Apr 10

Nachdem ich von der Sightseeing Tour am Donnerstag noch ganz platte Füße hatte, wollte ich es eigentlich ruhiger angehen lassen mit mehr Fahren und weniger Laufen. Aber das hat nicht wirklich funktioniert.

Der Freitag Vormittag stand bei mir ganz im Zeichen der Geschichte.

Ich besichtigte San Diego’s Old Town. Hier kann man unter anderem ein altes Schulhaus besichtigen, das alte Gefängnis, ein Spukhaus und vieles mehr. Alles aus der Zeit der Gründung San Diegos.

Hier sieht es fast so aus, wie in den Filmen aus dem Wilden Westen. Gepaart mit wundervollen riesigen Kakteen macht das Ganze einen wirklich pittoresken Eindruck.

Das Spukhaus, ist eigentlich Whaley House, ein Herrschaftiches Wohnhaus und das erste zweistöckige in San Diego, aus der Mitte des 19. Jhd. Die Familie Whaley hatte hier neben ihrer Wohnstätte auch einen kleinen Laden eingerichtet, welchen man heute noch besichtigen kann und die alte Alkohol Lizens an der Wand bestaunen kann. Whaley House bot auch dem ersten Theater San Diegos Heimat und man kann hier auch noch den alten Theaterraum und die Bühne bestaunen.

Später vermietete die Familie einen großen Saal in ihrem Haus an die Gemeinde als Gerichtssaal. Hier wurden also viele, viele Kriminelle verurteilt und heute noch kann man alte Gerichtsdokumente einsehen.

Damals wurden die besonders Schlimmen noch am Galgen aufgehängt. So z.B. Pferdediebe. Pferdediebstahl war Mitte des 19. Jhd eine der schlimmsten Straftaten, die man sich nur vorstellen kann.

Dem Whaley House wird heute noch nachgesagt, dass es dort Spuken soll. Zum Einen, kann man sich vorstellen, wie viele Kriminelle im dortigen Gerichtssaal zum Tode verurteilt wurden, zum anderen wurde das Haus genau an der Stelle errichtet, wo zuvor ein Galgen stand. Nun ja, ich habe jedenfalls keinen Geist gesehen als ich es besichtigte, aber interessant war es trotzdem.

Nachdem ich also die Old Town ausgiebig besichtigt hatte, und die Füße bereits wieder begannen zu schmerzen, fuhr ich nun in Richtung Point Loma. Point Loma ist Vorort von San Diego welcher auf einer hügeligen Landzunge (hier heißt das ja immer so schön: Peninsula) liegt.

Am äußersten südlichen Zipfel befindet sich das Cabrillo National Monument und dem Old Point Loma Lighthouse., welches 1855 in Betrieb genommen wurde.

Um hierher zu gelangen, muss man erst einmal auf der einzigen Straße hindurch durch militärisches Gebiet fahren.

Ach ja, der Eintritt zum Cabrillo Park kostet $5 pro Auto ist aber für 1 Woche gültig.

Auf der Fahrt auf der winzigen Straße hoch über dem Pazifik kommt man auch durch einen Militärfriedhof. Ja, durch den Friedhof hindurch.

Naja, also der Friedhof liegt auf der Ost- und Westseite der Landzuge malerisch am Berghang gelegen und bietet entweder eine tolle Aussicht auf San Diego (im Osten) oder auf den Pazifik (im Westen). Ein wirklich schön gelegener Militärfriedhof.

Wenn man man den langen Weg hinter sich gebracht hat, kommt man am Leuchtturm und dem Monument an.

Von hier hat man wirklich eine ganz wundervolle Aussicht auf die San Diego Bay und den Pazifik.

Das Einzige was wirklich stört, ist dieser hässliche graue Fleck im Norden von Coronado. Leider ist es nicht möglich dieses hässliche militärische Gebiet auf Fotos von Coronado und San Diego aus zu blenden. Also bleibst es halt drauf.

Nach meinen langen Ausflugstag zu Old Town und Point Loma ging es dann zurück ins Hotel und zu Fuß dann nach Downtown, wo ich mich mit Dirk und ein paar Kollegen von ihm von der CSUN Konferenz zum Dinner treffen wollte. Zum Glück führte mein Weg noch durch die wundervolle Mall, Horton Plaza, hindurch.

Zum Glück, denn mittlerweile taten mir meine Füße so schrecklich weh, dass ich mir notgedrungen ein paar richtig toll gefederte und gepolsterte Turnschuhe kaufen musste.

