May 31

…oder wie wir unsere inneren Teenager mal wieder raus lassen durften.

Gemeinsam mit Cindy, Matt, Marianne und Kollegen enterten wir mit tausenden Kids, Teenagern und Junggebliebenen wie wir (hüstel) letzten Dienstag den HP Pavillion in San Jose um uns mit Musik berieseln zu lassen. Eigentlich Heimat der San Jose Sharks (Ice Hockey) wurde es Dienstag zu einer Konzert Arena umfunktioniert und bot tausenden Glee Fans für ein paar Stunden Heimat.

Glee…? Was ist Glee?

Glee ist eine TV-Serie welche auf dem Sender FOX seit 2009 läuft. Die Geschichte handelt im Groben von den Mitgliedern eines high school “glee clubs” und deren alltäglichem Wahnsinn. Der glee club ist Ort für den Schulchor (hier: New Directions) welcher im jährlichen Rythmus an verschiedenen Wettkämpfen teilnimmt. Also ähnlich wie bei den Cheerleader, Marching Bands oder anderen high school Aktivitäten und Clubs.

Hier wird nun also gesungen und getanzt was das Zeug hält. Die Mitglieder sind zum großen Teil Außenseiter, die hier in dem Glee Club den einzigen Ort gefunden haben, um sich im Schulalltag über Wasser zu halten.

Mit der Zeit kamen dann noch ein paar Cheerleader und Football Spieler durch die unterschiedlichsten Verkettungen unglücklicher/glücklicher Umstände zum Club hinzu und so formte sich die Gruppe.

Die Serie war über Nacht eine Sensation und ist hier in den USA mega erfolgreich. Natürlich in erster Linie bei den vielen Teenagern, die hier ihre “Teenage Dreams” performen sehen. Der Rest der Zuschauer erfreut sich an der Musik, dem Wissen die Hölle Schule hinter sich gelassen zu haben und ich glaube in erster Linie an der zynischen, herablassenden Lehrerin Sue Sylvester, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Glee Club zu zerstören. Sie ist wirklich köstlich!

Nun gut, also das Ensemble dieser Serie nutzt nun die Sommerpause um auf Tour zu gehen und ihre Fans mit Live Auftritten bei Laune und die Merchendising Einnahmen hoch zu halten.

Warum genau wir nun Karten für das Konzert in San Jose gekauft haben? Keine Ahnung, aber als Cindy sagte, sie hätte da einen super deal für Karten haben wir vor Monaten in einem Anfall von ich-weiß-nicht-was eben auch zugeschlagen.

Aber ich muss sagen, das Konzert war wirklich nicht schlecht. Die Kids haben eine gute Show auf die Beine gestellt und viele der Songs die zum Besten gegeben wurden, gefallen mir ja auch so, ganz ohne TV Show. Also alles in allem ein lustiger, bunter aber sehr sehr lauter Abend.

Fazit: Meine Ohren sind zu alt für laute Musik und kreischende Teenager. Aber mal wieder “jung” zu sein macht auch noch im hohen Alter und mit grauen Haaren Spass.

Die Fotos sind übrigens von meiner Freundin Cindy Li (http://www.flickr.com/photos/cindyli/)

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Apr 20

Da Sonntag das Wetter nicht ganz so berauschend war, jedenfalls für uns verwöhnte Kalifornier, hatten wir die Idee mal wieder ein Museum zu besuchen.

Dieses Mal sollte das Technik Museum “The Tech” in San Jose unser Ziel werden. Für $10 kann man hier sowohl das Museum besuchen als auch das IMAX Kino. Gestern gab es jedoch noch eine Sonderaustellung “Bodyworlds Vital” (ein Teil der Körperwelten Ausstellung von Gunter von Hagens) weshalb man diese plus das Museum für $19 besichtigen konnte.

Zwar hatten wir vor vielen Jahren die Körperwelten schon mal gesehen, aber entschieden uns dennoch dazu sie noch einmal zu besichtigen. Auch wenn mir, genau wie beim ersten Besuch wieder übel und schummerig geworden ist, so war es dennoch interessant.

Aber mir hat das eigentliche Museum dennoch deutlich besser gefallen.

Das ist eine richtig tolle Erlebniswelt rund um Technik und Innovation. Man kann hier z.B. erleben und ausprobieren, wie man Wind- und Wasserräder baut um den maximalen Energiegewinn zu erzeugen. Ist gar nicht mal so einfach ein gut funktionierendes Windrad zu bauen… Natürlich haben wir auch auspropiert wie lange man Strampeln muss um eine Glühbirne zum Laufen zu bringen oder wie man mit Spiegeln Sonnenlicht ernergiegewinnend auf Solarzellen lenkt. Sehr spannend!

Es gab auch eine Anlage wo man Erdbeben der Vergangenheit mit Stärken über 6.0 auf der Richterskala selbst erleben konnte, oder auch durch Hüpfen, Schieben oder Pressen von Steinen den Seismographen zum Ausschlagen bringen.

Dirk ist mit einem Jetpack unterwegs gewesen und hat einen Unterwasserroboter gelenkt. Ich habe programmieren geübt an Mr. Potatohead und einem kleinen Auto. Jaha, ich habe programmiert. Ok, ich gebe zu dass die das da ganz einfach gestaltet haben damit auch 10jährige Spass im Museum haben, aber egal. Es hat geklappt und ich war stolz auf mich.

