Nov 22

Endlich geht es wieder los, die sog. Holiday Season! Mit Thanksgiving, welches an diesem Donnerstag stattfindet und dem Black Friday geht es nun mit Volldampf voraus in die Advents-, Weihnachts-, Feiertags- und Shoppingzeit.

Ich hatte ja schon mal darüber berichtet, um was es hier an Thanksgiving und Black Friday so grundsätzlich geht (klickt Du hier) und berichte daher nur über die in diesem Jahr wichtigen Details.

In diesem Jahr gab es zum Black Friday (dem Super Schnäppchentag) schon diverse Streitigkeiten und Aufreger, da ein  paar Geschäfte ankündigten, bereits am Donnerstag (also dem hier wichtigsten Familientag) die Türen für Schnäppchenjäger ab 22 Uhr bzw ab 24 Uhr zu öffnen (statt wie sonst am Freitag um 4 Uhr bzw. 6 Uhr morgens).

Das führte zu großem Protest, denn selbst wenn hier Shopping rund um die Uhr anerkannt, die sonntägliche Ruhe egal und auch sonst nur wenig arbeitnehmerfreundliche Urlaubstage eingeplant sind, so scheint zumindest der Thanksgiving Day so etwas wie heilig zu sein. Aber die Zeiten sind schlecht, besonders für den Einzelhandel, weswegen es zwar Entrüstung gab, aber geändert hat sich nichts. Also, wer mag kann sich gerne ab Donnerstag Abend/Nacht um die besten Schnäppchen prügeln. Das ganze mit vollgefuttertem Bauch – das wird ein Spass!

Einen Vorgeschmack hatte ich bereits letztes Wochenende, als ich dachte ich wäre super clever wenn ich nach Schuhen und Strumpfhosen für mein neu erworbenes Kleid zu meiner Schwesters und meines Schwagers Hochzeiten (nein sie heiraten NICHT einander) an diesem Samstag statt dem Wochenende rund um Black Friday schauen würde… Oh wie naiv ich doch war….!

Es war die Hölle los in der Mall! Viele Geschäfte hatten nämlich schon so etwas wie ein Pre-Black-Friday-Sales (Dirk regt sich immer so hübsch auf, wenn Macy’s Werbung für den 1-day – sales für Samstag macht und dann einen pre-sales am Freitag ankündigt!). Kann man sich ja lebhaft vorstellen wie schön es war!

Nun gut, ein paar Strumpfhosen habe ich gefunden (hier braucht die ja kein Mensch weshalb diese Abteilung auch schön leer war) und um die Schuhe habe ich mich nicht prügeln wollen. Ich habe das ganze Vorhaben nun auf die Zeit NACH Thanksgiving verschoben.

Eigentlich wollten Dirk und ich die 4 freien Tage mit Faulenzen und vielleicht einem Truthahn Sandwich am Donnerstag feiern, aber ganz spontan haben dann Freunde angefragt, ob wir sie nicht von einer Feier bei dem Ex Partner retten könnten und so haben wir nun also doch etwas vor. Nun kam dann gestern noch die Entscheidung oben drauf, das Ganze bei uns zu veranstalten.

BEI UNS!!!

Also, drei Tage vor dem großen Truthahnvernichtungsfest ist also klar, dass die “Germans” ein traditionelles Thanksgiving Dinner ausrichten werden.

PANIK!!!

Also ich dann nun gestern los, und so einen Truthahn käuflich erworben. Phew, Glück gehabt, ich hatte ja schon Angst, dass ich keinen mehr bekommen würde und diese Dinger schon seit Monaten im Voraus vorbestellt hätten werden müssen. Aber mein Amerika wäre nicht mein Amerika, wenn es natürlich nicht zu solchen schlimmen Engpässen wie regelmäßig kurz vor der Weihnachtszeit in Deutschland (oder hat sich das in den letzten Jahren geändert) kommen würde.

Mir ist es gelungen einen glücklichen, freilaufenden, lokal aufgewachsenen, ohne Antibiotika gefütterten (das steht ernsthaft auf dem Label) Truthahn in einer für hiesige Verhältnisse kleinen Größe (“nur” 14 lbs/knapp über 6kg) zu finden.

Dieser ruht nun kühl und der Dinge harrend in unserem, zum Glück sehr geräumigen, Kühlschrank.

Wein, Pie, Appetizer und der Süßkartoffel-Marshmallow-Auflauf werden mitgebracht werden (zum Glück) und so bleibt mir eben jener Vogel, das sog. Stuffing (da hab ich beschissen und mir bei Williams Sonoma einen Fertigmix gekauft – sorry, aber das war mir zu heikel), Kartoffelpü, Bohnen, Cranberry Sauce und die Soße (die hier ebenso super wichtig zu sein scheint).

Ich bin auf jeden Fall schon super aufgeregt und hoffe nur ich versaue das nicht gänzlich. Aus dem ruhigen Feiertag ist also nun ein mehrtägiges Vorbereitungshappening geworden und ich freue mich sogar darauf.

