Sep 21

Uff, das war ein hartes Stückchen Arbeit!

Nachdem meine Mutter und ich sämtliche Möbelhäuser der South, West and East Bay heimgesucht haben und natürlich immer wieder bei IKEA landeten, kamen vor einer Woche auch noch unsere Kisten aus Europa an.

Das war spannend! 5 Leute von denen nur 2 der englischen Sprache mächtig waren, schleppten die Kisten in unsere Wohnung, packten auch teilweise schon aus und stellten alles kreuz und quer in der Wohnung ab.

Die komplette letzte Woche haben meine Mutter und ich dann damit zu gebracht alles sinnvoll zu verstauen, einzuräumen und weitere Regale etc. bei – genau – IKEA zu kaufen.

Das war echt anstrengend und nicht ohne Verletzungen zu bewerkstelligen.

Aber nun ist die letzte Kiste ausgepackt und es scheint alles angekommen zu sein. Ein paar Verluste hatten wir, aber es hält sich doch alles im Rahmen. Nun noch ein letzter Besuch bei Ikea (ja ich brauche doch noch ein weiteres Bücherregal) und dann ist alles soweit wohnlich.

Deko kommt dann ganz zum Schluss. Aber der schlimmste Teil ist geschafft und wir freuen uns auf die ersten Besucher.

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Sep 11

Nach all dem Einkaufs- und Möbelaussuchstress haben wir uns am Labor Day Weekend eine kleine Auszeit genommen.

Labor Day Weekend? Ja genau. Am Montag war Feiertag, der sogenannte Labor Day. Frei übersetzt wohl so was ähnliches wie in Deutschland er 1.Mai allerdings ist der wie die meisten Feiertage in den USA nicht an ein festes Datum gebunden, sondern findet jedes Jahr am ersten Montag im September statt. Jaha, hier sind viele Feiertage arbeitnehmerfreundlich Montags. Naja, nicht für alle Arbeitnehmer, so haben eigentlich alle Geschäfte offen und nur Firmen, Banken und Verwaltungen machen blau.

Das Labor Day Weekend ist traditionell das Schnäppchen Wochenende. Insbesondere die großen Kaufhäuser wie z.B. Macy´s haben eine Fülle von Sonderangeboten. Auch Möbel, Elektronik und anderen Kram kann man um dieses Wochenende herum häufig günstiger erwerben.

Zugegebenermaßen haben wir uns am vergangenen Wochenende auch keine komplette Auszeit gegönnt, sondern haben uns einen schicken neuen Flachbild-TV gekauft. Juchhuh! Da wir ja aufgrund des anderen TV-Systems hier in USA unsere alte Kiste nicht mit nehmen konnten, war es sowieso nötig einen Fernseher zu erwerben. Und was lag da näher als einen total schönen, flachen HD TV zu besorgen? Genau, nichts! Also gesagt getan. Nach einigen Unstimmigkeiten über die Größe konnte ich mich mit einen kleineren 32 Zoll Samsung durchsetzen. In der Wohnung selbst wirkt das Ding dann sowieso viel größer als in im Laden und am Ende war auch Dirk mit meiner Wahl einverstanden.

Nun können wir dank TV und Comcast über 250 Kanäle auf uns einstürzen lassen und am aller wichtigsten natürlich HBO, der Sender mit den ganzen wichtigen Serien, die in einer Woche nach überstandener Sommerpause auch endlich wieder in die neue Staffel gehen.

Ach ja, fast hätte ich es vergessen, wir können nun auch über 100 Sender im schönsten HD genießen und so die Falten, Bartstoppel und grauen Haare von Bruce Willis, George Clooney und Co. in aller Tiefe und Fürchterlichkeit bestaunen.

HD FTW!

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Sep 09

Nachdem meine Mutter am 2. September in San Francisco ankam, um uns bei der Einrichtung der Wohnung tatkräftig unter die Arme zu greifen, war die letzte Woche tatsächlich von heftigem Einkaufen geprägt.

IKEA, K-Mart, Pottery Barn´s, WalMart, Target, Bed Bath and Byond und immer wieder IKEA – alle haben wir gesehen. Am häufigsten jedoch das schwedische Einrichtungshaus. Hin, was kaufen, zurück, warten auf die Lieferung, anschauen, neu abmessen, und wieder los. Dann doch nichts finden, wo anders hin fahren, anschauen, abmessen, verwerfen und zurück zu IKEA undsoweiterundsoweiter.

Und nun,  nach einer Woche kann ich stolz verkünden, dass wir eine Kaffemaschine, einen Staubsauger, ein Sofa, zwei Sessel, einen Esstisch nebst 4 Stühlen, einen Balkontisch nebst 2 Stühlen, eine Tischdecke, Platzdeckchen und einen super TV gekauft haben!

