Jan 19

Wir waren im Winter! 3 Tage im dicken Schnee aber mit viel Sonne am Lake Tahoe mit 6 Freunden. Das war sooooooo schön!

Wir hatten uns ein Ferienhaus in Tahoe City (North Lake Tahoe) gemietet was keine Wünsche offen ließ. Kamin, Hot Tub, Wifi für die Geeks, eine große Küche und und und. Das Feriengebiet rund um den See wird in North und South Lake Tahoe unterteilt. Wobei hier noch die Besonderheit ist, dass die Staatsgrenze zwischen Kalifornien und Nevada den See noch einmal in West (Kalifornien) und Ost (Nevada) unterteilt.

Das wäre eigentlich kein Problem, wenn es in Kalifornien nicht diese Einfuhrbeschränkung für Obst, Gemüse und andere pflanzliche Produkte gäbe. Will heißen, sobald man die Staatsgrenze nach Nevada überquert hat und wieder zurück will, wird man kontrolliert, ähnlich einer Ländergrenze. Selbst wenn man z.B. Äpfel im Rucksack als Verpflegung hat, darf man sie nicht (wieder) einführen. also haben wir uns sehr bemüht in Kalifornien zu bleiben :-)

Nachdem wir Freitag erst einmal zwei dicke Vierradantrieb Autos gemietet hatten (keiner traute sich so recht mit unseren Mittelklassewagen über 2.000 Meter hohe Pässe bei dickem Schnee zu fahren) und wir alle eingesammelt hatten, quälten wir uns mit ca 1Mio anderer Menschen in Richtung Winterspass. Als wir dann gegen halb zwölf endlich im Haus angekommen waren, waren wir schon ziemlich platt. Aber natürlich quatschten wir noch stundenlang weiter.

So war es dann auch ziemlich schwer am Morgen aus den Federn zu kommen, aber ein wundervoll sonniger Tag und ein deftiges Frühstück mit Hello Kitty Waffeln, Bacon und anderen Leckereien half uns dann doch irgendwie ;-)

Während sich Cindy, Matt, Nicole und Marianne zum Northstar-at-Lake-Tahoe Ski Resort auf den Weg machten, fuhren Mandy, Vineet, Dirk und ich in Richtung South Lake Tahoe. Am See entlang durch eine wunderschöne Winterlandschaft und atemberaubenden Aussichten. Wie z.B. vom Viking Holm oberhalb von Emerald Bay aus. Einfach wunderbar!

In South Lake Tahoe angekommen ging es dann weiter zu einer fantastischen Snowmobile Tour. Das war vielleicht toll!

Jeweils zu 2. saßen wir auf einem Snowmobile und brausten mit einem Guide und noch ein paar anderen Leutchen durch die winterliche Landschaft in Richtung Sonnenuntergang. Ja, genauso kitschig, aufregend und kalt war es. 2 Stunden Spaß für “schlappe” $ 155.

Aber es hat sich wirklich gelohnt, auch wenn wir uns in den geliehenen Schneeanzügen wie das Michelin Männchen gefühlt haben. Aber so blieben wir immerhin warm. Ich muss allerdings auch zugeben, dass ich anfangs etwas schiss hatte, denn es war schon ziemlich holprig auf der Strecke. Aber je länger wir so dahin brausten, desto besser wurde es. Und die tolleSchneelandschaft tat natürlich ihr Übrigens. 2x hielten wir an zum Schneeballschlacht machen, Fotos schießen und einfach mal den Po ausruhen.

Am Anfang der Tour fuhren wir auf einem Weg, der wohl im Sommer eine asphaltierte Straße ist. Wir konnten daher jede Menge Straßenschilder bestaunen, die allerdings nur am oberen Ende aus dem Schnee heraus schauten.