Drückt mal die Daumen, dass alles gut wird und ich halte natürlich alle auf dem Laufenden…Versprochen!

 

 

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Sep 21

War aber auch mal wieder an der Zeit in der Abteilung “Shopping” etwas zum Besten zu geben.

Da fehlte doch glatt eine der schönsten Einkaufsmöglichkeiten in der San Francisco Bay Area, das Stanford Shopping Center.

Wie der Name schon verrät, ist das Shopping Center in Stanford, also in Palo Alto, gleich neben dem berühmten Campus der Stanford University. Neben den großen Kaufhäusern wie Macys, Nordstrom, Bloomingdales und Neiman Marcus gibt es jede Menge anderer schöner Geschäfte, Boutiquen und Läden. Es gibt natürlich die teuren Geschäfte und Designer aber auch GAP, Nike oder Pottery Barns. Also alles was das Herz begehrt. Man wandert open air von Geschäft zu Geschäft was es leider an Regentagen nicht ganz so perfekt macht, aber es gibt genug überdachte Fläche, so dass es auch geht. Und sind wir mal ehrlich, regnen tut es hier ja ohnehin nicht so oft.

Die Anlage ist wunderbar angelegt und man findet jede Menge Sitzgelegenheiten um die einkaufsmüden Füße auszuruhen.

Oder sich nach einem Schwindelanfall, weil die Kreditkarte glüht, auszuruhen.

Ich mag das Standford Shopping Center sehr gern und das Beste ist, wir können Pepper mit nehmen.

Hunde sind in ALLEN Geschäften erlaubt und man kann seine vierbeinigen Lieblinge wunderbar mit zu einer Shoppingtour nehmen. Alle Hunde die wir getroffen hatten waren sehr gut erzogen und es gab überhaupt keine Probleme. Die meisten Geschäfte haben überdies Wassernäpfe und leckere Hundekekse für die Vierbeiner. Wundervolle Philosophie wenn man mich fragt. ;-)

Schade nur, dass es nicht näher zu uns liegt, aber es ist eigentlich immer einen Ausflug wert.

 

 

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Nov 10

So fern der heimischen Küche beschleichen uns schon ab und zu einmal gewöhnliche und außergewöhnliche Gelüste nach Bratwurst, Sauerkraut, Spätzle, Maultaschen, Leberwurst und und und. Der deutsche Magen will deutsches Essen! So einfach ist das!

Zum Glück gibt es in unserem Supermarkt eine “ethnic foods” Reihe, in welcher man auch ein paar deutsche Spezialitäten finden kann. Sauerkraut, Rotkraut, Spätzle, Eiernudeln und Knödel gibt es eigentlich immer. Natürlich auch den Dalmayr Prodomo auf welchen man sicherlich genauso gut verzichten kann wie auf Zentis Marmelade. Aber immerhin. Es gibt etwas aus der Heimat und man ist dankbar über jede kleine Kleinigkeit.

Unfassbar was man alles beginnt zu vermissen, wenn man es nicht mehr täglich haben kann…Landjäger…oh ja Landjäger…und Pfälzer Leberwurst und Fleischkäse Brötchen…Currywurst mit Pommes Schranke…ach ich könnte gerade so weiter machen und mir hier Hunger aufschreiben.

Aber weiter im eigentlichen Text.

Wir haben hier in der Bay Area recht viele Auswanderer aus Good Old Germany und mit ihnen haben sich sehr zu unserer Freude einige “deutsche” Geschäfte und Restaurants angesiedelt. So ist z.B. Mountain View ein guter Ort für den deutschen Magen. Da hätten wir zum Einen die Bäckerei “Esther’s German Bakery” . Bauernbrot, Körnerbrot, Schwarzbrot, Mohnbrötchen und und und kann man hier käuflich erwerben. Zu einem stolzen Preis versteht sich, aber ab und an möchten unsere Zähne dann doch auf etwas anderes als Sauerteig- und Toastbrot beißen. Die Brezeln sind zwar nicht die Besten der Welt, aber wenn man so etwas nur selten bekommt, schmeckt es eigentlich immer gut.

Zum Anderen gibt es hier in Mountain View noch “Dittmer’s Gourmet Meats and Wurst Haus”. Eine deutsche Metzgerei, die neben den gängigen Bratwurstsorten (Thüringer, Nürnberger, etc) auch Fleischwurst, Blutwurst, Leberwurst etc im Angebot hat und diverse Fleischsorten bis hin zu Kalbfleisch, was es sonst nur sehr selten anderswo gibt. Um das Sortiment aufzupeppen kann man hier auch ein paar andere Dinge kaufen, wie z.B. Maggie, Knorr Fix für Sauerbraten, Altmeister Essig, Essiggurken, Backaromen, Vanille Zucker, Tortenböden, Quark!, und und und.

Einfach (fast) alles was das Herz begehrt und die erste Anflaufstation wenn es darum geht, mal wieder etwas typisch deutsches Kochen/Backen zu wollen oder müssen.

