Dec 01

Heute, am 1. Dezember 2011 ist in San Francisco Stadt und County ein neues Gesetz in Kraft getreten, welches Restaurants und anderen Etablissements zur Verköstigung der Gesellschaft verbietet, kostenlose Geschenke für Kinder mit ihren Malzeiten anzubieten, wenn diese Malzeiten / Menüs nicht besonderen, in besagtem Gesetz festgesetzten, Anforderungen zu Gesundheit und Nährwerten entsprechen.

Letztendlich zielt das Gesetz darauf ab, dass insbesondere Fast Food Ketten wie McDonald’s keine Spielsachen zu ihrem Happy Meal mehr verschenken dürfen, weil dies ein Anreiz für Kinder wäre, sich schlecht zu ernähren. Man will wohl erreichen, dass Kids nicht mehr dort Essen, weil es ja keine Spielsachen mehr gibt, die das Essen dort so interessant gemacht haben. Ja, nee, is klar! Argument ist, dass die Spielsachen eine Marketing Kampagne zielgerichtet auf Kinder sei, und damit auf eine Zielgruppe die selbst (noch) nicht in der Lage ist, gesunde Entscheidungen für sich selbst zu treffen. Aha!

Als ob die Kids da alleine hin gehen würden! Aber bevor ich mich jetzt darüber auslasse, dass der Senat ja gerade Pizza als Gemüse anerkannt hat, damit sie weiter in Schulkantinen angeboten werden kann und damit das Schulessen bezahlbar bleibt, erzähle ich nun lieber wie es in dem sog. Happy Meal Ban weiter geht.

Also, heute nun ist dieses Gesetz in Kraft getreten und schon beschlich die Bevölkerung die Angst vor kreischenden und schreienden Kids in San Francisco, die enttäuscht in ihre spielzeugleeren Tüten schauen. Aber nein!

McDonald’s und andere Vertreter dieser so großen Vielzahl von Schnellimbissketten haben ein Schlupfloch im Gesetz gefunden.

Da es ja nur die “kostenlose” Verteilung von Spielzeug verbietet, nicht aber den “Verkauf” werden nun Happy Meal Spielsachen auf Wunsch für 10c ents pro Tüte verkauft. Der hieraus gewonnene Erlös kommt nun darüber hinaus auch noch der Ronald McDonald’s Stiftung zu Gute.

Well played McDonald’s kann ich da nur sagen. Nicht nur dass sie damit das Gesetz umgehen, nein, mit dem “Guten Zweck” im Hintergrund fühlt es sich jetzt wohl noch besser an ein Happy Meal für die Kleinen zu bestellen und sich die 10 cents für das Spielzeug für den Guten Zweck noch aus den Rippen zu leiern.

Respekt!

Naja, aber bei alle dem hat das Gesetz während der Debatten und der Vorlaufzeit schon einiges bewirkt und so bieten die lieben Dickmachläden nun auch Milch, Säfte und Obst zu ihren Menüs an. Ein Hoch auf schlankere Kinder!

Wobei ich mich frage, ob das Übergewicht bei Kindern nicht vielleicht auch ein klein wenig damit zu tun haben könnte, dass in Schulkantinen Chicken Wings, Pommes und eben die berühmte Pizza verteilt werden und zum Beispiel Köche wie Jamie Oliver mit dem bemühen die Schulkantinen gesünder zu machen kläglich gescheitert sind. Und woran? Natürlich am Geld.

Aber nur so eine Idee.

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Nov 28

Juchhuh!!! Mein erstes Thanksgiving als Gastgeberin habe ich erfolgreich und ohne Katastrophen hinter mich gebracht!

Angefangen hatte es natürlich Tage vorher mit Einkaufen und so viel vorbereiten wie möglich.

Dienstag habe ich dann tatsächlich schon die Cranberry Sauce selbst gemacht und die Basis für die Sauce, ebenso das Stuffing.

Mittwoch war dann nur noch aufräumen und hübsch dekorieren angesagt und dann Donnerstag früh ging es los.

Dirk ist mit Pepper in den Hundepark gegangen, damit sie sich so richtig vor dem Besucheransturm austoben konnte. Man will ja nicht unbedingt einen hyperaktiven Hund beim Essen haben.

Ich habe schon einmal den Vogel vorbereitet, mit dem Cranberry-Apfel-Brot Stuffing gestopft und in den Ofen geschoben. Die Kartoffeln wurden geschält, die Sauce geköchelt, die Bohnen gewaschen, Himbeeren püriert und entkernt und alles vorbereitet. Um kurz vor 15 Uhr kamen dann die ersten Gäste. Zum Warmwerden gab es dann erst einmal ein Sektchen mit Himbeeren Püree. Sehr sehr lecker.

