May 30

Gestern war einmal wieder so ein Tag, den ich gerne, wenn ich müde und erschöpft ins Bett falle, als perfekten Tag bezeichnen möchte. Naja, jedenfalls für mich, war es ein solcher.

Die Sonne strahlte schon früh vom Himmel, es war Samstag und warm. So beschlossen wir den ersten Tag unseres langen Wochenendes (Montag haben wir nämlich Feiertag) am Pool zu verbringen.

Kurz noch ein kleines Grußvideo für liebe Freunde aufgenommen, mit der Schweiz telefoniert und den Eurovision Song Contest gecheckt und schon lagen wir faul in der Sonne am Pool.

Herrlich! Dank unseres kleinen Telefones war es uns sogar hier möglich den Ereignissen rund um Lena zu folgen und dennoch an unserem Taint zu arbeiten. Mulititasking nenn ich das mal :-)

Nach einem solch faulen Tag, war es mir auch absolut nicht zumutbar kochen zu müssen, wie ich fand und Dirk zum Glück sofort einsah. Kurz entschlossen machten wir uns dann in Richtung Mountain View auf den Weg um hier gemeinsam mit Hugh und Brian bei Sushi Tomi zu Abend zu speisen.

Ui, das war vielleicht lecker!

Ich kann gar nicht mehr alles aufzählen was wir da so an Leckereien hatten, aber es ich versuche es mal. Wir hatten gegrillten Fisch, und panierten Fisch, wir hatten super leckeres Sashimi, geröstete Fischhaut (wow, das ist mal Klasse), Baby Sepia Salat, Miso Soup und und und. Herrlich.

Sushi Tomi ist wirklich toll, auch wenn es etwas teurer ist als andere Japaner in der Umgebung, so lohnt es sich allemal. Hier sitzen nämlich auch echte Japaner beim Essen, was ich als gutes Zeichen in Bezug auf Authenzität halte. Seufz. Einfach himmlisch das Essen.

Und was macht man nach einem herrlichen Abendessen wenn das Wetter schön ist und die Temperaturen auch am Abend noch sommerlich? Genau, man geht zu seinem Lieblingslokal um die Ecke und trinkt lecker Weinchen auf der Patio.

Genau vor 2 Wochen hat Savvy Cellar in Mountain View (nach Redwood City am zweiten Ort im Silicon Valley) Quatier im alten Bahnhof bezogen und ist schon jetzt unser absoluter Lieblingsort. Wir haben es tatsächlich geschafft in der kurzen Zeit bereits zum dritten Mal hier aufzuschlagen und uns fast arm zu trinken ;-)

Aber immer langsam.

Savvy Cellar ist eine Weinbar, welche nur auserlesene Weine anbietet, zum Verzehr vor Ort, zum Probieren oder direkt zum Kaufen.

Es gibt hier keinen Wein unter 90 Punkten (hier in USA werden Weine nach Punkten benotet, wobei 100 die höchst mögliche Punktzahl darstellt. Weine zwischen 80 – 100 Weinen gehören damit zu den Besten) und das Personal ist Fachkundig und mit Rat und Tat bei der Verköstigung und Auswahl zur Stelle.

In der Eröffnungswoche waren hier mit den Hadnagys und nun eben schon zwei weitere Male mit Hugh und Brian. Die Weine sind wirklich super lecker und ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, einmal alle auf der Karte zu probieren. Naja, die Karte ist nicht so lang und eigentlich machbar, wenn sie denn nicht so schnell das Sortiment ändern ;-)

Die Roten habe ich jedenfalls schon zur Hälfte geschafft (öhöm).

Mein bisheriger Liebling ist der 2003 Cougar Crest Merlot aus Walla Walla Valley Washington (http://www.cougarcrestwinery.com/)

Aber ich teste weiter – versprochen :-)

Gestern war es nun endlich zum ersten Mal am Abend so schön und warm, dass man gemütlich in T-Shirt auf der Terasse sitzen konnte und so bekamen wir hier im fernen Kalifornien fast europäisches Flair. Auf einer Terasse im “Freien” zu sitzen und lecker alkoholische Getränke in der Öffentlichkeit zu konsumieren, ist nämlich nicht so sehr die amerikanische Art. Umso mehr freut es uns, dass Savvy Cellar die Lizenz hierfür erhalten hat und auch eine schöne Terasse in Mountain View kreiert hat, auf welcher es fantastisch süffeln lässt.