Die Tour war jedenfalls so toll, dass wir uns absolut darüber einig sind, dass wir ein Snowmobile haben wollen, inklusive Ferienhaus am Lake Tahoe versteht sich ;-)

Während der Busfahrt von South Lake Tahoe bis zum Startpunkt unserer Tour in Hope Valley, erfuhren wir noch, dass wir uns in der Nähe des Kirkwood Ski Resort befänden, welches wohl von den Einheimischen am Liebsten aufgesucht wird und man hier, wenn man ein sehr guter Ski Fahrer oder Snowboarder ist, sein Können auf ein weiteres Level heben könnte. Gut zu wissen…

Am Abend zurück im Haus mussten wir dann allerdings feststellen, dass die arme Marianne sich am ersten Tag ihres Ski Kurses das Handgelenk verletzt hatte und nun mit einem dicken Verband am Tisch saß. :-(

Aber alles wird besser mit genug Rotwein, Ginger Whiskey und Käsefondue. Und natürlich einem gemütlichen Kaminfeuer. Auch wenn wir etwas Mühe hatten das Feuer ordentlich zum Brennen zu bekommen, selbst mit Hilfe ehemaliger Boys Scouts nicht, aber am Ende klappte es dann trotzdem – irgendwie.

Der nächste Morgen begann natürlich wieder mit einem deftigen Frühstück mit Rühreiern, Speck und Star Wars Pancakes. Ja, so muss es sein, wenn man mit Geeks verreist ;-)

Im Anschluss ging es für unsere Ski Fahrer und Snowboarder wieder nach Northstar at Tahoe Ski Resort und wir anderen Vier machten uns auf den Weg nach Squaw Valley. Hier fanden 1960 die olympischen Winterspiele statt und noch heute kann man den olympischen Geist spüren.

Nach einer kurzen Wanderung durch Squaw Village und einem kurzen Blick auf das Olympische Haus fuhren wir mit der Gondel nach Oben auf ca. 2.500m Höhe zum High Camp. Allein die Gondelfahrt war schon toll. Wir hatten einen fantastischen Blick auf das riesige Ski Gebiet, schneebedeckte Berge und den Lake Tahoe im Hintergrund. Einfach zauberhaft.

Oben angekommen wurden wir von den olympischen Ringen und frühlingshaften Temperaturen in Empfang genommen.

Natürlich haben wir erst einmal ausgiebig die Umgebung bestaunt und die tolle Aussicht genossen.

Hier oben gibt es übrigens im Sommer ein Schwimmbad und Tennisplätze und im Winter eben neben den Ski Pisten auch noch eine wundervolle Eislaufbahn.

Da haben wir uns natürlich nicht geziert und uns sportlich wie wir sind, auf das Eis gewagt. Kurzer Tipp, wenn man an der Bodenstation gleich das Gondelticket (die Gondel heißt hier übrigens Cable Car) zusammen mit dem Schlittschuhe Ticket kauft, kann man pro Person für $5 für 2h in luftiger Höhe ice skaten. Natürlich war die Gondelfahrt etwas teurer mit $24 pro Person, aber es lohnt sich wirklich.

Elegant und elfengleich (hüstel) glitten wir also in 2.500 Metern Höhe so über das Eis, die Sonne im Gesicht und … ja, schmerzenden Füßen.

Oh mann, hat das immer schon so weh getan? Ach ja und war das immer schon so anstrengend? Ich kann mich daran gar nicht erinnern.Aber halt, das lag sicherlich an der dünnen Luft in dieser Höhe…ja, genau so wird es gewesen sein ;-)

Nachdem wir uns also etwas sportlich betätigt hatten begaben wir uns noch in das Restaurant um ein kleines Lunch zu uns zu nehmen.

Großer Fehler!

3 von uns, inklusive Dirk und ich hatten Pommes rot-weiß zu uns genommen, was sich als sehr großen Fehler herausstellen sollte.

Nachdem wir mit der Gondel wieder ins Tal gefahren waren fuhren wir noch nach Northstar um die anderen zu treffen. Hier begann der Erste von uns mit der Kotzerei.