Das war wirklich eine Rettung! Die ersten Schuhe meines Lebens in denen ich keine Blasen bekommen habe. Unfassbar aber wahr. Und das Beste an den Dingern ist, dass ich sie nun zum Sporteln im Gym anziehen kann.

Ohne diese Schuhe hätte ich den Samstag auch gar nicht überstanden, denn Dirk und ich verbrachten den kompletten Samstag damit, durch den berühmten San Diego Zoo zu wandern.

Der Zoo hat zwar einen eher stattlichen Eintrittspreis ($ 40 im Internet, § 35 in der Touri Info) aber es lohnt sich wirklich. Ist ein wirklich ganz toller Zoo der schon alleine wegen seiner Lage besonders schön ist.

Besonders niedlich fanden wir ja die Nilpferd-Mama mit ihrem zwei Monate alten Baby. Sooooooooo süüüüüüüß!

Wie sie da so unter Wasser gekuschelt haben…einfach zauberhaft.

Cool waren aber auch die Pandas. Der Panda Bär ist ja das Wahrzeichen des Zoos und man kann sich die Pandas auch im Internet via Live-Stream anschauen.

Als wir dort waren, konnten wir gerade beobachten, wie der Eine gemütlich auf seinem Hintern saß, angelehnt an einen Stein und vergnügt seinen Bambus kaute. Der andere hing einfach so rum. Und wenn ich meine Rumhängen, dann meine ich das. Der hing wirklich über einen Baumstamm. Einfach so als hätte man ihn da hingeworfen. Ziemlich lustig.

Ich persönlich habe dann noch einen schönen Augenblick mit einem Orang Utan genossen und auch die Elefanten haben in uns erneut den Wunsch geweckt einen Baby Elefanten als Haustier zu haben ;-)

Nach 7! Stunden im Zoo waren wir dann auch ziemlich platt und konnten uns noch eben so gerade zum Restaurant auf machen, wo wir einen wundervollen letzten Abend mit unseren Londoner Freunden verbringen durften.

Ach ja, die zwei schönsten Restaurants in San Diego mit leckerem Essen waren übrigens Urban Bar & Grill und Salvatore’s.

Etwas teurer aber auch sehr sehr gut.

Sonntags ging es dann auch schon wieder zurück nach Hause und in den Regen…Meine Güte, war das ein Wetter was uns da erwartete, aber das ist eine andere Geschichte.

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Apr 02

Was für eine tolle Gelegenheit: Frühling in San Diego.

Dirk war als Sprecher für die CSUN11 Konferenz (International Technology & Persons with Disabilities Conference) in San Diego gebucht und ich habe mir diese Gelegenheit natürlich nicht entgehen lassen und habe meinen Gatten in den Süden Kaliforniens begleitet.

Wir waren zwar vor Jahren schon einmal in San Diego gewesen, aber es ist ja auch mal schön an einen Ort zurück zu kehren und so richtig ausgiebig zu besichtigen.

Ein Extra-Bonbon gab es für uns auch, denn ein paar unserer London Freunde besuchten diese Konferenz ebenfalls und so gab es für uns auch noch ein freudiges Wiedersehen on Top.

Gerade angekommen machte sich Dirk auch gleich noch Mittwochs Nachmittags auf den Weg zur Konferenz während ich das selbst für europäische Verhältnisse kleine Mietauto geschickt über die riesige Brücke hin zu Coronado (welches eine Halbinsel und keine Insel ist – ganz wichtig) lenkte. Hier habe ich dann ganz Touri natürlich erst einmal Fotos von der San Diego Skyline geschossen bevor es auf die andere Seite dieser Halbinsel zum Hotel Del Coronado ging.

Ich liebe dieses alte wundervolle Luxus Hotel. 1888 wurde es eröffnet und war damals das größte Hotel der Welt und das Erste, welches elektrisches Licht installiert hatte. Jaja, selbst hier in der Neuen Welt gibt es Gebäude die schon über 100 Jahre alt sind. Man glaubt es kaum.

Das Hotel war über die Jahre hinweg Herberge für viele Presidenten und anderer wichtigen und weniger wichtigen Persönlichkeiten. Es bot natürlich allein wegen seines hübschen Aussehens auch Kulisse für die verschiedensten Filmproduktion wie z.B. “Manche mögen’s heiß” mit Marilyn Monroe.

