Steinen nieder gelassen hatten, so dass man sie hätte anfassen und kraulen können.

Da diese Kolosse aber eher zur Muffeligkeit und Übellaunigkeit neigen, ziemlich lange scharfe Zähne haben und es überdies auch noch verboten ist, lässt man das besser mit dem Streicheln. Nur so als Tipp, an alle die Ihre Finger gerne noch behalten möchten ;-)

Aber bei unserem zweiten Besuch durften wir etwas ganz besonders Schönes erleben. Direkt an der Mole schwamm eine Mutter Sea Otter mit ihrem Baby (naja, es war schon aus dem Gröbsten raus, aber die Kleinen bleiben recht lange an Mamas Rockzipfel hängen). So nah sieht man diese Tiere sonst wirklich nur im Zoo. Wunderbar! So nah! Und dann ist Mama immer wieder abgetaucht und kam ein ums andere Mal mit einer Krabbe, Languste oder einem Krebs zurück an die Oberfläche. Wir konnten richtig hören, wie sie mitihren Zähnen den Panzer knackte und wurden Zeugen, wie sie ihrem Baby immer wieder etwas “herüber reichte”. Das sieht vielleicht putzig aus, wenn diese Seeotter mit ihren kleinen Pfötchen das Essen festhalten und dann auch noch verteilen. Ziemlich cool. Am Ende des Videos unten, kann man dieses schöne Schauspiel anschauen. Davor sieht man wie die Sea Otters am Elkhorn Slough so vor sich hindümpeln.

Ich könnte denen stundenlang zu schauen. Irgendwie bekommt man dabei so eine echte innere Ruhe.

Aber natürlich haben wir auch noch mehr von der Umgebung bewundert und sind natürlich auch wieder von Monterey über Pacific Grove zum 17-Miles-Drive bis nach Carmel-by-the-Sea gefahren.

Ich liebe diese Strecke, aber das habt dürfte auf Grund meiner Blogeinträge ja mittlerweile kein Geheimnis mehr sein ;-)

Ach ja, wir haben übrigens bei unserer Fahrt dann noch ein paar Seals gesehen und die Oma zu dem ersten Hot Dog ihresLebens gezwungen.

Auf die Frage ob es ihr den schmecken würde antwortete sie: “Naja, man muss auch mal was anderes essen”

:-D

In diesem Sinne wünsche ich viel Spass und Mut bei neuen Abenteuern und sei es auch nur beim Probieren einer unbekannten Speise.

Viel Spass nun mit dem Video:

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Sep 08

Bei uns gab es endlich, endlich einmal wieder ein langes Wochenende. Das Labor Day Weekend. Ja, nun erleben wir also Dinge schon zum zweiten Mal. Haha, aber dieses Mal haben wir unser Labor Day Weekend nicht mit Shopping verbracht, sondern mit einem Kurztripp.

Sonntag fuhren wir mal wieder in Richtung Monterey um dort unser schnuckeliges Comfort Inn zu beziehen. Wir wollten über Nacht bleiben, da wir Abends noch bei Bekannten zum BBQ eingeladen waren (was unheimlich lustig und schön war) und zum anderen am nächsten Tag einen erneuten Versuch des Whale Watchings unternehmen wollten.

Kurz nach unserer Ankunft ging es dann für uns nach Moss Landing, genauer gesagt zum Elkhorn Slough (spricht man angeblich “slu” aus). Der Elkhorn Slough ist eine Flussmündung in Moss Landing in die Monterey Bay. Hier hat sich eine Art Sumpflandschaft gebildet, welche vielen Seeottern, Robben, Seelöwen, Muscheln, Austern, Pflanzen, Insekten und hunderten von Vogelarten eine Zuflucht und Heimat bietet. Das Wasser im Slough ist von den Meeresgezeiten abhängig  bietet einen sicheren Platz vor diversen Fressfeinden, und insebesondere vor dem großen Weißen Hai, welcher in der Monterey Bay ebenso gerne lebt, wie Wale, Delphine, Otter, Robben und Seelöwen.

Da nun dieses Gebiet ein Naturschutzgebiet ist, kann man nicht einfach so hineinfahren oder hineinspazieren. Der beste Weg um sich die vielen Tiere hier anzuschauen ist mit einem Boot oder Kayak. Natürlich gibt es an der Mündung im Hafen von Moss Landing Kayak Rentals wo man entweder Kayaks mieten kann oder eine der vielen verschiedenen Touren buchen kann.

