Dec 01

Anstatt den Black Friday zum Shopping zu nutzen (es gab zahlreiche Schnäppchen und Geschäfte machte dafür teilweise mitten in der Nacht schon die Türen auf) ging es für uns zu einem weiteren Sightseeing Tripp rund um Reno.

Dieses Mal zog es uns ´gen Südwesten in die Berge in die kleine Stadt Virginia City.Virginia City

Diese Stadt ist eine der Ältesten Nevadas (hihi, wir wissen ja was hier das Wörtchen “alt” bedeutet) und hatte entstand quasi über Nacht zur Blühtezeit der Minenbetriebe. Insbesondere Silber würde hier in den zahlreichen Stollen abgebaut und zwischenzeitlich lebten hier über 30.000 Menschen – darunter hauptsächlich Minenarbeiter.

In der Zeit zwischen 1859 bis 1889 wurden über 400 Millionen Dollar aus den Stollen unterhalb Virgina Citys gewonnen.

Virginia City wird auch als “Geburtsort Mark Twains” angesehen, da hier der Schriftsteller Samuel Langhorne Clemens, welcher bei der Zeitung “Territorial Enterprise” aus Virginia City als Reportert tätig war, im Frühjahr 1863 eben hier zum ersten Mal den Künstlernamen “Mark Twain” nutzte.

Virginia City MineHeute ist Virginia City hauptsächlich deshalb Anziehungpunkt für viele Touristen ebenso wie die Tatsache, dass die Gebäude der Hauptstraße in ihrem ursprünglichen Aussehen erhalten wurden und man so einen guten Eindruck von den Lebensumständen in einer Wildwest Minenstadt erhalten kann.

Man kann hier alte Stollen besichtigen, das Mark Twain Museum erkunden und durch 150 Jahre alte Saloons streifen.

Zwar befinden sich heute hauptsächlich Souvenirläden in den Häusern, aber das war ja auch zu erwarten. :-)

Dirk genehmigte sich noch ein Bier im Saloon “The Bucket of Blood” und ich ein echtes Rootbeer.Saloon

Besonder witzig war, dass auf dem Hinweg entlang der Straße über die Berge ungefähr 100 Werbeschilder augestellt waren, die alle auf den berühmten “Suicide Table” in Virginia City hinwiesen. Bei den ersten 3 Schildern haben wir uns noch nicht wirklich was dabei gedacht, aber so nach dem 10. fingen wir bereits im Auto an uns darüber lustig zu machen.

Als wir dann endlich angekommen waren, haben wir uns natürlich auf die Suche nach dem Ding gemacht. Es stellte sich heraus, dass es sich hierbei um einen Poker – Tisch handelte, der mehrere seiner Besitzer in den Selbstmord getrieben hatten, nachdem sie beim Spielen an diesem Tisch ihr Habundgut verloren hatten.

Die Werbung schien jedenfalls alle Touristen auf dem Weg nach Virginia City aufgefallen zu sein, denn wir Beaver Feltkonnten mehrfach Leute auf der Straße rufen hören: “Look, over there! The famous Suicide Table!”

Was uns natürlich erst Recht zum Kichern brachte. So verbrachten wir also ein paar Stündchen in Virginia City, welches zugegebenermaßen nur dann besonders sehenswert ist, wenn man ohnehin ein paar Tage in der Gegend verbringt. Extra dafür hinfahren? Nein, das ist nun wirklich nicht notwendig. Finde ich jedenfalls.

Da wir am Tag zuvor auch noch im Wetterbericht gehört hatten, dass für den Nachmittag ein Sturm mit Schneefällen erwartet werden würde und auch der Himmel ziemlich bedrohlich aussah, machten wir uns Storm is Cominggegen 15Uhr auch schon wieder auf den Rückweg nach Reno. Und tatsächlich, mit Einsetzen des Sturms kamen wir im Hotel an und am nächsten Morgen konnten wir die schneebedeckten Berge rings um Reno bewundern.

Tagged with:
Nov 30

Thanksgiving ist einer der wichtigsten amerikanischen Feiertage überhaupt. Das große Familienfest und Truthanvernichtungs-Ereignis!

Letzten Donnerstag stand nun eben jenes Ereignis ins Haus und bescherte uns so ein sehr langes Wochenende. Da Donnerstag Feiertag war, gab es Freitag einen mehr oder weniger aufgezwungenen Brückentag (Juchhuh!), hier auch Black Friday genannt.

Wir wollten diese 4 Tage nutzen um ein wenig mehr von dem Land, in welchem wir nun seit ein paar Monaten leben zu erkunden.

Also ging es am Mittwoch Abend mit schätzungweise 5 Millionen anderen Autofahrern auf die Interstate in Richtung Reno. Reno liegt ca. 4 Fahrstunden von uns entfernt nicht weit vom Lake Tahoe hinter den Sierra Nevada Mountains in – genau – Nevada. Dieser kleine Bruder von Las Vegas hat ebenfalls hauptsächlich Casinos zu bieten, aber auch günstige Casino Hotels. Die Fahrt dauerte auf Grund des bevorstehenden Thanksgiving Weekends allerdings 5 1/2 Stunden, welche wir hauptsächlich in der Dunkelheit zurück legen musste, so dass wir weder etwas von Sacramento noch von den Sierra Mountains gesehen haben. Immerhin konnten wir aber den ersten Schnee rechts und links entlang der I-80 in Richtung Reno ausmachen. Nach einer Ewigkeit kamen wir dann doch noch Mittwoch Abend in Reno an und checkten uns für 4 Nächte in das Casino Hotel Circus Circus in Reno ein, für schlappe 250 Dollar (Gesamtpreis!).

Da die Hotelbetreiber die Gäste zum Spielen in den Casinos verlocken wollen, sind hier meist die Zimmerpreise günstiger. Unser Circus Circus Hotel hat einen großen Bruder in Las Vegas und gehört zur MGM Casinos Kette.

Nachdem wir unser Zimmer im Sky Tower im 21. Stock!!! bezogen hatten, machten wir uns zunächst einmal auf, die beiden Casinos, die Kinder-Rummel-Ecke, die Restaurants und den Circus (ja hier gibt es natürlich wie der Name schon verspricht auch Circus-Vorstellungen) zu erkunden.

Also die Casinos hier haben nichts, aber auch gar nichts mit den vornehmen, distinguierten Casinos in Deutschland zu tun. Überhaupt nicht! Wie es in Las Vegas ist, weiß ich nicht, hier jedenfalls war es laut, hell und überall blinkte und piepte etwas. Abendgardarobe ist hier nicht notwendig so dass wir alles von Redneck über die Heavy-Metal-Braut bis hin zum Geschäftsmann alles erleben konnten.

Wir waren total fassungslos über die Größe und den unfassbaren Lärm und Menschenandrang, dass wir die nächste Bar ansteuerten und uns erst einmal einen großen Cocktail einverleiben mussten.

Ach, und die Cocktails sind hier wirklich super! Mein Long Island Ice Tea war fast völlig klar (also kaum Verunreinigungen durch Cola auszumachen) und auch verhältnismäßig günstig. Nach 1 Long Island ist dann aber auch gut ;-) , denn man will ja noch klaren Kopfes sein um nicht sein ganzes Habundgut zu verspielen :-)

Völlig erschöpft und etwas angeschickert ging es dann zur Nachtruhe, denn wir wollten am nächsten Tag ja die Umgebung erkunden.

Tagged with: