Nov 30

Thanksgiving ist einer der wichtigsten amerikanischen Feiertage überhaupt. Das große Familienfest und Truthanvernichtungs-Ereignis!

Letzten Donnerstag stand nun eben jenes Ereignis ins Haus und bescherte uns so ein sehr langes Wochenende. Da Donnerstag Feiertag war, gab es Freitag einen mehr oder weniger aufgezwungenen Brückentag (Juchhuh!), hier auch Black Friday genannt.

Wir wollten diese 4 Tage nutzen um ein wenig mehr von dem Land, in welchem wir nun seit ein paar Monaten leben zu erkunden.

Also ging es am Mittwoch Abend mit schätzungweise 5 Millionen anderen Autofahrern auf die Interstate in Richtung Reno. Reno liegt ca. 4 Fahrstunden von uns entfernt nicht weit vom Lake Tahoe hinter den Sierra Nevada Mountains in – genau – Nevada. Dieser kleine Bruder von Las Vegas hat ebenfalls hauptsächlich Casinos zu bieten, aber auch günstige Casino Hotels. Die Fahrt dauerte auf Grund des bevorstehenden Thanksgiving Weekends allerdings 5 1/2 Stunden, welche wir hauptsächlich in der Dunkelheit zurück legen musste, so dass wir weder etwas von Sacramento noch von den Sierra Mountains gesehen haben. Immerhin konnten wir aber den ersten Schnee rechts und links entlang der I-80 in Richtung Reno ausmachen. Nach einer Ewigkeit kamen wir dann doch noch Mittwoch Abend in Reno an und checkten uns für 4 Nächte in das Casino Hotel Circus Circus in Reno ein, für schlappe 250 Dollar (Gesamtpreis!).

Da die Hotelbetreiber die Gäste zum Spielen in den Casinos verlocken wollen, sind hier meist die Zimmerpreise günstiger. Unser Circus Circus Hotel hat einen großen Bruder in Las Vegas und gehört zur MGM Casinos Kette.

Nachdem wir unser Zimmer im Sky Tower im 21. Stock!!! bezogen hatten, machten wir uns zunächst einmal auf, die beiden Casinos, die Kinder-Rummel-Ecke, die Restaurants und den Circus (ja hier gibt es natürlich wie der Name schon verspricht auch Circus-Vorstellungen) zu erkunden.

Also die Casinos hier haben nichts, aber auch gar nichts mit den vornehmen, distinguierten Casinos in Deutschland zu tun. Überhaupt nicht! Wie es in Las Vegas ist, weiß ich nicht, hier jedenfalls war es laut, hell und überall blinkte und piepte etwas. Abendgardarobe ist hier nicht notwendig so dass wir alles von Redneck über die Heavy-Metal-Braut bis hin zum Geschäftsmann alles erleben konnten.

Wir waren total fassungslos über die Größe und den unfassbaren Lärm und Menschenandrang, dass wir die nächste Bar ansteuerten und uns erst einmal einen großen Cocktail einverleiben mussten.

Ach, und die Cocktails sind hier wirklich super! Mein Long Island Ice Tea war fast völlig klar (also kaum Verunreinigungen durch Cola auszumachen) und auch verhältnismäßig günstig. Nach 1 Long Island ist dann aber auch gut ;-) , denn man will ja noch klaren Kopfes sein um nicht sein ganzes Habundgut zu verspielen :-)

Völlig erschöpft und etwas angeschickert ging es dann zur Nachtruhe, denn wir wollten am nächsten Tag ja die Umgebung erkunden.

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