Ist ja schließlich schon eine Herausforderung dem Mr.Potatohead zu erklären, dass er wenn er Licht sieht oder Wärme spürt aufsteht oder wenn er Wind fühlt den Fernseher einschalten soll.

Ich war jedenfalls schwer begeistert, dass er das alles nach meinen Anweisungen tat, so wie er sollte.

Was mich ja besonders begeistert hat in dem Museum ist, dass man mit seiner Eintrittskarte einen Barcode erhält, den sog. Tech Tag.

An vielen Versuchsaufbauten gibt es dann einen Scanner. Man kann seine Karte darunter halten und alles was man dann an dieser Station macht wird dann auf einer eigenen Seite des Tech gespeichert.

Wenn man dann daheim ist, kann man seine Barcode Nummer unter www.my.tech.org eingeben und kann alle seine Erlebnisse, Fotos, Ergebnisse etc anschauen.

Ziemlich schöne Sache, besonders da man z.B. auch einen Versuch machen kann mit Leuchtquallen und Bakterien und die Ergebnisse dieses Bio-Versuches am nächsten Tag online bestaunen kann.

Ein paar unserer Fotos aus eben dieser Website habe ich mal hier hoch geladen. Ansonsten natürlich die üblichen selbstgeschossenen Dokumentationen

Wir waren jedenfalls mehr als begeistert von “The Tech” und werden ganz sicher an dem einen oder anderen Regentag wieder kommen.

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Oct 27

So kurz vor Halloween mussten wir uns unbedingt das Winchester Mystery House anschauen. Nicht weit von uns entfernt in Winchester House of MysterySan Jose hatte die Witwe des Waffenmagnaten Winchester (Sarah L. Winchester) eine Villa gekauft und bis zu ihrem Tod auf die merwürdigste Art ständig aus-, um- und weitergebaut. 365 Tage im Jahr wurde an diesem Anwesen zu Lebzeiten von Sarah Winchester gebastelt.Winchester Mystery House

Nach dem Tod ihres Mannes (und dem sehr frühen Tod ihrer einzigen Tochter) hatte ein Medium aus Boston Sarah Winchester erklärt, dass auf der Familie ein Fluch läge und die Geister der durch Winchester Waffen getöteten Menschen sie heimsuchen würden. Diese Geister würden verlangen, dass sie gen Westen ziehe wo sie ein Haus nach den Plänen der Geister umbauen müsse, und dieses Haus dürfe auch nie fertig Winchester Mystery Housewerden. So bald die Bauarbeiten eingestellt würden, würde sie ebenfalls sterben.

Also baute die gute Frau immer und immer weiter an dem Haus herum bis hin zu sehr bizarren Dingen.

So gibt es zum Beispiel Türen, die zu einer Wand führen oder auch ins Nichts, Stufen die nur 2cm hoch sind, Schränke in die nichts hinein passt und und und. Dazu kommt, dass das Haus unheimlich verwinkelt ist und man eigentlich auch Innen keine wirklichen Stockwerke erkennen kann.

Door to nowhereEs gibt zum Beispiel ein Zimmer, von welchem man in das Stockwerk darüber nur gelangt, wenn man erst zweimal die jeweils 13 Stufen von zwei Treppen hinunter geht um dann wieder eine Treppe nach oben muss. Alles nur um ein Stockwerk zu überwinden, sehr sehr bizarr.

Aber so hatten wir etwas Interessante zu bestaunen. Die beiden Touren durch das Haus und hinter den Kulissen daurten jeweils rund 1h und waren sehr sehr kurzweilig. Mit 31 Dollar pro Karte zwar ein etwas kostspieliges Vergnügen, aber wir haben es nicht bereut uns das Winchester Mystery House angeschaut zu haben.

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Aug 20

Gestern Abend haben wir etwas bemerkenswertes getan – wir sind nach San Jose gefahren um dort in ein deutsches Restaurant zu gehen. Jaja, das klingt jetzt erst einmal merkwürdig, isses auch :-)

Also, Teske´s Germania Restaurant war der Treffpunkt des monatlichen Stammtisches der Deutsch Amerikanischen Business Association (kurz GABA). So fern der Heimat hatte insbesondere ich das Bedürfnis schnellstmöglich Kontakte zu knüpfen und da erschien mir die GABA genau der richtige Anlaufpunkt.

So machten wir uns also gestern auf, Deutsche zu treffen. Und es war tatsächlich sehr nett und interessant. Bei leckerem Bitburger Bier und für Dirk Schnitzel mit Kartoffelsalat haben wir uns den ganzen Abend mit sehr netten deutschen Auswanderern unterhalten. Einige sind schon seit Jahren hier, andere, so wie wir, erst seit kurzem. Nach anfänglichem Beschnuppern kamen wir dann auch immer besser ins Gespräch und so stellte sich heraus, dass ich unter anderem zufällig neben einem deutschen Juristen saß, der sich vor einigen Jahren mit einer Kanzlei in San Francisco selbständig gemacht hatte und welcher auch gleich nützliche Tipps für eine weitere juristische Karriere zu erzählen wusste.

Dazu bekamen wir jede Menge Tipps zu Führerscheinprüfung, Credit Score, Schecks und Social Security Number, Business Cards und eine Einladung zum Sommerfest der GABA am kommenden Samstag.

Darauf freuen wir uns jetzt schon und hoffen, dass es genauso nett und interessant wird, wie der Stammtisch. Netzwerkeln kann ja nie schaden :-)

Ach ja, und das Bitburger hat nach so langer Zeit auch mal wieder ganz lecker geschmeckt ;-)

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