Jaha, wir kurbeln die Wirtschaft an! Jawoll! Jetzt fehlt eigentlich nur noch unser ganzer Kram, welcher angeblich seit zwei Tagen in Oakland im Zoll lagert. Phew, immerhin hat er die Schiffsüberfahrt gut überstanden und hat wieder festen Boden unter den Füßen. Wir hoffe, dass wir nächste Woche dann tatsächlich all unseren Kram beisammen haben werden.

Und wenn das dann alles da ist, dann heißt es sicherlich wieder: abmessen, überlegen, unterbringen, einräumen, ausräumen und am Ende wieder zu IKEA fahren. Also wenn es etwas gibt, dass ich aus den letzten Umzügen gelernt haben, dann ist es das, dass man am Ende doch irgenwie immer bei IKEA landet.  ;-)

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Aug 31

… oder wie ich die letzte Woche damit zubrachte eine Schlafgelegenheit für uns zu organisieren.

Also, ein Bett zu kaufen, ist ja immer eine schwierige Angelegenheit, aber hier in den USA ist es eine wissenschaftliche Arbeit bis man ein “schlaffertiges” Bett zusammen hat.

Aber alles nach und nach. Zuerst natürlich muss man sich entscheiden, ob man ein amerikanisches Bett haben möchte oder ein europäisches.

Gut, wir wollen ein hohes, großes amerikanisches Bett. Frage: King Size oder Queen Size? California King oder Eastern King? Überlegen, und überlegen. Reichen 1.50m Breite? Nee, wir werden ja auch älter, also lieber breiteres Bett damit wir weiter von einander entfernt liegen können.

Also King Size. California King (1.93m x 2.13m) oder Eastern King (1.98 x 2.03m). Hm, wohl eine Glaubensfrage…Sind wir eher lang und schmal oder kurz und breit? Kurzer Anfall von ehrlicher Selbsteinschätzung = kurz und breit.

Also Eastern King: 1.98m x 2.03m. Passt auch besser in unsere neue Wohnung. Gut, das wäre geklärt, jetzt weiter.

Also, nächster Schritt: Bettengeschäfte im Internet gesucht. (das war der einfache Teil). Dann hinfahren. Mein erster Anlauf war bei Mattress Discounters. Ich betrat den Laden und gleich stürtze sich Anthony, der Store Manager auf mich und flötete: “Hi, how are you doing? My name is Tony and how can I help you?” Ok, soweit so gut. An diese penetrante Flötenstimmen und Überfreundlichkeit muss ich mich erst noch gewöhnen. Ja schön, ich heisse Cotta, komme aus Deutschland und bin immer grummelig – hihi, hab ich nicht gesagt, aber innerlich so vor mich hingedacht. Also zurück zu Tony.

Als ich ihm mitteilte, dass ich eigentlich zwei Betten suche und nicht einfach nur Matratzen, sondern das ganze Ding, da sah ich schon wie seine Augen die Dollarzeichen bekamen. Erst einmal musste ich nun lernen, dass amerikanische Betten ein einfaches Metallgestell haben (mit Rollen) an welchem man je nach Wunsch noch ein Kopfteil und/oder Fußteil anschrauben kann (aber das geht ja immer noch, ist ja alles genormt).

Auf dem Gestell liegt die Box. Sieht auf den ersten Blick aus wie eine Matratze ist aber eher eine stoffebezogene Holzbox. Darauf gibt es dann die Matratze.

Aha – so ist das also. Nachdem ich eine handvoll Betten probegelegen hatte, haben wir dann auch festgestellt, dass ich eine Matratze in “firm” also hart haben möchte. Firm kaufen hier anscheinend nur die Europäer, denn zum Einen sind sie seltener und natürlich – ja genau: teurer. War ja klar. Aber in einem Hängemattenähnlichenweichspülerpuschelfluffbett kann ich einfach nicht vernünftig schlafen. Also gut, dann wohl doch teurer.

Dann rechnete der Herr herum und erzählte mir was er mir alles für tolle Discounts geben könnte, weil er ja der Manager wäre und ich ja zwei Betten bräuchte und weil ich so nett wäre und er so gute Laune hätte und und und bla bla bla, hin und her der Preis: 2.000 Dollar.

Hm, ok, das ist nicht günstig, aber ok. Ich muss drüber nachdenken und raus aus dem Laden.

Nächster Stop: Sleeptrain. Hier selbes Spiel, Probeliegen, Handeln wie auf nem Bazar und Preis: 4.500 Dollar.

Hä? Mehr als doppelt so viel? Krass. Ich nett gelächtelt und raus aus dem Laden.

Mancini´s Sleepworld: gleiches Spiel, diesmal hieß der Verkäufer aber Richard oder so und zeigte mir erst einmal seine Wand of Awesomness (so hab ich die getauft, weil er mir eine Wand voller Plaketten mit Employee of the month und bester Verkäufer von Welt und überhaupt eben super awesomness gezeigt hat), ein Foto seines Sohnes und erst dann die Betten. Am Ende gab es einen super Deal (dafür ist der arme Kerl fast bankrott gegangen ;-) ) von 3.300 Dollar für 2 Betten.