Wir haben uns für eine 3 Stündige Tour bei der Kayak Connection entschieden, da wir gerne auch noch ein paar Infos von einem Guide über die diversen Tiere und den Elkhorn Slough haben wollten.

Die Tour kostete $50 pro Person und auch wenn das ein stolzer Preis ist, so hat sich jeder einzelen Dollar sowas von gelohnt. Es war einfach wunderbar!

Nachdem ich mich erst einmal an das wackelige Kayak gewohnt hatte, ging es dann auch schon los. Noch am Hafen sahen wir die ersten Harbor Seals ganz ganz nah faul auf einer Sandbank liegen. Manche haben uns ziemlich skeptisch beäugt, aber der Tour Guide, ein sehr netter Biologie Student von der Monterey University, hatte stets darauf geachtet, dass keiner zu nah an die Tiere gepaddelt ist und sie sich nicht gestört gefühlt haben.

Ein paar hundert Meter weiter sahen wir dann auch schon eine ganze Herde See Löwen, die wie immer ziemlich streng rochen und viel Lärm gemacht haben.

Und so paddelten wir also weiter vor uns hin und konnten viele verschiedene Vögel bewundern, insbesondere den Great White Egret, den Great Blue Heron, den Little und den Snowy Egret, den Turkey Vulture, Pelicane und sogar den American White Pelican.

Diese Vögel haben wir in Florida schon ziemlich häufig bestaunen können, weshalb unser Focus mehr auf den marinen Säugetieren lag. Insbesondere den Otterchen! Ach die sind ja zu putzig, diese Sea Otters. Vom Kayak aus, konnten wir hunderte von ihnen wirklich toll beobachten, wie sie abtauchten und mit Muscheln wieder an die Obefläche kamen und diese dann mit einem Stein auf dem Bauch öffneten. Oder auch die Otter Mamis mit ihren Babies, welche auf deren Bauch sitzen. Das sieht sooooo lustig und schnuffig aus. Einfach wunderbar. Die Otter treiben oft stundenlang auf dem Rücken auf dem Wasser, weil sie so viel Energie in dem kalten Wasser sparen können. Um nicht abzutreiben in der Strömung “Ankern” sie häufig im Kelb. Das sind Seealgen oder Seegras, welches sich die Otter um den Bauch wickeln um nicht abzutreiben. Denn dieses Kelb ist am Boden festgewachsen. So bietet es quasi einen natürlichen Anker.

Unser Tour Guide erzählte uns aber, dass die Seeotter, obwohl sie so niedlich aussehen, ziemlich bissig seien und falls einer versuchen würde auf das Kayak zu klettern (was wohl vorkommt), sollten wir ihn mit dem Paddeln wieder runter schupsen.

Aber Sonntag waren sie nicht in Angriffslaune und schwammen nur ziemlich neugierig zwischen denk Kayaks hin und her und beäugten uns skeptisch.

Auch ein paar Seals fanden und sehr interessant und schwammen unter unseren Kayaks hindurch und eine tauchte sogar genau neben unserem auf. Ich hab mich so erschreckt, dass das Foto ziemlich verwackelt ist. :-) Und wie sie da aus dem Kelb auftauchte sah sie auch etwas gespenstisch aus. Das wir so nah an die Tiere kommen würden und auch so viele sehen würden, hatten wir nicht zu hoffen gewagt. Und auch das Wetter hatte richtig toll mitgespielt. Im dicken Nebel, den es in der Monterey Bay und entlang der San Francisco Peninsula so häufig gibt, starteten wir unseren Trip aber schon nach wenigen Minuten verschwand er und wir paddelten im schönsten Sonnenschein.

Dies blieb natürlich nicht ohne Folgen und so hatte Dirk am Abend dann auch eine richtig verbrutzelte Stirn. Aber wer braucht schon Sonnencreme …

Hier ist noch ein kleines Video von unserem Ausflug. Leider etwas wackelig und schief, aber mit so einer Mini-Camera und dem wackelnden Kayak ging es einfach nicht besser. Aber man kann trotzdem einen kleinen Eindruck von der Vielfalt der Tierwelt hier bekommen:

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Aug 13

Um unser Touristen Programm noch etwas zu vervollständigen, machten wir uns Montag auf den Weg nach Monterey. Nach nur 1 1/2 stündiger Fahrt kamen wir auch schon an unserem ersten Ziel an.The Boss

Monterey ist ein ehemaliger Fischerot, der kurzzeitig sogar einmal amerikanische Hauptstadt war, und heute hauptsächlich vom Tourismus lebt (was man leider auch sehr deutlich spürt).

