Feb 17

Viel hat man schon von dieser berühmt berüchtigten Gefängnis Insel vor den Toren San Franciscos gehört, gesehen und gelesen. Nun wollte ich mir endlich auch einmal ein Bild davon machen (Dirk war schon vor 2 Jahren mal hier gewesen) und deshalb machten Dirk und ich uns Freitag auf den Weg um“The Rock”  zu besichtigen.

Dirk hatte einen Tag Urlaub und das Wetter meinte es besonders gut mit uns. Bei wundervollen 24°C schipperten wir also von San Francisco aus hinüber nach Alcatraz, der Insel, die bereits so Einiges erlebt hat.

So wurde “The Rock” von einem Fort und einem Leuchtturm zu einem Militärgefängnis, zu einem Staatsgefängnis bis hin  zu einem National Park. Und das ist Alcatraz bis heute. Für die Westküste der USA schon eine ganz beachtliche Geschichte, die sich hier erleben lässt. Auf www.AlcatrazHistory.com kann man sich ein wenig in die Geschichte einlesen und auch so Einiges über die Insassen erfahren.

Natürlich kommen die Meisten um das berüchtigte Gefängnis zu besichtigen in welchem auch Al “Scarface” Capone einsaß. Interessanterweise war Alcatraz nur von 1934 bis 1963 ein sog. “Federal Prison” aber auch in dieser kurzen Zeit saßen hier die wohl hochkarätigsten Kriminellen ihrer Zeit ein.

Geschlossen wurde es, da es Unsummen für den Erhalt verschlungen hat (man denke nur an die salzige Luft durch die Bay welche an den Gemäuern nagte) und sich der Umgang mit Kriminellen weg von dem Gedanken der “Bestrafung” hin zu “Resozialisierung” veränderte.

Als wir am Dock anlegten, bekamen wir erst einmal eine kleine Einleitung zur Insel von einem ParkRanger. Weiter ging es mit einer kleinen Tour, welche immer wieder inne hielt. Hier erfuhren wir ein paar der interessantesten Ausbruchsgeschichten.

Während des 29jährigen Betriebes gab es 14 Ausbruchsversuche (von insgesamt 36 Häftlingen wobei 2 es gleich zweimal versuchten). 23 Häftlinge wurden wieder eingefangen, 6 wurden erschossen bzw. kamen bei ihrem Ausbruchsversuch ums Leben und 2 Ertranken. Bis heute hat es offiziell niemand geschafft von Alcatraz zu fliehen, wobei es bis heute von 5 Flüchtlingen jede Spur fehlt. Sie gelten als vermisst aber sehr wahrscheinlich ertrunken. Aber nur um auf Nummer sicher zu gehen werden sie bis heute von FBI als “gesucht” gelistet und es besteht immer noch ein Haftbefehl für sie.

Ein paar der Ausbruchsgeschichten sind auch wirklich ziemlich faszinierend und kreativ, was das Planen und die Ausführung des Ganzen betrifft. Aber ich will ja niemandem den Spass des Selbsterlebens nehmen und darum spare ich mir hierzu weitere Ausführungen.

Nachdem wir ein paar Geschichten von dem Ranger gehört haben, begaben wir uns dann in das Gefängnis Gebäude und machten die Audio Tour. Sehr spannend! Ist schon unheimlich, wenn man sich die Zellen so anschaut und sogar selbst in die eine oder andere hinein geht.  Echt gruselig und man kann sich vorstellen, wie fürchterlich es für die Gefangenen hier gewesen sein muss. Immerhin konnten sie die Geräusche vom “Leben” in der City, nur ein paar Meilen entfernt hören und auch die Lichter der Stadt sehen. Aber heute, wenn man weiß, man darf wieder zurück fahren mit dem Boot, dann ist der Blick auf San Francisco die Bay Bridge und die Golden Gate Bridge einfachwundervoll.

Ganz besonders bei sooooo schönem warmen Frühlingswetter, wie wir es letzten Freitag hatten.

Dirk war ja schon vor 2 Jahren einmal dort gewesen, allerdings im Regen. Er meinte, dass das zwei völlig unterschiedliche Erfahrungen gewesen seien und dass die Insel im Regen und Dunkelheit um noch so vieles gruseliger wäre als im Sonnenschein. Also mir persönlich hat es schon gereicht, wir sind uns aber dennoch einig darüber, dass wir irgendwann einmal auch die Nachtführung mitmachen wollen. Dann so richtig zum gruseln.

Es war jedenfalls einmal wieder ein sehr gelungener Ausflug.

Wer hierher kommt und die Alcatraz Tour machen möchte, hier gibt es alle Infos zu Tours und Tickets: http://www.alcatrazcruises.com/

Tagged with:
Jan 10

Mit Besuch gibt es ja jede Menge Sightseeing Verpflichtungen zu leisten und so haben Dirk und ich uns natürlich nicht lumpen lassen und haben der ganzen Sippe San Francisco in seiner unvergleichlichen Schönheit gezeigt. Immer und immer wieder :-D

Natürlich ging es mehrfach zu und über die Golden Gate Bridge. Zunächst von San Francisco aus am Fort Point, dann drüber auf die andere Seite der Bucht auf den beliebten Vista Point und dann hier auch noch den Berg der Golden Gate National Recreation Area hinauf. Fotos von allen möglichen Blickwinkeln aus. Natürlich konnten wir die Brücke auch noch bei unserer Rundfahrt über den 49 Mile Scenic Drive mehrfach bewundern und so dürfte unsere Golden Gate Bridge Foto Sammlung um ein Vielfaches vergrößert worden sein. Natürlich durfte auch das Pier 39 mit den Seelöwen und einer Clam Chowder nicht fehlen und auch sämtliche Strände, Twin Peaks und Golden Gate Park standen auf dem Programm.

Mittlerweile habe ich schon eine schöne Tour über ein paar der steilsten Straßen von San Francisco “herausgearbeitet”, welche natürlich auch über die berühmte kurvige Lombard Street führt. Diese Fahrten haben bei unseren Gästen jedenfalls immer wieder zu spitzen (Begeisterungs-) schreien geführt. Ja, die Straßen vonSan Francisco sind wirklich steil und da man wegen der vielen Stoppschilder auch dauernd anhalten muss kann man hier das Anfahren am Berg besonders gut üben. Haha, zum Glück haben hier fast alle ein Automatik Getriebe, welches definitiv zur Sicherheit aller Beteiligten beiträgt. Man kann die armen Irren mit normaler Gangschaltung ziemlich schnell erkennen, weil sie immer – wirklich IMMER – erst einmal die halbe Straße wieder rückwärts rollen wenn sie anfahren wollen. Nicht witzig wenn man dahinter steht.

Aber diese schönen Straßen machen natürlich auch mit dem Cable Car jede Menge Spass. Und so kam meine Oma zu ihrer ersten Cable Car Fahrt und wir anderen genossen es auch einmal wieder. Ich hatte ja gehofft, dass über Weihnachten die Schlangen an den Endhaltestellen erträglicher wären als im Sommer, aber weit gefehlt. Auch dieses Mal mussten wir fast 2h dumm herum stehen bis wir endlich in ein Cable Car einsteigen konnten. Wenn man alleine oder zu zweit ist, dann kann man auch einfach irgendwo auf der Strecke dazu steigen bzw sich dranhängen. Wenn man allerdings eine größere Gruppe ist mit Menschen die sitzen wollen, dannempfiehlt sich das Anstehen an den Endhaltestellen in jedem Fall. Gehört ja auch irgendwie zum Erlebnis San Francisco.

Mein persönliches Highlight bot uns dann die Bar “Top of the Mark” des Intercontinental Mark Hopkins Hotels auf Nob Hill. Das ist vielleicht toll hier oben. Man kann hier trinken und speisen und dabei einen fantastischen 360° Blick über San Francisco genießen. Ein echter Knaller! Gut, das Lunch war jetzt kein Schnäppchen aber wir waren uns alle sicher, dass ein vergleichbares Essen auf dem Eifelturm oder an einem

anderen berühmten Ort mit super Aussicht, sicher noch teurer geworden wäre.

Wenn man sich also mal etwas “gönnen” möchte, dann empfiehlt sich ein Besuch im Top of the Mark auf jeden Fall! Alleine schon wegen des fantastischen Ausblicks.

Wir haben also sehr ausgiebig die Stadt besichtigt und durchquert. So langsam macht mir der Verkehr hier in der City (so wird San Francisco von “uns” Einheimischen kurz genannt) auch keine Angst mehr. Auch wenn hier nur Irre unterwegs zu sein scheinen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Hier übrigens noch ein kleiner Eindruck davon, wie eine Cable Car Fahrt so aussehen kann.

Tagged with:
Nov 02

Die Giants haben gewonnen! Mit ihrem 3:1 Sieg gegen die Texas Rangers im 5. Spiel der World Series sind sie nun 2010 World Series Champions!

Wohooooooo!

Zum ersten Mal seit das Team in San Francisco beheimatet ist, ist ihnen dieses Glanzstück gelungen und damit zum ersten Mal seit 1954 und zum ersten Mal geht der Titel überhaupt nach San Francisco.

Hier steht alles Kopf! Jeder trägt orange/schwarz, die Farben der Giants, Giants T-Shirts, Baseball Caps, Hoodies etc

Zum letzten Spiel gab es vor dem Civic Center in San Francisco eine große Giants Party mit Live Übertragung des Spieles und nach Ende öffneten die Fan Shops um – wie soll es auch anders sein – die bereits fertigen 2010 World Series Champion Merchandise Produkte an den Mann, die Frau und das Kind zu bekommen.

In den Nachrichten verdrängen die Giants sogar die Berichterstattung über die heutige Wahlen im Lande auf Platz 2 und morgen wird es eine große Parade zu Ehren der Giants in San Francisco geben.

Ach es ist herrlich, das miterleben zu dürfen. Alles steht Kopf und in diesen Tagen tut Kalifornien eine gute Nachricht auch mal so richtig gut.

Die Civic Hall in SF ist in Orange angestrahlt und wahrscheinlich wird im Laufe des heutigen und morgigen Tages der Rest der Stadt auch noch eingefärbt werden.

Ach ja, tut mir leid für die Texas Rangers (die ja als Favoriten galten), dass sie verloren haben – ok, nicht wirklich. :-D

So, nun können die Giants endlich ihre Bärte rasieren, auch wenn der Slogan “Fear the Beard” so nett war, aber dann kann man sie hoffentlich auch wieder besser von einander unterscheiden.

Hier noch zum Nachlesen und Nacherleben:

The official Giants Website

The San Francisco Chronicle

The New York Times

Tagged with:
Oct 03

Wohoo! Nicht nur das unsere lieben Mainzer seit geraumer Zeit die Tabelle der deutschen Fußball Bundesliga anführen – nein, auch in unserer Wahlheimat gibt es sportliche Erfolge zu vermelden.

Die San Francisco Giants haben heute mit einem Sieg gegen die San Diego Padres die National League West im Major League Baseball gewonnen. Seit 7 Jahren zum ersten Mal!

Wohoo!

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich das ganze Spielprinzip begriffen habe, aber ich versuche mich mal daran, das Ganze zu erklären:

Anders als beim Fußball in Europa gibt es hier keine Auf- oder Absteiger und wer gegen wen spielt steht von vornherein fest.

Ähnlich wie beim American Football ist die Major League Baseball (MLB) aufgeteilt in zwei verschiedene Ligen (National League und American League). Die eine befindet sich im Westen der USA, die andere im Osten.

Jede Liga ist wiederum in 3 Divisionen unterteilt: East, West und Central.

Welche Teams in welcher Liga und in welcher Division spielen ist also aufgrund Ihres Standortes festgeschrieben.

So, nun ist also die reguläre Saison vorbei, was so viel heißt, dass nun die Play-offs beginnen.

Die Regular Season geht immer von März/April bis September/Oktober. Jede Mannschaft muss hierbei 162 Spiele bestreiten. Jaha! Das ist eine Menge!

Wie geht es nun weiter?

Die Giants sind nun also seit heute Champions der Division West in der National League.

Nun beginnen die sog.  Play-Offs. Hier treffen nun in jeder Liga die jeweiligen Sieger der drei Divisionen plus dem besten Zweitplatzierten (der bekommt eine Wild Card – dieses Jahr ging die an Atlanta hier im Westen) aufeinander um die Halbfinalisten in einem Best-of-Five zu ermitteln.

Ist dies geschehen spielen die Beiden Halbfinalisten jeder Liga um den Titel der jeweiligen Liga in einer Best-of-Seven Serie.

Am Ende gibt es dann so einen Champion aus der National League und einen aus der American League.

Diese Beiden spielen dann um den großen Supertitel, um den Gewinn der sog. World Series in einem Best-of-Seven.

Ja, das heißt World Series auch wenn nur Teams aus den USA und Kanada teilnehmen. Aber wer wird denn schon kleinlich sein. ;-)

Uff, ich hoffe ich habe das richtig erklärt.

Heute wird nun erst einmal der Gewinn der Division West in der National League gefeiert, bevor dann Donnerstag und Freitag die ersten zwei Play-off Spiele gegen Atlanta auf dem Programm stehen.

Es ist noch ein langer Weg bis zum Gewinn der World Series, aber wer weiß….

so manches Team hat ja schon zu Überraschen gewusst…

Hier noch zum Nachlesen ein paar Links

SF Chronicle, SF Giants, Major League Baseball und natürlich Wikipedia.

Tagged with: