Jan 19

Jetzt wird es aber nun wirklich höchste Zeit, dass ich mich um meine geschätze Leserschaft kümmere und mich wieder verstärkt dem Bericht über unsere Abenteuer in der neuen Welt widme.

Den Anfang möchte ich mit unserem ersten Ausflug im neuen Jahr nach San Francisco zur California Academy of Sciences machen.

Der letzte noch freie Samstag stand demnach für uns ganz im Zeichen von Kultur und Bildung.

Die California Academy of Sciences ist nicht nur eines der größten Naturkundemuseen der Welt, sondern auch noch Aquarium, Mini-Zoo, botanischer Garten, Gewächshaus und Planetarium im Herzen des Golden Gate Parks in San Francisco (welcher übrigens ähnlich wie der Central Park in New York in Mitten der Stadt liegt, eine ähnliche Form aufweist aber stolze 20% größer ist, als sein berühmter Ostküstenverwandter).

Auch wenn der Eintrittspreis mit $25 pro Person sehr heftig erscheint, so darf man sich hiervon auf keinen Fall abschrecken lassen. Die Academy ist jeden einzelnen Dollar mehr als wert und man bekommt als Gegenleistung einen unvergesslichen Tag und jede Menge Sehenswürdigkeiten geboten. Zudem gibt es jeden dritten Mittwoch im Monat einen kostenfreien Tag.

Das Gebäude allein ist schon ein Knüller. Das Dach (the living roof) ist hügelig gestaltet und und mit Gras und Blumen bewachsen. Man hat fast den Eindruck das Teletubbiesland entdeckt zu haben, wenn man auf der Aussichtsplattform des Daches steht.

Unter all dem befindet sich im Inneren eine Kugel, welche das Planetarium beherbergt. Daneben gibt es eine viergeschossige Glaskuppel in welcher sich ein tropischer Regenwald inklusive Terrarien für Kröten, Frösche, Schlangen, Käfer etc sowie frei herumfliegende Vögel und Schmetterlinge befindet. In diesem “Regenwald kann man dann bequem auf einer Ringelrampe (hihi, mir viel irgendwie kein passendes Wort für Wendeltreppe ohne Stufen ein) bis in die Baumwipfel emporklettern. Oben angekommen merkt man dann auch schon deutlich die tropisch feuchtwarmen Temperaturen, bevor es dann von hier aus mittels eines Fahrstuhls einmal quer durch durch den Regenwald hinunter ins Erdgeschoss und damit ins Aquarium geht.

Fast das komplette Untergeschoss beherrbergt Wassertanks und Aquarien. Einfach gigantisch. Das besonders Schöne daran ist, dass man einige der größeren Aquarien vom Erdgeschoss aus einsehen kann. So sieht man die Fische von oben durch die Wasseroberfläche während man um die Glaskuppel des Regenwaldes herum läuft, oder kann den Leuten, welche sich im gläsernen Tunnel unter dem Aquarium befinden, von oben aus dem Regenwald auf den Kopf durch das Wasser zwischen den Fischen und Schildkröten hindurch schauen. Sehr cool!

Das Aquarium selbst ist einfach unfassbar groß. Man kann hier alle möglichen bunten Fische bestaunen, kleine Haie, Quallen, Schildkröten, Krebse, Krabben, Seesterne und und und. Es gibt auch eine Sumpflandschaft in welcher man Alligatoren bestaunen kann und eine Ausstellung in welcher der Besucher Austern, Seesterne und Seeigel anfassen darf (natürlich nur unter fachmännischer Aufsicht).

Man kann hier wirklich einen ganzen Tag zubringen und es wird und wird nicht langweilig.

Einfach großartig.

Das Museum bietet zudem auch noch ein paar Pinguine welchen man ebenfalls bei ihren super schnellen Manövern unter Wasser zu schauen kann.

Wir hatten jedenfalls einen super tollen Tag, auch wenn wir es leider nicht mehr geschafft haben, das Planetarium zu besuchen, da alle Shows restlos überfüllt waren. Aber war ja eigentlich an einem Feriensamstag nicht anders zu erwarten.

Aber so haben wir noch etwas für den nächsten Besuch – und der wird ganz sicher kommen!

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Nov 19

Nein, nein, das ist nicht das San Francisco Morgenmagazin, sondern das San Francisco Museum of Modern Art, eben kurz SF MOMA.

Nachdem unser lieber Besuch wieder abgereist war (schnüff, kommt bald mal wieder) mussten wir unsere Einsamkeit füllen, und da kam uns ein Tag im SF MOMAMuseum gerade Recht. So machten wir uns am 8.11. auf den Weg in die City (natürlich wieder bei herrlichem Sonnenschein) um uns mit Tracy und James für einen Tag Kultur zu treffen.

Sonntags kann man in der City an vielen Orten mit Parkuhren kostenlos parken uns so hatten wir das Glück nicht schon wieder ein Vermögen dafür ausgeben zu müssen.

Dirk and TracyDer Eintritt ins MOMA kostet 15 Dollar (das scheint hier so der Standardpreis zu sein) und ist damit, wie ich finde recht fair. Klar, verwöhnt wie wir aus London mit den kostenlosen Museen sind, fällt es schwer überaupt Eintritt zu bezahlen, aber es hätte ja auch schlimmer sein können.

Zudem ist jeden ersten Dienstag im Monat auch hier der Eintritt kostenlos, was Dirk and Jameseigentlich auch eine ganz nette Sache ist.

Das MOMA selbst ist einem, wie ich finde, sehr schönen Gebäude mit im Herzen des Finacial Districts untergebacht. Die Dachterasse ist wundervoll. Hier hat man einen super Blick auf die umliegenden Wolkenkratzer, die in SF doch irgendwie charmant sind.

SF MOMADie Austellung selbst war interessant aber übersichtlich. Das Museum ist nicht wirklich groß, bietet aber genug Fläche um den Besucher zu fesseln, nicht aber zu überfordern.

Nachdem wir 2 Stunden durch das Museum geschlendert waren und wir noch einen kleinen Rundgang durch den SF MOMAbenachbarten Park absolviert hatten, meldete sich dann auch der Hunger.

Sushi in Japantown! Ui, das war was lecker und wie praktisch, dass SF trotz seiner geringen Größe so viele Einwohner aus unterschiedlichen Ecken der Welt beheimatet. Juchhuh!

Nach einem mehr als reichlichen Sushi-Essen mussten wir die Dunkelheit natürlich wieder nutzen und sind noch auf den Aussichtspunkt des sehr sehr windigen Twin Peaks gefahren.

Vor uns lag in sternenklarer Nacht das wunderschöne hellerleuchtete San Francisco! Atemberaubend! Kalt und windig, aber atemberaubend!

(ich glaube ich habe bisher bei jedem einzelnen Besuch auf Twin Peaks gefroren, zu jeder Jahreszeit!)

San FranciscoAch, San Francisco ist und bleibt einfach eine der schönsten Städte der Welt (finde ich) und wenn ich hier bin, dann mildert das immer ein wenig mein Heimweh nach dem alten Europa.

Das SF MOMA ist auf jeden Fall sehenswert und auch ein Abstecher nach Japantown und Twin Peaks darf eigentlich nicht fehlen.

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Oct 27

So kurz vor Halloween mussten wir uns unbedingt das Winchester Mystery House anschauen. Nicht weit von uns entfernt in Winchester House of MysterySan Jose hatte die Witwe des Waffenmagnaten Winchester (Sarah L. Winchester) eine Villa gekauft und bis zu ihrem Tod auf die merwürdigste Art ständig aus-, um- und weitergebaut. 365 Tage im Jahr wurde an diesem Anwesen zu Lebzeiten von Sarah Winchester gebastelt.Winchester Mystery House

Nach dem Tod ihres Mannes (und dem sehr frühen Tod ihrer einzigen Tochter) hatte ein Medium aus Boston Sarah Winchester erklärt, dass auf der Familie ein Fluch läge und die Geister der durch Winchester Waffen getöteten Menschen sie heimsuchen würden. Diese Geister würden verlangen, dass sie gen Westen ziehe wo sie ein Haus nach den Plänen der Geister umbauen müsse, und dieses Haus dürfe auch nie fertig Winchester Mystery Housewerden. So bald die Bauarbeiten eingestellt würden, würde sie ebenfalls sterben.

Also baute die gute Frau immer und immer weiter an dem Haus herum bis hin zu sehr bizarren Dingen.

So gibt es zum Beispiel Türen, die zu einer Wand führen oder auch ins Nichts, Stufen die nur 2cm hoch sind, Schränke in die nichts hinein passt und und und. Dazu kommt, dass das Haus unheimlich verwinkelt ist und man eigentlich auch Innen keine wirklichen Stockwerke erkennen kann.

Door to nowhereEs gibt zum Beispiel ein Zimmer, von welchem man in das Stockwerk darüber nur gelangt, wenn man erst zweimal die jeweils 13 Stufen von zwei Treppen hinunter geht um dann wieder eine Treppe nach oben muss. Alles nur um ein Stockwerk zu überwinden, sehr sehr bizarr.

Aber so hatten wir etwas Interessante zu bestaunen. Die beiden Touren durch das Haus und hinter den Kulissen daurten jeweils rund 1h und waren sehr sehr kurzweilig. Mit 31 Dollar pro Karte zwar ein etwas kostspieliges Vergnügen, aber wir haben es nicht bereut uns das Winchester Mystery House angeschaut zu haben.

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