Für mich bietet das Hotel immer wieder eine kleine wundervolle Oase der Ruhe und des (für mich leider nur gefühlten) Luxus. Man kann hier einfach ein Käffchen auf der Terasse einnehmen oder durch die Läden im Erdgeschoss wandern. Das Parken auf dem Hoteleigenen Parkplatz empfehle ich allerdings nur Menschen, die einen Goldesel im Anhänger dabei haben ($15 für 38 Minuten!)

Am Abend gab es dann das lang ersehnte Treffen mit den Londonern bei leckerem Dinner im Gaslamp Quarter in Downton San Diego. Das erste von vielen leckeren Dinner mit alten und neuen Freunden während unseres Aufenthaltes.

Der Donnerstag began für Dirk schon sehr sehr früh mit einem Vortrag von unserem portugiesisch/deutschen Freund Artur aus London. Für mich stand Sightseeing auf dem Plan. Und so wanderte ich auf der vom Reiseführer vorgeschlagenen Route erst am Wasser und Hafen entlang. Auf meinem Weg kam ich an vielen interessanten Statuen zum Thema “Abschied und Wiedersehen” vorbei. San Diego ist nämlich auch Heimat der Army, dh für alle die was mit Wasser zu tun haben. Ich selbst hab keine Ahnung was der Unterschied von der Navy und den Marines ist, aber ich glaube hier sind Beide. Naja, die berühmten Navy Seals trainieren hier wohl auch irgendwo. Coronado hat z.B. am Nordzipfel ein riesiges Army Gelände und im Süden der Halbinsel ist ein ewig langer Strandabschnitt als militärisches Gelände gesperrt für Hans und Franz und Hinz und Kunz. Und damit leider auch für mich.

Schade eigentlich, denn die Landschaft hier ist ganz besonders schön und wäre sicherlich ein toller Platz für jede Menge Touris ;-)

Nun gut, also, ich wanderte so am Hafen, an einem Museumschiff und eben vielen Statuen und Denkmälern vorbei bis ich dann im Seaport Village ankam. Seaport Village ist ein kleines, künstlich angelegtes “Dörfchen” am Wasser direkt vor Downton San Diego. Eigentlich ist ein ein nettes kleines Einkaufszentrum bestehend aus lauter kleinen Häuschen = Boutiquen und Restaurants. Ganz nett anszuschauen und praktischerweise genau vor dem Manchester Grand Hyatt Hotel, wo die CSUN11 stattfand. Und wie das Schicksal so wollte, war auch gerade Mittagspause und so konnte ich mein Lunch in netter Gesellschaft von Dirk, Christiane und Artur einnehmen. Sehr praktisch und vor allem, sehr sehr schön, so am Wasser in der Sonne.

Nachdem wir alle gesättigt waren und die anderen 3 sich der CSUN widmeten, wanderte ich weiter auf meiner Sightseeing Tour. Vorbei am Yachthafen, über das Kongress Zentrum bis hin zum Gaslamp Quarter. Als ich hier angekommen war, kamen mir bereits super viele Menschen in grünen Outfits entgegen. Ach ja, es war St. Patrick’s Day. Und anscheinend gibt es in San Diego besonders viele “Iren”. War auf jeden Fall ziemlich lustig und die Pubs füllten sich in Windeseile.

Ich hatten allerdings so platte Füße von meinem 4 Meilen Rundweg, dass ich mich ganz unirisch noch gerade so eben ins Hotel schleppen konnte wo ich dann auf Dirk gewartet habe. Unsere Nacht fing dann auch schon ziemlich früh an :-)

Aber das war auch ganz ok so, denn es stand ja noch sooooooo viel mehr auf dem Programm.

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Jan 19

Wir waren im Winter! 3 Tage im dicken Schnee aber mit viel Sonne am Lake Tahoe mit 6 Freunden. Das war sooooooo schön!

Wir hatten uns ein Ferienhaus in Tahoe City (North Lake Tahoe) gemietet was keine Wünsche offen ließ. Kamin, Hot Tub, Wifi für die Geeks, eine große Küche und und und. Das Feriengebiet rund um den See wird in North und South Lake Tahoe unterteilt. Wobei hier noch die Besonderheit ist, dass die Staatsgrenze zwischen Kalifornien und Nevada den See noch einmal in West (Kalifornien) und Ost (Nevada) unterteilt.