Von hier aus kann man das ganze Jahr über zu Whale Watching Touren aufbrechen, die je nach Saison, Anbieter und Dauer zwischen 35 und 45 Dollar pro Person kosten. Eine solche Tour haben wir dieses Mal noch nicht gemacht, aber es kann nicht mehr lange dauern, bis wir uns auch einmal diesen Riesen des Pazifiks nähern werden.  Von April bis Dezember kann man wohl Buckelwal, Blauwale, Killerwale, Delphine und natürlich die obligatorischen Seelöwen und Robben bewundern. Von Dezember bis April gibt es dann die Grauwale zu bestaunen.

Ansonsten bietet Monterey noch das in ganz USA berühmte Monterey Aquarium. Das Aquarium soll wohl ein echter Knüller sein, und jeder, wirklich jeder hier hat uns bereits davon vorgeschwärmt und eine Mitgliedschaft ans Herz gelegt. Alles klingt wirklich toll, aber so lange wir es selbst noch nicht bewundert haben, können wir darüber natürlich auch noch nichts berichten. ;-)

Nachdem ich mir auf auf unserer zweistündigen Rundwanderung auf der Cannery Row einen Sonnenstrich zu gezogen habe (aber das habe ich natürlich erst Harbor Seal and Cormorantsam Abend bemerkt), sind wir weiter nach Carmel aufgebrochen. Auf dem Weg dorthin haben wir doch tatsächlich noch ein paar Harbor Seals sehen können, was mich persönlich sehr gefreut hat. Diese Tiere sind nämlich etwas seltener als die allgegenwärtigen Seelöwen und auch etwas scheuer.  Dazu gab es so zu sagen noch jede Menge Kormorane obendrauf ;-) .Und so ging es also auf nach Carmel.

Carmel ist wirklich wunderschön. Reizend – wie ich nicht müde wurde Dirk mitzuteilen.

CarmelDieser kleine Ort liegt an einem fantastischen weißen Sandstrand in einer unheimlich schönen Bucht. Es gibt keine Hochhäuser, dafür aber umso mehr uralte Pinien, welche die eine oder andere Straße fast schon in einen Tunnel verwandelt. In Carmel gibt es keine Reklametafeln, Parkuhren, Hausnummern oder Briefkästen.  Erst seit kurzem ist es auf Wunsch möglich, die Post ausgeliefert zu bekommen, üblich ist jedoch sie selbst vom Postamt abzuholen. Kurios ist ebenfalls, dass neue Häuser und Geschäfte nunmehr um die alten Bäume herumgebaut werden müssen.

Clint Eastwood war übrigens vor einigen Jahren Bürgermeister von Carmel und viele Prominente leben/lebten in Carmel.

Ich kann nur jedem Kalifornien-Besucher dieses Juwel am Highway No. 1 empfehlen.

Hier angekommen bezogen wir ein nettes kleines Hotel, das Cobblestone Inn, welches uns von Ilona empfohlen wurde.  Nachdem Einchecken gab es auch foggy Carmeldie Nachmittags Häppchen und ein Gläschen Wein auf Kosten des Hauses (hihi, ist das nicht nett). Frisch gestärkt machten wir uns dann Sun behind Fogzu Fuß auf, Carmel zu besichtigen. Einmal abgesehen davon, dass man, wenn man vom Strand zurück will, bergauf laufen muss, ist es wirklich sehr schön, diesen Ort zu Fuß zu erkunden. Es gibt kleine Geschäftchen, Anitiquitäten-Läden, Designer-Shops und nette Restaurants.

Nach einem leckeren Abendessen und einem ausgedehnten Spaziergang am Strand, der faszinierend unter dem dicken Nebel (über welchen in noch ausführlicher berichten werde) lag, fielen wir auch müde (und ich mit heftigen Sonnenstich-Kopfschmerzen) in unser Bett. Am nächsten Tag sollte es ja weiter gehen auf unserem Roadtrip.

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