Darüber hinaus gibt es in der Bay Area auch diverse deutsche Restaurants wie z.B. in San Jose Teske’s Germania Restaurant and Beer Garden, in Redwood City das Gourmet House Staudt Restaurant and Beer Garden (das ist übrigens berühmt geworden durch den verlorene iPhone 4 Prototyp – für die Geeks unter Euch) oder auch in San Francisco das Walzwerk oder die Suppenküche.

Das ist nur eine kleine Auswahl, aber wie gesagt, es findet sich etwas für den deutschen Magen.

Dazu gibt es noch den fantastischen Lieferservice von German Deli, bei welchem man zu ziemlich heftigen Preisen Leckereien aus der Heimat käuflich erwerben kann. Ab und an lassen wir uns dann schon einmal Rollmöpse, Backzutaten, Fleischwurstringe, Chips und Süßigkeiten ins Haus liefern. Dann wird plötzlich aus einem kleinen Rollmops ein echtes Feinschmecker Häppchen :-)

Aber trotz allem gibt es immer noch ein paar Dinge, die wir hier nicht bekommen und die wir nun eben selber machen müssen, wie z.B. Schupfnudeln (das ist vielleicht eine Arbeit), Maultaschen (mein nächstes Großprojekt) oder auch gebrannte Mandeln (die waren super lecker).

Naja, so lerne ich eben noch gute alte deutsche Hausmannskost zu kochen und tatsächlich werden auch meine Backversuche immer besser. Meine amerikanischen Bekannten und Freunde haben sich jedenfalls schon sehr löblich über meine Apfelkuchen und die gebrannten Mandeln geäußert.

Man lernt ja nie aus… In diesem Sinne: Guten Hunger Euch allen! :-)

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Nov 02

Es ist doch immer wieder schön, wenn man liebe Besuch aus der Ferne bekommt.

Nachdem wir bereits quasi mit Einzug Besuch und Umzugs-/Einrichtungshilfe von meiner Mutter erhalten hatten (vielen Ilonaherzlichen Dank noch einmal, ohne Dich hätten wir es nicht so schnell und schön geschafft) und Kurzbesuche von Freunden aus London und Berlin (schön, dass Ihr auf Euren Reisen durch Kalifornien auch hier vorbei geschaut habt) landeten letzten Dienstag Ilona und Tobias in San Francisco um eine Woche mit uns zu verbringen.

Und was das für eine tolle Woche wurde! Unfassbar, was man in ein paar wenigen Tagen so alles erleben kann! Da das so Einiges war, werde ich es wohl in mehrere Blog Posts fassen, den insbesondere der Ausflug nach Napa und zum Football Game verdienen ihre eigenen ausführlichen Berichte :-)

Zunächst waren wir also erst einmal heftig Shoppen. The Great Mall of the Bay Area war erstes Ziel auf der Mission zur Ankurbelung der Wirtschaft. Vollbepackt mit Tüten war dieser erste Shopping Tripp am Abend dann auch ein voller Erfolg. TobiasDonnerstag stand der Yahoo Campus auf dem Plan. Erster Stopp: Yahoo Shop! Da gibt es jede Menge tollen Krimskrams vom jodelnden Flaschenöffner über T-Shirts bis hin zum Baby Strampler. Fantastisch! Ilona konnte es sich nicht nehmen lassen, den unheimlich schönen Yahoo Jodel Buzzer käuflich zu erwerben. Oh joy ;-) . Anschließend suchten wir dann die Kantine heim. Die Yahoo Kantine ist absolut fantastisch. Man kann sooooooo viele verschiedene Speisen wählen die frisch von diversen Köchen zubereitet werden. So findet sich wirklich für jeden etwas!

Nach einer Rundführung von Dirk über den Yahoo! Campus ging es für uns dann auch schon wieder weiter. Das schöne Wetter wollte genutzt werden und so machten wir uns auf den Weg nach Santa Cruz ans Meer.

Bei fantastischem Sonnenschein konnten wir den Seelöwen beim “Bellen” (ja anscheinend heißt das “Bellen” was sie da an Lauten von sich geben) zu hören und den Spätnachmittag am Meer genießen. Hier machten wir dann überdies auch noch dieSanta Cruz Festestellung, welche uns die gesamte Woche über begleiten sollte” Unfassbar! Über 24°C Ende Oktober kann man wirklich nicht meckern! Das ist schon toll, dass wir hier Ende Oktober noch im T-Shirt herumlaufen können” (Diese Sätze solltens ich täglich wiederholen wobei kleinere Modifikationen in der Temperatur (auch schon mal 25°C bzw. 26°C) bzw im Datum gemacht wurden).

In der untergehenden Sonne beobachteten wir dann auch noch unzählige Surfer die dem eisigen Pazifik trotzten und die “perfekte Welle” suchten. Ich hoffe, der eine oder andere hat seine für diesen Tag perfekte Welle gefunden, denn wir hatten jedenfalls jede Menge Spass beim Zusehen.

So vergingen die ersten beiden Tage wie im Fluge und wir machten uns mit Vorfreude auf den anstehenden Tripp nach San Francisco auf den Weg zurück nach Santa Clara.

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