Das wäre eigentlich kein Problem, wenn es in Kalifornien nicht diese Einfuhrbeschränkung für Obst, Gemüse und andere pflanzliche Produkte gäbe. Will heißen, sobald man die Staatsgrenze nach Nevada überquert hat und wieder zurück will, wird man kontrolliert, ähnlich einer Ländergrenze. Selbst wenn man z.B. Äpfel im Rucksack als Verpflegung hat, darf man sie nicht (wieder) einführen. also haben wir uns sehr bemüht in Kalifornien zu bleiben :-)

Nachdem wir Freitag erst einmal zwei dicke Vierradantrieb Autos gemietet hatten (keiner traute sich so recht mit unseren Mittelklassewagen über 2.000 Meter hohe Pässe bei dickem Schnee zu fahren) und wir alle eingesammelt hatten, quälten wir uns mit ca 1Mio anderer Menschen in Richtung Winterspass. Als wir dann gegen halb zwölf endlich im Haus angekommen waren, waren wir schon ziemlich platt. Aber natürlich quatschten wir noch stundenlang weiter.

So war es dann auch ziemlich schwer am Morgen aus den Federn zu kommen, aber ein wundervoll sonniger Tag und ein deftiges Frühstück mit Hello Kitty Waffeln, Bacon und anderen Leckereien half uns dann doch irgendwie ;-)

Während sich Cindy, Matt, Nicole und Marianne zum Northstar-at-Lake-Tahoe Ski Resort auf den Weg machten, fuhren Mandy, Vineet, Dirk und ich in Richtung South Lake Tahoe. Am See entlang durch eine wunderschöne Winterlandschaft und atemberaubenden Aussichten. Wie z.B. vom Viking Holm oberhalb von Emerald Bay aus. Einfach wunderbar!

In South Lake Tahoe angekommen ging es dann weiter zu einer fantastischen Snowmobile Tour. Das war vielleicht toll!

Jeweils zu 2. saßen wir auf einem Snowmobile und brausten mit einem Guide und noch ein paar anderen Leutchen durch die winterliche Landschaft in Richtung Sonnenuntergang. Ja, genauso kitschig, aufregend und kalt war es. 2 Stunden Spaß für “schlappe” $ 155.

Aber es hat sich wirklich gelohnt, auch wenn wir uns in den geliehenen Schneeanzügen wie das Michelin Männchen gefühlt haben. Aber so blieben wir immerhin warm. Ich muss allerdings auch zugeben, dass ich anfangs etwas schiss hatte, denn es war schon ziemlich holprig auf der Strecke. Aber je länger wir so dahin brausten, desto besser wurde es. Und die tolleSchneelandschaft tat natürlich ihr Übrigens. 2x hielten wir an zum Schneeballschlacht machen, Fotos schießen und einfach mal den Po ausruhen.

Am Anfang der Tour fuhren wir auf einem Weg, der wohl im Sommer eine asphaltierte Straße ist. Wir konnten daher jede Menge Straßenschilder bestaunen, die allerdings nur am oberen Ende aus dem Schnee heraus schauten.

Die Tour war jedenfalls so toll, dass wir uns absolut darüber einig sind, dass wir ein Snowmobile haben wollen, inklusive Ferienhaus am Lake Tahoe versteht sich ;-)

Während der Busfahrt von South Lake Tahoe bis zum Startpunkt unserer Tour in Hope Valley, erfuhren wir noch, dass wir uns in der Nähe des Kirkwood Ski Resort befänden, welches wohl von den Einheimischen am Liebsten aufgesucht wird und man hier, wenn man ein sehr guter Ski Fahrer oder Snowboarder ist, sein Können auf ein weiteres Level heben könnte. Gut zu wissen…

Am Abend zurück im Haus mussten wir dann allerdings feststellen, dass die arme Marianne sich am ersten Tag ihres Ski Kurses das Handgelenk verletzt hatte und nun mit einem dicken Verband am Tisch saß. :-(

Aber alles wird besser mit genug Rotwein, Ginger Whiskey und Käsefondue. Und natürlich einem gemütlichen Kaminfeuer. Auch wenn wir etwas Mühe hatten das Feuer ordentlich zum Brennen zu bekommen, selbst mit Hilfe ehemaliger Boys Scouts nicht, aber am Ende klappte es dann trotzdem – irgendwie.

