Apr 15

Im März hatten wir mal wieder lieben Besuch aus Deutschland. Ilona hat uns für 1 Woche mit Ihrer Anwesenheit beglückt und neben dem üblichen Dauerquasseln und Power Shopping hat sie uns dann noch ganz toll in San Francisco zum Essen ausgeführt.

Und das Restaurant hat uns gleich sooo gut gefallen, dass wir das natürlich allen Feinschmeckern nicht vorenthalten wollen.

Das Restaurant heißt “Foreign Cinema”.

Foreign Cinema ist ein Restaurant im Herzen des Mission Districts in San Francisco. Es wird ein täglich wechselndes Menue angeboten, welches sich an die Kalifornische und Mediterrane Küche anlehnt.

Es gibt eine reichhaltige Weinliste und auch jede Menge leckere Cocktails.

Das Erlebnis Essen wird hier noch mit einem besonderen Schmankerln garniert, denn im Überdachten Innenhof werden an eine Hauswand projiziert ausländische und Independent Filme dargeboten.

Die Preise sind hier gemessen an der Qualität des Essens, des Ambiente und dem durchschnittlichen Restaurantpreis in der SF Bay Area durchaus ok und befindet sich eher im Mittelfeld.

Nicht günstig, aber auch nicht unverschämt teuer. Eigentlich ein sehr ausgewogenes und faires Preis-Leistungs-Verhältnis.

Das Restaurant hat übrigens Valet Parking, was so viel heißt wie, dass am Eingang ein paar Leute stehen, die gegen Cash sich um das Parken des Autos kümmern. In San Francisco wirklich ein Segen und teurer als selbst einen Parkplatz zu finden ist es auch nicht.

Außerdem findet man das Restaurant so auch leichter, denn von Außen ist der Eingang ziemlich unscheinbar und man läuft sehr leicht einfach daran vorbei. Innen jedoch wird man mit einer rustikalen, aber doch modernen Einrichtung überrascht und jedes Gericht gleicht einem kleinen Kunstwerk.

Ein absolutes Glanzstück in San Francisco und ein Abendessen wert.

Das Foreign Cinema befindet sich  in 2534 Mission Street, San Francisco und hat an 7 Tagen in der Woche geöffnet.

Für genau Infos: http://www.foreigncinema.com/about/

Und wer noch ein paar weitere Meinungen über das Restaurant hören, bzw lesen möchte und sich ein paar Fotos anschauen möchte:

http://www.yelp.com/biz/foreign-cinema-san-francisco

http://www.opentable.com/foreign-cinema

Tagged with:
Nov 10

So fern der heimischen Küche beschleichen uns schon ab und zu einmal gewöhnliche und außergewöhnliche Gelüste nach Bratwurst, Sauerkraut, Spätzle, Maultaschen, Leberwurst und und und. Der deutsche Magen will deutsches Essen! So einfach ist das!

Zum Glück gibt es in unserem Supermarkt eine “ethnic foods” Reihe, in welcher man auch ein paar deutsche Spezialitäten finden kann. Sauerkraut, Rotkraut, Spätzle, Eiernudeln und Knödel gibt es eigentlich immer. Natürlich auch den Dalmayr Prodomo auf welchen man sicherlich genauso gut verzichten kann wie auf Zentis Marmelade. Aber immerhin. Es gibt etwas aus der Heimat und man ist dankbar über jede kleine Kleinigkeit.

Unfassbar was man alles beginnt zu vermissen, wenn man es nicht mehr täglich haben kann…Landjäger…oh ja Landjäger…und Pfälzer Leberwurst und Fleischkäse Brötchen…Currywurst mit Pommes Schranke…ach ich könnte gerade so weiter machen und mir hier Hunger aufschreiben.

Aber weiter im eigentlichen Text.

