Sep 10

Ich habe beschlossen, ein wenig mehr über unsere kulinarischen Ausflüge zu berichten, zumal das Essengehen hier mehr als üblich ist. Kocht man viel selbst zu Hause, bekommt man schon einmal einen verwunderten Blick zu geworfen, denn die meisten Amerikaner gehen zum Dinner abends aus. Das ist dann mehr oder weniger aufwendig und reicht vom schnellen Burger oder Borrito bis hin zum super kulinarischen Erlebnis.

Am Wochenende ist man ohnehin häufig unterwegs und bis man dann eingekauft und gekocht hat… nun ja, es ist im Restaurant einfach so viel einfacher und ganz ohne dreckiges Geschirr. ;-)

Kommt man aus Deutschland, ist das schon eine Umstellung. Zwar geht man dort auch ab und an zum Essen aus, aber eben nicht annähernd so regelmäßig wie hier. Nun ja, vielleicht hat sich das ja in den letzten 5 Jahren seit unserer Abwesenheit auch geändert. Aber ich musste mich erst einmal daran gewöhnen und ja, ich koche noch hauptsächlich selbst, auch wenn ich die regelmäßigen Restaurantbesuche sehr genieße. Und ich spreche hier nicht von den Fast Food Ketten, sondern von “richtigen” Restaurants.

Also, in nächster Zeit hoffe ich hier ein paar Einträge rund um unsere “Dining Out” Erfahrungen aufzuschreiben und neben unseren Lieblingsrestaurants, über welche ich zum Teil ja unter “Culinary” schon gebloggt habe, auch unsere Einmalerfahrungen mitzuteilen.

Viel Spass dabei und schaut mal wieder vorbei

 

 

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Feb 01

Für alle die sich fragen, wie wir “locals” also Einheimische (mehr oder weniger, weil wir ja irgendwie alle hier nur so “Zugezogene oder Neigeschmeckte sind) die San Francisco Bay Area sehen, ist hier die perfekte Übersicht:

Ach ja, schön auch wie wir zwischen “stealth shit”, “burritos” und “Mexico” leben :-)   (das Bild stammt übrigens von einem mir unbekannten Verfasser auf Facebook)

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Jan 30

Ich werde oft gefragt, wie denn der Winter so bei uns ist…nun ja…also “Winter” kann man dazu eigentlich nicht wirklich sagen.

Eigentlich erinnert es mehr so and Oktober/November in Deutschland. Es sollte eigentlich beginnend im Oktober ab und an mal regnen und im März/April dann wieder ganz aufhören wobei sich die “Hauptregenzeit” auf Dezember bis Februar erstreckt. Für den Rest der Zeit bedeutet es eigentlich nur, dass es auch mal regnen könnte, mehr nicht.

Nun ja, bisher war der Winter sehr sehr trocken, und auch wenn wir Nachts das eine oder andere Mal Temperaturen von 0 oder sogar -2 °C hatten, inklusive Frostwarnung und zugefrorenen Autofensterscheiben, so war es tagsüber meist recht mild mit Temperaturen von 10-20°C. Der Regen der hier sonst gewöhnlich fällt ist also eher ein warmer Regen ;-) . Aber  der sehr trockene Winter in diesem Jahr bereitet hier große Sorge, denn nur in diesen wenigen Monaten werden die Wasserreserven gefüllt und wenn kein Regen fällt, dann wird der Sommer ziemlich problematisch werden können, inklusive Wasserrationierung und ein gesteigertes Waldbrandrisiko.

Fehlende Niederschläge machen auch den Skigebieten in den Sierra Nevada Mountains große Probleme, denn wo kein Schnee, da keine Touristen. Und wo kein Schnee, da keine Schneeschmelze und damit kein Wasser für die Reservoirs…ein elender Kreislauf.

Aber es gibt auch Positives von dem milden Winter (mild ist er ja eigentlich immer, nur in diesem Jahr halt zusätzlich noch sehr sehr trocken). Der schöne Sonnenschein und die warmen Temperaturen locken gerne zu einen wunderbaren Tag am Strand.

Und so machten wir uns Samstag Mittag auf den Weg nach Fort Funstion im Süden von San Francisco. Hier ist es überdies Hunden erlaubt frei am Strand herum zu tollen und sich in die Fluten zu stürzen, was es nicht nur für uns sondern auch für Pepper zu einem idealen Ausflugsziel gemacht haben.

Bei wundervollen 20°C haben wir einen ausgiebigen Strandspaziergang mit T-Shirt und Sonnenbrillen unternommen und Dirk hat sich sogar mit Pepper gemeinsam in die Fluten gestürzt. Ok, nur mit den Füßen, aber das ist schon mutig genug wie ich finde.

Nach 2 1/2 Stunden in der Sonne durfte ich dann feststellen, dass hier auch im Januar ein Sonnenhut keine schlechte Idee ist und bevor sich meine Kopfschmerzen zu einem Sonnenstich ausweiteten, haben wir uns dann so richtig schön sandig wieder auf den Heimweg gemacht. Der Hund war überglücklich und total fertig. Wir waren kaum im Auto angekommen gingen bei Pepper auch schon die Lichter aus und wir könnten in Ruhe die Rückfahrt auf dem Highway 1 Richtung Süden an der Küste entlang in der untergehenden Sonne genießen.