Ich also wieder raus und versprach ihm mir das Angebot durch den Kopf gehen zu lassen (was ich auch bis genau genau ins Auto getan habe).

Nächster Bettenladen, gleiches Spiel, ähnliche Preise und so weiter und so weiter. Mittlerweile fühlte ich mich schon wie nach einem Tag mit Versicherungsvertretern und/oder Autohändlern. Grässlich. Irgendwann hab ich das dann abgebrochen und den Bettenkauf vertragt.

Aber da ich nun wusste welche Bettgröße es werden sollte, machte ich mich auf, nach der Austattung zu suchen.

Was für eine Katatrophe.! Erst einmal muss man nämlich in Erfahrung bringen, was man für so ein amerikanisches Bett alles braucht. Das ist nicht wenig, und hat alles auch lustige Namen.

Ich also zu Bed, Bath and Byond (hihi, ich liebe diesen Namen) und mir eine Verkäuferin geschnappt. Ich habe ihr dann erklärt, dass ich sowas zum ersten Mal mache und die komplette Erstaustattung benötige.

Sie: “Do you want a Duvet, Blanket or a Comforter”?

Hä? Was? Hm, keine Ahnung?

Ich bat sie dann mir alles einmal zu zeigen, damit ich mich entscheiden könnte.

Also in der Regel (und ich sage ausdrücklich “in der Regel”, denn das ist nicht immer so wie ich später noch erfahren sollte) ist ein Duvet also die Bettdecke, die man in ein Bettüberzug hineinsteckt, das Blanket ist eine dünne Decke, einem Bettlaken nicht unähnlich und ein Comforter ist eine dickere Decke mit Muster und Design das eben nicht noch in einen Überzug gesteckt werden muss.

Ok, also Duvet (ja ich mag das so wie ich es von “daheim” gewohnt bin). Gut, Duvet für Eastern King.

Sorry, but we only have California King Duvets.

Das fängt ja gut. Wie sich später noch herausstellen sollte, ist die Wahl eines Eastern King Bettes in Californien mit jeder Menge Mehrausgaben und Rennerei verbunden, da man alles bestellen muss. Das dauert, kostet und nervt. Aber wir wollten es ja nicht anders haben.

Ok, dann halt Kissen. Ja Kissen hätten sie für Eastern King (ja das ist wichtig! Jedes Bett hat ne andere Größe für Kissen)

Super! Sie fragt mich daraufhin: “Back sleeper, stomach sleeper, side sleeper? “Pillow and/or Shams” “What Threat Count do you prefer”

Hä? Was ist denn ein Sham und wieso will die wissen wie ich schlafe – was ohnehin in allen Positionen ist. Und was ist Threat Count bitte schön?

Langsam kam ich mir vor wie dieses kleine Mädchen in der McDonald´s Werbung vor einigen Jahren die verzweifelt ein Happy Meal bestellen wollte und mit der Auswahl völlig überfordert war.

Ich war völlig fertig und sagte, dass ich mich nochmal informieren möchte und später wieder komme. Dann bin ich nach Hause gefahren und habe mir eine Portion Ben & Jerry´s Chuncky Monkey Schockolade reingezogen.

Erst danach, ging es mir wieder besser und ich sagte nicht mehr still vor mich hin: “Ein Happy Meal – bitte”.

Dieses Spiel habe ich dann die ganze Woche über weiter geführt bis ich dann Decken bei Target gekauft hatte, Kissen bei Wal Mart, Bettlaken bei noch wem anders, ein Bettskirt (ja das ist eine Art Zierröcken damit man das Bettgestell nicht sieht), Bettüberzüge (Drama hoch 10) und Kissenbezüge (für Pillows, Shams sind kleiner und kommen später noch) für Sleeper in all positions ;-) ) bei Bed, Bath und Byond.

Das Ganze hat dann nochmal über 600 Dollar gekostet (für zwei Betten) aber wir haben jetzt erst einmal eine Grundaustattung.

Ach ja, Threat Count bezeichnet die Webdichte. Je kleiner die Zahl, desto billiger das Material, desto schneller kaputt. Ich habe nun gelernt, dass man einen Threat Count von mindestens 300 haben sollten, damit man etwas ordentliches erhält. Ok! What ever!

Übrigens bin ich dann Samstag zurück zu Mattress Discounters und habe bei Tony die zwei Betten für 2.000 Dollar gekauft, welche (keep your fingers crossed) heute geliefert werden sollen.

Fazit des Einkaufes: Bettenkauf in USA ist eine Wissenschaft für sich und die Austattung ist sauteuer.

I don´t wanna do that ever again!

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