Wir haben es irgendwie zurück ins Haus geschafft wo wir uns alle noch ziemlich sicher waren, dass es wohl Höhenkrankheit sein müsste. Ja, bis es Dinner gab und ich beim ersten Biss ebenfalls anfing über der Schüssel zu hängen.

So ging es dann munter den ganzen Abend bis Dirk dann so gegen 2 ebenfalls einsetzte. Zum Glück hatten wir eine unterschiedliche Kotzfrequenz weswegen es mit nur einem Bad in unserem Zimmer gut ging.

Die Nacht war jedenfalls fürchterlich und wir waren uns alle einig, dass wir uns wohl eine Lebensmittelvergiftung zu gezogen hatten. Ja prima!

Die Heimfahrt am Montag verlief dann für uns auch eher mit der Sorge, nicht den Mietwagen zu verunreinigen, aber wir haben die 4stündige Fahrt ohne Anhalten hinter uns bringen können.

Seit Dienstag Abend nun, können wir auch bereits wieder feste Nahrung zu uns nehmen und auch wenn der Abschied aus Tahoe etwas unschön verlief, so schmälert es nicht unseren fantastischen Urlaub dort.

Nun sind wir zurück aus dem Winter in unserem sonnigen und frühlingshaften Santa Clara und ich trage bereits seit 2 Tagen wieder offene Schuhe ohne Socken. Herrlich!

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Dec 19

Eigentlich ist Florida nun nicht gerade der Ort, an welchem man hoffnungsvoll “Let it snow, let it snow, let it snow” singt, aber auch hier wünschen sich die Menschen zum Weihnachtsfest nunmal eben Schnee.

Aber der Reihe nach.

Sonntag Abend startete ich um 23:30 Uhr (PST) von San Francisco aus in Richtung Fort Lauderdale um gemeinsam mit meinen Eltern und meiner Oma Weihnachten in Naples, Florida verbringen zu können.

Nach einer sehr kurzen Nacht kam ich dann um 7:40 Uhr (EST) im sommerlich warmen Fort Lauderdale an und nach einer 2 stündigen Fahrt mit dem Mietwagen (die Geschichte um den Ärger bis ich den hatte, erspare ich mir, denn sonst rege ich mich nur wieder auf und mein Blutdruck steigt wieder bis kurz vor dem Überkochen) erreichte ich mein sommerliches Weihnachtsdomizil.

Irgendwie schon komisch, Weihnachten am Meer bei 26 – 30°C zu feiern, aber öfter mal was Neues schadet ja nie.

Nach mehreren Shopping Touren durch Naples und Umgebung (endlich habe ich den perfekten und heiß ersehnten Sonnenhut gefunden) ging es dann mit der gesamten Mannschaft und Freunden meiner Eltern am Donnerstag nach Downtown Naples.

Hier in der 3rd Street hatten sich die Stadtoberen nämlich etwas ganz besonderes für das anstehende Weihnachtsfest einfallen lassen.

Punkt 19:30Uhr fing es in der weihnachtlich dekorierten Straße an zu schneien!

Jaha! Das war vielleicht ein Spass!

Ok, ehrlicherweise muss ich wohl zugeben, dass es kein echter Schnee war, aber es hat trotzdem ziemlich gut ausgesehen.

Aus kleinen Kästen, welche an den Straßenlaternen befestigt waren, wurde eine Seifenlauge derart in die Luft geblasen, dass sie wie kleine Schneeflocken wieder auf die Straße rieselten.

Wir hatten jedenfalls ne Menge Spass und da es sich um Seifenlauge handelte, verwandelte sich die Straße auch stilecht in eine Rutschbahn.

Also eigentlich wie im echten Winter, nur halt nicht so kalt :-)

Ich wünsche allen, die jetzt frieren und im Schnee versinken viel Spass beim Schneemann bauen und Glühwein trinken.

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