Apr 10

Nachdem ich von der Sightseeing Tour am Donnerstag noch ganz platte Füße hatte, wollte ich es eigentlich ruhiger angehen lassen mit mehr Fahren und weniger Laufen. Aber das hat nicht wirklich funktioniert.

Der Freitag Vormittag stand bei mir ganz im Zeichen der Geschichte.

Ich besichtigte San Diego’s Old Town. Hier kann man unter anderem ein altes Schulhaus besichtigen, das alte Gefängnis, ein Spukhaus und vieles mehr. Alles aus der Zeit der Gründung San Diegos.

Hier sieht es fast so aus, wie in den Filmen aus dem Wilden Westen. Gepaart mit wundervollen riesigen Kakteen macht das Ganze einen wirklich pittoresken Eindruck.

Das Spukhaus, ist eigentlich Whaley House, ein Herrschaftiches Wohnhaus und das erste zweistöckige in San Diego, aus der Mitte des 19. Jhd. Die Familie Whaley hatte hier neben ihrer Wohnstätte auch einen kleinen Laden eingerichtet, welchen man heute noch besichtigen kann und die alte Alkohol Lizens an der Wand bestaunen kann. Whaley House bot auch dem ersten Theater San Diegos Heimat und man kann hier auch noch den alten Theaterraum und die Bühne bestaunen.

Später vermietete die Familie einen großen Saal in ihrem Haus an die Gemeinde als Gerichtssaal. Hier wurden also viele, viele Kriminelle verurteilt und heute noch kann man alte Gerichtsdokumente einsehen.

Damals wurden die besonders Schlimmen noch am Galgen aufgehängt. So z.B. Pferdediebe. Pferdediebstahl war Mitte des 19. Jhd eine der schlimmsten Straftaten, die man sich nur vorstellen kann.

Dem Whaley House wird heute noch nachgesagt, dass es dort Spuken soll. Zum Einen, kann man sich vorstellen, wie viele Kriminelle im dortigen Gerichtssaal zum Tode verurteilt wurden, zum anderen wurde das Haus genau an der Stelle errichtet, wo zuvor ein Galgen stand. Nun ja, ich habe jedenfalls keinen Geist gesehen als ich es besichtigte, aber interessant war es trotzdem.

Nachdem ich also die Old Town ausgiebig besichtigt hatte, und die Füße bereits wieder begannen zu schmerzen, fuhr ich nun in Richtung Point Loma. Point Loma ist Vorort von San Diego welcher auf einer hügeligen Landzunge (hier heißt das ja immer so schön: Peninsula) liegt.

Am äußersten südlichen Zipfel befindet sich das Cabrillo National Monument und dem Old Point Loma Lighthouse., welches 1855 in Betrieb genommen wurde.

Um hierher zu gelangen, muss man erst einmal auf der einzigen Straße hindurch durch militärisches Gebiet fahren.

Ach ja, der Eintritt zum Cabrillo Park kostet $5 pro Auto ist aber für 1 Woche gültig.

Auf der Fahrt auf der winzigen Straße hoch über dem Pazifik kommt man auch durch einen Militärfriedhof. Ja, durch den Friedhof hindurch.

Naja, also der Friedhof liegt auf der Ost- und Westseite der Landzuge malerisch am Berghang gelegen und bietet entweder eine tolle Aussicht auf San Diego (im Osten) oder auf den Pazifik (im Westen). Ein wirklich schön gelegener Militärfriedhof.

Wenn man man den langen Weg hinter sich gebracht hat, kommt man am Leuchtturm und dem Monument an.

Von hier hat man wirklich eine ganz wundervolle Aussicht auf die San Diego Bay und den Pazifik.

Das Einzige was wirklich stört, ist dieser hässliche graue Fleck im Norden von Coronado. Leider ist es nicht möglich dieses hässliche militärische Gebiet auf Fotos von Coronado und San Diego aus zu blenden. Also bleibst es halt drauf.

Nach meinen langen Ausflugstag zu Old Town und Point Loma ging es dann zurück ins Hotel und zu Fuß dann nach Downtown, wo ich mich mit Dirk und ein paar Kollegen von ihm von der CSUN Konferenz zum Dinner treffen wollte. Zum Glück führte mein Weg noch durch die wundervolle Mall, Horton Plaza, hindurch.

Zum Glück, denn mittlerweile taten mir meine Füße so schrecklich weh, dass ich mir notgedrungen ein paar richtig toll gefederte und gepolsterte Turnschuhe kaufen musste.

Das war wirklich eine Rettung! Die ersten Schuhe meines Lebens in denen ich keine Blasen bekommen habe. Unfassbar aber wahr. Und das Beste an den Dingern ist, dass ich sie nun zum Sporteln im Gym anziehen kann.

Ohne diese Schuhe hätte ich den Samstag auch gar nicht überstanden, denn Dirk und ich verbrachten den kompletten Samstag damit, durch den berühmten San Diego Zoo zu wandern.

Der Zoo hat zwar einen eher stattlichen Eintrittspreis ($ 40 im Internet, § 35 in der Touri Info) aber es lohnt sich wirklich. Ist ein wirklich ganz toller Zoo der schon alleine wegen seiner Lage besonders schön ist.

Besonders niedlich fanden wir ja die Nilpferd-Mama mit ihrem zwei Monate alten Baby. Sooooooooo süüüüüüüß!

Wie sie da so unter Wasser gekuschelt haben…einfach zauberhaft.

Cool waren aber auch die Pandas. Der Panda Bär ist ja das Wahrzeichen des Zoos und man kann sich die Pandas auch im Internet via Live-Stream anschauen.

Als wir dort waren, konnten wir gerade beobachten, wie der Eine gemütlich auf seinem Hintern saß, angelehnt an einen Stein und vergnügt seinen Bambus kaute. Der andere hing einfach so rum. Und wenn ich meine Rumhängen, dann meine ich das. Der hing wirklich über einen Baumstamm. Einfach so als hätte man ihn da hingeworfen. Ziemlich lustig.

Ich persönlich habe dann noch einen schönen Augenblick mit einem Orang Utan genossen und auch die Elefanten haben in uns erneut den Wunsch geweckt einen Baby Elefanten als Haustier zu haben ;-)

Nach 7! Stunden im Zoo waren wir dann auch ziemlich platt und konnten uns noch eben so gerade zum Restaurant auf machen, wo wir einen wundervollen letzten Abend mit unseren Londoner Freunden verbringen durften.

Ach ja, die zwei schönsten Restaurants in San Diego mit leckerem Essen waren übrigens Urban Bar & Grill und Salvatore’s.

Etwas teurer aber auch sehr sehr gut.

Sonntags ging es dann auch schon wieder zurück nach Hause und in den Regen…Meine Güte, war das ein Wetter was uns da erwartete, aber das ist eine andere Geschichte.

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