May 05

… und der Tag am Meer.

Endlich und heiß ersehnt kamen letzte Woche die Hadnagys zu uns nach Kalifornien. Genau rechtzeitig hatte das Wetter nun auch beschlossen den Wasserhahn für einige Tage zugedreht zu lassen und die Temperaturen in sommerliche Sphären zu erheben. Was liegt da näher als einen Tag am Meer zu genießen? Genau, nichts.

Also ging es (nachdem wir Samstag erst einmal am Pool etwas vorgebräunt hatten) Sonntag nach Santa Cruz an den Strand. So richtig mit Picknickdecke, Sonnencreme und Kühlbox. Von den vielen Standabschnitten in Santa Cruz entschieden wir uns für die kleine lauschige Bucht des Natural Bridges State Beach im Norden der Stadt.

Dieser Strand ist kleiner und weniger laut als der große Hauptstrand mit seinem Pier und dem Rummel und darum von mir eher Ziel eines sonntäglichen Beach-Tages. Es gibt hier einen großen Parkplatz ($10 pro Tag und Auto), Toiletten, Umkleidekabinen und Duschen, welche geschickt hinter einer Düne platziert den schönen Strand nicht mit ihrer Anwesenheit verschandeln.

Natural Bridges heißt der Strand, weil ein Felsen am südlichen Teil der Bucht ein Loch aufweist, welches ihm das Aussehen einer Brücke verleiht.

Anscheindend kann man hier auch Sea Otter, Wale und den Monarch Schmetterling bestaunen, aber diese Tiere beglückten uns am Sonntag nicht mit ihrer Anwesenheit. Aber immerhin konnten wir mehrere Pelikan-Flieger-Staffeln bei ihren Kunst- und Übungsflügen zu schauen und die Kids hatten jede Menge Spass im Sand zu buddeln und mit den Füßen im eisigen Pazifik zu plantschen.

Sandig und sonnenverwöhnt war dieser erste Strandtag 2010 ein voller Erfolg.


Natural Bridges State Beach Santa Cruz auf einer größeren Karte anzeigen

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Mar 26

Sonntag erwachten wir bei herrlichem Sonnenschein in Little River.

Nach einem deftigen Frühstück im Little River Inn ging es wieder auf die CA-1.

Da Dirk und ich noch einen langen Weg zurück nach Santa Clara vor uns hatten, mussten wir also schon bald von diesem wunderschönen Fleckchen Erde Abschied nehmen.

Aber vorher ging es noch einmal nach Mendocino, Mendocino! Ich fahre jenden Tag, nach Mehendocino….lalala

Ok, das musste jetzt sein :-)

Noch einmal auf den Pazifik starren und…Wale sehen!

Ernsthaft! Ich habe endlich Wale gesehen! Zwar nicht sehr gut, aber immerhin zwei mal eine Schwanzflosse, eine Finne und unzählige Male die Wasserfontäne, welche sie beim Luftholfen ausstoßen.

Aaaaaaaaaahhhhhhhh

Das war ja sooooooo toll! Grauwale auf Ihrem Weg in den Norden….mit Jungtieren….

Aaaaaaaahhhhhhhh

Naja, da sie ziemlich weit vom Ufer entfernt waren, war es jetzt nicht so spektakulär, aber immerhin. Ich werte das als einen ersten Erfolg und sehe es als gutes Zeichen in Hinblick auf weitere Whale Watching Missionen.

Nachdem wir uns also noch etwas an diesem Naturschauspiel satt gesehen hatten, ging es für Dirk und mich in Richtung Fort Bragg, dann auf den Highway 20 quer durch Redwood Wälder bis zur 101 in Richtung Süden. Nach Hause.

Das war ein wirklich sensationell toller Ausflug!

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Mar 19

Auf ins Nirgendwo

Freitag fuhr ich bei grauenvollem Regenwetter gemeinsam mit meinen Eltern in Richtung Norden. Quer durch San Francisco über die Golden Gate Bridge an Sausalito vorbei auf den Highway No. 1 in Richtung Norden.

Schnell haben wir die Zivilisation verlassen und kurvten uns am Pazifik entlang auf dem Highway 1 in Richtung Norden. Vorbei an Muir Beach, Stinson Beach, Point Reyes National Sea Shore nach Bodega Bay.

Hier gab es erst einmal Lunch in einem netten Lokal direkt an der Bay, die sicherlich total schön gewesen wäre, wäre es denn ein sonniger Tag gewesen. Aber es regnete in Bindfäden, so dass selbst die Möwen missmutig auf ihren Pfosten saßen.

Missmutige Möwen? Ja, und das war insbesondere in Bodega Bay kein schöner Anblick, denn Bodega Bay war einst der Drehort des Alfred Hitchcock Klassikers “The Birds” also “Die Vögel”.

Wir wurden zum Glück von Vogel- Angriffen verschont und konnten unbehelligt, aber nass, unseren Weg in Richtung Norden fortsetzen.

Der Highway 1 wurde irgendwie immer kurviger, die Gegend immer einsamer und die wenigen Ortschaften, die wir passierten, immer kleiner.

Handy Emfpang gab es schon lange nicht mehr, dafür aber Rehe direkt am Straßenrand, knörtzelige Bäume die verwunschene Alleen säumten und atemberaubende Blicke auf den Pazifik.

Trotz Regen konnten wir die Schönheit der Landschaft erkennen und wie zum Beweis sollte am späten Nachmittag die Sonne herauskommen und uns den restlichen Weg bis zur ersten Herberge in Elk begleiten.

In dem mehr als übersichtlichen Örtchen Elk sollten wir die erste Nacht unserer Reise im Griffin House Inn verbringen. Das Griffin House Inn ist ein altes uriges Bed and Breakfast, welches kleine Cottages (also Hütten) besitzt, welche man eben mieten kann. Drei der Hütten haben einen fantastischen Blick auf den Pazifik, da sie direkt auf dem Rand einer Klippe stehen.