Einfach herrlich!

Besonders wenn ich nun den Berichten aus der alten Heimat über fallenden Schnee und zweistelligen Minusgraden lauschen darf. ;-)

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Jan 10

2012 ist noch jung doch hier in den USA geht es gleich ins Eingemachte denn Ende dieses Jahres stehen Präsidentschaftswahlen, Wahlen zum Kongress, diverse Gouverneurswahlen und Parlamentswahlen in einigen Bundesstaaten an. Das wichtigste sind natürlich die Präsidentschafts- und Kongresswahlen.

Am 6. November wird also dann von sog. Wahlmännern (dem Electoral College = Wahlmännerkollegium) der neue oder alte Präsident der USA gewählt werden. Eigentlich werden formal am 6. November nur die sog. Wahlmänner gewählt, die dann ihrerseits im Dezember den Präsidenten und Vizepräsidenten wählen werden. Da man aber weiß wen die Wahlmänner wählen werden, steht also bereits im November fest, wer neuer oder alter Präsident werden wird. Wie das Ganze nun tatsächlich passiert ist irgendwie verwirrend und kompliziert. Aber hier mal ein Versuch der Erläuterung:

Das Electoral College besteht zur Zeit aus 538 Wahlmännern aus 50 Bundesstaaten und dem Bundesbezirk (District of Columbia). Jeder Staat und der Bundesbezirk haben dabei so viele Wahlmänner wie sie Vertreter in beiden Häusern des Kongress (Senat und Repräsentantenhaus) haben. Wieviele Vertreter welcher Staat nun hat und damit auch die Anzahl der zu wählenden Wahlmänner pro Staat wurde letztmals im Jahr 2010 durch den Census festgestellt, wobei die Anzahl der Senatoren unabhängig von Größe des Staates immer 2 ist. Ich hatte berichtet (hier klicken)

Heutzutage stehen auf den Wahlzetteln meist die Namen des Präsidentschaftskandidaten auch wenn dieser (wie gesagt) nur indirekt gewählt wird. Da in den meisten Bundesstaaten das Mehrheitswahlrecht gilt, erhält dann eben derjenige Kandidat, der die meisten Stimmen am 6. November erhält ALLE Wahlmänner des betreffenden Bundesstaates und der/die anderen Kandidaten gehen leer aus.

Alles klar? Verwirrend ich weiß. Eigentlich müssten die Namen der Wahlmänner, die man direkt wählt, auf dem Stimmzettel stehen, und die müssten dann am Ende im Dezember den Präsidenten wählen, aber es wird noch besser.

In etwa der Hälfte aller Bundesstaaten sind die Wahlmänner frei in ihrer Stimmabgabe, dh sie können auch entgegen dem Wählerwunsch abstimmen. Bei den anderen ist es gesetzlich und oft noch durch ein besonderes Gelöbnis verboten anders als dem Wählerwunsch zu stimmen.

Im Dezember geben sie dann in ihren jeweiligen Hauptstädten ihre Stimmen ab. Diese werden versiegelt und dem amtierenden Vizepräsidenten zu gestellt. Bei der ersten Sitzung des Kongress (immer am 6. Januar) werden dann die Stimmen ausgezählt und die Kandidaten mit den meisten Stimmen werden Präsident und Vize.

Im Prinzip war dies jetzt die sehr sehr kurze Variante. Natürlich gäbe es noch viel mehr zu erzählen, aber ich bin ja kein Oberlehrer ;-)

Wie dem auch sei. So weit sind wir ja im Moment noch gar nicht, sondern befinden und in den Vorwahlen. Hier gilt es nund die Kandidaten der Parteien zu finden, welche im Sommer dann als offzizielle Kandidaten für das Präsidentenamt vorgestellt werden.

Wir erinnern uns sicherlich noch an das Mega-Spektakel vor 4 Jahren, als es für die Demokraten in den Vorwahlen um die Frage ging ob nun Hilary Clinton oder Barack Obama die aussichtsreichsten Kandidaten für ihre Partei sein würden. Damals war es natürlich noch spannender, weil auch die Republikaner geeignete Kandidaten finden mussten, da ihr amtierender Präsident mit 2 absolvierten Amtszeiten nicht mehr wieder gewählt werden konnte.

In diesem Jahr stellt sich die Frage nun nicht, da Barack Obama, der Demokrat, zu einer zweiten und letzten vierjährigen Amtszeit gewählt werden und bereits angekündigt hat für seine Demokratische Partei nominiert werden zu wollen. Nun gilt es also einen Herausforderer aus dem Lager der Republikaner zu finden und so durften wir bereits im letzten Jahr diversen Kandidaten und Möchte-Gern-Kandidaten aus dem Lager der Republikaner lauschen wenn sie ihre Ansichten von einem “besseren” Präsidenten zum Besten gaben. Diese haben sich nun diversen Vorwahlen, sog. Primaries oder auch in sog. Caucasus der Wählerschaft zu stellen. Aber das erzähle ich dann im nächsten Teil :-)

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