Yummy, yummy, tasty tasty :-)

Satt, glücklich und was Dirk betrifft etwas beschwippst, fielen wir dann gestern Abend in unser Bett. Nur um dem nächsten perfekten Tag schon entgegen fiebern zu können.

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Mar 02

Das Jahr des Tigers hat begonnen, oder auch Geng Yin.

Obwohl der Jahreswechsel bereits am 14.2. stattfand, wurde gestern erst in San Francisco die große Parade anlässlich dieses Ereignisses abgehalten. Denn, die Feierlichkeiten rund um das Lunar New Year (wie das eigentlich heißt) beginnen am ersten Tag des neuen Jahres und Enden 15 Tage danach, so dass man genug Zeit zum Feiern hat :-)

Da die SF Chinatown die größte chinesische Siedlung außerhalb Asiens ist, ist die Parade und die Feierlichkeiten zum Lunar Fest hier auch entsprechend groß und bunt.

Dieses Ereignis konnten und wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen, zumal wir bereits die Londoner Chinese New Years Parade genossen hatten.

Gemeinsam mit Tracy und James wanderten wir zunächst durch die Chinatown und bestaunten das bunte Treiben auf den Straßen. Zahlreiche Stände waren aufgebaut und tausende Menschen schoben sich durch die engen Stände. Natürlich ist alles wie in USA immer gesponsored, so dass die Feierlichkeiten diesmal den Namen von Southwest Airlines zierten. Aber auch McDonalds inklusive Fotobooth mit Ronald McDonald, Verizon, Maggie! und viele mehr hatten ihre hübschen Ständchen aufgebaut und warben fröhlich Neukunden.

Daneben fanden sich diverse Pavillions mit obskuren Massagegeräten, Akkupunktur und was weiß ich nicht alles.

Aber so ist das wohl. Chinatown selbst lohnt sich jedenfalls immer, denn hier kann man neben der ganzen Touri-Nippes-Läden auch Lebensmittelgeschäfte mit den merkwürdigsten Speisen, Gewürzen und anderen interessanten Dingen bestaunen.

Nach einigem Geschiebe und Gedrängel machten wir eine kleine Lunch Pause im Restaurant Empress of China. Das Essen war ok, aber wirklich toll ist eigentlich die Aussicht. Hoch über der Chinatwon hat man hier einen super Blick über die City und allein dafür lohnt sich einmal ein Abstecher hierher.

Anschließend ging es dann noch etwas Bummeln und das schöne Wetter genießen. Natürlich durfte auch ein Eis nicht fehlen, auch wenn Dirk es mal wieder viel zu gut meinte und jedem von uns ein ganzes Faß Eis besorgt hatte. ;-)

Nach einigem Hin- und Her, wo wir uns denn nun für die Parade positionieren sollten (Kearny, Union Square oder Post) entschieden wir uns kurzerhand für Post, denn hier gab es noch ein paar freie Plätzchen in der ersten Reihe.

So standen wir also herum und warteten gespannt auf das Highlight des Tages.

Kurz nach 17:30 Uhr kamen dann auch endlich, endlich die ersten Wagen und Offiziellen an uns vorbei kutschiert. Warum der District Attorney, der SF City Treasurer und was weiß ich nicht noch an Lokal-Prominenz auf der Chinese New Years Parade mitfahren? Keine Ahnung, aber so ist das wohl überall. Auch bei Fassenacht müssen ja alle ihren Senf dazu geben und sich “feiern” lassen.

Sei’s drum.

Und dann kamen die ersten Drachen, Löwen, Fächer- und Schirmchen-Wedel-Tanzgruppen und und und.