Wir haben hier in der Bay Area recht viele Auswanderer aus Good Old Germany und mit ihnen haben sich sehr zu unserer Freude einige “deutsche” Geschäfte und Restaurants angesiedelt. So ist z.B. Mountain View ein guter Ort für den deutschen Magen. Da hätten wir zum Einen die Bäckerei “Esther’s German Bakery” . Bauernbrot, Körnerbrot, Schwarzbrot, Mohnbrötchen und und und kann man hier käuflich erwerben. Zu einem stolzen Preis versteht sich, aber ab und an möchten unsere Zähne dann doch auf etwas anderes als Sauerteig- und Toastbrot beißen. Die Brezeln sind zwar nicht die Besten der Welt, aber wenn man so etwas nur selten bekommt, schmeckt es eigentlich immer gut.

Zum Anderen gibt es hier in Mountain View noch “Dittmer’s Gourmet Meats and Wurst Haus”. Eine deutsche Metzgerei, die neben den gängigen Bratwurstsorten (Thüringer, Nürnberger, etc) auch Fleischwurst, Blutwurst, Leberwurst etc im Angebot hat und diverse Fleischsorten bis hin zu Kalbfleisch, was es sonst nur sehr selten anderswo gibt. Um das Sortiment aufzupeppen kann man hier auch ein paar andere Dinge kaufen, wie z.B. Maggie, Knorr Fix für Sauerbraten, Altmeister Essig, Essiggurken, Backaromen, Vanille Zucker, Tortenböden, Quark!, und und und.

Einfach (fast) alles was das Herz begehrt und die erste Anflaufstation wenn es darum geht, mal wieder etwas typisch deutsches Kochen/Backen zu wollen oder müssen.

Darüber hinaus gibt es in der Bay Area auch diverse deutsche Restaurants wie z.B. in San Jose Teske’s Germania Restaurant and Beer Garden, in Redwood City das Gourmet House Staudt Restaurant and Beer Garden (das ist übrigens berühmt geworden durch den verlorene iPhone 4 Prototyp – für die Geeks unter Euch) oder auch in San Francisco das Walzwerk oder die Suppenküche.

Das ist nur eine kleine Auswahl, aber wie gesagt, es findet sich etwas für den deutschen Magen.

Dazu gibt es noch den fantastischen Lieferservice von German Deli, bei welchem man zu ziemlich heftigen Preisen Leckereien aus der Heimat käuflich erwerben kann. Ab und an lassen wir uns dann schon einmal Rollmöpse, Backzutaten, Fleischwurstringe, Chips und Süßigkeiten ins Haus liefern. Dann wird plötzlich aus einem kleinen Rollmops ein echtes Feinschmecker Häppchen :-)

Aber trotz allem gibt es immer noch ein paar Dinge, die wir hier nicht bekommen und die wir nun eben selber machen müssen, wie z.B. Schupfnudeln (das ist vielleicht eine Arbeit), Maultaschen (mein nächstes Großprojekt) oder auch gebrannte Mandeln (die waren super lecker).

Naja, so lerne ich eben noch gute alte deutsche Hausmannskost zu kochen und tatsächlich werden auch meine Backversuche immer besser. Meine amerikanischen Bekannten und Freunde haben sich jedenfalls schon sehr löblich über meine Apfelkuchen und die gebrannten Mandeln geäußert.

Man lernt ja nie aus… In diesem Sinne: Guten Hunger Euch allen! :-)

Tagged with:
Aug 26

Nachdem der Donnerstag feucht fröhlich endete (und Ihr wisst ja: what happens in Vegas, stays in Vegas) begann der Freitag für uns etwas später. Sehr viel später…

Eine Stärkung mit Frühstück im Bett dank Room Service half ein wenig, aber letztendlich konnten wir uns erst am Nachmittag aus den Betten quälen. Die Füße schmerzten immer noch, aber tapfer stapften wir auf die andere Straßenseite hinein ins Venetian.

Hier kann man mit Gondeln innen und außen auf den Kanälen durch “Venedig” gondeln, über kleine Brückchen wandern und einen Hauch italienischen Charme einatmen- naja, also so wie Italien in Disney Land. Aber es war wirklich nett gemacht. Kann man nicht meckern. Und sauberer als das Original war es auch – laut Dirk.