Appetizer wurden mitgebracht und mit leckerem Weißwein verköstigt.

Zum Glück gab es genug Wein und Häppchen, denn der Vogel ließ etwas auf sich warten. Aber mit nur 30 Minuten Verspätung war es dann soweit und wir konnten feierlich zum Essen schreiten.

Wow, das war lecker! Der Truthahn schmeckte vorzüglich, das Stuffing war super lecker, meine Cranberry Sauce ein Hit und auch der Kartoffelbrei und das mitgebrachte Süßkartoffel Gratin waren wunderbar. Nur die Bratensauce (hier Gravy genannt) war etwas dünn, aber trotzdem lecker.

Alles in Allen ein wirklich leckeres Thanksgiving Dinner von dem wir noch weitere 3! Tage essen konnten.

Natürlich gab es an dem Nachmittag noch jede Menge leckeren Wein und um etwas “Deutsches” bei zu steuern, gab es dann zum Abschluss noch den einen oder anderen Jägermeister ;-)

Ach ja, bevor ich es vergesse, natürlich hat jeder von uns auch noch erzählt, für was er dankbar ist.

Und darum möchte ich diesen Blogeintrag auch damit beenden.

Ich bin dankbar für,

meine Familie, neue Freunde die uns in ihre Kreise aufgenommen haben, alte Freunde die uns nicht vergessen haben, meinen liebenswerten Hund, ein gemütliches Heim, mein Bett und ganz besonders für meinen Mann, who always has my back :-)

 

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Nov 22

Endlich geht es wieder los, die sog. Holiday Season! Mit Thanksgiving, welches an diesem Donnerstag stattfindet und dem Black Friday geht es nun mit Volldampf voraus in die Advents-, Weihnachts-, Feiertags- und Shoppingzeit.

Ich hatte ja schon mal darüber berichtet, um was es hier an Thanksgiving und Black Friday so grundsätzlich geht (klickt Du hier) und berichte daher nur über die in diesem Jahr wichtigen Details.

In diesem Jahr gab es zum Black Friday (dem Super Schnäppchentag) schon diverse Streitigkeiten und Aufreger, da ein  paar Geschäfte ankündigten, bereits am Donnerstag (also dem hier wichtigsten Familientag) die Türen für Schnäppchenjäger ab 22 Uhr bzw ab 24 Uhr zu öffnen (statt wie sonst am Freitag um 4 Uhr bzw. 6 Uhr morgens).

Das führte zu großem Protest, denn selbst wenn hier Shopping rund um die Uhr anerkannt, die sonntägliche Ruhe egal und auch sonst nur wenig arbeitnehmerfreundliche Urlaubstage eingeplant sind, so scheint zumindest der Thanksgiving Day so etwas wie heilig zu sein. Aber die Zeiten sind schlecht, besonders für den Einzelhandel, weswegen es zwar Entrüstung gab, aber geändert hat sich nichts. Also, wer mag kann sich gerne ab Donnerstag Abend/Nacht um die besten Schnäppchen prügeln. Das ganze mit vollgefuttertem Bauch – das wird ein Spass!

Einen Vorgeschmack hatte ich bereits letztes Wochenende, als ich dachte ich wäre super clever wenn ich nach Schuhen und Strumpfhosen für mein neu erworbenes Kleid zu meiner Schwesters und meines Schwagers Hochzeiten (nein sie heiraten NICHT einander) an diesem Samstag statt dem Wochenende rund um Black Friday schauen würde… Oh wie naiv ich doch war….!

Es war die Hölle los in der Mall! Viele Geschäfte hatten nämlich schon so etwas wie ein Pre-Black-Friday-Sales (Dirk regt sich immer so hübsch auf, wenn Macy’s Werbung für den 1-day – sales für Samstag macht und dann einen pre-sales am Freitag ankündigt!). Kann man sich ja lebhaft vorstellen wie schön es war!

Nun gut, ein paar Strumpfhosen habe ich gefunden (hier braucht die ja kein Mensch weshalb diese Abteilung auch schön leer war) und um die Schuhe habe ich mich nicht prügeln wollen. Ich habe das ganze Vorhaben nun auf die Zeit NACH Thanksgiving verschoben.

