Oct 23

So heißt das also wenn der Strom ausfällt. Aha! Hat man ja in Europa schon mal gehört, dass das hier in den USA doch durchaus ein Problemchen mit der Elektrizität gibt.

Nun haben wir es letzten Montag auch tatsächlich mal am eigenen Leib erlebt.

Seit wir hierher gezogen sind, liege ich Dirk damit in den Ohren, dass wir uns unbedingt Taschenlampen und ein Handkurbel-Emergency-Radio kaufen müssen, für den Fall eines Erdbebens. Denn dann, so weiß ich, ist der Strom das erste was ausfällt und das was am längsten dauert bis es wieder repariert ist.

Was haben wir uns gekauft? Genau! Richtig! Nichts! Nada! Rien! Nothing.

War ja klar !

Zum Glück gab es Montag dann kein Erdbeben aber eben einen Stromausfall. Dirk hatte genau an diesem Tag seinen Working from Home Day, will heißen, mitten in seiner Programmierung fällt eben mal alles aus. 16:19 Uhr. Hm, ja super! Immerhin iPhone! Cool G3 funktionert, also Dirk mal eben seinem Chef mitteilen können, dass er nun nicht weiter programmieren kann. Ok, Kalifornier sind das gewohnt und wir haben halt mal gewartet.

So als Deutsche wurden wird dann nach 30 Minuten Stromausfall auch langsam nervös. Wie? Immer noch nicht wieder da? Wird ja nun auch langsam etwas dunkler. Dazu dann noch etwas Regen, kein TV, kein Internet!!! und eben auch kein Licht. Kochen geht auch nicht, tja was machen wir dann? Einkaufen! Ja gute Idee, immerhin hat Sunnyvale ja Strom wie wir wusste.

Hm, Auto ist in der Garage. Garagentor ist aber elektisch…Wie bekommen wir jetzt das Auto da raus?Also erst einmal jemanden in der Office finden, der uns das Auto aus der Garage befreit. Cool, hat geklappt. Also dann los einkaufen.

Tatsächlich hatte sogar unser Supermarkt um die Ecke (Safeways) geöffnet. Trotz Stromausfall. Notstromgeneratoren machten es möglich dass die Kassen inklusive Kartenlesegerät funktionierten und auch ein paar Notlampen in einzelnen Gängen.

Das war vielleicht lustig. So im Halbdunkel durch den Supermarkt zu wandern. Aber auch sehr beeindruckend, dass zwar die Kassen mit Notstrom versorgt wurden, die Kühltheken hingegen nicht. Is klar! Fleisch-, Wurst-, Käse- und Fischtheke wurden einfach mit Kartons und Eiswürfelsäcken gekühlt. Aha, so macht man das also hier – spannend.

Irgendwie haben wir dann doch ein paar Getränke erstanden und sind dann anschließend noch nach Sunnyvale zum In´n Out Burger gefahren, denn Kochen ging zu Hause ja auch nicht. Frisch gestärkt kamen wir dann in stockfinsterer Nacht wieder zu Hause an und bahnten uns den Weg ins Apartment mittels Handy Display als Leuchtquelle.

Ich kann nur sagen: “Super Cotta und Dirk! Das habt Ihr ja prima hinbekommen! Keine Taschenlampe weit und breit!”

Zum Glück laufen Computer ja mit Akku, so dass wir immerhin in der Lage waren DVD zu schauen. Eine kleine Lichtquelle und etwas Entertainment, was will man mehr.

Zu unserer Erleichterung kam der Strom aber zurück bevor unsere Akkus ebenfalls den Geist aufgegeben haben.

Nach nur 4:30 h war der Strom wieder da! Respekt! So schnell? Ich bin beeindruckt! (öhöm, hüstel)

Ach ja, am nächten Tag haben Dirk und ich dann zwei kleine Taschenlampen für den Nachttisch gekauft, einen Riesenstrahler (den man auch mit der Autobatterie aufladen kann) und ein Super – Notfall – Radio. Das hat nicht nur Radio und Taschenlampe, nein sogar auch ein USB-Ladegerät für unsere iPhones (jaha)! Und das Beste ist, man kann es mit Batterien betreiben, mit Solarzellen und auch mittels einer Handkurbel! Ach ja, Wasserfest ist es auch noch!

Unfassbar aber wahr.

Jetzt sind wir immerhin Stromtechnisch auf der sicheren Seite und für den nächsten Stromausfall gerüstet. :-)

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