Das war ja sooooooo toll! So viele chinesische Löwen (hab jetzt gelernt, dass die Figuren mit den großen bunten, runden Köpfen welche von zwei Leuten “gespielt” werden Löwen und keine Drachen sind) habe ich nocht nie gesehen. Das war wirklich toll, wie sie da so herumhüpften und sich von den Zuschauern kraulen ließen.

Aber auch die meterlangen Drachen waren wundervoll. Der größte benötigte für die Parade 100 Menschen. Zwar verbergen sich nicht immer alle gleichzeitig darunter, da aber sich der Drache aber schlängelt und somit einen viel längeren Weg zurück legt, als die Parade-Strecke lang ist und auch immer wieder Tricks vollführt, bedarf es für einen solchen Drachen eben jede Menge Auswechsel-Drachen-Leute.

Schon sehr beeindruckend.

Dazu kamen noch jede Menge Kinder, die entweder kleine Tiger darstellten (ist ja nun das Jahr des Tigers) oder irgendwelche lustigen Choreographien abspulten. Besonders die Kleinen trugen ihre Drachen mit viel Enthusiasmus und Chaos durch die Gegend. Wirklich zu niedlich.

Es gab noch diverse Wagen mit Tigern, asiatischen Schönheitsköniginnen, Moderatoren und was weiß ich nicht alles. Es wurde viel geböllert und gestrommelt und insgesamt viel Lärm veranstaltet.

Langsam wurde es auch immer dunkler so dass die Motivwagen, hier Floats genannt, sowie die Drachen und Löwen in der nächtlichen Stadt besonders stimmungsvoll aussahen.

Diverse Marching Bands aus den verschiedensten Colleges/Highschool brachten musikalisch Schwung in die Parade, so dass man die aufziehende Kälte etwas “hinwegtanzen” konnte.

Die Parade ging stolze 2 1/2 Stunden und wir waren ziemlich beindruckt.

Durchgeforen, aber beindruckt.

Mit schmerzenden Füßen machten wir uns im Anschluss an die Parade noch auf eine Absacker zum Skyline Ballroom auf, aber darüber berichte ich dann in einem anderen Post.


Chinese New Year Parade from Dirk Ginader on Vimeo.

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Feb 05

Ich dachte, ich kümmere mich jetzt mal wieder etwas um das leibliche Wohl.

Gestern Abend waren wir mal wieder lecker Speisen. Anlässlich Chris letztem Abend in der Bay Area (es war so schön, Dich mal wieder hier zu haben :-) ) ging es mit ein paar Bekannten und (bis dato) Unbekannten nach Mountain View zu Xahn.

Lustigerweise war dieses Restaurant auch das erste, dass wir in unserer Neuen Heimat bereits in der ersten Woche unseres Daseins besuchten.

Aber es ist auch wirklich toll.

Die Einrichtung ist stylisch und ich persönlich stehe besonders auf die Kieselsteinwand an welcher Wasser hinabläuft. Sehr cool!

Bestückt ist das Restaurant überdies mit Bildern der Eigentümer, was in diesem Fall ein echtes Plus ist. Den Malstil würde ich als eine Mischung aus Miro und Picasso definieren, aber was weiß ich schon ;-) . Zumindest passen sie ganz gut in die moderne und eher minimalistische Einrichtung.

Die Speisen sind asiatisch und super lecker. Dazu kommt ein hübsches Äußeres und damit sind die etwas höheren Preise durchaus gerechtfertig.

Alles in Allem eine echte Empfehlung und besonders das Dessert “The 8th Wonder” ist einfach himmlisch!

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Nov 03

be sure to ride the Cable Car! :-)

Natürlich stand bei dem Besuch von Ilona und Tobias auch ein Besuch in der City auf dem Plan. Freitags fuhren wir also nach San Francisco und nachdem wir das Auto im Parkhaus abgestellt hatten (San Francisco´s Parkhäuser sind unfassbar teuer!!!) ging es erst einmal zum Apple Store. Anschließend noch in das Westfield Shopping Centre auf Market Street.  Eingekauft haben wir hier zwar nichts, aber allein die um die Ecke fahrenden Rolltreppen sind einfach sehenswert.Cable Car

Zudem gibt es genau gegenüber eine Halte- und Wendestelle des Cable Cars und genau selbiges wollten wir auch nutzen.