Eigentlich wollten Dirk und ich die 4 freien Tage mit Faulenzen und vielleicht einem Truthahn Sandwich am Donnerstag feiern, aber ganz spontan haben dann Freunde angefragt, ob wir sie nicht von einer Feier bei dem Ex Partner retten könnten und so haben wir nun also doch etwas vor. Nun kam dann gestern noch die Entscheidung oben drauf, das Ganze bei uns zu veranstalten.

BEI UNS!!!

Also, drei Tage vor dem großen Truthahnvernichtungsfest ist also klar, dass die “Germans” ein traditionelles Thanksgiving Dinner ausrichten werden.

PANIK!!!

Also ich dann nun gestern los, und so einen Truthahn käuflich erworben. Phew, Glück gehabt, ich hatte ja schon Angst, dass ich keinen mehr bekommen würde und diese Dinger schon seit Monaten im Voraus vorbestellt hätten werden müssen. Aber mein Amerika wäre nicht mein Amerika, wenn es natürlich nicht zu solchen schlimmen Engpässen wie regelmäßig kurz vor der Weihnachtszeit in Deutschland (oder hat sich das in den letzten Jahren geändert) kommen würde.

Mir ist es gelungen einen glücklichen, freilaufenden, lokal aufgewachsenen, ohne Antibiotika gefütterten (das steht ernsthaft auf dem Label) Truthahn in einer für hiesige Verhältnisse kleinen Größe (“nur” 14 lbs/knapp über 6kg) zu finden.

Dieser ruht nun kühl und der Dinge harrend in unserem, zum Glück sehr geräumigen, Kühlschrank.

Wein, Pie, Appetizer und der Süßkartoffel-Marshmallow-Auflauf werden mitgebracht werden (zum Glück) und so bleibt mir eben jener Vogel, das sog. Stuffing (da hab ich beschissen und mir bei Williams Sonoma einen Fertigmix gekauft – sorry, aber das war mir zu heikel), Kartoffelpü, Bohnen, Cranberry Sauce und die Soße (die hier ebenso super wichtig zu sein scheint).

Ich bin auf jeden Fall schon super aufgeregt und hoffe nur ich versaue das nicht gänzlich. Aus dem ruhigen Feiertag ist also nun ein mehrtägiges Vorbereitungshappening geworden und ich freue mich sogar darauf.

Drückt mal die Daumen, dass alles gut wird und ich halte natürlich alle auf dem Laufenden…Versprochen!

 

 

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Oct 24

So, nun komme ich endlich einmal dazu wieder zu bloggen. Es war aber auch viel los in den letzten Wochen.

Zunächst einmal ist mein Gatte ja nach Deutschland geflogen um dort auf einer Konferenz (wie in jedem Jahr) zu sprechen. Natürlich ward er dann auch gleich einmal krank und konnte so all die lieben Freunde, die er in dieser Zeit besuchen wollte, nicht sehen. Echt blöd, aber ich hab es ja gleich gesagt. Er war ja schon 1 Woche vorher daheim danieder gelegen und ich hatte noch gewarnt, dass es vielleicht keine so gute Idee wäre zu fliegen…aber auf mich hört ja niemand.

Nun gut, während wir noch am Kofferpacken für Dirk waren und diskutierten, ob es denn nun einge gute Idee wäre trotz fieser Erkältung zu fliegen, entschieden sich meine Mutter, mein Vater und ich spontan dazu, dass meine Mutter mich besuchen kommen sollte.

Mittwochs Morgens noch gewitzelt, Mittags Flüge gesucht, Abends gebucht und Samstags war sie dann hier. :-)

Das war richtig schön. Wir drei Mädels (Pepper war ja auch hier) haben es uns so richtig gut gehen lassen, mit ausgiebigen Shopping Touren, leckerem Essen, Bummeln und ein klitzekleines Bisschen Sightseeing.

Es war richtig schön, meine Mama mal ganz für mich alleine zu haben :-)

Uns so verging die Woche natürlich wie im Fluge und ich musste nicht so traurig sein, dass mein Gatte nicht hier war.

Die Woche verging wie im Fluge und kaum hatte ich meine Mutter wieder in den Flieger Richtung Florida gesetzt konnte ich auch schon Dirk wieder abholen. Der hatte zu unserer aller Freude seinen Papa mit im Gepäck und seither sind wir also fleissig damit beschäftigt, Dirks Vater San Francisco und die Umgebung zu zeigen. Sightseeing, sightseeing, sightseeing sag ich da nur. Wir sind also busy, busy, busy…

 

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