Der nächste Morgen begann natürlich wieder mit einem deftigen Frühstück mit Rühreiern, Speck und Star Wars Pancakes. Ja, so muss es sein, wenn man mit Geeks verreist ;-)

Im Anschluss ging es für unsere Ski Fahrer und Snowboarder wieder nach Northstar at Tahoe Ski Resort und wir anderen Vier machten uns auf den Weg nach Squaw Valley. Hier fanden 1960 die olympischen Winterspiele statt und noch heute kann man den olympischen Geist spüren.

Nach einer kurzen Wanderung durch Squaw Village und einem kurzen Blick auf das Olympische Haus fuhren wir mit der Gondel nach Oben auf ca. 2.500m Höhe zum High Camp. Allein die Gondelfahrt war schon toll. Wir hatten einen fantastischen Blick auf das riesige Ski Gebiet, schneebedeckte Berge und den Lake Tahoe im Hintergrund. Einfach zauberhaft.

Oben angekommen wurden wir von den olympischen Ringen und frühlingshaften Temperaturen in Empfang genommen.

Natürlich haben wir erst einmal ausgiebig die Umgebung bestaunt und die tolle Aussicht genossen.

Hier oben gibt es übrigens im Sommer ein Schwimmbad und Tennisplätze und im Winter eben neben den Ski Pisten auch noch eine wundervolle Eislaufbahn.

Da haben wir uns natürlich nicht geziert und uns sportlich wie wir sind, auf das Eis gewagt. Kurzer Tipp, wenn man an der Bodenstation gleich das Gondelticket (die Gondel heißt hier übrigens Cable Car) zusammen mit dem Schlittschuhe Ticket kauft, kann man pro Person für $5 für 2h in luftiger Höhe ice skaten. Natürlich war die Gondelfahrt etwas teurer mit $24 pro Person, aber es lohnt sich wirklich.

Elegant und elfengleich (hüstel) glitten wir also in 2.500 Metern Höhe so über das Eis, die Sonne im Gesicht und … ja, schmerzenden Füßen.

Oh mann, hat das immer schon so weh getan? Ach ja und war das immer schon so anstrengend? Ich kann mich daran gar nicht erinnern.Aber halt, das lag sicherlich an der dünnen Luft in dieser Höhe…ja, genau so wird es gewesen sein ;-)

Nachdem wir uns also etwas sportlich betätigt hatten begaben wir uns noch in das Restaurant um ein kleines Lunch zu uns zu nehmen.

Großer Fehler!

3 von uns, inklusive Dirk und ich hatten Pommes rot-weiß zu uns genommen, was sich als sehr großen Fehler herausstellen sollte.

Nachdem wir mit der Gondel wieder ins Tal gefahren waren fuhren wir noch nach Northstar um die anderen zu treffen. Hier begann der Erste von uns mit der Kotzerei.

Wir haben es irgendwie zurück ins Haus geschafft wo wir uns alle noch ziemlich sicher waren, dass es wohl Höhenkrankheit sein müsste. Ja, bis es Dinner gab und ich beim ersten Biss ebenfalls anfing über der Schüssel zu hängen.

So ging es dann munter den ganzen Abend bis Dirk dann so gegen 2 ebenfalls einsetzte. Zum Glück hatten wir eine unterschiedliche Kotzfrequenz weswegen es mit nur einem Bad in unserem Zimmer gut ging.

Die Nacht war jedenfalls fürchterlich und wir waren uns alle einig, dass wir uns wohl eine Lebensmittelvergiftung zu gezogen hatten. Ja prima!

Die Heimfahrt am Montag verlief dann für uns auch eher mit der Sorge, nicht den Mietwagen zu verunreinigen, aber wir haben die 4stündige Fahrt ohne Anhalten hinter uns bringen können.

Seit Dienstag Abend nun, können wir auch bereits wieder feste Nahrung zu uns nehmen und auch wenn der Abschied aus Tahoe etwas unschön verlief, so schmälert es nicht unseren fantastischen Urlaub dort.

Nun sind wir zurück aus dem Winter in unserem sonnigen und frühlingshaften Santa Clara und ich trage bereits seit 2 Tagen wieder offene Schuhe ohne Socken. Herrlich!

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Dec 06

Letzte Woche fiel nun mit Thanksgiving der Startschuss für die sog. “Holiday Season” also die Feiertags-Saison.

Thanksgiving ist neben Weihnachten der wichtigste Feiertag in den USA – eigentlich eher fast noch wichtiger als Weihnachten, auch wenn es hier keine Geschenke gibt.