Eine Einzelfahrt mit dem Cable Car kostet stolze 5Dollar, aber wenn man sich (so wie wir) ein Tagesticket für 11 Dollar kauft, kann man sowohl die Cable Cars als auch sämtliche öffentlichen Verkehrsmittel (MUNI) innerhalb San Franciscos den ganzen Tag nutzen. Natürlich gibt es auch 3-Tages und 7-Tages Karten (mehr Infos: www.sfmta.com).

Einziger Wehmutstropfen ist jedoch die Tatsache, dass gerade an den Wendepunkte immer sehr viele Touristen auf die Cable Car warten und darum eigentlich immer eine lange Schlange mit noch längeren Wartezeiten zu erwarten ist.

Cable Car Turning PointAber was tut man nicht alles für den Spass :-)

Sehr zum Missfallen von Ilona (die keine Lust auf Schlangestehen hatte) aber nach demokratischer Abstimmung und einer 2/3 Mehrheit für eine Fahrt mit dem Cable Car konnten wir auch nach “nur” einer halben Stunde Schlangestehen endlich einmal quer durch San Francisco mit diesem wundervollen Cable Car fahren.

Also mir hat es jedenfalls sehr viel Freude bereitet und ich kann es nicht erwarten bald wieder mitzu fahren. :-) Hihi

An der Bay angekommen ging es natürlich zuerst einmal ans Pier 39 um die drolligen Seelöwen zu beobachten, ihrem “Bellen” zu lauschen und unvermeidlich ihren “Duft” einzuatmen.

Diese Viehcher stinken! Ja stinken! SEHR!!! Richtig heftig!Ilona and Tobias in San Francisco

Aber nach ein paar Minuten gewöhnt man sich daran und wenn man sich auch günstig in den Wind stellt, kann man es sogar aushalten ;-)

Natürlich durfte auch die obligatorische Clam Chowder nicht fehlen und nach einem leckeren Lunch wanderten wir noch das Touristenviertel bis zur nächsten Cable Car Haltestelle um wieder in die City zu fahren. Hier trafen wir uns dann nach einem ausgiebigen Bummel durch Schuhgeschäfte mit Dirk, der mit dem Yahoo! Shuttle Bus nach getaner Arbeit zum Dinner ebenfalls in die Stadt kam.

At Pier 39Wie ging es auch ins Restaurant mit dem Cable Car! Hihi, das musste schon sein.

Also ging es zum Hyde Street Seafood House and Raw Bar. Ui, das war vielleicht lecker!!! Fisch vom Feinsten! Nachdem wir uns sattgefuttert hatten gab es dann noch eine sehr skurile Einlage einer ziemlich verwirrten und womöglich zugedröhnten Einwohnerin der Stadt. Plötzlich kam diese merkwürdige Type rein, setze sich zwischen mich und der jungen Dame am Nachbartisch und plapperte uns voll. So zwischen den Zeilen wollte sie wohl was vom Essen abhaben aber da sie auch noch eine laufende Nase hatte und in Zeiten der Schweinegrippe jeder Verdacht auf Grippe und Erkältungen wenig Sympathien weckt, war das ganze doch ziemlich unangenehm. Dirk versuchte sie zu verscheuchen indem er sie einfach auf Deutsch volllaberte, aber nachdem auch das nichts half, hab ich ihr einfach gesagt, dass sie nun bitte gehen sollte. Was sie dann auch gemacht hat. Allerdings nur um sich an den nächsten Tisch zu setzen.

Haha, naja, irgendwann war es dann allen zu bunt und sie wurde des Lokals verwiesen. Nicht ohne kurz daraufhin noch einmal aufzutauchen.

Aber so etwas gibt es halt in der Stadt der Althippies ;-)

Wir hatten jedenfalls unseren Spass und Grippesymptome sind nicht aufgetreten.

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