Wir hatten schon wieder Hunger und nachdem wir das Mittagessen ausgelassen hatten, wollten wir uns nun mal “richtig” essen gehen. Auf der Piazza San Marco (*hüstel*) haben wir dann auch ein nettes Restaurant gefunden, welches preislich und auch vom Angebot her gut gefiel. Unter dem (künstlichen) Abendhimmel genossen wir ein leckeres Mal und lauschte dabei der Darbietung mehrerer Opernsänger in venezianischen Kostümen. Das war sehr stimmungsvoll und nett.

Nach dem Dinner wanderten wir wieder weiter durch die verschiedensten Casinos bis wir uns dann entschlossen mit dem Bus in Richtung Stratosphere Hotel und Casino zu fahren.

Ein Busticket kostet für eine einfache Fahrt $3 p.P. für Dice und Ace Busse (ja die heißen hier so) und nur $7 für einen 24h Pass. Da es bereits Abend war, und wir vorhatten am Samstag auch noch mit dem Bus in Richtung Fremont Street zu fahren, entschieden wir uns für das 24h Ticket, welches uns zeitlich ausreichte. (Es gibt auch noch Tickets für 3 – 7 Tage oder man nimmt die etwas teurere Monorail).

Ach ja, die Busse haben Klimaanlage, was das teilweise sehr langsame Vorwärtskommen auf dem Strip wegen des dichten Verkehrs ziemlich erträglich macht.

Stratosphere ist ein Hotel Casino mit einem riesigen Turm, auf dessen Spitze sich drei Fahrgeschäfte befinden. Eines davon ist ein Freefalltower und zwei weitere lassen die Insassen schön über den Rand des Turmes hinausbaumeln.

Gruselig, wenn man mich fragt. Aber die Aussicht wollten wir natürlich genießen und so waren wir willig auch $16 Pro Person für den Aufzug nach oben zur Ausichtsplattform zu bezahlen.

Angekommen mussten wir allerdings feststellen, dass die Aussichtplattform von Gene Roddenberry für eine private Star Trek Party gemietet war – Geschlossene Gesellschaft versteht sich.

Tja, hätte man sich vorher informiert, hätte man vielleicht bemerkt, dass just an diesem Tag eine Star Trek Convention im benachbarten Hilton stattfand. Aber da ich weder Offiziere der Sternenflotte noch Außeridische gesehen hatte, blieb uns das Ganze verborgen.

Also zogen wir unverrichteter Dinge wieder ab und bestiegen den Bus zurück.

Wir wollten ja auch noch unbedingt die berühmten tanzenden Fontänen des Bellagio bestaunen.

Am Bellagio angekommen, fanden wir ein ordentliches Plätzchen direkt am Wasser (trotz der tausenden Schaulustigen) und wartetend der Dinge.

Und dann ging es los! Erst fing die Musik an aus den Lautsprechern entlang des riesigen Wasserbeckens zu spielen und dann sah man auch schon die ersten Wasserstrahle. Es war einfach zauberhaft. Nach ein paar Minuten war es schon wieder vorbei, aber es schien auch nur eine kleine Darbietung gewesen zu sein.

Nach einer weiteren Viertelstunde fing alles von Vorne an. Dieses mal zu “Time to say Goodbye” – ein Lied das ich ja eigentlich ziemlich übel finde, aber zu den tanzenden Fontänen hat es einfach wunderbar gepasst.

Im Taxt schossen die Wasserstrahle mal meterhoch, mal wiegten sie sich von Links nach Rechts und mal tanzten sie im Kreis… Es war einfach wundervoll. Richtig romantisch und neben dem ganzen Las Vegas Zirkus irgendwie richtig stilvoll und elegant.

Ach mir hat es einfach gefallen. So richtig toll! Ich habe soooooo viele Fotos geschossen, dass ich Stunden gebraucht habe um sie auf “nur” 15 Schöne zu reduzieren.