Es ist ein staatlicher Feiertag und wird jeden 4. Donnerstag im November gefeiert. Die meisten Amerikaner nehmen sich mindestens den darauffolgenden Freitag (sog. Black Friday) als “Brückentag” frei, oder teilweise sogar die ganze Thanksgiving Woche. Einige Firmen, wie z.B. Yahoo! geben ihren Mitarbeitern den Freitag ebenfalls frei. Schulkinder haben meist ebenfalls die komplette Woche unterrichtsfrei (insbesondere hier in Kalifornien weil durch die Finanzlage nicht genug Geld da ist um ein reguläres Schuljahr mit vielen Schultagen zu finanzieren – ja so schlimm ist das hier).

Thanksgiving wird auf die Pilgerväter zurück geführt, welche nach einem ersten harten Winter in der neuen Welt und vielen Hunger- und Kälteopfern Hilfe bei den umliegenden Indianerstämmen suchten. Die Indianer halfen den Siedlern in dem sie ihnen unter anderem zeigten, wie man Mais und andere heimische Pflanzen anbaute.

Im darauffolgenden Jahr gab es eine reiche Ernte und genug zu Essen. Die Pilgerväter sollen sich laut der Geschichte nun mit einem großen Erntedankfest bei den Indianern bedankt haben.

Heute wird dieses Fest traditionell mit einem riesigen Truthahn Essen mit der ganzen Familie und auch lieben Freunden gefeiert. Dieses große Familienfest führt dazu, dass in der Thanksgiving Woche tausende von Menschen zu ihren Lieben reisen, mit Bahn, Schiff, Auto und Flugzeug. Das führt natürlich zu einem riesigen Verkehrschaos, verstopften Straßen und langen Warteschlangen an Check-In Schaltern. In diesem Jahr riefen nun an dieser jährlichen größten Reisewelle in den USA diverse Organisationen dazu auf, an den Flughafen Security Checks sich dem Scan mit den sog. Nacktscannern zu verweigern und stattdessen den zeit- und personalaufwendigen Abtastcheck zu unterziehen. Sie wollten damit gegen die Nacktscanner protestieren.

Aber letztendlich gab es nur wenige die tatsächlich protestierten denn die meisten wollten einfach nur schnell von A nach B.

Wir haben uns in diesem Jahr dazu entschlossen, das lange Wochenende daheim zu verbringen und uns nicht ins Getümmel zu stürzen. Dafür wurden wir auch reichlich belohnt. Zuerst gab es die große Macy’s Parade im Fernsehen und im Anschluss haben Pam und Marco  uns zu einem traditionellen Turkey Dinner eingeladen. Zu diesem Fest gibt normalerweise einen Truthahn oder Teile davon. Der Truthahn wird Innen befüllt. Dabei hat jeder so seine eigenen Familienrezepte für das sog. “Stuffing”. Das isst man im Übrigen später als Beilage und ist eine auf Brot und Gemüse basierende Pampe. Unsere war auf jeden Fall der Knaller und Pam hat sich dabei selbst übertroffen.

Dazu gab es dann grüne Bohnen und einen Süßkartoffel-Marshmallow-Auflauf. Yummy! Natürlich durfte auch die Cranberry Sauce nicht fehlen, eine Pumpkin Soup als Starter und Pie zum Nachtisch. Lecker und wie es sich gehört fielen wir danach auch ins Food-Koma.

Alles wie es an Thanksgiving sein muss :-)

So fiel es uns dann auch nicht schwer am nächsten Tag den Black Friday so gut wie Black Friday sein zu lassen. Black Friday ist der Freitag nach Thanksgiving und der Tag an dem es die meisten Schnäppchen gibt. Die Geschäfte machen zum Teil um 4 Uhr morgens auf und die Menschen stehen schon Tage vorher in Schlangen vor der Tür um auch ja die ersten Schnäppchen zu ergattern. Bei dieser Angelegenheit kommt es regelmäßig zu fürchterlichen Unfällen, weil Menschen an den Türen zuGeschäften einfach niedergemäht werden. Aber der Tag ist eben die beste Möglichkeit für das anstehende Weihnachtsfest die besten Geschenke zu einem günstigen Preis zu ergattern.

Wir haben uns lieber dazu entschieden noch einmal zu Schlemmen und haben uns zum Fish Market auf gemacht um dort fangfrische Dungenesse Crabs zu essen. Sehr lecker.

Den Rest des langen Wochenendes haben wir dann ruhig angehen lassen, da es sowieso die ganze Zeit über geregnet hat. So ein richtiges Novemberwetter halt.

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