Sehr romantisch, sehr kostspielig (man zahlt hier den Blick) und ziemlich kalt.

Da die Hütten über wenig Heizmöglichkeiten verfügen, keine Isolierung besitzen und die nächtlichen Temperaturen den Gefrierpunkt erreichten, hatten wir alle eine mehr als frostige Temperatur in unseren Schlafgemächern.

Ich muss dazu noch erwähnen, dass Dirk nach getaner Arbeit sich ebenfalls in Richtung Norden machte um uns in Elk zu treffen. Er wählte zunächst den schnelleren aber weniger sehenswerten Weg über den Highway 101, wobei er in stockfinsterer Nacht quer durch die Redwood Wälder auf der CA- 128 in Richtung Elk fahren musste. Serpentienen versteht sich und keine Menschenseele auf der Straße. Wahrscheinlich, so vermute ich, wurde er auf diesem Weg von Bigfoot beobachtet oder von Reinhold Messner, wer weiß das schon so genau.

Er kam jedenfalls gut in Elk an und durfte dann gemeinsam mit dem Rest von uns, sich durch die Nacht frieren.

Etwas bläulich machten wir uns dann Samstag früh auf, zum nächsten Teil der Reise…

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Feb 18

Eigentlicher Grund unserer Reise nach Monterey war ja eigentlich das Vorhaben, endlich einmal die Riesen der Ozeane zu bestaunen, also Wale zu besichtigen.

Daher hatten wir auch ein Hotel-Whale-Watching-Package gebucht.

Montag ging es dann in aller Frühe los in Richtung Fisherman´s Wharf wo wir die Sea Wolf II enterten.

Bereits im Vorfeld wurden wir darauf hingewiesen, dass die See trotz des schönen Wetters sehr stürmisch sei und wir vorsichtshalber über die Einnahme von “Motion Sickness Tablets” also Reisetabletten nachdenken sollten.

Da wir uns den Spass nicht verderben wollten, haben wir auch gleich mal jeder so eine Pille eingeworfen (Vorsorge ist ja bekanntlich besse als Nachsorge) und dann ging es auch schon los.

Mit uns an Bord befanden sich ca. 25 weitere Whale Watcher, die Kapitänin, drei Hunde und zwei Matrosen.

Kaum hatten wir den Hafen verlassen fing es dann auch schon ziemlich zu schaukeln an und die ersten beiden Damen hingen kotzend über der Reling.

Na das konnte ja heiter werden. Uns ging es eigenlich ganz gut, auch wenn mir die zunehmende Höhe der Wellen etwas Unbehagen verursachte.

So fuhren wir dann die Wellen auf und ab und schauckelten ähnlich einer Nussschale so über den Pazifik. Die Wellen waren mittlerweile deutlich höher als unser Boot und immer mehr unserer Mitreisenden fütterten die Fische ;-)

Nach ca. 45 Minuten meinte dann unsere Kapitänin (oder wie soll ich einen weiblichen Kapitän denn nennen), dass sie in weiter Ferne  die Wasserfontäne habe ausmachen können, die Wale beim Luftholen ausstoßen. Wir preschten in diese Richtung und warteten…und wartetend…und warteten…Nichts! Kein Wal, gar nichts.

Wir wurden darauf hingewiesen, dass bei diesem hohen Wellengang die Wale womöglich schlecht zu sehen seien, da sie sich hinter den Wellen befinden könnten, und somit für uns nicht sichtbar seien. Ja super!

Nach einigen Minuten vergeblichen Wartens schien die Kapitänin wiederrum die Wale gesichtet zu haben und die Jagd ging erneut los. Und nun ratet mal wie sie ausging? Ja genau, warten…warten…warten…und wieder nichts.

Dieses Spielchen trieben wir nun etwas länger als 1 Stunde und das Resultat dessen war, dass ich genau 2x eine solche Lufthol-Wasserfontäne gesehen habe so wie den Rücken eines Grauwales in ca. 500 Meter entfernung. Daumen hoch sag ich da nur. Riesen Sache dieses Whale Watching.

Ziemlich enttäuscht ging es dann leider nach 2 Stunden wieder in Richtung Monterey, denn so ein Winter-Whale-Watching-Trip dauert nun eben nur 3 Stunden. Sehr sehr schade, aber wir geben die Hoffnung nicht auf, irgendwann einmal noch Wale wirklich richtig nah bestaunen zu dürfen. Wir haben ja das Glück wieder kommen zu können und dann versuchen wir es eben bei etwas ruhigerer See noch einmal, vielleicht im Sommer, wenn die Blauwale und Killer Wale ihre Runde durch die Monterey Bay drehen.

Ach ja, trotz des Nichtiwirklichsichtens von Walen hatte der Tripp dennoch Spass gemacht. Ein paar Stunden auf dem Meer sind auch so schön und der Wellengang hatte uns quasi eine 3stündige Achterbahn-Fahrt beschert. Die Sonne schien die ganze Zeit so dass wir uns sogar den ersten Anflug eines Sonnenbrandes im Jahr 2010 geholt haben.

Für Viele an Bord (ich schätze mal gut 2/3) war die Rückkehr in den Hafen auch ziemlich sicher eine echte Erleichterung, denn man konnte förmlich sehen, wie das Grün aus dem Gesicht wich und sie langsam wieder etwas fröhlicher aussahen ;-)

Hihi, ich hatte jedenfalls meinen Spass und wir wissen nun, dass zumindest einer von uns ziemlich seefest ist (und es ist nicht die Person mit dem Bootsführerschein) ;-)

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