Nach diesem schönen Erlebnis schlenderten wir auch schon wieder zurück in unser TI, nicht ohne noch einmal den Vulkanausbruch des Mirage anzuschauen …

Tagged with:
Aug 14

Schon viel haben wir über diese Stadt in der Wüste Nevadas gehört, aber gesehen hatten wir sie bisher nur in zahlreichen Filmen, Serien und Videos. Nun gab es kein Halten mehr und wir machten uns letzten Mittwoch mit dem Flieger auf in Richtung Sin City. Während des ganzen Fluges habe ich ständig aus dem Fenster geschaut und versucht mir einzuprägen, in welche Richtung die nächste Straße und/oder Behausung zu finden wäre, für den Fall eines Absturzes. Man kann sich das gar nicht vorstellen, wenn man nicht selbst einmal durch die Wüste gefahren ist, oder darüber hinweg geflogen ist. Von den 1:20h Flughzeit sind wir bestimmt 50 Minuten nur über nahezu unbewohntes Gebiet mit Bergen, Felsen, Sand und Staub geflogen. Ziemlich unheimlich. Und ich mit meinem unerschütterlichen Optimismus (hüstel) habe mich in Gedanken schon durch diese unwirkliche Landschaft auf der Suche nach Wasser und Zivilisation stolpern sehen… Nun gut. Also wir sind dann doch unbeschadet in Las Vegas gelandet wo bereits am Flughafen die ersten Slot-Machines blinkend und piepsend die Neuankömmlinge begrüßten. Mit einem Shuttlebus ging es dann in unser Domizil für die nächsten 3 Tage und Nächte, das Treasure Island oder auch einfach nur TI mitten auf dem Las Vegas Blvd oder auch “Strip”. Unser Zimmer dort war der Traum! 27. Stock und fantastischer Blick den  Strip entlang bis hin zum Mandalay Bay. Nach dem Einchecken ging es erst einmal auf Erkundungstour durch unser Hotel-Casino. Obwohl keines der Giganten auf dem Strip haben wir uns hier trotzdem schon fast verlaufen. Zum Glück fanden wir dann unseren Weg zur Sirene Cove wo abentlich mehrfach eine Tanz-Sing-Show Einlage dargeboten wird. Ziemlich spärlich bekleidete Damen (die Sirenen) singen und tanzen auf ihrem Schiff um die Piraten, welche mit einem weiteren Schiff angesegelt! kommen, in einem Kampf zu besiegen. Was ihnen natürlich auch gelingt. Dirk bekam so gleich am ersten Abend also seine Hot Babes und ich durfte mir immerhin ein paar durchtrainierte Piraten anschauen.

Nach diesem Augenschmaus ging es erst einmal weiter auf der Suche nach Getränken. Getränke = Überleben. Als wir um 19:30 Uhr in Las Vegas landeten herrschten hier nämlich noch “erfrischende” 41°C. Der ziemlich heftige Wind fühlte sich dabei an, als stünde man direkt vor einem riesigen Föhn. Aber wir waren ja auch in der Wüste.

So ging es für uns am Wynn und Encore vorbei bis wir endlich, endlich einen kleinen Supermarkt fanden um uns mit reichlich Getränken zu versorgen.

Natürlich entdeckten wir am nächsten Morgen, das unserem Hotel/Casino direkt gegenüber ein Walgreens 24h kalte Getränke und andere Notwendigkeiten verkaufte. Das war dann auch erste und letzte Anflaufstelle für uns in den folgenden Tagen.

Zurück in unserem Zimmer genossen wir dann noch lange den tollen Blick auf den hell erleuchteten Strip und den im stundentakt ausbrechenden Vulkan des Mirage, welchen Dirk gleich zweimal verpasste :-)

Müde fielen wir dann auch irgendwann in unsere Betten und freuten uns schon auf alles was noch vor uns lag…

Tagged with: